Unser Kater (er hieß auch Findus) hat im Oktober mit 14 Jahren eines Abends völlig unerwartet plötzlich schreiend auf der Seite gelegen. Morgens war noch alles in Ordnung. Auch er war etwas ganz besonderes für uns, ein Freund und ein Familienmitglied.
Wir haben ihn noch in die Tierklinik gebracht, wo er am nächsten Morgen gestorben ist. Deshalb wissen wir, was er hatte, aber auch das hilft nicht wirklich bei der Trauer.
Dieses plötzliche ist einfach ein Schock und man ist traumatisiert.
Ich habe ihn aus der Tierklinik abgeholt, habe auf der 45-minütigen Fahrt die ganze Zeit geweint und ihm etwas erzählt. Kurz vor zuhause bin ich rechts ran gefahren, habe ihn nochmal gestreichelt.
Mein Mann hob inzwischen das Grab im Garten aus.
Auch dort hielt ich Findus noch eine Zeit im Arm, wollte ihn gar nicht loslassen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wie oben schon geschrieben wurde, die Zeit reicht NIE.
Meine Trauer ist auch noch sehr präsent; ich schätze, das liegt wirklich daran, dass man so total unvorbereitet war. Du wirst sicher noch Zeit brauchen.
Und ein schlechtes Gewissen wegen dem Gefühl, einiges falsch gemacht zu haben, habe ich auch. Immer noch.
Stell ihm ein Windlicht auf das Grab, sprich einfach jetzt noch mit ihm. Es hilft, wenn auch nur ein bisschen. Alles Liebe von mir.