Hallo zusammen,
ich bin etwas ratlos. Mein 10-jähriger Norweger( vor einem Jahr eine perineale Urethrotomie erlitten ) hat seit letzten Donnerstag Probleme mit dem Magen. Am Vormittag hatte er sich schon zurückgezogen und am Nachmittag unter lautem Schreiben eine große Haarwurst ausgekotzt. Am Abend hat er gefressen, aber über den Tag verteilt immer wieder erbrochen,. Habe ihm dann Schonkost gegeben und SabSimplex Tropfen. Freitag und Samstag war zwar Appetit da, hat sich aber immer wieder zurückgezogen. Habe dann am Samstag mit dem Tierarzt Notdienst telefoniert, der gebeten hatte, ihn 12 Stunden nicht zu fressen zu geben und bei keiner Besserung am Sonntag in die Praxis zu kommen. Da es nicht besser wurde, war ich am Sonntag dort ( die Fahrt war furchtbar stressig, da er nur geschrieen hat ). Tierarzt stellte Schmerzempfinden am Magen fest, hat ihn geröntgt, unter Gewalt 8ml Kontrastmittel eingeflößt und dann nochmals geröntgt. Darauf konnten man dann sehen, dass der Magen durch die geschwollenen Magenschleimhäute ganz klein war, aber der Rest der Organe und der Durchfluss der Flüssigkeit unauffällig. Er hat ihm ein Antibiotikum gespritzt ( leider das falsche, was er nicht vertragen kann und in seiner Akte hinterlegt war!) und Metacam, beides mir zum Spritzen mitgegeben und dass er ab Montag wieder fressen müsse. Da er das aber nicht tat, sich nur versteckte und Schleim und Schaum erbrach, bin ich zur etwas entfernteren Tierärztin meines Vertrauens gefahren. Diese spritzte ihm ein Mittel gegen die Übelkeit und ein anzumischendes Pulver zum Eingeben ( 3xtäglich ) wurde mir mitgegeben. Danach hörte das Erbrechen auf, aber bis zum nächsten Morgen hatte er immer noch nicht gefressen. Also wieder zur TÄin, die ihm Blut abnahm zur weiteren Diagnose. Dabei stellte sie leichte Gerinnungsstörungen fest, die sich beim Rasieren unter der Haut zeigten und Fieber von 39,8 .Sie organisierte sofort einen Termin in der Tierklinik. Dort wurde er stationär aufgenommen und untersucht: großes Blutbild ( zu wenig Calcium und alle Entzündungshemmer im Keller) , geschallt und geröntgt. Magen ist immer noch sehr klein, Ultraschall Herz war i.O., Diabeteswerte i.O., kleiner Erguss an der Lunge ( zu klein zum Punktieren, aber wird am Dienstag nochmals geschallt), den sie u.a. als eine Reaktion auf das falsche Antibiotikum erklären, aber FIP nicht vollständig ausschließen können. Weiterhin hat er kleine Hautquaddeln an der Wirbelsäule ( hatte er schon mal vor Jahren), rote Augenschleimhäute und rote Ohrmuscheln- für die Klinik alles Anzeichen einer allergischen Reaktion. Gestern habe ich ihn abgeholt, er ist immer noch anders im Verhalten, frisst aber wieder und hat kein Fieber mehr.
Heute morgen habe ich ihm Prednisolon und Baytril auf einmal gegeben und nach ca. 1,5 Stunden hat er furchtbar geschrieen, sich platt hingelegt und gehechelt und sich das Maul geleckt. Notanrufe bei Klinik und Tierärztin haben ergeben, dass beide der Meinung sind, dass beide Mittel auf einmal bei der Magengeschichte diese Reaktion hervorgerufen haben.
Was kann oder muss ich noch machen, oder muss ich nun warten, dass alles wieder gut wird- ich bin fix und alle
Liebe Grüße
Tamara mit Cooper