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Impfen nach einem Jahr?

Diskutiere Impfen nach einem Jahr? im Besuch beim Tierarzt Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Sorry, ich stehe immer noch auf dem Schlauch und frage lieber noch mal nach: Es gibt einen bestimmten Impfstoff (gegen Schnupfen?) der jährlich...
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #21
Diese Empfehlung ist nicht fundiert und ich habe weitergegeben, was die StiKo Vet empfielt, naja und die Hersteller der Impfstoffe.

Es ist ein unbegründeter Kompromiss, der da "plötzlich" beschlossen wurde.
Das ist es, was mich stört.
Sorry, ich stehe immer noch auf dem Schlauch und frage lieber noch mal nach:
Es gibt einen bestimmten Impfstoff (gegen Schnupfen?) der jährlich aufgefrischt werden sollte. Dann hat sich die Empfehlung auf einen Abstand von drei Jahren geändert. Sowohl von Seiten des Herstellers als auch der Stiko Vet.

Und da vermutest du, dass diese Änderung einfach so beschlossen wurde, ohne dass es dafür irgendwelche neuen Erkenntnisse gab? Warum vermutest du, dass da keine neuen Fakten dahinterstehen?
 
  • Impfen nach einem Jahr?

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  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #22
Und da vermutest du, dass diese Änderung einfach so beschlossen wurde, ohne dass es dafür irgendwelche neuen Erkenntnisse gab? Warum vermutest du, dass da keine neuen Fakten dahinterstehen?
Ich vermute, dass der Druck der neuen Erkenntnisse, auch durch die von mir genannte Studie und andere Untersuchungen, zu groß wurde und somit die Hersteller reagieren mussten. Sie deshalb den Intervall verlängert haben und die StiKo Vet sich an die Herstellerangaben hält.
Niemand von denen begründet, warum diese Impfung lediglich ein Jahr schützt und nun auch nicht, warum der alte Impfstoff plötzlich drei Jahre schützen soll.
Es gibt keine Fakten von Herstellern und StiKo, keine begründeten Empfehlungen die das erklären würden.
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #23
Es gibt keine Fakten von Herstellern und StiKo, keine begründeten Empfehlungen die das erklären würden.
Jetzt verstehe ich deinen Gedankengang etwas mehr. Wobei du dich doch auf die Studie zur Katzenseuche bezogen hast und jetzt geht es um den Impfstoff gegen Schnupfen? Kennst du da auch entsprechende Studien?


Die Grundlagen nach denen die Hersteller ihre Impfempfehlungen angepasst haben, scheinen zwar nicht bekannt, das heißt für mich im Rückschluß aber nicht, dass es keine gibt und das Empfehlungen beliebig ausgesprochen oder angepasst werden.
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #24
Kennst du da auch entsprechende Studien?
Ja, auch dazu gibt es Studien:
Schutzdauer der Schnupfenimpfung: Auch bei den Schnupfenimpfungen verschwindet der – begrenzte – Schutz nicht schlagartig nach einem Jahr. In Studien wurde gezeigt, dass Impf-Antikörper noch 7,5 Jahre nach der Grundimmunisierung bestehen können und dass bei Erregerkontakt die Immungedächtniszellen in Aktion treten. Bei Katzen in normaler Privathaltung sind Nachimpfungen verzichtbar. Laut Schultz sind Wiederholungsimpfungen gegen Schnupfen schon deshalb nicht sinnvoll, weil die Impfstoffe wenig bringen. Katzen erkranken an Infektionen der Atemwege, ob sie geimpft sind oder nicht.

Schnupfen ist eine typische Stresserkrankung.
Quelle:


Die Grundlagen nach denen die Hersteller ihre Impfempfehlungen angepasst haben, scheinen zwar nicht bekannt, das heißt für mich im Rückschluß aber nicht, dass es keine gibt und das Empfehlungen beliebig ausgesprochen oder angepasst werden.
Dir ist das einleuchtend, dass ein und derselbe Impfstoff plötzlich drei Jahre schützen soll?
Nein, mir nicht. Da fehlt mir tatsächlich eine nachvollziehbare Begründung.
Wenn wir das mit der Coronaimpfung vergleichen, leuchtet mir ein, dass der bestehende Impfstoff auf die Varianten angepasst wird. Das passiert aber mit Katzenschnupfenimpfungen nicht.
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #25
Danke für den Link, mit ihrere Wortwahl macht diese Frau deutlich, dass sie Impfungen gegenüber extrem kritisch eingestellt ist, man könnte daraus schließen, dass sie Studien auch sehr in Richtung ihrer allgemeinen Einstellung hin interpretiert.

Jedenfalls behauptet sie folgendes:
Auch bei den Schnupfenimpfungen verschwindet der – begrenzte – Schutz nicht schlagartig nach einem Jahr. In Studien wurde gezeigt, dass Impf-Antikörper noch 7,5 Jahre nach der Grundimmunisierung bestehen können
Und genau da liegt der Knackpunkt.

Eine Impfung sollte so aufgebaut sein, dass sie eine gewisse Zeit einer gewissen Anzahl von Impflingen einen gewissen Schutz gibt. Ein "kann" nützt nichts wenn man eine verbindliche Impfempfehlung festlegt.

Beispielsweise solle die Griselkrätzeimpfung bei 97 von 100 Katzen auch ein Jahr nach der Impfung vor einer Ansteckung schützen. In Versuchen stellen die Forscher dann fest, dass nach zwei Jahren nur noch 50 von 100 Katzen die absichtlich infiziert werden, gesund bleiben aber auch nach sieben Jahren bleiben 10 von 100 Katzen gesund wenn sie absichtlich mit Griselkrätze infiziert werden.

Wäre ich jetzt die zitierte Frau Peichl , könnte ich schreiben:
Auch bei den Grieselkrätzeimpfungen verschwindet der – begrenzte – Schutz nicht schlagartig nach einem Jahr. In Studien wurde gezeigt, dass Impf-Antikörper noch 7 Jahre nach der Grundimmunisierung bestehen können

Und trotzdem wäre es für mich nachvollziehbar, wenn der Hersteller der Grieselkrätzeimpfung ein Intervall von einem Jahr empfielt, weil es darum geht, wie möglichst alle Katzen effektiv geschützt werden können.

Und jetzt gibt es Katzenhalter, die erzähle, dass ihr Katzen auch 18 Jahre nach der letzten Grieselkrätzeimpfung nie an Grieselkrätze erkrankt sind. Heißt das im Umkehrschluß dass eine Grieselkrätzegrundimmunisierung völlig ausreicht und alles darüber hinaus nur eine Geldmachemasche der Pharmaindustrie ist?
 
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  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #26
mit ihrere Wortwahl macht diese Frau deutlich, dass sie Impfungen gegenüber extrem kritisch eingestellt ist
Ja natürlich ist das ein kritischer Ratgeber.
Monika Peichl ist Journalistin und hat ihre eigene Katze an einem Impfsarkom verloren. Daraufhin hat sie recherchiert und ja, vieles ans Licht gebracht.
Die Studien von Professor Ronald Schultz sind sehr erstaunlich, wie ich finde.

Eine Impfung sollte so aufgebaut sein, dass sie eine gewisse Zeit einer gewissen Anzahl von Impflingen einen gewissen Schutz gibt. Ein "kann" nützt nichts wenn man eine verbindliche Impfempfehlung festlegt.
Ja, deshalb gibt der Hersteller wohl diese unbegründeten drei Jahre an?
Interessant ist für mich auch, warum es keine Langzeitstudien zu den Katzenimpfungen gibt.

Heißt das im Umkehrschluß dass eine Grieslkrätzegrundimmunisierung völlig ausreicht und alles darüber hinaus nur eine Geldmachemasche der Farmaindustrie ist?
Also für mich heißt es, dass meine Katzen mit der abgeschlossenen Grundimmunisierung nun knapp 13 Jahre alt geworden sind.
Nicht mehr, nicht weniger. :)
Es kann doch jeder Katzenhalter selbst entscheiden, was er, wie oft impfen lässt.
Jeder, sollte sich damit auseinandersetzen, verschiedene Quellen kritisch hinterfragen und dann entscheiden.
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #27
Monika Peichl ist Journalistin und hat ihre eigene Katze an einem Impfsarkom verloren.

Das ist ja wohl auch die Angst, die viele Skeptiker umtreibt. Wobei ich mich manchmal frage, wie groß das Risiko für ein Sarkom wirklich ist und wie viel auch ein wenig Panikmache. (In Foren verzerrt sich das Bild ja eh oft ein wenig, weil man eher über die aufgetretenen Fälle schreibt als über die weitaus überwiegenden Fälle, in denen nichts passiert ist). Wenn die eigene Katze betroffen ist, ist es natürlich immer doof, egal was die Statistik sagt.

Meine TÄ meinte nur lapidar, als ich sie wegen Leukoseimpfung und Impfsarkom fragte: "Naja, an Leukose stirbt die Katze aber auch." Da muss dann jeder abwägen, welches Risiko er oder sie für überschaubarer hält.
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #29
Die Studien von Professor Ronald Schultz sind sehr erstaunlich, wie ich finde.
Hast du sie im Original gelesen oder kann man eine neutrale Zusammenfassung der Ergebnisse finden?
Vielleicht magst du es uns auch erzählen?

Wie war die Studie denn aufgebaut? Waren das Laborkatzen oder wie konnte ausgeschlossen werden, dass die Katzen zwischendurch mit dem Erreger in Kontakt kamen, ein natürlicher Boster sozusagen. Wie viele Katzen waren beteiligt und wie wurde die Effektivität der Impfung überprüft?
Hatten denn alle Katzen auch nach den 7,5 Jahren noch ausreichend Schutz oder wie hat sich das im Verhältnis zum ersten Jahr verändert?
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #30
Hm, naja.... über die Quelle mag man jetzt streiten. Aber es ist das differenzierteste was ich bislang gefunden hab. Auf allen anderen Seiten wird Schnupfen unverändert für alle Katzen jährlich empfohlen
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #31
Das ist ja wohl auch die Angst, die viele Skeptiker umtreibt.
Ach ja, in erster Linie geht es mir darum, meinen Katzen nichts spritzen zu lassen, dass ich für überflüssig halte. :)
Also, dass ist eher eine grundsätzliche Einstellung von mir.
Ich habe auch schon mehrfach AB-Spritzen abgelehnt, weil meine Tiere gar keine Symptome aufgewiesen haben, die eine solche Medi.-Gabe gerechtfertigt hätten und es sich im Nachhinein auch als richtig herausgestellt hat.

Vielleicht magst du es uns auch erzählen?

Wie war die Studie denn aufgebaut? Waren das Laborkatzen oder wie konnte ausgeschlossen werden, dass die Katzen zwischendurch mit dem Erreger in Kontakt kamen, ein natürlicher Boster sozusagen. Wie viele Katzen waren beteiligt und wie wurde die Effektivität der Impfung überprüft?
Hatten denn alle Katzen auch nach den 7,5 Jahren noch ausreichend Schutz oder wie hat sich das im Verhältnis zum ersten Jahr verändert?
Puh, ich habe mich damals recht intensiv damit auseinandergesetzt, aber kann Dir das alles jetzt nicht mehr genau beantworten.
Hier, in diesem Thread, haben damals, viele User, ganz viele wissenschaftliche Belege und Studienergebnisse gepostet.
Vielleicht ab diesem Beitrag?

Vielleicht magst Du dort mal lesen. Das war ein spannender Thread. :)

Die Effektivität wurde wohl per Infektion durch Belastungsinjektion überprüft und auch die Katzen, die bei der Seucheinfektion keinen nachweisbaren Titer mehr hatten, sind nach der Injektion mit dem Virus nicht erkrankt.
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #32
Vielleicht ab diesem Beitrag?

Vielleicht magst Du dort mal lesen. Das war ein spannender Thread. :)

Die Effektivität wurde wohl per Infektion durch Belastungsinjektion überprüft und auch die Katzen, die bei der Seucheinfektion keinen nachweisbaren Titer mehr hatten, sind nach der Injektion mit dem Virus nicht erkrankt.
Puh, jetzt habe ich den Thread durch und auch die Links, wobei viele nicht mehr aufrufbar waren. Und wer meint, früher war alles besser, kann sich gerne die Streitigkeiten aus diesem Thread antun.
Wirklich hilfreich war für mich schlußendlich nur die letzte Seite weil da noch mal zusammengefasst wird mit dem Ergebnis, dass es kaum gesicherte Aussagen gibt.
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #34
Wirklich hilfreich war für mich schlußendlich nur die letzte Seite weil da noch mal zusammengefasst wird mit dem Ergebnis, dass es kaum gesicherte Aussagen gibt.
Ja, leider sind viele Links nicht mehr aufrufbar, aber dort wurden eben viele Aussagen zu Studien belegt, die man jetzt leider nicht mehr anschauen kann.
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #35
@Gast26540
Hast Du noch Lust? :D

Ich habe das Buch von Monika Peichl "Haustiere impfen mit Verstand" und jetzt nachgesehen, welche Quellen sie nennt zu den von ihr beschriebenen Studien.
Aufgeführte Namen sind da:
20220203_123311.jpg20220203_123243.jpg

Vielleicht findest Du etwas interessantes dazu. 🙂
Mein Englisch ist leider nicht ausreichend, für die beschriebenen Studien. 🙈
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #36
Ach und darauf wollte ich auch nochmal eingehen.
Und genau da liegt der Knackpunkt.
Du beziehst Dich mit dem "Knackpunkt" auf das Wort können, oder?


Eine Impfung sollte so aufgebaut sein, dass sie eine gewisse Zeit einer gewissen Anzahl von Impflingen einen gewissen Schutz gibt. Ein "kann" nützt nichts wenn man eine verbindliche Impfempfehlung festlegt.
Was ist dann der Unterschied zwischen gewissen Schutz und können?
Eine Impfung bietet in den meisten Fällen ja eh keinen 100%igen Schutz. Wobei die Seucheimpfung, nach diesen Studien wohl die Wirksamste ist.
Von daher kann man doch nur können schreiben, oder habe ich einen Denkfehler?

Meine Jungs wurden ja vollständig immunisiert und mit einem Jahr geboostert.
Das Calicivirus haben sie trotzdem bekommen (nachgewiesen bzw diagnostiziert per Abstrich) und wenn ich mal quer durch ein paar Foren lese, sind meine Kater nicht allein betroffen.
Ich würde also auch sagen, dass die Impfung gegen Schnupfen schützen kann (oder im besten Fall die Symptome mildert), aber die meisten Katzen eben doch an Schnupfen (Herpes oder Calici) erkranken.
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #37
Nach vielen Gesprächen mit TÄen haben wir uns entschieden, Nelly und Obelix, die komplett grundimmunisiert sind (incl. Booster nach einem Jahr und weiteren Impfungen durch die Vorbesitzerin im zweiten Lebensjahr) nicht weiter impfen zu lassen.
Sie werden nun im April zehn Jahre alt und hatten bisher keine der Erkrankungen, gegen die man impfen kann.
Ich finde immer den Artikel interessant:
 
  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #38
@yodetta: Ich kämpfe mich durch die Zusammenfassungen solcher Studien in der Regel auch mit dem Google Übersetzer durch, aber gerade bin ich da auch nicht motiviert genug. Ich hatte da meine Hoffnung in dich gesetzt, dass du dich da schon eingelesen hast und mir zusammenfassen kannst. ;)

Denn, und das wurde auch schon im verlinkten Thread angesprochen, die Frau Peichel hat eine sehr radikale Meinung und wird auch Ergebnisse von Studien eher so interpretieren dass sie ins Gesamtbild passen, deswegen lohnt es sich, da auch selbst mal einen Blick reinzuwerfen.

Die Aussage "eine Impfung kann ausreichen, dass eine Katze lebenslang immunisiert ist". Kann= muss aber nicht.

Im Umkehrschluß kann man dazu genau so sage "eine Katze kann schon zwei Jahre nach der Impfung keinen Schutz mehr vor der Erkrankung haben". Die Aussage von Frau Peichel ist in dem Blog ist sehr schwammig solange wir nicht wissen, wie diese Feststellung tatsächliche zustande kam. Siehe meine Rückfragen zur Studie.

Deswegen noch mal zu meinem Beispiel mit der fiktiven Grieselkrätze. Ich gehe davon aus, dass die Impfstoffe bestimmte Vorgaben erfüllen müssen, wenn sie als wirksames Medikament auf den Markt gebracht werden dürfen. Diese kenne ich aber nicht, bei meinen Recherchen verstand ich das jetzt aber so, dass die Hersteller "garantieren" müssen, dass die Impfstoffe ein Jahr wirksam sind.

Das heißt, wenn ich nicht möchte, dass meine Katzen Grieselkrätze bekommen, dann lasse ich sie sicherheitshalber jährlich impfen. Auch wenn die Forscher festgestellt haben dass es Katzen gibt, die sieben Jahre nach der letzten Grieselkrätzeimpfung immer noch immun sind. Denn das es Katzen gibt, die noch Immunität haben, in meinem Beispiel 10 von 100, heißt auch, dass es 90 Katzen gibt, die keinen Schutz mehr vor Grieselkrätze haben... Wenn der mir jetzt eh nicht wichtig ist, dann muss ich konsequenterweise ja auch keine Grundimmunisierung durchführen lassen.

Was die Studie zur Katzenseuche betrifft, konnt ich nur wenig in Erfahrung bringen, ich habe gestern auch nicht mehr weiter recherchiert. Wenn ich recht verstanden habe, handelte es sich um 7 grundimmunisierte Laborkatzen und 9 ungeimpfte. Diese wurden nach 7,5 Jahren mit dem Katzenseucheerreger infiziert.

Es handelt sich also um eine sehr kleine Studiengruppe. Ich bin mir da nicht sicher, ob man bei den grundimmunisierten Katzen noch Antikörper nachgewiesen hat oder nur an ihrer Reaktion auf den Erreger Rückschlüsse gezogen hat. Und in wie vielen anderen Studien das Ergebnis dann im Hinblick auf diesen oder andere Katzenimpfstoffe noch einmal überprüft hat.
 
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  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #39
So, inzwischen habe ich eine Beschreibung der Studie gefunden, leider bleibt darin auch die Frage unbeantwortet, aber man kann sich zumindest ein Bild machen
Ich kopiere mal die Übersetzung hier rein:
Ziel: Bewertung der Dauer der Immunität bei Katzen, die mit einem inaktivierten Impfstoff gegen das feline Panleukopenievirus (FPV), das feline Herpesvirus (FHV) und das feline Calicivirus (FCV) geimpft wurden.
"..."
Verfahren: Die Immunität von 9 geimpften und 8 ungeimpften Katzen (von ursprünglich 15 geimpften und 17 ungeimpften Katzen) wurde 7,5 Jahre nach der Impfung herausgefordert.
Die Wirkung der Impfung hielt bei den Katzen unterschiedlich lange an.
Das feline Herpesvirus (kann Katzenschnupfen auslösen) und der feline Calicivirus (kann Katzenschnupfen auslösen) Titer lies nach 3-4 Jahren nach, manche! der geimpften Katzen zeigten nach einer viralen Herausforderung weniger Krankheitszeichen als die ungeimpften Katzen. Dazu muß man sich allgemein noch einmal die geringe Größe der Versuchsanordnung bewusst machen.
Zumindest leicht krank wurden die Katzen alle und sie waren auch ansteckend.

Der Schutz vor dem feline Panleukopenievirus (Katzenseuche) hatte besser abgeschnitten, der Titer war auch nach 7,5 Jahren noch bei allen neun geimpften Katzen hoch und sie waren solide geschützt.

Die Empfehlung aus der Studie heraus war dann, dass Katzen alle drei Jahre gegen diese Krankheiten geimpft werden sollen weil alle neun Versuchskatzen in der ersten drei Jahren gut geschützt waren, danach lies der Schutz nach.
 
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  • Impfen nach einem Jahr? Beitrag #40
dass du dich da schon eingelesen hast und mir zusammenfassen kannst. ;)
Jaaa, ich hatte mich damals eingelesen und zwar habe ich ganz unterschiedliche Quellen zu dem Thema gelesen, aber das ist viele Jahre her! 🙈 :D
Ich habe aus meinen Recherchen ja dann meine Entscheidung getroffen und mich nicht weiter damit befasst.

die Frau Peichel hat eine sehr radikale Meinung
Hm, dass sehe ich nicht so.
Sie stützt ihre Meinung ja auf Fakten und das sie radikal ist, kann ich nicht erkennen.
So schreibt sie doch auch immer wieder, dass beispielsweise die Seucheimpfung bzw die Grundimmunisierung ein MUSS ist. :)
Für mich ist sie keine Impfgegnerin (ich weiß, dass hast Du nicht gesagt), sondern sie hat "einfach" mal ganz kritisch hinterfragt, wie sinnvoll die gesamte und jährliche Impferei ist und da sie der Stein des Anrollens für mich war, mich selbst mit dem Thema zu beschäftigen, bin ich ihr echt dankbar. :)

Die Aussage "eine Impfung kann ausreichen, dass eine Katze lebenslang immunisiert ist". Kann= muss aber nicht.
Ja, so kann eine Impfung gegen Katzenschnupfen schützen, muss aber nicht.

Diese kenne ich aber nicht, bei meinen Recherchen verstand ich das jetzt aber so, dass die Hersteller "garantieren" müssen, dass die Impfstoffe ein Jahr wirksam sind.
Genau so habe ich das auch in Erinnerung.
Nur das die Hersteller "jetzt plötzlich" ( die Strichelchen habe ich genutzt weil es ja nun auch schon jahrelang so ist) ihren Schutz auf drei Jahre erweitert/erhöht haben, ohne das zu begründen.
Es wurde ja kein neuer Impfstoff für diese verlängerte Wirksamkeit entwickelt.


Das heißt, wenn ich nicht möchte, dass meine Katzen Grieselkrätze bekommen, dann lasse ich sie sicherheitshalber jährlich impfen.
Nein, mittlerweile sicherheitshalber alle drei Jahre.


Danke, dass Du Dich nochmal dadurch gequält hast! :)

Die Wirkung der Impfung hielt bei den Katzen unterschiedlich lange an.
Das feline Herpesvirus (kann Katzenschnupfen auslösen) und der feline Calicivirus (kann Katzenschnupfen auslösen) Titer lies nach 3-4 Jahren nach, manche! der geimpften Katzen zeigten nach einer viralen Herausforderung weniger Krankheitszeichen als die ungeimpften Katzen. Dazu muß man sich allgemein noch einmal die geringe Größe der Versuchsanordnung bewusst machen.
Zumindest leicht krank wurden die Katzen alle und sie waren auch ansteckend.
Welchen Schluss ziehst Du daraus?

Ich verstehe daraus, dass die Schnupfenimpfung nicht sonderlich wirksam ist und lediglich die Symptome lindern kann.
Passt auch zu dem, was ich hier selbst erlebt habe, mit meinen Katern.

Ja, die Gruppe der Versuchstiere ist gering.
Damals haben wir hier im Forum auch darüber diskutiert. Ich bin der Meinung, dass die Hersteller natürlich kein großes Interesse daran haben werden, zu beweisen, dass ihre Impfstoffe weitaus länger wirksam sind, als ein oder drei Jahre.
Aber es ist natürlich auch für die Versuchstiere kein sehr schönes Leben...

Der Schutz vor dem feline Panleukopenievirus (Katzenseuche) hatte besser abgeschnitten, der Titer war auch nach 7,5 Jahren noch bei allen neun geimpften Katzen hoch und sie waren solide geschützt.
Na wenigstens das hatte ich noch im Kopf. :D

Hier,

hat eine Züchterin damals auch einen offenen Brief von Professor Ron Schulz eingestellt und sie schreibt dort auch, dass man über scholar.google.de noch weitere Infos findet.

Ganz grundsätzlich (zum Thema jährliches Impfen) hat mich das auch sehr nachdenklich gemacht, auch wenn es noch nicht bewiesen wurde:
Es gibt Studien, die darauf hindeuten, dass bei Katzen ein Zusammenhang zwischen dem Risiko, an einer chronischen Nierenerkrankung zu erkranken, und häufigen Impfungen besteht. Eine kürzlich durchgeführte Risikofaktoranalyse zur Entwicklung von chronischer Nierenerkrankung bei Katzen zeigte, dass neben Zahnerkrankungen der einzige signifikante Risikofaktor in einer multivariaten Analyse in der Tat jährliche/häufige Impfungen waren (Finch, Syme et al. 2016). Ein derartiger Zusammenhang wurde schon in früheren Studien diskutiert. So wurden bei geimpften Katzen Antikörper gegen feline Nierenzellen gefunden (Lappin, Jensen et al. 2005).
Quelle ist übrigens die StiKoVet:
 
Thema:

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