Puh, vielen Dank schon mal für die schnelle Antwort!

Ich habe Nala gerade noch sehr lange gesucht, bis ich ein krächzen aus einem anderen Kellerabteil gehört habe. Sie war da offenbar aus Versehen eingesperrt worden, ist also (noch) nicht abgewandert. Hausarrest findet sie ganz furchtbar, was ich auch verstehen kann. Ich hatte es mal ein paar Stunden versucht, in denen sie ununterbrochen gemaunzt, geknurrt und gefaucht hat. Ich bin da immer hin und her gerissen, weil ich sie zu nichts zwingen möchte und ich Zwang in der Regel auch für eher kontraproduktiv halte. Allerdings sehe ich in der aktuellen Situation auch keine Möglichkeit, wie sich die beiden überhaupt einmal sehen oder kennenlernen könnten, da sich beide entziehen. Eine Gittertür bring in diesem Fall glaube ich nicht sehr viel, da sich Mia wie gesagt überhaupt nicht unter dem Bett hervor traut und Nala auch nicht den Kontakt zu ihr sucht.
Mit dem Gedanken Mia wieder abzugeben hatte ich auch schon gespielt, da es aktuell nicht so aussieht, als sei die Situation im Interesse einer der beiden Katzen. Ich habe da allerdings Hemmungen, da ich weiß, dass Mia aufgrund ihrer extremen Ängstlichkeit schon einmal zurück gegeben wurde und keine weiteren Aussichten auf eine Vermittlung hat. Sie soll also weder ein Wanderpokal werden, noch ihr Leben in einem Heim fristen. Im schlimmsten Fall könnte sie bestimmt ein Plätzchen auf dem Hof einer Freundin finden, aber das sollte wie gesagt eher eine Ultima Ratio sein.
Ich glaube, dass meine Räumlichkeiten für so eine Zusammenführung einfach ungeeignet sind. Ich lebe in einer 3er WG mit einem kleinen Flur, einer kleinen Küche und einem kleinen Bad. Es gibt quasi nur meinen Raum und die beiden anderen Räume meiner MitbewohnerInnen. Da es vorher mit den anderen Katzen kein Problem war, hatte ich auch dieses Mal gehofft, dass es funktionieren könnte, dem ist aber leider nicht so.
Mia war in der zweiten Woche kurz unter das Bett meiner Mitbewohnerin gezogen, was zur Folge hatte, dass Nala wieder nachts bei mir geschlafen hat. Leider hat das nicht angehalten, da Mia gleich zwei Mal an einem Tag unter das Bett meiner Mitbewohnerin gepinkelt hat und sich so leider ihre Gunst verspielt hat. Dementsprechend glaube ich aber, dass es prinzipiell möglich ist, die beiden auch ohne Stress unter einem Dach zu halten und so eine langsame Annäherung erfolgen könnte.
Ich plane zum Ende dieses Semesters in eine andere Stadt zu ziehen und könnte dort nach einer geeigneteren Wohnung suchen, allerdings liegt das noch in ferner Zukunft und die Probleme sind leider gegenwärtig. Mit einer Heizdecke oder einer abendlichen Wärmflasche könnte Nala zwar den Winter auch weiterhin im Keller verbringen, allerdings ist das eigentlich auch keine Lösung.
Für weitere Vor- und Ratschläge bin ich auf jeden Fall offen!
Ach und wegen Mias Unsauberkeit wollte ich morgen einmal versuchen, wieder ein zweites Katzenklo aufzustellen, da sie vielleicht zu den Katzen gehört, die gerne das kleine und das große Geschäft trennen (kannte ich vorher so noch nicht). Anfangs hatte ich zwei Katzenklos, da Nala jedoch quasi ausgezogen war und ihre Geschäfte eh am liebsten im Garten erledigt, hatte ich es wieder auf eines beschränkt.