Als "hochwertig" werden in der Regel hochpreisige Marken eingeordnet die ihre Inhaltsstoffe genau aufgelistet haben. Minderwertig ist alles was günstig ist und in dem nicht aufgelistet ist, von welchen Tieren genau der Fleischanteil stammt.
Auf die Nährstoffzusammensetzung, also das, auf was es eigentlich beim Futter gehen sollte- wird bei dieser Einordnung keine Rücksicht genommen. Wahrscheinlich, weil der Laie die oben genannten Kriterien leicht einordnen kann, aber die Beurteilung und Kontrolle der Nährstoffzusammensetzung für uns Laien nicht machbar ist.
Ich sehe das doch anders.
Hochwertige beinhaltet laut Erklärung der Hersteller, das Fleisch entspreche Lebensmittelqualität und ist für den menschlichen Verzehr zugelassen. Entsprechend beinhaltet solches Futter ausschliesslich Fleisch, kein Soja, kein Zucker, keine Füllstoffe, kein Knochen- und Fischmehl, keine Farbstoffe und keine chemischen Zusatzstoffe (also nix mit E.).
Das Billigfutter ohne brauchbare Deklaration beinhaltet Schlachtabfälle, die nicht mehr für den Verzehr zugelassen sind und genaugenommen entsorgt werden müssen. Diese Schlachtabfälle werden dann totgekocht, weil nicht essbar/geniessbar/kaubar/hygienisch bedenklich und diesem Mischmasch an allen "Zutaten" muss dann natürlich von der Lebensmitteltechnik alles an vernichteteten Nährstoffen wieder zugesetzt werden. Das wird dann in Maus/Vogel-Proportionen erledigt. Daher der geschönte Nährstoffsatz.
Die zugesetzten Stoffe sind auf verschiedenen Gebinden mit einem ganzen Register an E Zusätzen zu finden. Für die Konsistenz wird Karamell (Zucker) genommen, das menschliche Auge will es angenehm haben.
Eine Katze ist ein Raubtier und hat den Wandel zum Allesfresser nie vollzogen. Wissenschaftlich bewiesen ist sehrwohl, dass Raubkatzen ohne Fleisch nicht gesund leben und schon lange nicht alt werden können. Jeder Zoo tut wirklich alles, um ihre Raubkatzen artgerecht zu verpflegen und Zuckerrüberschnitzel gehören nicht dazu.
Nimmt der Mensch ein Übermaß an Zucker zu sich, sprich Weissmehl hier, Fruchtsaft da, Cola dort, Kuchen noch dazu und hinterher auch noch Gummibärchen, dann hat die Bauchspeicheldrüse sehr schnell ein riesiges Problem. Weil sie den Zuckerspiegel nicht mehr wirklich nach unten pegeln kann und den Überschuss einlagert. Das gibt dann eine Fettleber und Diabetes dazu.
Gibt man jetzt einem fleischfressenden Raubtier Zucker (und Getreide ist nichts anderes), dann wird dieses Tier damit Probleme haben. Nicht sofort, auf Dauer aber ganz sicher.
Whiskas schreibt laut Website, sie verwenden natürlich nur für den menschlichen Verzehr zugelassenes Fleisch, darunter auch Herz, Leber und Lunge. Das sind für meine Begriffe wieder Komponenten, da die in einer Maus/Vogel prozentual nur sehr gering vorkommen und damit als Hauptbestandteile in einem Futter nix zu suchen haben. Wobei hier ja auch wieder nicht deklariert wird, wieviel von was drin ist. Einen mageren Hühnerhals und den Rest an Leber und Lunge vom Rind?
Es geht auch die Aussage, eine Katze hätte keine Rezeptoren für Zucker, sie könne ihn nicht schmecken und daher auch nicht süchtig werden. Das ist kein Argument. Zucker in gehobenem Maß gehört nicht in eine Katze, weil er sie krank macht. So wie das mittlerweile weltweit auch der Mensch zu spüren hat. Halb Mexiko ist übergewichtet, weil sie ständig nur noch zuckriges Zeug zu sich nehmen.
Zusammengefasst: eine Dose Katzenfutter um wenige Cent kann qualitativ nicht von Wert sein. Eine Dose um horrendes Geld muss qualitativ nicht gut sein.
Sauber deklariertes Futter kann der Gesundhaltung dienen, eine Garantie auf Gesundheit ist es allerdings auch nicht. Wir haben hier, trotz konsequenter Verpflegung in Sachen Zusammensetzung, das Problem altersbedingt, dass sich die Nierenwerte langsam aus dem gesunden Rahmen verabschieden.
Es war mir ein Bedürfnis und ist nicht als Kriegserklärung zu verstehen.