• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten

Diskutiere Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo liebes Forum, Ich weiß nicht ob das hier richtig ist. Es geht ja nicht hauptsächlich um seine Erkrankung sondern eher um meinen Kummer...
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #1
Laurelia

Laurelia

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Hallo liebes Forum,

Ich weiß nicht ob das hier richtig ist. Es geht ja nicht hauptsächlich um seine Erkrankung sondern eher um meinen Kummer damit um um meine Unsicherheit mit der Situation. Es wird ein längerer Text werden ich entschuldige mich dafür schon mal.

Also zu unserem “Patienten“. Peet ist 8 Jahre alt, männlich, kastriert und der schwierigsten Fall den ich in meiner langen Laufbahn je getroffen habe.

Mein Mann und ich waren lange Jahre Pflegestelle und Auffanglager für all die armen Fellchen da draußen, die Hilfe brauchten. Wir sind eine Notstelle des Tierheimes gewesen für unter anderem Findelkinder. Wir haben aufgepäppelt, sozialisiert, gesundgepflegt und vermittelt.

Wir hatten immer Katzen die bei uns blieben entweder weil wir sie nicht wieder hergeben konnten oder weil sie schlichtweg nicht vermittelbar waren (zu alt, chronisch krank oder sonstiges)

Und dann, nun dann kam Peet. Ein Anruf vom Tierheim, wir haben einen total abgemagerten ca. 1 jährigen Kater in einer Kleingarten Anlage gesichert. Wir sind komplett überfüllt, könnt ihr ihn nehmen? Natürlich helfen wir.

Also kam dieses kleine unfassbar magere Männchen zu uns, verängstigt und schwer traumatisiert. Er wurde umsorgt und aufgepäppelt, sobald er stabil genug war kamen die Eierchen ab. Nach circa 8 Monaten hatten wir einen stattlichen Katzenmann UND waren extrem glücklich, dass wir das hinbekommen haben. Also starteten wir die Vermittlung.

Peet wollte nicht zu kleinen Kindern, die machen ihm Angst. Ein weiterer Kerl wäre auch nicht gut, ein Mädchen, die nicht gleich “Einknicken“ würde wäre wünschenswert. Es gab eine Anfrage, die uns und das Tierheim positiv stimmte, eine Katzenerfahrene Dame mit einem aufgeweckten Katzenmädchen im selben Alter. Die Begehung der Örtlichkeit machte auch einen guten Eindruck, Garten, Katzenklappe, Begegungsraum für die Zusammenführung mit Schnuppermöglichkeit. Alles sehr sehr schön und solide. Nach Bezahlung der Schutzgebühr zog Peet in sein neues Leben. Die Zusammenführung lief langsam ab und ganz behutsam, Kiki das Katzenmädchen fand Peet toll und schnuddelte immer vor der Kontaktmöglichkeit rum. Ich war drei mal dort in den ersten Monaten, ich versuche immer mit den Leuten in Kontakt zu bleiben und wenn nötig Hilfestellung zu leisten.

Irgendwann war die Zusammenführung abgeschlossen und Peet und Kiki kamen gut miteinander zurecht, lagen zusammen, spielten miteinander, ich freute mich das Peet ein schönes Zuhause gefunden hatte.

Nach ungefähr einem Jahr kam ein Anruf von Peets Besitzerin, sie war in Tränen aufgelöst. Peet hatte Kiki beim Abendessen so schwer verletzt, dass die operiert werden musste und leider ein Bein verlor. Sie schilderte mir die Situation und alles passierte wohl aus dem nichts. Sie könne nicht mehr mit dem Kater zusammen leben nach diesem Vorfall.

Also holten wir ihn wieder zu uns. Ausgiebiger Check in der Klinik ergab nichts. Kater ist gesund. Nun gut vielleicht einfach Pech, einfach ein schlimmes Missverständnis? 1 oder 2 Monate war er bei uns, als er anfing zu unseren Stammnasen garstiger zu werden, viel Gefauche, Geknurre und Gehaue. Also wieder in die Klinik CT machen lassen. Vielleicht ein Hirntumor? Wieder nichts. Kater ist gesund. Gut vielleicht will er Alleinherrscher sein.

Also wieder ein Vermittlungsaufruf, keine Kinder, keine anderen Tiere, mit Freigang. Wieder ein paar Anfragen mit offener Thematisierung der Probleme mit Kiki uns unseren Katzen.

Ein Ehepaar schreckte dass alles nicht ab und beide fanden Peet toll. Wieder Begehung wieder alles fein, Schutzgebühr Bezahlung und Umzug von Peet. Wieder in der ersten Zeit alles wunderbar, Peet war ein Schnuddel Schmuser vorallem mit seinem neuen Papa. Nach dem ersten Jahr in seinem neuen Zuhause war ich mir sicher, er hatte seinen Platz gefunden. Ich war so happy.

Nach ungefähr 1 1/2 Jahren kam auch hier wieder ein anruf Peet hatte die Ehefrau schwer gebissen, als sie sich auf die Couch zu ihrem Mann legen wollte. Wohl ohne Vorwarnung, die Frau musste ins Krankenhaus gebracht werden und hatte Glück dass ihre Sehnen nicht durch waren. Die Frau hatte danach so Angst vor Peet das sie ihn schweren Herzens zu uns brachten.

Peet oh Peet ... Wir haben ihn wieder checken lassen, da stimmt doch was einfach nicht. Wir nahmen keine neuen Plegenasen mehr auf, weil Peet war zu unberechenbar solange wir nicht wussten wo sein Problem lag.

In den folgenden zwei Jahren attackierte Peet zwei mal mich aus dem nichts und einmal meinen Mann, ich hätte fast ein Auge verloren und mein.Mann wurde heftig in die Hand gebissen. Alle Attacken kamen aus heiterem Himmel ohne einen ersichtlichen Grund.

Wir waren echt mit unserem Latein am Ende. Peet ist zu 99% ein lieber süßer Kerl und zu 1% ein unberechenbares Monsterchen.

Vor einem Jahr bekam Peet einen Knubbel am Kinn, da der Knubbel nach zwei Wochen nicht weg ging ließen wir ihn erneut untersuchen. Therapie war erstmal klassisch mit einer Punktion, Ergebnis war eine Entzündung, keine Tumorzellen. Also erstmal Antibiotika, der Knubbel wurde kleiner, kam aber nach der Absetzung sehr schnell wieder. Eine weitere Punktion ergab wieder nur Entzündung. Empfehlung war ein CT. Also wurde ein Termin zum CT gemacht, Wartezeit waren 7 Wochen. In den 7 Wochen veränderte sich Peet, er wurde grantig, misslaunig, fauchig und aggressiv. In den 7 Wochen verletzte er mich ein weiteres Mal und meinen Mann 2 mal.

Wir waren uns sicher das stimmt was ganz und gar nicht. Wir sehnten den CT TERMINE herbei um endlich Gewissheit zu haben. Bei dem Termin kam dann heraus Peets Nieren sind verändert, er hat Wucherungen in der Lunge, in der Nase und im Bauch. Diagnose seltene Ausprägung von esophilinen Granulomen. Die Schübe können auch Vehaltenänderungen auslösen. Lebenserwartung unklar, Heilung nicht möglich.

Therapie Vorschlag tägliches Cortison und 1 x wöchentlich Leukeran. Also fingen wir letztes Jahr mit den Tabletten 💊 an. Peet bekommt das Leukeran nicht gut, ihm ist jedes Mal nach der Tablette übel, er mag dann nicht essen. Er baut ab, er ist jeden Tag ein bisschen weniger.

Wir tun uns schwer mit seinem Schicksal, vorallem damit zu entscheiden wann es “genug“ ist. Bei unseren Oldies war das “einfach“ sie haben es gezeigt wann es Zeit war. Aber Peet, nun Peet ist 8 Jahre und will eigentlich nicht gehen. Er hat gute Tage, da sind wir dann froh dass er da ist und ein bisschen Freude hat, aber es gibt auch viele schlechte Tage.

Was will ich mit dem Beitrag eigentlich sagen? Wie geht es euch damit, dass eure Nasen unheilbar krank sind oder langsam vor sich hin sterben oder eher “verschwinden“ wann w habt ihr die Reißleine gezogen, woher wusstet ihr das es Zeit ist sie gehen zu lassen.

Ich meine wir haben soviel mit ihm “durch“ ...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten

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  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #2
Hallo und Herzlich Willkommen,
was für ein traurige Geschichte.

Wir hatten auch so einen "Drecksackkater" aus dem Tierheim. Rocky war ebenfalls wie Peet unberechenbar. Trotzdem haben wir ihn behalten, obwohl meine Mutter auch ein Mal zum Arzt musste, weil er sie dermaßen gebissen hatte.
Bei ihm lag allerdings nichts vor und er wurde mit der Zeit ruhiger (bei meiner Mutter entwickelte er sich zum Schoßkater).

Ist das letzte CT denn jetzt gemacht worden?
Ich hatte am Ende des Beitrages fast den Eindruck dass da noch etwas kommt.

Was ist jetzt die genaue Diagnose? Autoimmunerkrankung?
Auch wenn es dir schwer fällt, aber ich hätte dazu gerne mehr Informationen.
Macht diese Krankheit wirklich unberechenbar?
Wie geht es jetzt weiter mit Peet?

Ansonsten wünsche ich dir und deinem Mann ganz viel Kraft.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #3
Hallo und Herzlich Willkommen,
was für ein traurige Geschichte.

Wir hatten auch so einen "Drecksackkater" aus dem Tierheim. Rocky war ebenfalls wie Peet unberechenbar. Trotzdem haben wir ihn behalten, obwohl meine Mutter auch ein Mal zum Arzt musste, weil er sie dermaßen gebissen hatte.
Bei ihm lag allerdings nichts vor und er wurde mit der Zeit ruhiger (bei meiner Mutter entwickelte er sich zum Schoßkater).

Ist das letzte CT denn jetzt gemacht worden?
Ich hatte am Ende des Beitrages fast den Eindruck dass da noch etwas kommt.

Was ist jetzt die genaue Diagnose? Autoimmunerkrankung?
Auch wenn es dir schwer fällt, aber ich hätte dazu gerne mehr Informationen.
Macht diese Krankheit wirklich unberechenbar?
Wie geht es jetzt weiter mit Peet?

Ansonsten wünsche ich dir und deinem Mann ganz viel Kraft.

Huhu danke schon mal für die Antwort, ich war zu früh auf absenden gekommen, ich hab die Geschichte vervollständigt ...
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #4
Er hat gute Tage, da sind wir dann froh dass er da ist und ein bisschen Freude hat, aber es gibt auch viele schlechte Tage.

Wenn die vielen schlechten Tage nicht mehr von den guten, stabilen aufgewertet werden können. Würde ich mich mit meinem Tierarzt zusammensetzen, was das Beste für den leider noch viel zu jungen Burschen ist. Das große Problem sehe ich bei unkontrollierbaren Aussetzern die er hat. Da sie nicht nur schmerzhaft sind sondern auch schwer verletzen können.

Gibt es eine Möglichkeit ihn dahin medikamentös einzustellen.

In vielen aussichtslosen Situationen habe ich immer meine Tierärztin gefragt, was sie machen würde wenn es ihr Tier wäre. Das hat mir sehr oft geholfen entweder zu kämpfen mit dem Tier gemeinsam, egal ob es mein eigenes war oder ein Gast…oder zum Wohle des Wesens eine endgültige Endscheidung zu treffen.

Drücke dich ….

lg
Verena
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #5
Huhu danke schon mal für die Antwort, ich war zu früh auf absenden gekommen, ich hab die Geschichte vervollständigt ...
Ah vielen Dank.
Es tut mir so leid um Peet und ich möchte mich Verena anschließen.
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #6
Wenn die vielen schlechten Tage nicht mehr von den guten, stabilen aufgewertet werden können. Würde ich mich mit meinem Tierarzt zusammensetzen, was das Beste für den leider noch viel zu jungen Burschen ist. Das große Problem sehe ich bei unkontrollierbaren Aussetzern die er hat. Da sie nicht nur schmerzhaft sind sondern auch schwer verletzen können.

Gibt es eine Möglichkeit ihn dahin medikamentös einzustellen.

In vielen aussichtslosen Situationen habe ich immer meine Tierärztin gefragt, was sie machen würde wenn es ihr Tier wäre. Das hat mir sehr oft geholfen entweder zu kämpfen mit dem Tier gemeinsam, egal ob es mein eigenes war oder ein Gast…oder zum Wohle des Wesens eine endgültige Endscheidung zu treffen.

Drücke dich ….

lg
Verena
Hallo liebe Verena,

Danke für deine Antwort. Ich musste echt überlegen ob die guten Tage mehr sind als die schlechten. Also seit zwei Wochen finde ich es ist 50/50 keines überwiegt. Peet schläft viel, frisst wenig, hat seine Beginn der Leukeran/Cortison Therapie von 7,2 Kilo auf 5,5 Kilo abgebaut.

Seine Pfoten sind rissig und wund aber eincremen ist nicht, bedeutet “Hand ab“. Sein gesamter Bewegungsablauf ist langsam und alt. Als ob du einem über 90jährigen zusiehst.

Zum attackieren von uns oder anderen Katzen fehlt ihm glaub ich mittlerweile die Kraft, bzw. Ist er recht friedlich.

Einzig gefährlich ist die Tablettengabe am Freitag mit Leukeran, die ja ganz in den Kater muss, das geht nur zu zweit, mit Schweißerhandschuhen und Schutzbrille, was natürlich für ihn auch äußerst stressig ist.

Unsere Tierärztin meinte solange er frisst, sich putzt und sich nicht einpinkelt oder einkackert würde sie ihn erst gar nicht einschläfern, sie ist sehr lebenserhaltend. Was ja auch gut ist.

Ich hab nur oft keine Kraft mehr wenn ich ihn ansehe und ich muss gestehen das ich mir manchmal wünsche er würde einschlafen, friedlich in der Sonne bei uns im Garten.

Er hatte ein wirklich schwieriges Leben. Ich bin ihm in keiner Weise böse. Wobei ich auch Phasen hatte wo ich einfach Angst vor ihm hatte und ihn nicht anfassen wollte und ihn auch nicht so in meiner Nähe wollte, wegen den ganzen Vorfällen.

Unser “Chef“ hält ihn aber im Zaum also damals, der zeigte ihm oft nur durch auftreten (da gab's nie Gewalt) wer hier das sagen hat, wenn Peet Chef wäre glaube ich wäre er ein Terrorist ;)

Es hilft mir schon es einfach mal los zu werden und nicht angegriffen zu werden mit Vorwürfen wie “da habt ihr es falsch gemacht wenn er euch attackiert“ oder auch “was tut ihr euch das an Knüppel und weg mit dem Viech“ ...

War schon alles dabei
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #7
Kann ich mir gut vorstellen.
Als verantwortungsbewusster Tierhalter hat man die Pflicht sein Tier vor Leid zu bewahren.
Dabei spielt auch immer das große Ganze eine Rolle, da ihr ja auch noch andere Samtpfoten habt.

Wenn die Lebensqualität immer weiter abnimmt (sowohl eure als auch seine) wird es Zeit ihn gehen zu lassen.

Ihr habt ja mit ihm eine Menge durchgemacht und euch wirklich gut um ihn gekümmert. Ihr kennt ihn an besten und wenn es das Beste für ihn ist über die Regenbogenbrücke zu gehen wird euch niemand hier einen Vorwurf machen .
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #8
Ja mitunter ist es schlimm…was man zu hören bekommt.
Gebe ihm erst mal jetzt einen schönen Sommer…versuche das Gewicht zu halten…aber es wird halt schwer. Die Medikation muss leider sein…vielleicht gibt es eine bekömmlichere Alternative.

Du hast alles richtig gemacht….von der medizinischen Seite aus….Er hat ein schönes Leben, dass war sein ersten Jahr nicht….wir wissen nicht was er durchgemacht hat….dass entschuldigt nicht die Beissunfälle….aber sie sind jetzt erklärbarer durch seine Erkrankung.

Ich weiß nicht ob ich da so bei der Stange geblieben wäre…..weil diese Angriffe kamen gezielt, sind unberechenbar und nicht vorhersehbar. Man kann ja nicht ihm die Krallen oder Zähne ziehen, damit man geschützter ist….

lg
Verena
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #9
Hallo und Willkommen 🙂

Ich habe mir jetzt alles durchgelesen und schreibe Dir einfach mal meine Gedanken dazu auf.

Diagnose seltene Ausprägung von esophilinen Granulomen.
Therapie Vorschlag tägliches Cortison und 1 x wöchentlich Leukeran. Also fingen wir letztes Jahr mit den Tabletten 💊
Ist Leukeran nicht eine Chemotherapie?
Warum wird sie in seinem Fall eingesetzt?


Leukeran/Cortison Therapie von 7,2 Kilo auf 5,5 Kilo abgebaut.
Seine Pfoten sind rissig und wund
Das klingt wirklich schlimm. :-(
Hast Du es mal ohne Leukeran versucht?
Also nur mit Cortison?

Das alles klingt wirklich sehr traurig und wenn ich, für meine Kater entschieden müsste, würde ich in Absprache und unter Beobachtung das Leukeran absetzen, wenn es sie so massiv quälen würde.

Können nicht auch die wunden Pfötchen daher kommen?
Ich weiß von meiner Schwägerin, dass ihr in der Chemotherapie die Fußsohlen aufgeplatzt sind. Das war sehr schmerzhaft.

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #10
Hallo und Willkommen 🙂

Ich habe mir jetzt alles durchgelesen und schreibe Dir einfach mal meine Gedanken dazu auf.



Ist Leukeran nicht eine Chemotherapie?
Warum wird sie in seinem Fall eingesetzt?




Das klingt wirklich schlimm. :-(
Hast Du es mal ohne Leukeran versucht?
Also nur mit Cortison?

Das alles klingt wirklich sehr traurig und wenn ich, für meine Kater entschieden müsste, würde ich in Absprache und unter Beobachtung das Leukeran absetzen, wenn es sie so massiv quälen würde.

Können nicht auch die wunden Pfötchen daher kommen?
Ich weiß von meiner Schwägerin, dass ihr in der Chemotherapie die Fußsohlen aufgeplatzt sind. Das war sehr schmerzhaft.

Liebe Grüße
Melanie
Danke für deine Antwort liebe Melanie,
Ja genau Leukeran ist ein Krebsmedikament, es soll gegeben werden um sein Immunsystem zu drosseln, sein Körper greift sich ja selber an. Außerdem soll das Leukeran die Knubbel/Tumorartigen Gebilde in Schach halten was auch klappt, seine sichtbaren wucherungen sind so gut wie verschwunden, würden wir absetzen würde es womöglich wieder zu einem Wachstumsschub kommen, so hat es uns die Klinik erklärt.

Das Cortison hilft unterstützend, wir haben mal versucht es langsam zu reduzieren, damit wäre er und fast gestorben, weil er keine Luft mehr bekommen hat. Es schwellen dann seine Atemwege zu, warum konnte auch die Klinik nicht zu 100% beantworten, es ist eine Art allergische Reaktion auf sich selbst ... :(

Das mit der rissigen Haut kommt mit Sicherheit von den Medis, Cortison macht das auch. Hat man uns auch gesagt, das damit auch eine Wundheilungstörung einher geht.

Ich würde am liebsten die ganze Chemie weglassen, aber dann erstickt er vielleicht qualvoll, ich/wir können ihn ja auch nicht 24 Stunden überwachen :(

Ich dreh mich irgendwie im Kreis und sitze so fest. Mein Mann liebt Peet überalles und kämpft um ihn und will ihn auch nicht aufgeben. Ich bin ja mittlerweile oft an dem Punkt zu sagen, lass ihn gehen und dann bereue ich es wieder es gesagt zu haben. Wenn er einen dann ansieht kommen mit die Tränen.

Es ist so ein “Mama du willst mich tot machen?“ Blick der mich innerlich zerreisst.

Uff mir stehen die Tränen in den Augen
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #11
So denkt er sicher nicht….es zeigt doch lediglich deine Zerrissenheit…. Lass ich ihn friedvoll gehen, wenn es soweit ist…oder lasse ich ihn Leben mit aller harten Konsequenz…Man muss den Verfall eines Tieres ertragen können um ihn in den Tod begleiten zu können.

Wir Menschen können sagen…keine lebensverlängernde Maßnahmen….das Tier nicht. Ein Teil von dir sagt lass ihn gehen…dann hat er seinen Frieden….der andere Teil sieht deinen Mann, der ihn nicht loslassen kann….solange diese Kämpfe in dir sind….erleichtere ihm das Leben so gut es geht und genieße diese Zeit ganz bewusst….dann kannst du auch ganz bewusst eine Entscheidung treffen.

lg
Verena
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #12
Einzig gefährlich ist die Tablettengabe am Freitag mit Leukeran, die ja ganz in den Kater muss, das geht nur zu zweit, mit Schweißerhandschuhen und Schutzbrille, was natürlich für ihn auch äußerst stressig ist.
Das alles klingt wirklich sehr traurig und wenn ich, für meine Kater entschieden müsste, würde ich in Absprache und unter Beobachtung das Leukeran absetzen, wenn es sie so massiv quälen würde.
Ja genau Leukeran ist ein Krebsmedikament, es soll gegeben werden um sein Immunsystem zu drosseln, sein Körper greift sich ja selber an. Außerdem soll das Leukeran die Knubbel/Tumorartigen Gebilde in Schach halten was auch klappt, seine sichtbaren wucherungen sind so gut wie verschwunden, würden wir absetzen würde es womöglich wieder zu einem Wachstumsschub kommen, so hat es uns die Klinik erklärt.
Es tut mir sehr leid, dass euer Peet so eine schlimmer Erkrankung hat und dass er euch so viele Sorgen macht und euch teilweise auch mit seinem Verhalten das Leben schwer macht.

Wenn du es so empfindest, dass Peet deutlich abbaut, dass er abnimmt und dass er durch das Medikament Leukerarn, dessen Verabreichung und dessen Nebenwirkungen wohl am schlimmsten sind, zwar eine Chance auf ein längeres Leben aber leider auch ziemlich viel zu ertragen hat, dann würde ich genau wie Melli es schon vorgeschlagen hatte, ihm dieses Medikament nicht mehr geben.

Was nützt eine Lebensverlängerung, wenn er dadurch die rissigen Pfoten hat und zudem weiter abnimmt. Durch die stressige Verabreichung verliert er auch noch das Vertrauen zu euch, all das würde euch erspart bleiben, wenn er dieses Medikament nicht nehmen müsste.

Wenn schon jetzt der Tag des Abschiedes näher rückt, käme es aus meiner Sicht nicht um eine Verlängerung der Lebenszeit an, sondern darum, dass er in dieser Zeit Lebensqualität und möglichst wenig Stress hat.

Ich hoffe, dass Peet noch eine lange Zeit bei guter Lebensqualität vor sich hat und hoffe, dass ihr am Ende erkennt, wann das nicht mehr der Fall ist, und dass Peet euch dann ein Zeichen gibt, dass er bereit ist zu gehen. 🍀
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #13
Ich meinte nicht, dass Cortison abzusetzen, sondern das Leukeran.
Das Leukeran scheint ihn ja wirklich sehr zu quälen. :-(
Durch dieses Medikament nimmt er ab, bekommt rissige Pfoten, ist in einem schlechten Allgemeinzustand, mag kaum fressen usw.
Besonders schlimm finde ich, dass es so ein Kampf ist, ihm dieses Medikament einzugeben.

Letztendlich sind das aber nur meine Gedanken dazu.
Es ist Dein Kater und Du kannst die Situation einschätzen.

Was das Fressen bzw nicht fressen wollen betrifft, hast Du mal Reconvales Tonicum ausprobiert?

Alles alles Liebe für Euch!

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #14
Hallo liebe Melanie,

Wir waren heute nochmal beim Tierarzt und haben mit ihr über die Medikamente gesprochen, wir sollen das Leukeran auf keinen Fall absetzen so lange wir Cortison geben, davon hat sie ganz eindringlich abgeraten, erst sollen wir vom Cortison runter und es langsam ausschleichen. Das Leukeran sollten wir erst absetzen wenn er ganz vom Cortison weg ist falls das überhaupt geht.

Die wunden Stellen kommen ihrer Erfahrung eher vom Cortison als vom Leukeran. Also werden wir erstmal das ganz vorsichtig probieren mit engmaschiger Überwachung.

Zur Tablettengabe haben wir vereinbart das wir sie es in Zukunft machen lassen. Das wird uns zwar jeden Freitag 80 Euro kosten da sie 25 Kilometer weit fahren muss, aber es ist einen Versuch wert.

Zum Thema Fressen das Reconvales Tonicum gehört schon lange zu unserer Hausapotheke :) haben wir oft zum päppeln benutzt, Peet bekommt das auch damit er seine Mineralstoffe/Vitame bekommt.

Einen schönen Abend liebe Melanie :)
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #15
Ohh Gott das ist ja furchtbar was er durchmachen musste und vorallem die Angriffe, die "aus dem nichts" passieren. Er hat bestimmt vorher Warnzeichen gegeben, naja hoffe ich zumindest.

Auch seine Erkrankung tut mir wahnsinnig leid.
Aber ich finde es wunderschön und bewundernswert wie toll ihr euch um Peet kümmert. ❤️❤️
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #16
Hallo Laurelia 🙂

Hat die Tierärztin erklärt, warum Du zum Absetzen des Leukerans erstmal das Kortison ausschleichen sollst bzw musst?
Ich finde keine Informationen im Netz dazu.
Es kann Leukeran verabreicht werden, es kann Kortison verabreicht werden und es kann eben beides zusammen verabreicht werden.
Aber das man Leukeran nur absetzen kann, wenn man auch das Kortison absetzt verstehe ich nicht.

Ich drücke fest die Daumen, dass seine Lebensqualität dann wieder steigt. 🙏🍀

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #17
Hallo Laurelia 🙂

Hat die Tierärztin erklärt, warum Du zum Absetzen des Leukerans erstmal das Kortison ausschleichen sollst bzw musst?
Ich finde keine Informationen im Netz dazu.
Es kann Leukeran verabreicht werden, es kann Kortison verabreicht werden und es kann eben beides zusammen verabreicht werden.
Aber das man Leukeran nur absetzen kann, wenn man auch das Kortison absetzt verstehe ich nicht.

Ich drücke fest die Daumen, dass seine Lebensqualität dann wieder steigt. 🙏🍀

Liebe Grüße
Melanie

Halli Hallo liebe Melanie,

Ich war mir auch unsicher wegen der Erklärung der Tierärztin, die zwar gestern Sinn gemacht hat, ich aber nicht rezitieren kann :( das waren zu viele medizinische Wechelwirkungen, die das Immunsystem und den Nierenstoffwechsel betrafen.

Aus ihrer Erfahrung würden die Nebenwirkungen eher vom Cortison kommen. Nun gut da ja eine zweite Meinung nicht schadet habe ich vorhin in der Tierklinik angerufen und mit Peets behandelnden Arzt dort gesprochen.

Dessen Aussage war in etwa folgende: natürlich können Sie das Leukeran absetzen, wenn Sie an dem Punkt sind, dass es für ihn zu stressig ist. Ich würde Ihnen davon abraten, und eher das Cortison einstellen. Da die Nebenwirkungen eher vom Cortison kommen. Die beschriebenen Nebenwirkungen sind für Leukeran bei Katzen nicht üblich. Wenn Sie trotzdem das Leukeran absetzen möchten, wird das Tier beim nächsten Schub aufgrund der klinischen Befunde wahrscheinlich an einem Nierenversagen sterben. Dass kann je nachdem, in einer Woche passieren oder erst in drei Monaten, da das keiner vorhersehen kann. Wenn Sie das Cortison einstellen, könnte es zu einem plötzlichen Tod durch Cushing kommen, da dir Nieren Ihres Tieres kaum mehr Cortison produzieren können. Falls dies nicht der Fall ist könnte er ersticken, wie sie es bereits erlebt hatten. Es ist Ihr Tier und Sie tragen die Entscheidung, wenn Sie seinen Zustand als quälend empfinden würde ich zu einem Schlussstrich raten, wenn nicht würde ich beim Dosierungsplan bleiben, aber wie bereits gesagt es liegt an Ihnen wie Sie entscheiden.

Ufff wieder so ein Schlag in die Magengrube. Der uns wieder ratlos sein läßt. Wir haben nun erstmal beschlossen das morgen unsere Tierärztin das Leukeran hier verabreicht (morgen ist Leukerantag) sollte das für ihn weniger stressig sein und wir sehen das er diesesmal gut damit zu recht kommt werden wir es beibehalten.

Zusätzlich werden wir versuchen das Cortison zu reduzieren, vielleicht klappt es ja mit einer niedrigen Dosis und wir halten die Waage, also etwas weniger Nebenwirkungen und etwas mehr “geschnorchel“ zur Not :(

Es ist wirklich nicht einfach ....
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #18
Ohh Gott das ist ja furchtbar was er durchmachen musste und vorallem die Angriffe, die "aus dem nichts" passieren. Er hat bestimmt vorher Warnzeichen gegeben, naja hoffe ich zumindest.

Auch seine Erkrankung tut mir wahnsinnig leid.
Aber ich finde es wunderschön und bewundernswert wie toll ihr euch um Peet kümmert. ❤️❤️
Hallo liebe Katzen Engel,

Danke für deine Worte! Leider zeigt/zeigte Peet nie Anzeichen oder Vorwarnungen es passierte zumindest bei uns jedes mal aus dem Nichts. Ich kann mal kurz zwei Angriffe schildern vielleicht könnt ihr etwas daraus deuten was wir übersehen haben.

Vorfall 1:
Ich lag auf der Couch und war am lesen. Peet lag eingekuschelt und schlafend bei mir. Es war ruhig keine Musik kein Fernsehen. Mit einem Mal riss er den Kopf hoch, sprang auf seine Beine, fuhr herum und sprang mir knurrend und kreischend ins Gesicht, mit ausgefahrenen Krallen. Er fügte mir eine klaffende Wunde an der rechten Wange zu, die genäht werden musste, eine lange Wunde von der Augenbraue bis unters Lid das haarscharf am Auge vorbei glitt ich würde sagen keine 2 mm, ich hab eine Narbe wie “Scar“ aus könig der Löwen. Und er biss mir in die Nase.

Vorfall 2:
Mein Mann arbeitete am Rechner und Peet kam wie angestochen ins Büro, knurrend und sprang ihn sofort an als mein Mann sich umdrehte um zu checken was der Grund für Peets Ärger ist. Er biss sofort mit voller Kraft zu. Flog dann durch den Reflex meines Mannes quer durch den Raum (etwas übertrieben) Ende vom Lied mein Mann musste ins Krankenhaus, die Hand musste genäht und geschient werden. Peet blieb unverletzt.

Wir haben ihn trotzdem lieb auch wenn er gefährlich sein kann...
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #19
Hallo liebe Katzen Engel,

Danke für deine Worte! Leider zeigt/zeigte Peet nie Anzeichen oder Vorwarnungen es passierte zumindest bei uns jedes mal aus dem Nichts. Ich kann mal kurz zwei Angriffe schildern vielleicht könnt ihr etwas daraus deuten was wir übersehen haben.

Vorfall 1:
Ich lag auf der Couch und war am lesen. Peet lag eingekuschelt und schlafend bei mir. Es war ruhig keine Musik kein Fernsehen. Mit einem Mal riss er den Kopf hoch, sprang auf seine Beine, fuhr herum und sprang mir knurrend und kreischend ins Gesicht, mit ausgefahrenen Krallen. Er fügte mir eine klaffende Wunde an der rechten Wange zu, die genäht werden musste, eine lange Wunde von der Augenbraue bis unters Lid das haarscharf am Auge vorbei glitt ich würde sagen keine 2 mm, ich hab eine Narbe wie “Scar“ aus könig der Löwen. Und er biss mir in die Nase.

Vorfall 2:
Mein Mann arbeitete am Rechner und Peet kam wie angestochen ins Büro, knurrend und sprang ihn sofort an als mein Mann sich umdrehte um zu checken was der Grund für Peets Ärger ist. Er biss sofort mit voller Kraft zu. Flog dann durch den Reflex meines Mannes quer durch den Raum (etwas übertrieben) Ende vom Lied mein Mann musste ins Krankenhaus, die Hand musste genäht und geschient werden. Peet blieb unverletzt.

Wir haben ihn trotzdem lieb auch wenn er gefährlich sein kann...
Das hört sich echt sehr "schlecht" an... wenn Verwarnungen da wären könnte man dementsprechend reagieren und eventuell Angriffe verhindern.. aber so? 😐
 
  • Peet und seine Autoimmunerkrankung // sterben auf Raten Beitrag #20
Mir bleibt dann nur die Daumen für Euch und Peet zu drücken. 🍀🙏

Alles Liebe
Melanie
 
Thema:

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