Ich musste gestern meinen geliebten Kater Charlie erlösen

eine Woche vor Weihnachten, hat Charlie nach dem Essen immer gebrochen. Zuerst dachten wir, das liegt am Futter, habe dann extra anderes gekauft, was er aber nicht mochte. Am 27.12 sind wir zum Tierarzt, weil er so dĂŒnn geworden ist. Da wurde er geröntgt und Ultraschall gemacht. Ein Tumor im Darm, sehr groĂ

er hat Medikamente bekommen, da wurde es besser,aber nur eine Woche. Er brach wieder

mich hatte das alles so mitgenommen, dass es mir buchstĂ€blich an die Nieren ging und ich 4 Tage ins Krankenhaus musste. Charlie hat, als ich weg war garnichts mehr gegessen. Als ich wieder aus dem KH kam, hab ich ihn immer gefĂŒttert, teilweise mit Spritze...ich lag immer bei ihm, damit er isst, was er auch tat. Doch dann erbrach er immer Blutklumpen und der Auswurf war schwarz. Ich bin zum Tierarzt am 31.1 da wog er nur noch 3.6 Kilo, sie untersuchte ihn, der Tumor war gestreut. Eine Op hĂ€tte er nicht ĂŒberlebt, sie hat ihm eine infusion gegeben und zu Hause lief er so gut es ging rum, verweigerte aber das Essen

ich hab ihn wieder mit Spritze gefĂŒttert, aber es wurde nicht besser. Er hat sich an unserer TĂŒr einen Platz gesucht, wo ich dann decken hingelegt habe, wo er sich hingelegt hat. Ich habe so oft bei ihm geschlafen, damit er nicht denkt, er wĂ€re allein

am we , dachte ich, er schlÀft ein...er lag immer mit offenen Augen da, ich habe von Sonntag zu Montag im Flur bei ihm geschlafen, sein Pfötchen gehalten, weil ich dachte er verlÀsst mich

aber er konnte nicht loslassen...geschwĂ€cht, nur vor sich hinstarrend, blieb er trotzdem. Mein Mann hat Montag frĂŒh die TierĂ€rztin angerufen und alles erzĂ€hlt. 12:30 bin ich mit Charlie hin. Der schlimmste Tag meines Lebens

ich weine seit Weihnachten schon fast jeden Tag, seit gestern hab ich nicht aufgehört damit

er wog nur noch 2.4 Kilo, als ich ihn auf die liege legte, schaute er mich an, als wĂŒrde er sagen, Mama du tust das richtige. Ich habe ihn in den Arm genommen, mit ihm geredet, geschmust und er bekam die Narkose. Da bin ich zusammengebrochen

die Ărztin hat mir Wasser gebracht, die Schwestern mich in Arm genommen, Charlie war in meinem arm und ich wusste, ich muss ihn jetzt gehen lassen. Die Ărztin meinte et schlĂ€ft jetzt ruhig. Ich sagte ihr, dass brauch er, er hatte lange nicht geschlafen, bestimmt weil er wusste, er wacht nicht mehr auf
Als sie die Spritze gab, konnte ich nicht hinsehen, das war mein zweiter Zusammenbruch...da ging nichts mehr. Ich saĂ auf den Boden, sie gab ihn mir und ich legte mein Gesicht auf seinen Körper da bebte er auf. Da ging er von mir...keine Schmerzen mehr, das war fĂŒr mich das wichtigste. Mein Herz ist gebrochen, so schlimm, dass ich nicht weiss, ob ich aus der Trauer rauskomm.
Charlie war mein erstes Baby, ich hab ihn ganz klein bekommen, er war immer bei mir, ich hab ihn mit Flasche aufgezogen. Ich hĂ€tte mir gewĂŒnscht, ihn noch lĂ€nger an meiner Seite zu haben, leider durfte er nur 10 Jahre alt werden. Ich rieche an seinen Decken, ich konnte die Nacht nicht schlafen, ich weine sehr viel. Ich habe Angst als Mutter zu versagen, meine 2 kleinen Kinder 2 und 3 wissen nicht so richtig was los ist. Die groĂe, sie wird am Donnerstag 4 fragt immer wo Charlie ist ich habe ihr erklĂ€rt, dass Charlie sehr krank war und jetzt keine Schmerzen mehr hat

Ich hoffe Charlie ist mir nicht böse. Ich vermisse ihn so sehr, mir tut mein Herz so weh. Heute durfte ich mir anhören...das war nur ne Katze, reiĂ dich zusammen...fĂŒr mich ist...war Charlie ALLES!
Mein Mann hat fĂŒr ihn sein letztes Bettchen gebaut, seine letzte RuhestĂ€tte hat er bei meiner Oma und Tante im Garten gefunden.
Trotz des Sturms, kam gestern die Sonne paarmal raus, vielleicht war es Charlie, der mir sagen wollte, es geht mir gut Mama â€
Ich vermiss dich Charlie â€â€â€â€
20.08.2010-10.02.2020