Welches Futter?

Diskutiere Welches Futter? im Nassfutter Forum im Bereich Katzenfutter; Um noch mehr zu beruhigen werfe ich ein, dass es sogar egal ist, wenn in einem Nassfutter Getreide enthalten ist. Getreide wird in den Foren zwar...
  • Welches Futter? Beitrag #21
Um noch mehr zu beruhigen werfe ich ein, dass es sogar egal ist, wenn in einem Nassfutter Getreide enthalten ist.

Getreide wird in den Foren zwar als das Teufelzeug überhaupt betrachtet, aber niemand wird dir auf wissenschaftlicher Basis, (das heißt anhand von Fakten und nicht von Emotionen und unbelegten Behauptungen) erklären können, inwiefern ein gewisser Getreideanteil im Nassutter oder sogar ein gewisser Zuckeranteil schädlich sind.
Interessanterweise beinhalten auch viele der teureren und damit als hochwertig angesehen Futtermarken pflanzliche Inhaltsstoffe. Nur wenn es sich dann um Möhrchen, Kartoffeln, Reis, Granatapfelkerne oder Kräuter usw. handelt wird es nicht mehr moniert...

Als "hochwertig" werden in der Regel hochpreisige Marken eingeordnet die ihre Inhaltsstoffe genau aufgelistet haben. Minderwertig ist alles was günstig ist und in dem nicht aufgelistet ist, von welchen Tieren genau der Fleischanteil stammt.

Auf die Nährstoffzusammensetzung, also das, auf was es eigentlich beim Futter gehen sollte- wird bei dieser Einordnung keine Rücksicht genommen. Wahrscheinlich, weil der Laie die oben genannten Kriterien leicht einordnen kann, aber die Beurteilung und Kontrolle der Nährstoffzusammensetzung für uns Laien nicht machbar ist.

Wenn es um die Nährstoffzusammensetzung geht, schneidet so manch hier als hochwertige angepriesene super-duper Marke richtig übel ab, wärend günstiges Futter, gar noch von einer Discount-Eigenmarken weit voran liegen...

Überspitz dargestellt, wäre ein Stück Tierfkühltorte welches
a) teuer ist
b) In dem alle Zutaten genauestens auf der Packung angegeben sind
...nach den Kritierien vieler User ein hochwertiges Nahrungsmittel

Wärend eine frische, heiße Gemüsesuppe welche
a) günstig ist
b) mit unbekannten Zutaten
...;)
 
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  • Welches Futter? Beitrag #22
@Gast26540 : Danke, ein wirklich toller Beitrag 🙂!! Sehe ich absolut genauso.

Ich habe letztens übrigens vom Lidl Coshida Pure Taste mitgenommen.
20211015_092403.jpg

Es hat einen erfreulich kleinen Jodzusatz von nur 0,1 mg / kg. Bin gespannt, wie es ankommt!

Das entsprechende Hundefutter steht direkt daneben und schaut genauso aus (also aufpassen!). Habe versehentlich ne Dose mitgenommen.
20211014_121546.jpg

DAS fanden meine Katzen schon mal super! Sogar Hugo, der eigentlich nur Häppchen in Sauce mag. Werde ich zukünftig selten mal als Leckerschmecker geben 😉.
 
  • Welches Futter? Beitrag #23
Der Tauringehalt ist mit 350mg/Kg aber schon sehr niedrig. 800mg/Kg sollten es schon mindestens sein, finde ich.
Tauringehalt in wirklich hochwertigen Futtersorten liegt bei 1.500 mg je kg Futter. alte Tabellen gehen von 50 mg je tag und kg körpergewicht aus. Inzw. hat man das wohl eher nach oben korrigiert. Insofern würde ich bei Nicht-freigängern unbedingt supplementieren.

Ich wiederhole mich noch einmal:

Der Tauringehalt ist schon in Ordnung. Die ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe beziehen sich auf die Trockenmasse des Futters. Um das auf Nassfutter hochzurechnen, muss man den Wert größenordnungsmäßig mit 8 multiplizieren und das ist dann völlig ausreichend. Taurin ist in den teuren Marken stark überdosiert.

Ansonsten: @Gast26540: Hunderprozentige Zustimmung!
 
  • Welches Futter? Beitrag #24
Als "hochwertig" werden in der Regel hochpreisige Marken eingeordnet die ihre Inhaltsstoffe genau aufgelistet haben. Minderwertig ist alles was günstig ist und in dem nicht aufgelistet ist, von welchen Tieren genau der Fleischanteil stammt.

Auf die Nährstoffzusammensetzung, also das, auf was es eigentlich beim Futter gehen sollte- wird bei dieser Einordnung keine Rücksicht genommen. Wahrscheinlich, weil der Laie die oben genannten Kriterien leicht einordnen kann, aber die Beurteilung und Kontrolle der Nährstoffzusammensetzung für uns Laien nicht machbar ist.

Ich sehe das doch anders.
Hochwertige beinhaltet laut Erklärung der Hersteller, das Fleisch entspreche Lebensmittelqualität und ist für den menschlichen Verzehr zugelassen. Entsprechend beinhaltet solches Futter ausschliesslich Fleisch, kein Soja, kein Zucker, keine Füllstoffe, kein Knochen- und Fischmehl, keine Farbstoffe und keine chemischen Zusatzstoffe (also nix mit E.).

Das Billigfutter ohne brauchbare Deklaration beinhaltet Schlachtabfälle, die nicht mehr für den Verzehr zugelassen sind und genaugenommen entsorgt werden müssen. Diese Schlachtabfälle werden dann totgekocht, weil nicht essbar/geniessbar/kaubar/hygienisch bedenklich und diesem Mischmasch an allen "Zutaten" muss dann natürlich von der Lebensmitteltechnik alles an vernichteteten Nährstoffen wieder zugesetzt werden. Das wird dann in Maus/Vogel-Proportionen erledigt. Daher der geschönte Nährstoffsatz.

Die zugesetzten Stoffe sind auf verschiedenen Gebinden mit einem ganzen Register an E Zusätzen zu finden. Für die Konsistenz wird Karamell (Zucker) genommen, das menschliche Auge will es angenehm haben.

Eine Katze ist ein Raubtier und hat den Wandel zum Allesfresser nie vollzogen. Wissenschaftlich bewiesen ist sehrwohl, dass Raubkatzen ohne Fleisch nicht gesund leben und schon lange nicht alt werden können. Jeder Zoo tut wirklich alles, um ihre Raubkatzen artgerecht zu verpflegen und Zuckerrüberschnitzel gehören nicht dazu.

Nimmt der Mensch ein Übermaß an Zucker zu sich, sprich Weissmehl hier, Fruchtsaft da, Cola dort, Kuchen noch dazu und hinterher auch noch Gummibärchen, dann hat die Bauchspeicheldrüse sehr schnell ein riesiges Problem. Weil sie den Zuckerspiegel nicht mehr wirklich nach unten pegeln kann und den Überschuss einlagert. Das gibt dann eine Fettleber und Diabetes dazu.

Gibt man jetzt einem fleischfressenden Raubtier Zucker (und Getreide ist nichts anderes), dann wird dieses Tier damit Probleme haben. Nicht sofort, auf Dauer aber ganz sicher.

Whiskas schreibt laut Website, sie verwenden natürlich nur für den menschlichen Verzehr zugelassenes Fleisch, darunter auch Herz, Leber und Lunge. Das sind für meine Begriffe wieder Komponenten, da die in einer Maus/Vogel prozentual nur sehr gering vorkommen und damit als Hauptbestandteile in einem Futter nix zu suchen haben. Wobei hier ja auch wieder nicht deklariert wird, wieviel von was drin ist. Einen mageren Hühnerhals und den Rest an Leber und Lunge vom Rind?

Es geht auch die Aussage, eine Katze hätte keine Rezeptoren für Zucker, sie könne ihn nicht schmecken und daher auch nicht süchtig werden. Das ist kein Argument. Zucker in gehobenem Maß gehört nicht in eine Katze, weil er sie krank macht. So wie das mittlerweile weltweit auch der Mensch zu spüren hat. Halb Mexiko ist übergewichtet, weil sie ständig nur noch zuckriges Zeug zu sich nehmen.

Zusammengefasst: eine Dose Katzenfutter um wenige Cent kann qualitativ nicht von Wert sein. Eine Dose um horrendes Geld muss qualitativ nicht gut sein.

Sauber deklariertes Futter kann der Gesundhaltung dienen, eine Garantie auf Gesundheit ist es allerdings auch nicht. Wir haben hier, trotz konsequenter Verpflegung in Sachen Zusammensetzung, das Problem altersbedingt, dass sich die Nierenwerte langsam aus dem gesunden Rahmen verabschieden.

Es war mir ein Bedürfnis und ist nicht als Kriegserklärung zu verstehen.
 
  • Welches Futter? Beitrag #25
Deine Meinung (und damit stehst du nicht alleine da) beruht in vielem auf einer Ansicht die wir für die gesunde, menschliche Ernährung haben.

Dosenfutter ist weitab von dem was eine Katze natürlicherweise fressen würde. Nur weil in unserer Kultur (andere Kulturen haben da schon wieder ganz andere Vorstellungen) gewisse Tierteile als hoch- andere als minderwertig angesehen werden, ist das aber nicht auf die gesunde Katzenernährung übertragbar. Du findest Fleisch, das nicht für den menschlichen Verzehr freigegegeben ist und in der Tierfutterproduktion landet, unappetitlich, einer Katze ist das schlichtweg egal (ihrem Körper auch).

Katze frisst das Beutetier mit Knochen und Haaren und all den "minderwertigen tierischen Bestandteilen"- roh...
Beim Dosenfutter werden den gekochten Tierteilen künstlich Stoffe zugeführt damt die Nährstoffzusammensetzung wieder dem entspricht was der Katzenkörper braucht. Das müssen alle Futterhersteller machen. "Unnatürliche" Zusatzstoffe sind nicht gleichzusetzen mit "schädlichen" Inhaltsstoffen.

Im Prinzip- und das sage ich jetzt bewusst provokant- ist es egal, aus welchen Bestandteilen das Katzenfutter besteht, solange es dem Katzenkörper genau die Stoffe zuführt die er braucht, nicht zuviel und nicht zuwenig- und im dazu von der Katze auch noch geschmackstechnisch akzeptiert wird.

Für Menschen wurde die perfekte Nahrung schon längst entwickelt. Sondennahrung hat DIE ideale Nährstoffzusammensetzung und man kann einen Menschen "lebenslänglich" damit optimal ernähren. (Genuß und Geschmack mal außen vorgelassen). Sondennahrung besteht hauptsächlich aus Wasser, Maisstärke, Sojaeiweiß, Sojaöl und Kokosöl, dazu Vitamine und Mineralstoffe...
 
  • Welches Futter? Beitrag #26
Es war mir ein Bedürfnis und ist nicht als Kriegserklärung zu verstehen.
Das fasse ich auch nicht so auf ;) Es ist einfach eine andere Meinung.

Fasse meine Meinung auch nicht als Kriegserklärung auf. In diesem Sinne also:

Hochwertige beinhaltet laut Erklärung der Hersteller, das Fleisch entspreche Lebensmittelqualität und ist für den menschlichen Verzehr zugelassen. Entsprechend beinhaltet solches Futter ausschliesslich Fleisch, kein Soja, kein Zucker, keine Füllstoffe, kein Knochen- und Fischmehl, keine Farbstoffe und keine chemischen Zusatzstoffe (also nix mit E.).
Hier geraten die Dinge etwas durcheinander. Wenn der Hersteller zusichert, dass das Fleisch Lebensmittelqualität hat, bedeutet das nichts weiter, als dass das Fleisch Lebensmittelqualität hat. Es bedeutet nicht automatisch, dass kein Soja etc. in dem Futter sind.

Dann stellt sich die Frage, ob es schlimm ist, wenn das Fleisch keine Lebensmittelqualität hat. Tierblut beispielsweise ist in Deutschland nicht zum Lebensmittelverkauf zugelassen. In Katzenfutter liefert es Eisen. BARFer setzen es als natürliches Supplement ein. Aus Katzensicht gilt also: nicht zum menschlichen Verkehr zugelassen bedeutet nicht automatisch "es ist schlecht".

Das Billigfutter ohne brauchbare Deklaration beinhaltet Schlachtabfälle, die nicht mehr für den Verzehr zugelassen sind und genaugenommen entsorgt werden müssen. Diese Schlachtabfälle werden dann totgekocht, weil nicht essbar/geniessbar/kaubar/hygienisch bedenklich und diesem Mischmasch an allen "Zutaten" muss dann natürlich von der Lebensmitteltechnik alles an vernichteteten Nährstoffen wieder zugesetzt werden. Das wird dann in Maus/Vogel-Proportionen erledigt. Daher der geschönte Nährstoffsatz.
Das stimmt so nicht. Erstens wird jedes Dosenfutter gekocht, ob nun billig oder teuer. Und zweitens gehen natürlich durch den Kochvorgang Nährstoffe verloren, das ist beim Erhitzen immer so.

Die zugesetzten Stoffe sind auf verschiedenen Gebinden mit einem ganzen Register an E Zusätzen zu finden. Für die Konsistenz wird Karamell (Zucker) genommen, das menschliche Auge will es angenehm haben.
Selbst auf dem nicht so tollen Futter des TE kann ich keinen einzigen E-Zusatz entdecken.

Eine Katze ist ein Raubtier und hat den Wandel zum Allesfresser nie vollzogen. Wissenschaftlich bewiesen ist sehrwohl, dass Raubkatzen ohne Fleisch nicht gesund leben und schon lange nicht alt werden können. Jeder Zoo tut wirklich alles, um ihre Raubkatzen artgerecht zu verpflegen und Zuckerrüberschnitzel gehören nicht dazu.

Nimmt der Mensch ein Übermaß an Zucker zu sich, sprich Weissmehl hier, Fruchtsaft da, Cola dort, Kuchen noch dazu und hinterher auch noch Gummibärchen, dann hat die Bauchspeicheldrüse sehr schnell ein riesiges Problem. Weil sie den Zuckerspiegel nicht mehr wirklich nach unten pegeln kann und den Überschuss einlagert. Das gibt dann eine Fettleber und Diabetes dazu.

Gibt man jetzt einem fleischfressenden Raubtier Zucker (und Getreide ist nichts anderes), dann wird dieses Tier damit Probleme haben. Nicht sofort, auf Dauer aber ganz sicher.
Es ist wie immer: die Dosis macht das Gift. Und die Dosis Zucker im Katzenfutter entscheidet darüber, ob das bedenklich ist oder nicht.

Whiskas schreibt laut Website, sie verwenden natürlich nur für den menschlichen Verzehr zugelassenes Fleisch, darunter auch Herz, Leber und Lunge. Das sind für meine Begriffe wieder Komponenten, da die in einer Maus/Vogel prozentual nur sehr gering vorkommen und damit als Hauptbestandteile in einem Futter nix zu suchen haben.
Auch Rinder, Hühner und Lämmer sind in Maus und Vogel prozentual nur sehr gering vorhanden. Haben die im Katzenfutter auch nichts verloren?

Sauber deklariertes Futter kann der Gesundhaltung dienen, eine Garantie auf Gesundheit ist es allerdings auch nicht. Wir haben hier, trotz konsequenter Verpflegung in Sachen Zusammensetzung, das Problem altersbedingt, dass sich die Nierenwerte langsam aus dem gesunden Rahmen verabschieden.
Sauber deklariertes Futter kann richtig schlecht sein. Grund für eine schwammige Deklaration ist folgende: die Fleischkomponenten können beliebig ausgetauscht werden. Wenn ich deklariere "Fleisch und tierische Inhaltsstoffe, u. a. 4% Rind", kann ich die übrigen ca. 50% Fleisch beliebig nach aktuellem Weltmarktpreis zusammenstellen. Und das Futter entsprechend preiswert anbieten. Schlecht muss es deswegen aber nicht sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Welches Futter? Beitrag #27
Ich übertrage das jetzt mal auf Menschen. Natürlich sollte man sich gesund und ausgewogen ernähren.Wenig Zucker, viel Gemüse, wenig Fleisch…. Kennen wir alle. Ich habe aber zum Beispiel ein Kind, das fast gar kein Obst und Gemüse isst. Wir ernähren uns ausgewogen, es wird täglich frisch gekocht, das war schon immer so. Allerdings hat unsere Tochter von Anfang an jegliches Obst und Gemüse verweigert. Selbst Kartoffeln wollte sie nicht. Wir haben alles versucht, es war nichts zu machen. Mittlerweile ist sie fast 16 und isst an Gemüse:grüne Bohnen, Spinat,Pilze,Möhren und Sauerkraut. An Obst hauptsächlich Äpfel und schon mal eine Banane. Ich weiß es ist ungesund, sie selber weiß es auch, aber es ändert nix, sie isst andere Sachen trotzdem nicht. Gesundheitlich hat sie bisher keine Einbußen gemacht. Bei Tieren ist es da doch ähnlich. Was sie nicht mögen, futtern sie nicht, da können wir uns auf den Kopf stellen. Meine beiden mögen kein Leonardo, Mjamjam oder Mac‘s. Grau auch nicht (obwohl ich das super fänd, da es direkt hier in der Nähe ist). Also haben wir mittelmäßiges Nassfutter und „schlechtes“ Trockenfutter. Aber sie sind glücklich damit. Ob Snorres Gesundheitszustand von der Fütterung abhängt? Ich weiß es nicht. Aber wie viele Katzen werden hochwertig gefüttert und gebarft und betüddelt ohne Ende und haben trotzdem BSD oder Nierenprobleme oder andere Krankheiten? Gebt ihnen zu essen, was ihnen schmeckt und all eure Liebe und verbringt mehr Zeit mit Öhrchenkraulen statt Dosenetiketten zu lesen und zu analysieren. (Nicht böse gemeint)😊
Ganz ehrlich, eure Tiere werden sich darüber sicher mehr freuen😉
 
  • Welches Futter? Beitrag #28
Du findest Fleisch, das nicht für den menschlichen Verzehr freigegegeben ist und in der Tierfutterproduktion landet, unappetitlich, einer Katze ist das schlichtweg egal (ihrem Körper auch).

Für Menschen wurde die perfekte Nahrung schon längst entwickelt.........................

Es geht nicht um das Fleisch, es geht um die Bestandteile der Kategorie 3 in der Tierkadaverentsorgung. Daher kommt das billige Knochenmehl, daher ist überhaupt erst jeder Gammelfleischskandal gekommen und nach wie vor ist unbrauchbares überwürztes und dreimal umetikettiertes Fleisch im Handel.

Jedes in den Handel gekommene Schlachttier war für den Verzehr zugelassen. Das ist nicht der Punkt. Die zu verwertenden Teile bis in letzte kommen durchaus ohne jeden Nährwert aus, sind so nicht zu verwenden (Hufe und Hörner) und werden trotzdem unter tierischen Nebenprodukten verkauft.

Und was den Menschen betrifft, der kann selber denken und sich entscheiden. Sollte wenigstens so sein.
 
  • Welches Futter? Beitrag #29
Tierische Produkte für Tierfutter dürfen ausschließlich von Tieren stammen, die für den menschlichen Verzehr freigegeben sind. Das ist eine gesetzliche Vorgabe, die für alle gilt, egal ob billig oder teuer!

Es ist sicher richtig, dass Teile vom Tier verwertet werden, die - in unserem Kulturkreis - nicht (mehr) gerne gegessen werden. Die sind im hochwertigen Futter aber ganz genauso drin. Und das ist auch ganz richtig so!! Was wäre das für eine Schande, wenn von einem Schlachttier nur das Filet verkauft wird und der Rest des Tieres wird weggeschmissen....

Kurze Anekdote: Ich habe mal ein ganzes Rinderherz beim Metzger gekauft. Das ist ein Riesending! 2 kg feinstes Fleisch. Und ich habe dafür keine 5 € bezahlt. Ich dachte, mir zieht's die Schuhe aus 😳. Ich habe Gulasch davon gemacht. Kann ich jedem empfehlen, der Wild mag. Es geht geschmacklich in die Richtung.

Hufe o.ä., was auch erlaubt wäre, wurde von Stiftung Warentest übrigens auch im billigsten Futter nicht gefunden.

Tierblut beispielsweise ist in Deutschland nicht zum Lebensmittelverkauf zugelassen.
Tierblut ist in Blutwurst drin (ich mag die).

Du findest Fleisch, das nicht für den menschlichen Verzehr freigegegeben ist und in der Tierfutterproduktion landet, unappetitlich, einer Katze ist das schlichtweg egal (ihrem Körper auch).
Im Prinzip- und das sage ich jetzt bewusst provokant- ist es egal, aus welchen Bestandteilen das Katzenfutter besteht, solange es dem Katzenkörper genau die Stoffe zuführt die er braucht, nicht zuviel und nicht zuwenig- und im dazu von der Katze auch noch geschmackstechnisch akzeptiert wird.

Ganz genau so ist es. Ich finde es schon vom ethischen Aspekt her sehr sehr richtig, dass möglichst viel "Abfall" der Schlachtindustrie ins Tierfutter geht. Wenn schon ein Tier sterben muss, dann soll es auch möglich vollständig verwertet werden.
 
  • Welches Futter? Beitrag #30
Die zu verwertenden Teile bis in letzte kommen durchaus ohne jeden Nährwert aus, sind so nicht zu verwenden (Hufe und Hörner) und werden trotzdem unter tierischen Nebenprodukten verkauft.
Wie gesagt, das wird scheinbar nicht verwendet. Und wenn schon: Solange die Nährstoffzusammensetzung passt und die Katze es frisst, würde ich mich auch daran nicht stören. Dann wird sie nämlich sicher auch mit Hörnern und Hufen alt.

Mäuse werden im Übrigen auch mit Fell, Zähnen und Krallen gefressen. Meine Katzen machen das zumindest so. Da bleibt nur der Darm übrig.
 
  • Welches Futter? Beitrag #31
Hier geraten die Dinge etwas durcheinander. Wenn der Hersteller zusichert, dass das Fleisch Lebensmittelqualität hat, bedeutet das nichts weiter, als dass das Fleisch Lebensmittelqualität hat. Es bedeutet nicht automatisch, dass kein Soja etc. in dem Futter sind.

Das bedeutet es durchaus, sollte es so auf den Websites und Dosen zu finden und zu lesen sein. In dem Moment muss ich das halt glauben.

Dann stellt sich die Frage, ob es schlimm ist, wenn das Fleisch keine Lebensmittelqualität hat. Tierblut beispielsweise ist in Deutschland nicht zum Lebensmittelverkauf zugelassen. In Katzenfutter liefert es Eisen. BARFer setzen es als natürliches Supplement ein. Aus Katzensicht gilt also: nicht zum menschlichen Verkehr zugelassen bedeutet nicht automatisch "es ist schlecht".

Es geht um die Kategorie 3 und nicht um Hühnerfüße, die in Asien gerne gegessen werden und hier indiskutabel sind. Es geht auch nicht um Blut, sonst wären Blutwürste verboten. Es geht um entsorgungswürdigen und minderwertigen Abfall, der durchaus überlagert und vergammelt sein kann. Das kontrolliert keine Sau. Siehe BSE seinerzeit.

Das stimmt so nicht. Erstens wird jedes Dosenfutter gekocht, ob nun billig oder teuer. Und zweitens gehen natürlich durch den Kochvorgang Nährstoffe verloren, das ist beim Erhitzen immer so.

Natürlich, das ist kein Streitpunkt. Knochen roh sind ein Energielieferant. Totgekochte Hörner sind nutzlos, weil definitiv in der Substanz tot.

Selbst auf dem nicht so tollen Futter des TE kann ich keinen einzigen E-Zusatz entdecken.

Es geht nicht um die gezeigte Dose. Es gibt unzählige Hersteller und die bedienen sich sehrwohl solcher Zusätze, auch wenn die Kennzahl nicht so finden ist. In meinem Speisesalz findet sich Natriumferrocyanid, E535, ein Trennmittel. Das steht unter Beobachtung und soll laut verschiedener Institutionen nicht so wirklich unbedenklich sein. Hauptsächlich ist es aber unnötig, weil es andere unbedenkliche Trennmittel gibt.

Es ist wie immer: die Dosis macht das Gift. Und die Dosis Zucker im Katzenfutter entscheidet darüber, ob das bedenklich ist oder nicht.

Die Dosis kennt der Konsument aber nicht. Und ein Produzent muss nicht für den Halter eine schöne Konsistenz herzaubern, die am Bedürfnis der Katze vorbeigeht. Der Halter hats nachher nicht im Bauch, an den Zähnen und auch nicht auf den Hüften. Es ist schlicht unnötig.

Auch Rinder, Hühner und Lämmer sind in Maus und Vogel prozentual nur sehr gering vorhanden. Haben die im Katzenfutter auch nichts verloren?

Das hab ich so nie gesagt. Lunge ist ein Füllmittel. Billig, sinnlos für die Katze. Muskelfleisch, Sehnen, innere Organe, Knochen, Fell, Federn, alles eben prozentuell einem Beutetier nachgebaut. Woher das jetzt wieder kommt, das spielt nicht die Rolle. Es sei denn, man hat einen Allergiker sitzen und dann wirds mit den ganzen Fleischmischungen wirklich lustig. Oder eben Pankreas- und Nierenpatienten.

Sauber deklariertes Futter kann richtig schlecht sein. Grund für eine schwammige Deklaration ist folgende: die Fleischkomponenten können beliebig ausgetauscht werden. Wenn ich deklariere "Fleisch und tierische Inhaltsstoffe, u. a. 4% Rind", kann ich die übrigen ca. 50% Fleisch beliebig nach aktuellem Weltmarktpreis zusammenstellen. Und das Futter entsprechend preiswert anbieten. Schlecht muss es deswegen aber nicht sein.

Ich habe nicht behauptet, jedes Futter wäre nur und wegen der Deklaration gut. Es ist auch ganz sicher nicht nötig, auf dem Weltmarkt Fleisch einzukaufen. Es gibt eine wachsende Zahl an Produzenten, die regional kaufen und herstellen. Niemand muss versuchen Geld zu sparen, weil er/sie den Konzernen glaubt. Die verkaufen aus reiner Kinderliebe ihre sowas von gesunden Kinderprodukte nur zum Wohle der lieben Kleinen. Den Schmäh muss man nicht mitmachen.

Das waren meine Memoiren als Vorschau, Fußnoten schreib ich später dazu und natürlich das Impressum :)
 
  • Welches Futter? Beitrag #32
Tierische Produkte für Tierfutter dürfen ausschließlich von Tieren stammen, die für den menschlichen Verzehr freigegeben sind. Das ist eine gesetzliche Vorgabe, die für alle gilt, egal ob billig oder teuer!

Hufe o.ä., was auch erlaubt wäre, wurde von Stiftung Warentest übrigens auch im billigsten Futter nicht gefunden.

Es darf und es ist verboten. BSE ist so lange noch nicht her. Es hat auch schon Weinpanscherei gegeben und jedes Jahr sterben haufenweise Leute an nicht trinkbarem Alkohol. Trotz Verbot. Glaub dem Menschen und denk niemals an seine Gier und Skrupellosigkeit.

Die Stiftung Warentest testet sicher nicht das Knochenmehl in alle Einzelteile durch. Das heisst aber nicht, dass es nicht da ist. Der Verein hat vor Jahren Nutella mit den besten Noten bewertet. Wobei es da eben nicht um gesund und sinnvoll geht, es ist frei von Schadbelastungen, hygienisch einwandfrei, hat eine schöne Konsistenz und tataaaaa, schon war eine herausragende Note zu vergeben.

Davon darf jetzt jeder halten was er will.
 
  • Welches Futter? Beitrag #33
Das bedeutet es durchaus, sollte es so auf den Websites und Dosen zu finden und zu lesen sein. In dem Moment muss ich das halt glauben.
Nee. Ich zitiere mal von der Homepage von Zooplus:
" Katzenfutter in Lebensmittelqualität bedeutet, dass alle Inhaltsstoffe Lebensmittelqualität aufweisen und für den Menschen genießbar sind. "
Und Soja, Zucker, ja selbst Farbstoffe und E-Zusätze haben Lebensmittelqualität und werden von Menschen genossen.

Es geht um die Kategorie 3 und nicht um Hühnerfüße, die in Asien gerne gegessen werden und hier indiskutabel sind. Es geht auch nicht um Blut, sonst wären Blutwürste verboten. Es geht um entsorgungswürdigen und minderwertigen Abfall, der durchaus überlagert und vergammelt sein kann. Das kontrolliert keine Sau. Siehe BSE seinerzeit.
OK, bei dem Blut habe ich mich unklar ausgedrückt. Ich meinte rohes, unverarbeitetes Blut. Ansonsten ist es so wie Stefkat schon sagte: Stiftung Warentest hat in Laboranalysen genau danach geschaut und nichts gefunden.

Es geht nicht um die gezeigte Dose. Es gibt unzählige Hersteller und die bedienen sich sehrwohl solcher Zusätze, auch wenn die Kennzahl nicht so finden ist. In meinem Speisesalz findet sich Natriumferrocyanid, E535, ein Trennmittel. Das steht unter Beobachtung und soll laut verschiedener Institutionen nicht so wirklich unbedenklich sein. Hauptsächlich ist es aber unnötig, weil es andere unbedenkliche Trennmittel gibt.
Kannst Du dazu ein Beispiel nennen?

Die Dosis kennt der Konsument aber nicht. Und ein Produzent muss nicht für den Halter eine schöne Konsistenz herzaubern, die am Bedürfnis der Katze vorbeigeht. Der Halter hats nachher nicht im Bauch, an den Zähnen und auch nicht auf den Hüften. Es ist schlicht unnötig.
Die Information kann man sich durchaus verschaffen. Auch hier verweise ich wieder auf die Laboruntersuchungen von Stiftung Warentest. Hier kurz zusammengefasst: Kein einziges der untersuchten Futter enthält Zucker in Mengen, die tierärztlich als bedenklich eingestuft wurden. Hast Du andere Informationen, was die konkreten Zuckergehalte in den Futtersorten betrifft?

Das hab ich so nie gesagt. Lunge ist ein Füllmittel. Billig, sinnlos für die Katze.
Lunge kann durchaus Sinn machen, beispielsweise im Futter für übergewichtige Katzen (erzeugt Sättigungsgefühl, ist aber kalorienarm).

Was ich damit sagen will: so einfach und schwarzweiß ist die Welt leider nicht. Schon gar nicht in der Welt der Katzenfutter. Da geistert sehr viel an "gefühlten Wahrheiten" herum, die nicht dadurch zutreffender werden, wenn sie von möglichst vielen Leuten wiederholt werden. Auf Basis von konkreten Laboruntersuchungen und wissenschaftlichen Studien argumentiert kaum jemand. Und ja, auch ich habe "Katzen würden Mäuse kaufen ..." gelesen.
 
  • Welches Futter? Beitrag #34
Nee. Ich zitiere mal von der Homepage von Zooplus:
" Katzenfutter in Lebensmittelqualität bedeutet, dass alle Inhaltsstoffe Lebensmittelqualität aufweisen und für den Menschen genießbar sind. "
Und Soja, Zucker, ja selbst Farbstoffe und E-Zusätze haben Lebensmittelqualität und werden von Menschen genossen.

Auf meinen Dosen und bei meinen präferierten Produzenten steht "Fleisch in Lebensmittelqualität". Ich mag die Augenwischerei nicht. Auch Fastfood ist und hat Lebensmittelqualität. Man tut sich damit aber dauerhaft nix Gutes. Geniessen kann man auch 1 Liter Schnaps am Tag. Gesünder wird man davon nicht. Verschiedene Zusatzstoffe stehen im Verdacht, Allergien zu verursachen. Trotz Zulassung und runtergebeter Unbedenklichkeitsbescheinigung der heiligen Mutter Wirtschaft.

OK, bei dem Blut habe ich mich unklar ausgedrückt. Ich meinte rohes, unverarbeitetes Blut. Ansonsten ist es so wie Stefkat schon sagte: Stiftung Warentest hat in Laboranalysen genau danach geschaut und nichts gefunden.

Ich sag nur nochmal Nutella.

Kannst Du dazu ein Beispiel nennen?

Eine Liste von Zusatzstoffen?

Die Information kann man sich durchaus verschaffen. Auch hier verweise ich wieder auf die Laboruntersuchungen von Stiftung Warentest. Hier kurz zusammengefasst: Kein einziges der untersuchten Futter enthält Zucker in Mengen, die tierärztlich als bedenklich eingestuft wurden. Hast Du andere Informationen, was die konkreten Zuckergehalte in den Futtersorten betrifft?

Es gibt ca. 30 verschiedene Zuckerarten, die nicht als solche im Trockenfutter deklariert sind. Die verstecken sich hinter anderen Bezeichnungen und sagen eben nicht, das ist auch Zucker. Wobei dann mehrere Zucker in einem Produkt zu finden sind. Alles kein Problem, man sollte nur Chemie studiert haben, dann kennt man sich da ruckzuck aus.

Lunge kann durchaus Sinn machen, beispielsweise im Futter für übergewichtige Katzen (erzeugt Sättigungsgefühl, ist aber kalorienarm).

Hätte diese übergewichtige Katze eine gescheite Ernährung gehabt, sie müsste nicht auf Diät.

Was ich damit sagen will: so einfach und schwarzweiß ist die Welt leider nicht. Schon gar nicht in der Welt der Katzenfutter. Da geistert sehr viel an "gefühlten Wahrheiten" herum, die nicht dadurch zutreffender werden, wenn sie von möglichst vielen Leuten wiederholt werden. Auf Basis von konkreten Laboruntersuchungen und wissenschaftlichen Studien argumentiert kaum jemand. Und ja, auch ich habe "Katzen würden Mäuse kaufen ..." gelesen.

Ich komme nicht aus der Wissenschaft und kann daher auch nicht wissenschaftlich argumentieren. Wissenschaft und von Tierärzten empfohlen ist x-fach ein kompletter Blödsinn. Wenn ich hier und in anderen Foren lese, wie oft Ärzte keine brauchbare Anamnese zusammenbringen und nicht einmal ein Blutbild zum Start machen und auch keinen Schall für nötig halten, dann werd ich denen ganz sicher nicht ausgerechnet bei der Ernährung glauben. "Nehmen Sie Trockenfutter für die kaputten Nieren". Danke vielmals, lieber nicht.

Ich habe sehr viel zum Thema Katze gelesen, mache das immer noch, lese hier und da, recherchiere in sämtliche Richtungen und leide sicher nicht an schwarzweiss. Nur an kritischem Denken und das schadet nicht.
 
  • Welches Futter? Beitrag #36
Hätte diese übergewichtige Katze eine gescheite Ernährung gehabt, sie müsste nicht auf Diät.
Also mit dieser Aussage bin ich nicht ganz einverstanden.
So wie bei Menschen die durch Krankheit Übergewichtig sind gibt es dieses auch bei Tieren.
Leider gibt es auch Tiere und Menschen, welche durch falsche Ernährung übergewichtig sind
 
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