Hallo miteinander, ich hatte es fast vergessen. Mit kleinen Kindern hat man fast nie freie Zeit und fällt abends todmüde ins Bett.

Jetzt kommt sie aber,
Die Geschichte von Sami und Malik
Die Mutter der beiden Piraten ist eine echte Streunerin, die schon eine gewisse Zeit die Versorgung an einer Futterstelle genossen hat. „Nelly“ war aber schlau und vorsichtig, ließ sich nie fangen. Es kam wie es kommen musste, sie wurde trächtig, und dann war zu erkennen, dass sie geworfen haben musste. Als säugende Kätzin konnte man sie natürlich dann nicht einfangen, um die versteckten Kitten nicht zu gefährden.
Als Wurftag wird aufgrund der Beobachtungen der 24.05.2021 angenommen.
Nelly kam weiter fressen, huschte dann aber ganz schnell wieder weg.
Jetzt kommt das unglaubliche. Am Abend des 19.06. brachte sie überraschend die beiden Kitten mit und setzte sie in einem Wassereinlass neben einer Treppe ab, aus dem sie nicht mehr alleine rauskommen konnten. Sie selbst blieb in der Nähe und beobachtete das Geschehen.
B. fand die Zwerge im Wassereinlass und brachte sie gleich ins Tierhaus Arche KaNaum, wo ihnen geholfen werden konnte.
Die Kätzin ging dann am gleichen Abend noch in die Falle, kam in die Arche und wurde kastriert.
Beide Katerchen waren in sehr schlechtem Zustand, unterernährt und vom Katzenschnupfen bös gezeichnet. Vor allem beim schwarzen Sami sahen die Augen ganz schlimm aus, dass er operiert und das linke Auge entfernt werden musste war ganz offensichtlich. Bei Malik bestand anfangs noch Hoffnung, dass beide Augen gerettet werden konnten, aber auch bei ihm kippte der Befund und ein paar Tage später musste ihm auch das linke Auge entfernt werden. Sami lag nach der Op die ganze Zeit bei seinem Bruder, aus menschlicher Sicht würde man sagen, er hat sich gekümmert.
Die Kätzin musste von ihren Kitten getrennt werden, die aufwendigen Behandlungen der beiden hätte sie nicht toleriert, es wäre für alle Beteiligten ein zu großer Kampf geworden. So ging sie nach angemessener Erholungszeit in ihr Revier zurück, wo man immer ein wohlmeinendes Auge auf sie hat.
Durch den engen Kontakt mit den sie versorgenden Menschen wurden die beiden Patienten sehr zutrauliche Kuschler und auch als Team untrennbar.
Die Geschichte der Jungs ließ mich nicht los, und so kamen sie zu mir.
Ich bin sehr glücklich mit ihnen und ihrem Fräulein Lilly Rottenmeier.
Gelegentliche Kollateralschäden bleiben nicht aus, aber so ist es halt mit kleinen Kindern.
Am vergangenen Freitag waren wir drei bei ihrer neuen Hausärztin. Beide sind gut durch den TÜV gekommen, aber für eine Kastra reicht es noch nicht. Da müssen die Zwerge noch etwas aufholen. Normalerweise verlassen Kitten die Arche nur kastriert, aber da wir uns schon sehr lange gut kennen hat man sie mir so anvertraut.

Ich bin gespannt wie das Verhältnis der Brüder sich später entwickelt.