Leider habe ich das Gefühl, das einige so langsam "durchdrehen", so na dem Motto, ich treib´s mal auf die Spitze, mal schauen wie weit der andere mitgeht. Ob das Corona geschuldet ist?
Nun - Corona hat die Preise mächtig anziehen lassen - auf diversen Plattformen werden teilweise Kitten ohne Stammbaum schon für 1200 angeboten (bei Briten) - und teilweise noch mehr. Das ist alles einer massiven Nachfrage geschuldet - und die führt natürlich auch dazu, dass Züchter Preise und eben auch Konditionen anziehen ....
Ich möchte mich eben einfach nicht festnageln lassen. Ich liebe Farbe und nur point finde ich mittlerweile langweilig.
Mir ginge es hier auch grundsätzlich darum, dass ich mir nicht von jemandem vorschreiben lassen wollte, WAS ich züchte. Es gibt ja auch solche Verträge, die dann festlegen, dass man aus eine ersten Wurf nichts in andere Zuchten verkaufen darf -. oder nur in bestimmte Zuchten usw. Das sind Konditionen, die ich immer abgelehnt habe. Genauso habe ich Züchter gemieden, die meinten, bestimmen zu können, was mit MEINEM Wurf passiert, wenn ich bei IHREM Deckkater war.
Das ist das Nächste was mich momentan umtreibt. Viele Züchter schreiben in ihre Verträge, das Kitten aus Verpaarungen mit der gekauften Katze bei der Abgabe frühkastriert sein müssen.
Das ist natürlich rechtlich genauso wenig haltbar - wie die Vorgabe zur Verpaarung. Die Kitten sind ja von vornherein dein Eigentum ... ABER - wie ich oben schon schrieb: ich würde jetzt keine Vereinbarungen zum "Schein" eingehen, wenn von vornherein klar ist, dass ich mich nicht daran halten will. Das finde ich einfach nicht integer.
Ich habe mit unseren Tierärzten gesprochen, sie finden das nicht gut, stehen nicht dahinter, und sie müßen ja wissen, warum?
Sorry - du sagst, du hast 18 Jahre gezüchtet .... und glaubst etwas, bloß weil ein
Tierarzt das sagt? Ich denke in so einer Zeit hat man wohl genug TÄ kennengelernt um zu wissen, dass es verdammt viele gibt, die von einigen Sachen (ich sag mal Stichwort: Ernähung) wirklich Null-Ahnung haben.
Die Begründung des
Tierarzt würde ich gerne hören - in der Regel kommen die dir dann mit völlig überholten und zig mal widerlegtem Scheiß, der überhaupt nicht haltbar ist. Weil sie sich schlicht nicht trauen zu sagen "kann ich nicht".
Jetzt ist Frühkastra ein strittiges Thema. Rein medizinisch gibt es nicht einen einzigen Nachteil, der wirklich belegt wäre. Die Kitten verpacken das in der Regel deutlich besser im Alter von 12-13 Wochen und tatsächlich ist es der einzige sicher Schutz gegen Schwarzzüchter.
Auf der anderen Seite hast du natürlich ein zusätzliches Risiko: wenn ein Kitten den Eingriff nicht überlebt (und das kann nun immer und bei jedem Tier passieren) - dann stehst du da.
Klar - es gibt die Alternative, das ganze "vertraglich" zu regeln - aber erstens sind solche Verträge nur begrenzt durchsetzbar und selbst wenn, bestrafst du den "Täter" nur mit einer Geldzahlung. Mit dem Kitten wurde dann aber trotzdem gezüchtet. hier muss letzendlich jeder für sich selbst abwägen, wie er damit umgeht.
Aber was mach ich da jetzt? Mit Bauchschmerzen zu einem fremden Tierarzt fahren und den Eingriff widerwillig durchführen lassen? Was wenn etwas schief geht? Langzeitfolgen?
Langzeitfolgen ist Unsinn ... nur natürlich ist bei der Frühkastra das Narkoserisiko bei dir und nicht beim neuen Käufer.
Ich würde mir aber eben nicht von einem Züchter, der mir ein Zuchttier verkauft, die Bedingungen diktieren lassen ...
Grüße
Nic