@Ovi ihr habt doch auch gerade einen Hund aus dem tierschutz dazu bekommen oder?
Wie war es denn bei euch?
Bei uns läuft es sehr unterschiedlich.
Holly ist selbstbewusst und lässt sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Sie drängt sich zwischen Hund und mich und weiß genau, wie sie sich ihr Frauli sichern kann.
Xaver ist einfach viel zu gut für diese Welt. Frida liebt die Katzen und will mit Xaver spielen, dabei ist sie manchmal sehr ungestüm und ich muss sie bremsen, weil Xaver einfach gar nix sagt. Er geht nicht mal weg.
Findus kann Frida nicht leiden, wenn sie in der Wohnung aufdreht und rumrennt, er weicht dann in seine Safe-Räume aus. Wenn sie sich normal und gesittet benimmt, gibt es Nasenküsschen und er hält sich mit allen im selben Raum auf. Nachts schläft er auf mir drauf. Wobei er der einzige ist, der Frida auf die Nase gibt. So richtig mit fauchen und hauen. Das imponiert ihr und sie macht einen Bogen um ihn.
Frida war 16 Wochen, als sie zu uns kam und kannte Katzen von klein auf. Meine Katzen haben zwar nicht mit Hund gewohnt, aber ich habe immer wieder einen zum Sitten bei mir gehabt, sie kannten Hunde also auch irgendwie.
Bei uns ist die Situation auch ein wenig anders, weil Frida den ganzen Tag und sehr oft abends nicht in der Wohnung ist. Tagsüber ist sie bei meinem Freund draußen oder unten im Haus. Das heißt die Katzen haben Frieden und auch abends habe ich die Möglichkeit, mir Zeit für die drei zu nehmen, ohne dass der Hund dabei ist.
Findus würde ich mir noch sehr viel entspannter wünschen, aber ich denke das legt sich, wenn Frida drinnen zuverlässig ruhen kann, das üben wir nämlich grade noch. Ruhedecke, Impulskontrolle, Frustrationstoleranz.
Sie ist erst ein halbes Jahr und daher grade abends eine Dampfwalze. Tagsüber sind alle fein miteinander.
Einfach ist es nicht, das kann man schon sagen. Ich weiß aber zumindest, was ich tun muss, damit Finny sich entspannt und wohl fühlt. Die Katzen in dem Fall, scheinen ja gar keinen Lösungsweg anzubieten..
Wenn man noch etwas versuchen wollte, dann wirklich, dass Toben, Spielen, Rumrennen usw. für den Hund drinnen absolut tabu ist. Draußen auspowern und drinnen ruhen. Eine Ruhezone aufbauen, Impulskontrolle üben- also an die Leine und irgendetwas Feines fliegen lassen, der Hund muss lernen, dass er ohne Freigabe nicht loslaufen darf. Geht mit Bällchen, Dummy, usw. Verknüpft mit einem Markerwort (bei uns "Lass sie!") und Leckerli, wenn er ruhig sitzen bleibt.
Raumverwaltung üben. Ich gehe aus der Tür, aber der Türstock ist die imaginäre Grenze für den Hund. Das mache ich körpersprachlich und verbal ("Bleib" und "Guut") klar. Das bringt Ruhe rein und sorgt dafür, dass der Hund nicht ständig hinterherrennt. Wenn ich sehe, dass der Hund sich den Katzen nähert, aber auf Spiel aus ist, gehe ich körpersprachlich dazwischen und schicke sie zurück. Zur Not Hausleine dran.
Klick für Blick machen alle anderen Welpeneltern von Fridas Wurf, weil sie auch massive Probleme mit Hund und Katze haben. Sie meinten es gab Fortschritte. Könnte man auch versuchen.
Das gehört alles kleinschrittig aufgebaut, ev. mit Trainer. Ich weiß nicht, inwiefern ihr das schon alles gemacht habt.
Wenn der Hund eh schon ruhig ist, fällt mir leider auch nicht mehr viel ein..
Ich drücke euch ganz fest die Daumen und wünsche euch allen das Beste!