Hallo, ich möchte unsere bisherige Erfahrung zum Thema Augenentfernung mit euch teilen
Unsere Katze Kylie ist ca. 2 Jahre alt. Wir haben sie vor einem Jahr über eine Vermittlung aus Hannover abgeholt. Ursprünglich kommt sie aus Gran Canaria.
Sie wurde dort bereits mit einem verschobenen und verhärteten trüben linken Auge gefunden - Die Ursache ist also nicht bekannt. Ihr Auge wurde wegen der vielleicht noch leicht vorhanden Sehkraft nicht entfernt.
Seitdem sie bei uns ist verhält sie sich wie jede andere Katze. Mit unserem Kater kam sie direkt super zurecht. Das Auge schien sie nicht zu stören.
Vor einer Woche war die Verhärtung auf ihrem Auge plötzlich weg - wir haben nicht mitbekommen, wie das passiert ist. Das Auge war eitrig und sah matschig aus. Wir sind sofort mit ihr zu unserer Tierärztin, um das Auge entfernen zu lassen. Dort wurde sie untersucht und uns wurde auch geraten das Auge schnellstmöglich herausnehmen zu lassen. Ihr Auge wurde einmal „ausgewischt“ und desinfiziert. Sie wurde gewogen - 3,1 kg - und sie bekam eine Spritze gegen die Schmerzen. Zuhause sollten wir ihr Augentropfen (4-5x täglich) und Antibiotikum (2x täglich) geben.
Die OP fand drei Tage später um 08:30 Uhr statt. Das Auge wurde entfernt und die Augenlider zugenäht. Einige Stunden später war sie dann abholbereit. Wir haben sie bewusst etwas später erst abgeholt, um sie nicht direkt mit der Auto fahrt wieder zu stressen. Mitgegeben wurde uns dann ein Schmerzmittel (1x täglich) und ein Trichter.
Zuhause hat unser Kater sie zum Glück liebevoll empfangen. Sie war den Tag über still und hat geschlafen. Abends kam dann ein kleines miau. Ich bin direkt zu ihr hin und sie hat endlich nach dem langen Tag wieder geschnurrt

. Seitdem ist sie auch sehr anhänglich. Sie hat bis zum Kontrolltermin (drei Tage nach der OP) nur wenig gegessen und getrunken, weshalb sie dann nur noch 2,9 kg auf die Waage brachte. Zudem hatte sie eine erhöhte Temperatur, die Wunde sah aber sehr gut aus. Sie hat nochmal Eine Spritze bekommen und zuhause sollten wir ihr wieder Antibiotikum (2x täglich) und in ihr eines Auge weiterhin die Augentropfen geben.
Einen Tag später kam ihr beim Kopfschütteln verdünntes Blut aus der Nase. Wir haben direkt bei einer Notfallpraxis angerufen. Diese hat uns gesagt, das es normal sei nach einer solchen OP, da das Wundwasser hinter dem Auge irgendwo ablaufen muss (wegen dem Wundwasser ist die Wunde auch aufgequollen Und dick).
Wir warten nun noch zwei Tage auf das Fädenziehen. Wird sicherlich nicht toll sein aber sie wird das schon gut überstehen. Seit einigen Tagen ist sie auch wieder ein bisschen mehr, da haben wir ihr Sheba gekauft. Ist zwar Zucker und Getreide drin, aber Hauptsache sie isst. Vorher haben wir Bozita gefüttert.
Hoffentlich verläuft das Fädenziehen gut, ich werde berichten!
