Eigentlich sieht es aus wie eine gewöhnliche Hauskatze Mit 90 Zentimetern ist das Tier allerdings deutlich länger, hat viel breitere Ohren, kürzere Schnurrhaare und auffallend lange Reißzähne. Das sehr dichte, rot-braun getigerte Fell und der schwarz geringelte Schwanz samt schwarzer Spitze erinnern eher an einen Fuchs.
Einheimische nennen es daher Ghjattu volpe, Katzen-Fuchs.
Die Tiere leben abgeschieden in den Bergen und Wäldern im Norden der Insel Korsika – geschützt vor ihrem größten Feind, dem Königsadler. Nur äußerst selten bekommt man sie zu Gesicht. Unter korsischen Bauern und Hirten ranken sich aber schon seit Generationen Legenden um die mysteriöse Katzenart. Sie würde sich nachts aus dem Wald schleichen, von Ziegen und Schafen trinken und deren Euter zerkratzen.
Als im Jahr 2008 aus Versehen ein Exemplar in einem Hühnerstall eingesperrt wurde, wurden Forscher auf die „Katzen-Füchse“ aufmerksam. Seitdem versucht Frankreichs Behörde für Jagd und Wildtiere, L’Office national de la chasse et de la faune sauvage (ONCFS), ihren Geheimnissen auf die Spur zu kommen.