Ich habe sehr lange überlegt, ob ich hier wirklich diesen Thread erstellen möchte, aber mir hätte er ziemlich geholfen, also riskiere ich es mal

. Vielleicht hat ja doch der ein oder andere Informationsbedarf oder kann sogar was beisteuern, wenn mal ein Anfang gemacht ist.
Zunächst mal: Ich fand und finde Halsbänder immer noch total doof. Warum ich mich trotzdem aktuell damit beschäftige, hängt in erster Linie mit Hugos großer Mordlust zusammen, der vor allem Singvögel zum Opfer fallen. Zum einen belastet dies das Verhältnis zu den Nachbarn, zum anderen tun uns die Vögel - allen voran die Amseln - natürlich selber leid.
Singvögel können Farben sehr gut sehen und Hugo ist einfach verdammt schwarz und unsichtbar. Deswegen keimte in mir die Idee: Vielleicht versuche ich es mal mit einem schreiend bunten Halsband. Vielleicht kann das die Chancen der Vögel wenigstens erhöhen.
Und wenn schon Halsband, dann sollte es auch ordentlich reflektieren, um ihn nachts für Autofahrer besser sichtbar zu machen.
Ich habe sehr viel recherchiert (vielen lieben Dank auch nochmal an @Emil ). Es sollte natürlich unbedingt ein Halsband sein, aus dem sich die Katze im Notfall schnell befreien kann. Nach dem Durchforsten vieler vieler Amazon-Rezensionen kam ich zu...
Versuch 1 (der grandios gescheitert ist

):
Ein elastisches Halsband von Hunter. Mir war das zunächst sympathischer als eines mit Sicherheitsverschluss, weil ich letzterem irgendwie nicht getraut habe.
HUNTER FLASHLIGHT Katzenhalsband, Nylon, elastisch, reflektierend, Glöckchen, rot: Amazon.de: Haustier
Ich fand es schön, superelastisch, gut verarbeitet. Nach dem Entfernen der Glocke habe ich es Hugo angezogen, der daraufhin ziemlich ausgetickt ist. Er hat immer versucht, mit dem Maul hinzukommen und sich des Halsbands zu entledigen. Ich dachte mir (riesen Fehler!!), der muss sich halt ein bisschen dran gewöhnen, ich lass ihn mal alleine.
Als ich nach einer Viertelstunde nach ihm gesehen habe, saß er reglos da, wie eine Statue, das Halsband (das ich vorschriftsmäßig eng eingestellt hatte) in seinem Maul... wie eine Pferdetrense

. Er hatte das Maul offen, weil der Gummi so stark nach hinten gezogen hat! Er hätte sich niemals aus dieser Lage selbst befreien können!!
Deswegen an dieser Stelle:
Bloß keine elastischen Halsbänder, Teufelszeug
!!
Dann kam Versuch 2:
Ein Halsband mit Sicherheitsverschluss.
HUNTER NEON Katzenhalsband, Nylon, reflektierend, Sicherheitsverschluss, Glöckchen, orange: Amazon.de: Garten
Der Verschluss geht so leicht auf, dass ich mir dachte, dass er das genau 5 min anhaben wird. Ich habe es ihm gestern früh angezogen (und es ist noch dran

). Im Gegensatz zum ersten Halsband hat es ihn gar nicht interessiert, er hat direkt weitergeschlafen. An seinem Verhalten merke ich keinen Unterschied, es scheint ihn nicht zu stressen. Gestern hat er sich allerdings noch viel am Hals gekratzt, das macht er heute nicht mehr. Die Farbe ist toll, sehr schreiend, Hugo leuchtet auch in der Dämmerung schon von weitem unter jeder Hecke hervor.
Soweit so gut. Ich werde jetzt mal beobachten, ob die Leichenrate sinkt. Gestern war mal mal kein toter Vogel im Haus...
Wohl fühle ich mich aber ausdrücklich nicht! Ich habe Angst um das Fell, dass es Scheuerstellen gibt, mich stört es auch beim Streicheln... also alles in allem finde ich es doof. Eine deutlich gesenkte Todesrate würde es aber für mich rechtfertigen. Glaube ich

.
Angst vor Stangulation habe ich aber ausdrücklich nicht, dafür geht der Verschluss viel zu leicht auf.
Ich werde weiter berichten

!