Hallo zusammen
Ich stöbere seit längerem hier im Forum, habe aber heute selber etwas auf dem Herzen und zwar zum Thema Vergesellschaftung.
Kurz unsere Vorgeschichte:
Mein Freund und ich haben im August eine 8jährige Katzendame (Tine, Maine Coon) adoptiert. Sie hat sich auch super eingelebt und sich von Anfang an wie zu Hause gefühlt. Tine wurde uns als Einzelkatze gegeben, da sie mit anderen Katzen wohl nie etwas anfangen konnte. Da mein Freund und ich aber beide berufstätig sind und Tine sich hier so super entspannt verhält, wollten wir trotzdem einen Versuch mit einer passenden Partnerin wagen. Unsere Tierärztin und einige katzenerfahrene Bekannte haben uns ebenfalls dazu geraten.
Nach längerer Suche haben wir auch eine potentielle Kandidatin über eine kleine Zucht gefunden (Mila, Norweger, Kastratin).
Mila wirkte sehr freundlich, entspannt und super sozialisiert. Vielleicht etwas jung mit ihren 3 Jahren, aber der Charakter schien uns sehr passend, so dass wir es probeweise mit ihr versuchen wollten.
Vorgestern war dann der große Tag und Mila ist angekommen!
Wir haben sie zuerst in ein vorbereitetes Zimmer verfrachtet, damit sie erstmal in Ruhe ankommen kann. Die leere Box haben wir dann Tine zum Beschnuppern hingestellt. Tine war davon ziemlich unbeeindruckt und hat sich trotz dem Neuankömmling ganz normal wie immer verhalten. Gestern morgen hat Mila sich dann auch mal getraut, die Wohnung zu inspizieren, dabei kam es zum ersten Sichtkontakt der beiden. Der lief meines Erachtens ganz gut ab, die beiden Mädels haben sich nur angeschaut, sind ein bisschen umeinander rumgelaufen und Tine hat sich dann wieder relativ unbeeindruckt auf ihren Kratzbaum verzogen. Mila hat sich danach gleich wieder versteckt. Abends hat Mila sich wieder raus getraut und sich sogar ein wenig zu uns aufs Sofa gesetzt, hat sich streicheln lassen und weiter die Wohnung erkundet. Tine hat in der Zeit alles vom Kratzbaum aus beobachtet, war aber höflich und hat sich einfach geputzt, wenn Mila mal zu ihr geschaut hat.
Solange Tine so entspannt irgendwo rumliegt, ist Mila auch entspannt, aber ich glaube, sie hat trotzdem ziemliche Angst vor Tine, Mila verzieht sich nämlich sofort, sobald Tine in ihre Nähe kommt oder einfach an ihr vorbei möchte.
Es gab auch bis jetzt kein Fauchen, Knurren oder Bedränge und Tine zieht weiterhin ganz normal ihr Ding durch.
Und dass Mila erstmal in der neuen Umgebung zurecht kommen muss, ist ja auch klar.
Mila tut sich auch etwas schwer mit dem Essen, aber langsam wird das was und auch zur Toilette geht sie ganz brav.
Ich würde gerne wissen, was ihr von diesem Start haltet, ob das prinzipiell positiv gelaufen ist oder nur die Ruhe vor dem Sturm?
Ich bin da etwas unsicher, da es unsere erste Vergesellschaftung ist. Und ein paar Erfahrungen oder Tipps, wie wir weiter verfahren sollten, wäre super, die Mädels kriegen ja mit, dass ich angespannt bin...
Zum Glück ist mein Freund die Ruhe selbst

Ich danke euch schonmal und sorry für den langen Text!
Liebe Grüße