Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen?

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  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #1
G

Gast53199

Gast
Hallo Ihr Lieben,
da ich mich in einer ziemlich verzwickten Situation befinde, schreibe ich hier ins Forum.
Vor ca 2 Jahren bin ich mit meinem Partner in das Zweithaus seiner Eltern eingezogen. Wir wollten uns hier ein eigenes Reich schaffen bzw eine Anliegerwohnung bauen.
Im Laufe der Zeit hat sich leider mein Partner mit dem Mann seiner Mutter sehr arg verstritten.
Wir müssen jetzt zum nächsten Monat hier ausziehen. Ich erwähne es, weil es relevant für die Gesamtsituation ist.
Als wir hier vor 2 Jahren einzogen, kam Nachbars 3 Monate alte Baby Katze Max uns fast jeden Tag im Garten besuchen.
Er hat uns quasi gleich "adoptiert", und seit dem sind wir unzertrennlich.

Die Nachbarn, eine junge Familie mit 2 Kindern und mehren Tieren, 2 Hunde, Kaninchen, Hühner usw, waren/ sind nur sehr selten zu Hause da beide tagsüber arbeiten waren.

Der kleine Kater, sehr zutraulich und menschenbezogen, kam immer öfter zu uns, offensichtlich in Not, auch mit Verletzungen, Zecken, die wir ihm entfernten usw.

Dann fuhr die Familie im Sommer in den Urlaub und ließ den kleinen Kater alleine. Zwar kam die Mutter des Nachbarn täglich einmal kurz vorbei, um die Tiere zu füttern, der kleine Kater stand allerdings mehrfach am Tag bei uns auf der "Matte" und jaulte und jammerte herzzerreissend.
Die Mutter des Nachbarn kam zu uns rüber und fragte ob wir den Kater gesehen haben, da sie ihn nie sehen würde, wenn sie zum Füttern käme.
Wir sagten ihr dann dass er bei uns war, und sie fragte ob wir ihn füttern können und gab uns ein paar Futter Packungen.
So fing es an, das wir ihn mehr und mehr versorgten, und er quasi zu uns abwanderte.
Das Grundstück der Nachbarn ist gleich nebenan.
Es war immer offensichtlich, dass der Kater meist bei uns war.

Vor ziemlich genau einem Jahr, als die ganze Lockdown Situation sehr akut war, verlor die Frau des Nachbarn ihre Arbeit und war plötzlich zu Hause. So fiel ihr wohl auf, dass der Kater gar nicht mehr zu ihnen kam.

Sie hatten sich noch eine zweite Baby Katze geholt, und wollten diese mit dem Kater sozialisieren, und sperrten den Freigänger Kater 3 Wochen in der Wohnung ein.
Daraufhin entwickelte sich ein Nachbarschaftsstreit, denn nach 3 Tagen der Abwesenheit des Katers, machten wir uns große Sorgen, und ich fragte die Nachbarn worauf die mir sagte dass sie den Kater einsperren, damit er wieder zu ihnen kommt.

Für mich war das eine ganz schlimme Zeit. Ich habe bitterlich geweint, denn ich liebe den Kater sehr.
Als sie ihn rausgelassen haben, kam er gleich wieder zu uns, allerdings sichtbar verhaltensgestört... Mit viel Liebe haben wir es dann wieder hingekriegt und es hat sich normalisiert.

So kam er wieder zu uns... Im August letzten Jahres, wurde Kater Max krank, hatte einen schlimmen Abszess am Bauch, und musste über Wochen brechen...
Wir sagten den Nachbarn Bescheid, dass er krank war, denn beide wieder am arbeiten, haben es nicht mitbekommen.
Die Nachbarin fuhr dann mit dem Kater zum Tierarzt, wo er Antibiotika Tabletten sowie Schmerzmittel, die er über Tage verabreicht bekommen sollte.
Da beide ja tagsüber nicht da waren, habe ich ihm also die ganzen Tabletten verabreicht, sowie ihn gesund gepflegt.
Dadurch hat sich das Nachbarschaftverhältnis wieder entspannt, und sie meinte auch, dass es OK ist, wenn er zu uns kommt...

In der Zwischenzeit, hatten die Nachbarn einen ganzen Katzenwurf Babys bekommen, weil die andere Katze unsterilisiert rausgelassen und gleich schwanger wurde, selbst erst 6 Monate alt... Daraufhin ging Kater Max gar nicht mehr zu Nachbarn rein und war dann ausschließlich NUR noch bei uns.
Nachbarn fragten seitdem nie wieder wie es ihm geht, was er macht etc..

Und jetzt kommt es: Trennung zum Jahreswechsel bei den Nachbarn, Frau und Kinder ausgezogen. Was macht der Nachbar, vor ein paar Wochen sperrt den Kater einfach über Tage ein, ohne Bescheid zu sagen. Wir haben uns wieder Sorgen gemacht wo er war, denn er ist uns sehr verbunden und kommt mehrmals täglich 4 Std Takt oder noch öfter rein, sowie zum Schlafen auch, und fragten den Nachbarn wo der Kater ist. Er sagte gleich er ist bei ihm drin, er kommt wieder und wenn die Kinder da sind soll er reinkommen.

Ich bin daraufhin ausgerastet, dass er ihn schon wieder eingesperrt hat. Es hat sich jetzt sehr verhärtet, und wir reden kein Wort miteinander. Er schleppte noch seinen Vater mit an, und drohte uns mit einer Klage wir hatten das Tier angefüttert, usw... Kater darf jetzt also offiziell nicht mehr bei uns rein...

Vor Wochen, hatte der Kater was an der Pfote dass er kaum laufen konnte, sowie einen Abszess, was nicht abheilen wollte.
Wir sagten das dem Nachbarn, doch keine Reaktion.
Da er es nicht behandeln ließ, und der Kater schon begann den Abszess selbst aufzubeißen, schnappte ich ihn mir, und bin mit ihm zum Tierarzt... Und schilderte auch die Situation mit dem Nachbarn.. Die Ärztin war sehr verständnisvoll, und wollte auch erst die Behandlung dem Nachbarn in Rechnung stellen, da sie ihn auch entfernt kennt.
Sie meinte auch ausdrücklich, dass es oft der Fall ist dass Katzen abwandern, wenn sie sich in ihrem alten zu Hause gestresst fühlen. Sie gehen dahin wo die Liebe ist sagte sie noch. Das Einsperren fand sich auch gar nicht gut, und hat sogar den Nachbarn angeschrieben, es zu unterlassen.
Die gedrohte Klage fand sie auch lächerlich, wegen dem geringen Streitwert. Wahrscheinlich eh nur Drohgebärden.
Habe es dann aber selbst bezahlt. Sie meinte, wenn der Abszess nicht abheilt, muss es operiert werden, und wir hätten schon eher kommen müssen. Er hat dann wieder Antibiotikum Tabletten verschrieben bekommen.
Leider konnte ich ihm diese nicht wie es verschrieben verabreichen, da der Nachbar ihn wieder einsperrte, da die Kinder an dem Wochenende bei ihm waren...
Ein paar Tage später sahen wir dann, wie der Kater von Nachbarn aus dem Fenster rausgelassen wurde, und er nicht wusste wie er mit seiner Pfote vom hohen Dach runterkommen sollte... Er jaulte und mauzte ganz laut auf dem Dach, haben auch ein Video davon. Obwohl wir ihn baten, ihn mit der Pfote zu schonen und ihn nicht da runterspringen zu lassen...

So das zur längeren Vorgeschichte. Das Dilemma ist jetzt Folgendes : Wir müssen jetzt hier ausziehen. Ich habe selbst noch eine 2 Zimmer Stadwohnung.
Ich weiß jetzt nicht was ich mit diesem Kater machen soll... Ihn hier lassen zu müssen, bricht mir das Herz...
Denn ich weiß dass er hier nicht gut versorgt ist...
Wenn wir hier raus sind, kommen die Eltern meines Partner wieder ins Haus... Diese hassen Katzen und werden ihn nicht versorgen.
Das heißt konkret für ihn, er hat tagsüber niemanden der ihn versorgt...
Das heißt quasi, ich lasse ihn hier hängen, und das tut mir so im Herzen weh... :(

Wenn ich ihn mitnehme, in meine Stadwohnung, kann er nicht mehr raus, und ich würde ihm seine geliebte Freiheit nehmen... Lasse ich ihn hier, geht er vielleicht vor die Hunde... :(

Wie seht ihr die Situation mit dem Nachbarn? Sich nicht ums Tier kümmern,
aber kann er jetzt Ansprüche noch geltend machen? Nach all dem?

Was ist wichtiger? Die Bezugsperson für eine Freigänger Katze, oder die Freiheit??
Ich möchte zeitnah einen neuen Wohnort finden, wo er auch wieder raus kann... Das wäre jetzt eine Notsituation ihn mit in die Stadt zunehmen.
 
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #2
Hi,
oh was für eine schlimme Situation für den armen Schatz.
Rechtlich gesehen hast du null Anspruch auf den Kater, solltest du ihn mitnehmen ist es Diebstahl. Die Besitzer haben den vollen Anspruch auf ihn, auch wenn es traurig für den Kater ist.
All das, was du für ihn getan hast ist einerseits toll, andererseits gibt das aber kein Recht den Kater als dein Tier zu bezeichnen.

Zur letzten Frage, die ich nur theoretisch beantworten kann.
Ich denke dass Freiheit und Bezugsperson wichtig ist. So würde ich zumindest unsere 4 Einschätzen Würdest du an einen Ort ziehen, an dem er raus könnte, wäre der Umzug glaube nicht so schlimm, aber er ist jung und Freigänger, wenn du ihn jetzt in eine Stadtwohnung mit nimmst, ist die Chance sehr hoch, dass er dir die Bude zerlegt und durchdreht.

Aber wie gesagt, er gehört den Nachbarn, auch wenn es für den Kater nicht schön ist :(
 
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #3
Puh also den Kater eurer Nachbarn einfach mit nehmen geht natürlich nicht, denn sie gehört ihm und nicht euch, auch wenn ihr euch vielleicht mehr mit dem Kater beschäftigt als er, sind die Besitzverhältnisse klar.
Als Besitzerin zweier Freigänger wäre es für mich schlimm wenn jemand anders meine Katzen anfüttern und sich zu eigen machen würde.

Wenn das Wohl der Tiere bei deinen Nachbarn in Gefahr ist, solltest du den Tierschutz informieren. Das aber auch nur wenn wirklich was im Argen liegt.

Ansonsten wäre die einzige Lösung die ich sehe, dass ihr die Nachbarn fragt ob ihr den Kater übernehmen könnt. Aber wie du selber schreibst ist es für ihn ja ganz schlimm drin zu sein. Das wäre dann aber ja der Fall wenn du ihn mit nimmst.
 
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #4
Hi,
oh was für eine schlimme Situation für den armen Schatz.
Rechtlich gesehen hast du null Anspruch auf den Kater, solltest du ihn mitnehmen ist es Diebstahl. Die Besitzer haben den vollen Anspruch auf ihn, auch wenn es traurig für den Kater ist.
All das, was du für ihn getan hast ist einerseits toll, andererseits gibt das aber kein Recht den Kater als dein Tier zu bezeichnen.

Zur letzten Frage, die ich nur theoretisch beantworten kann.
Ich denke dass Freiheit und Bezugsperson wichtig ist. So würde ich zumindest unsere 4 Einschätzen Würdest du an einen Ort ziehen, an dem er raus könnte, wäre der Umzug glaube nicht so schlimm, aber er ist jung und Freigänger, wenn du ihn jetzt in eine Stadtwohnung mit nimmst, ist die Chance sehr hoch, dass er dir die Bude zerlegt und durchdreht.

Aber wie gesagt, er gehört den Nachbarn, auch wenn es für den Kater nicht schön ist :(
Lieben Dank für deine Antwort.
Ich habe gelesen, dass es nach einem halben Jahr des Fütterns und Betreuens, reichlich so ist, dass das Eigentum zum Tierhalter übergeht...

Und ja, das sind auch meine Bedenken, mit der Wohnung... Anderseits weiß, dass hier dann niemand mehr ist, der sich um ihn kümmert.
 
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #5
Puh also den Kater eurer Nachbarn einfach mit nehmen geht natürlich nicht, denn sie gehört ihm und nicht euch, auch wenn ihr euch vielleicht mehr mit dem Kater beschäftigt als er, sind die Besitzverhältnisse klar.
Als Besitzerin zweier Freigänger wäre es für mich schlimm wenn jemand anders meine Katzen anfüttern und sich zu eigen machen würde.

Wenn das Wohl der Tiere bei deinen Nachbarn in Gefahr ist, solltest du den Tierschutz informieren. Das aber auch nur wenn wirklich was im Argen liegt.

Ansonsten wäre die einzige Lösung die ich sehe, dass ihr die Nachbarn fragt ob ihr den Kater übernehmen könnt. Aber wie du selber schreibst ist es für ihn ja ganz schlimm drin zu sein. Das wäre dann aber ja der Fall wenn du ihn mit nimmst.
Lieben Dank für deine Antwort.
Wir haben ihn nicht angefüttert er kam zu uns, bzw sie haben uns ja auch gebeten ihn zu füttern, ihn medizinisch zu versorgen...
Weiter habe ich gelesen, dass nach einem halben Jahr des Fütterns, Betreuens usw, der Besitz auf den Tierhalter geht...
 
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #6
Lieben Dank für deine Antwort.
Ich habe gelesen, dass es nach einem halben Jahr des Fütterns und Betreuens, reichlich so ist, dass das Eigentum zum Tierhalter übergeht...

Und ja, das sind auch meine Bedenken, mit der Wohnung... Anderseits weiß, dass hier dann niemand mehr ist, der sich um ihn kümmert.

Das gilt nur für Fundtiere, deren Besitzer nicht bekannt sind. Hier hat der Kater Besitzer, die auch noch einem Tierarzt bekannt sind. Da würde ich mich nochmal informieren an deiner Stelle.
Dann könnte ja jeder Nachbar meine Katzen über einen Zeitraum von 6 Monaten füttern und dann behaupten, dass sie ihm gehören. So einfach ist das nicht.
Ich weiß, du meinst es gut und es kann dich hier auch jeder Verstehen, aber leider muss man hier die rechtliche Seite an erster Stelle sehen.
 
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #7
Das ist ja wirklich traurig. So sehr euer Handeln verständlich ist, sollte man sein Herz nie zu sehr an ein Tier hängen, das einem nicht gehört. Rechtlich habt ihr vermutlich keinen Anspruch auf den Kater, so leid er einem tun kann. Wenn er sehr vernachlässigt wird, könntet ihr noch versuchen, das Veterinäramt einzuschalten. Ob das Erfolg hat, weiß ich nicht. Und selbst wenn der Amtstierarzt den Kater beschlagnahmen würde (was die so schnell nicht machen), gehört er euch ja immer noch nicht.
 
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #8
Hm, ich bin verwirrt. Die Eigentümer des Kätzchens versorgen es gut, kümmern sich offensichtlich liebevoll, haben ihm einen kumpel geholt, gehen zum Tierarzt..... woran machst Du die "Mangelversorgung" fest? Weil sie berufstätig sind? Dann wären meine Katzen alle "mangelversorgt".
Und nein, nur weil Du sie im Urlaub mal versorgt hast gehört sie jetzt nicht Dir! Das wäre ja.... ohne Worte. Das halbe Jahr dass Du angibst sie zu versorgen ist ja gegen die ausdrücklichen Bitten der Eigentümer.

Und nein, sie von ihrem Kumpel wegreißen, den Besitzern wegnehmen (die ja auch noch Kinder haben, die ganz sicher an dem Kerlchen hängen?) und in einer Stadtwohnung einsperren wäre für das Kerlchen ganz sicher keine gute Alternative.

Wenn überhaupt könntest Du sie den Besitzern versuchen abzukaufen, ein passendes Kumpelchen dazu holen und eine Wohnung mit sicherem Freigang suchen.

Edit: die Verantwortung nicht wochenlang zuzuschauen wie das Tier unter Verletzungen leidet hätte ja eindeutig bei Euch gelegen, da das Tier nach Deiner Aussage ja nur noch bei Euch war.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #9
Hab ich es auch richtig gelesen:
Als ihr den Kater angefangen habt zu füttern, dann habt ihr das in eurem Haus getan und nicht im Haus, ds wo der Kater eigentlich wohnt?
Sprich, ihr habt ihn sozusagen angefüttert?

Aber wie die anderen sagen, der Kater gehört dir nicht und ihn einfach mitnehmen wäre Diebstahl.
 
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #10
Das ist ja ein Musterbeispiel warum man sich keine fremden Tiere zu eigen machen sollte.

Und was ihr gemacht habt ist anfüttern. Wenn ein Nachbar das bei meinen Tieren machen würde wär ich verdammt sauer

Also entweder ihr könnt ihn mit schriftlichen Vertrag übernehmen oder du solltest eben loslassen.
 
  • Mit abgewanderter Freigänger Katze in Stadtwohnung ziehen? Beitrag #11
Ich habe gelesen, dass es nach einem halben Jahr des Fütterns und Betreuens, reichlich so ist, dass das Eigentum zum Tierhalter übergeht...

Hab ich noch nie gehört oder gelesen,hättest du vielleicht einen Link dazu,möchte das gerne selber lesen.
Abgesehen davon das der Kater nicht dir gehört,würde ich ein Freigänger niemals in eine Wohnung sperren.
Damit machst du weder dem Tier noch dir einen Gefallen.
 
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