Zwei scheue Katzen vergesellschaften

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Jaeris

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Hey ihr Lieben,

ich habe seit vier Jahren meine Katze Nala. Nala kommt aus dem Tierschutz, war früher extrem ängstlich und hat sich im ersten Jahr konsequent nur unter dem Bett versteckt und die Wohnung nachts, wenn alle geschlafen haben erkundet. Wir mussten uns sehr langsam annähern und sie hat langsam gelernt, dass ich ihr nichts Böses will. Heute ist unser Verhältnis sehr eng und Nala ist sogar eine einigermaßen selbstbewusste Freigängerin geworden. Das war früher nicht denkbar, da sie Angst vor wirklich allem hatte. Mit andern Katzen hat sie sich immer gut arrangiert und auch freiwillig angefreundet. Damals, als meine ehemalige Mitbewohnerin sich eine junge Katze geholt hatte, sind die beiden Freunde geworden und haben immer zusammen geschlafen und gekuschelt. Auch als ich einen keinen Kater für zwei Wochen zu besuch hatte, war sie die ersten drei Tage zwar nicht begeistert über seine Anwesenheit, hat sich jedoch sehr schnell mit ihn angefreundet. Momentan ist sie sehr gut mit einem Kater aus der Nachbarschaft befreundet. Also Nala ist durchaus sozial und aufgrund ihrer ehemaligen Ängstlichkeit trotzdem eine eher devote Katze.

Nun habe ich mir eine zweite Katze aus dem Tierschutz geholt. Mia ist ungefähr so alt wie Nala und ist genau so ängstlich wie Nala früher war. Ich hatte gehofft, dass die beiden Freundinnen werden könnten, da sie sich sehr ähneln. Mia ist seit gut zwei Wochen bei uns und prompt genau wie Nala früher unter meinem Bett eingezogen. Nala war bei dem Aufeinandertreffen natürlich nicht begeistert, was sie mit Knurren und Fauchen zeigt, aber es gab keine Auseinandersetzung. Mia sitzt verschüchtert in der Ecke unterm Bett und macht nichts und Nala knurrte und fauchte und wollte sich der Situation aber auch primär entziehen. Normalerweise schläft sie nachts bei mir im Bett und geht tagsüber raus. Nun fühlt sie sich jedoch in meinem Zimmer nicht mehr wohl und möchte auch nachts draussen bleiben (sie hat dort einen warmen trockenen Ort zum Schlafen). Anfangs kam sie noch immer gerne freiwillig in die Wohnung um sich ihr Futter abzuholen und zu schmusen, aber sobald sie in mein Zimmer kam, ging das Knurren und Fauchen los und sie gab einfach keine Ruhe. Währenddessen lief sie rastlos durch das Zimmer.

Die Situation tut mir für beide Katzen Leid, da sie für beide sehr stressig sein muss. Dadurch, dass Mia jedoch auch nur verschüchtert under dem Bett in einer Ecke sitzt, können sich die beiden auch nicht wirklich annähern. Wenn Nala doch mal eine Nacht oder mehrere Stunden bei uns bleibt, traut sich Mia (die vorher immer nachts wenn ich geschlafen habe das Zimmer inspiziert hatte) nicht zu fressen, oder das Katzenklo zu benutzen. Ich möchte aber auch nach wie vor Nala das Gefühl geben, dass sie hier willkommen ist und, dass das nach wie vor ihr Zimmer ist.

Ich weiß, dass bei eine Vergesellschaftung eigentlich in getrennten Zimmern statt finden sollte, aber das ist bei mir logistisch nicht möglich. Auch hatte ich die Hoffnung, dass Nala, da sie bisher kein großes Problem mit anderen Katzen hatte, auch hier Milde walten lassen würde. Diese Katzen haben jedoch auch alle Kontakt zu ihr gesucht. Dafür ist Mia zu ängstlich. Auch wollte ich gerne in dem selben Zimmer schlafen, in dem Mia einzieht, damit sie sich mir auch langsam, so wie Nala früher, annähern kann während ich schlafe. Das Zimmer in dem ich schlafe ist jedoch gleichzeitig immer Nalas Zimmer. Außerdem dachte ich, dass die beiden auch tagsüber Ruhe voreinander hätten, da Nala tagsüber draußen ist. Aus diesen Gründen gab es keine Vergesellschaftung in getrennten Zimmern.

Ich hatte es auch mit Feliway Friends probiert, wovon Nala leider nicht wirklich etwas mitbekommen hat.

Mittlerweile hat sich die Situation nach ca zwei Monaten auch weiter verschlechtert. Nala kommt nur noch zum Essen in die Wohnung und will aber auch da so schnell wie möglich wieder verschwinden. Sie lässt es auch nicht zu, dass ich die Wohnungstür schließe, sondern versucht, sobald man Anstalten macht, sich in Richtung Tür zu bewegen, schnell wieder raus zu huschen. Sie hat offenbar Angst davor, eingesperrt zu werden. Seit Mia da ist, ist Nala in den Keller gezogen, von wo aus sie das Haus durch ein offenes Fenster auch verlassen kann und schläft somit nur noch im Keller. Ich merke, dass sie Zeit mit mir verbringen möchte, aber nicht in die Wohnung will, weshalb ich sie jetzt häufig im Keller schmuse. Nun ist es so, dass es Nachts zunehmend kälter wird und der Keller mittlerweile auch ungemütlich für sie sein dürfte. Auch fangen die anderen Parteien im Haus an, die Kellertür und das Fenster zu schließen, sodass sie sie entweder ein- oder ausschließen. Normalerweise ist sie immer im Garten, oder im Keller und kommt sofort, wenn ich da bin. Eben habe ich alles verschlossen vorgefunden und sie war nicht da, was sehr ungewöhnlich ist. Langsam bekomme ich Angst, dass sie abwandert, weil sie sich nicht mehr willkommen fühlt.

Mit Mia läuft es auch schlechter. Sie hat jetzt angefangen unsauber zu werden und missbraucht primär mein Bett, manchmal auch meine Klamotten gerne als Katzenklo (sowohl Groß, als auch Klein). Das hat sich jetzt sogar teilweise schon auf den Teppich meines Mitbewohners in seinem Zimmer ausgewirkt. Teilweise benutzt sie ihr Katzenklo auch, aber das auch zunehmend weniger.

Ich weiß langsam wirklich nicht weiter und bräuchte dringend einen Rat.

Viele liebe Grüße
Jaeris
 
  • Zwei scheue Katzen vergesellschaften Beitrag #2
Ich schicke dir mal @Geek er kann dir bestimmt helfen.

Was ich noch sagen möchte ist, dass erinnert mich sehr an meine Zusammenführung mit Jacky(verstorben, war fast 5 Jahre) und Sammy(nun knapp 1,5 jahre) damals war Jacky 4 und Sammy 3 Monate. Jacky war auch ängstlich und ich wollte ihn nicht stressen, weil er zuhause wirklich Panik bekam und so ließ ich ihn raus, nur.. er entferne sich langsam von Zuhause.. Die Zeit war schlimm und so mussten wir uns entscheiden und hatten knapp 7 Monate eine dauerhafte Trennung.. gegen Ende wurde es viiiiel besser jacky kam wieder nachhause, zum kuscheln und alles. Ein Zusammenleben mit Sammy hat es NIE gegeben.. Sammy ist nun mit dem kleinen Simba ein Herz und eine Seele.

Was ich damit sagen möchte ist, du musst unbedingt verhindern, dass sie sich von zuhause entfernt. Ich glaube, es wäre ganz hilfreich, wenn du ihr Hausarrest gibtst und eine langsame Zusammenführung mit der gittertür machst, sowie ich das gelesen habe, gab es keine langsame Zusammenführung? Die ist besonders für ängstliche Katzen sehr, sehr wichtig.

Zusätzlich kannst du feliway Stecker verwenden, die entspannen, dass hatte bei uns damals sehr gut funktioniert.

Liebe Grüße,
Katzen Engel
Ergänzung ()

Ich nochmal..

Ich persönlich würde, auch wenn das auf Unverständnis stößt, zur Abgabe raten.. auch wenn das sehr schwerfällt, aber beide sind unglücklich. Die 1. Katze fängt schon an sich zu entfernen, die 2. Katze ist unsauber.

Was mir solche Sorgen macht, ist deine 1. Katze. Ich weiß selbst wie schlimm das ist, von daher möchte ich warnen... sie kann aus Angst nicht mehr nachhause..

Wichtig ist, bitte nicht draußen füttern, sondern drinnen! Sodass sie wegen dem fressen nachhause muss!

Noch ein Tipp wäre die 2. Katze NICHT in alle Räume zu lassen, sondern das der Raum wo Katze Nr. 1 rein und raus geht tabu wird für katze Nummer 2.

Nur, ich weiß es aus eigener Erfahrung.. dies ist keine Dauerlösung..

Denk doch mal in Ruhe überalles nach😊

Gute Nacht 😊
 
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  • Zwei scheue Katzen vergesellschaften Beitrag #3
Puh, vielen Dank schon mal für die schnelle Antwort! :) Ich habe Nala gerade noch sehr lange gesucht, bis ich ein krächzen aus einem anderen Kellerabteil gehört habe. Sie war da offenbar aus Versehen eingesperrt worden, ist also (noch) nicht abgewandert. Hausarrest findet sie ganz furchtbar, was ich auch verstehen kann. Ich hatte es mal ein paar Stunden versucht, in denen sie ununterbrochen gemaunzt, geknurrt und gefaucht hat. Ich bin da immer hin und her gerissen, weil ich sie zu nichts zwingen möchte und ich Zwang in der Regel auch für eher kontraproduktiv halte. Allerdings sehe ich in der aktuellen Situation auch keine Möglichkeit, wie sich die beiden überhaupt einmal sehen oder kennenlernen könnten, da sich beide entziehen. Eine Gittertür bring in diesem Fall glaube ich nicht sehr viel, da sich Mia wie gesagt überhaupt nicht unter dem Bett hervor traut und Nala auch nicht den Kontakt zu ihr sucht.

Mit dem Gedanken Mia wieder abzugeben hatte ich auch schon gespielt, da es aktuell nicht so aussieht, als sei die Situation im Interesse einer der beiden Katzen. Ich habe da allerdings Hemmungen, da ich weiß, dass Mia aufgrund ihrer extremen Ängstlichkeit schon einmal zurück gegeben wurde und keine weiteren Aussichten auf eine Vermittlung hat. Sie soll also weder ein Wanderpokal werden, noch ihr Leben in einem Heim fristen. Im schlimmsten Fall könnte sie bestimmt ein Plätzchen auf dem Hof einer Freundin finden, aber das sollte wie gesagt eher eine Ultima Ratio sein.

Ich glaube, dass meine Räumlichkeiten für so eine Zusammenführung einfach ungeeignet sind. Ich lebe in einer 3er WG mit einem kleinen Flur, einer kleinen Küche und einem kleinen Bad. Es gibt quasi nur meinen Raum und die beiden anderen Räume meiner MitbewohnerInnen. Da es vorher mit den anderen Katzen kein Problem war, hatte ich auch dieses Mal gehofft, dass es funktionieren könnte, dem ist aber leider nicht so.
Mia war in der zweiten Woche kurz unter das Bett meiner Mitbewohnerin gezogen, was zur Folge hatte, dass Nala wieder nachts bei mir geschlafen hat. Leider hat das nicht angehalten, da Mia gleich zwei Mal an einem Tag unter das Bett meiner Mitbewohnerin gepinkelt hat und sich so leider ihre Gunst verspielt hat. Dementsprechend glaube ich aber, dass es prinzipiell möglich ist, die beiden auch ohne Stress unter einem Dach zu halten und so eine langsame Annäherung erfolgen könnte.

Ich plane zum Ende dieses Semesters in eine andere Stadt zu ziehen und könnte dort nach einer geeigneteren Wohnung suchen, allerdings liegt das noch in ferner Zukunft und die Probleme sind leider gegenwärtig. Mit einer Heizdecke oder einer abendlichen Wärmflasche könnte Nala zwar den Winter auch weiterhin im Keller verbringen, allerdings ist das eigentlich auch keine Lösung.

Für weitere Vor- und Ratschläge bin ich auf jeden Fall offen!

Ach und wegen Mias Unsauberkeit wollte ich morgen einmal versuchen, wieder ein zweites Katzenklo aufzustellen, da sie vielleicht zu den Katzen gehört, die gerne das kleine und das große Geschäft trennen (kannte ich vorher so noch nicht). Anfangs hatte ich zwei Katzenklos, da Nala jedoch quasi ausgezogen war und ihre Geschäfte eh am liebsten im Garten erledigt, hatte ich es wieder auf eines beschränkt.
 
  • Zwei scheue Katzen vergesellschaften Beitrag #4
Hi,
das ist einer der seltenen Fälle in denen ich die Zusammenführung abbrechen würde.
Ich sehe keine Möglichkeit, wie du aktiv an der Situation etwas ändern könntest.
Hier gibt es keine Aggressionen oder ein Fehlverhalten das zu beeinflussen wäre.
Du hast mit Mia eine Katze, die sich wahrscheinlich vor Angst nicht mehr auf ihr Klo traut und wildpinkelt und/oder beim Tierarzt gesundheitlich durchgecheckt werden muss. Auf jeden Fall lehnt Mia jeden Kontaktversuch durch Nala ab.
Nala wandert immer mehr ab und findet ihr Zuhause immer schrecklicher.

Schnell wird sich das Zusammenleben der beiden nicht ändern lassen.
Aber du kannst das Abwandern von Nala augenblicklich stoppen und das heißt leider für Mia einen anderen Platz suchen.
 
  • Zwei scheue Katzen vergesellschaften Beitrag #5
Ich muss Geek leider voll und ganz zustimmen. Hätte auch schon früher etwas dazu geschrieben, habe es aber verschoben, da ich mich noch einmal schlafen gelegt habe. Ich sehe ebenfalls bei den Beiden keine Möglichkeit einer Zusammenführung, zumal die räumlichen Gegebenheiten für eine Trennung und langsame Vergesellschaftung bei Euch nicht gegeben sind. Das die anderen Mitbewohner in der WG ihre Zimmer dafür ungern zur Verfügung stellen verstehe ich voll und ganz. Und meinem Gefühl nach scheinen die Katzen auch nicht wirklich zusammen zu passen, obwohl sie sich im Verhalten ähnlich sind. Oder vielleicht auch gerade deshalb ? Nala hätte meiner Meinung nach eher eine Kumpeline gebraucht, die ihr ohne Angst, aber dennoch ruhig und friedlich gegenüber tritt. Das sie sozial ist hat sie ja bereits bewiesen indem sie sich mit den Jungkatzen angefreundet und auch draußen einen Katerkumpel gefunden hat. Meine Angst wäre auch, dass Nala jetzt immer mehr abwandert und sich irgendwann gar nicht mehr nach Hause traut. Also wie Geek schon geschrieben hat möglichst schnell für Mia ein für sie besser geeignetes Zuhause suchen, auch wenn es sehr schwer fällt. Das Thema zweite Katze würde ich an Deiner Stelle verschieben und es später nach Abschluss des Semesters und Finden einer geeigneten Wohnung erneut versuchen. Dort kannst Du dann auch eine langsame Zusammenführung durchführen. Manchmal passt es einfach auch mit dem besten Willen nicht .

Liebe Grüße und halte uns bitte auf dem Laufenden

Bea
 
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