Ich denke, dass so ziemlich jeder hier im Forum mit euch fühlt, weil fast jeder leider schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Ich habe im letzten Jahr meinen Hund (Westie, 14 Jahre alt / Nierenversagen) gehen lassen müssen und nur 5 Wochen später ist einer meiner beiden Kater im Alter von 14 1/2 Jahren ganz plötzlich und ohne irgendwelche Voranzeichen verstorben. Er ist einfach eingeschlafen, lag friedlich in seinem Körbchen.
Das war für uns ein Schock, gerade weil niemand damit gerechnet hat und weil es so kurz nach dem Tod unseres Hundes passiert ist. Aber aus heutiger Sicht bin ich doch froh für Minas, dass ihm dadurch vielleicht so mancher Tierarztbesuch erspart geblieben ist, denn seit einer längeren Tierarztbehandlung hat er es gehasst wenn eine Untersuchung oder eine Impfung erforderlich war.
So schwer der plötzliche Tod meines Katers war, noch schwerer war es für mich, zu entscheiden, wann ich den Hund erlösen lassen sollte, weil man doch immer wieder Hoffnung hat, dass er noch Freude am Leben hat, dass er nicht leidet, dass es doch wieder besser wird.
Ganz am Ende aber wusste ich, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war, noch bevor mir meine Tierärztin das anhand der miserablen Blutwerte bestätigt hatte. Und genau das hast du mit deiner Liste eigentlich auch schon festgestellt, dass für Ludwig auch nur noch die letzte Hilfe durch eine sanfte Erlösung möglich ist.
Ich fühle wirklich mit dir, ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie du dich jetzt fühlst, nach dem euer Termin nachmittags festgesetzt war. Ich hoffe, dass Ludwig ganz friedlich einschlafen durfte. Du hast ihn ganz bestimmt mit viel Liebe begleitet. Und auch wenn dich die Trauer jetzt übermannt, wirst du doch wissen, dass du richtig entschieden hast. Und du wirst trotz deiner Traurigkeit auch erleichtert sein, dass Ludwig nicht mehr leiden muss. Ich wünsche euch ganz viel Kraft, um mit dem Verlust klar zu kommen.