Indem man zum Beispiel mal in den Duden schaut:
"wissen: durch eigene Erfahrung oder Mitteilung von außen Kenntnis von etwas, jemandem haben, sodass zuverlässige Aussagen gemacht werden können"
ich habe aufgrund der Mitteilung der TE die Kenntnis, dass sie in mindestens einem Punkt meiner Definition von "erfahren" widerspricht.
Diese Kenntnis habe ich nicht aufgrund von Vermutungen oder Vorurteilen, sondern anhand einer klaren, selbst geschriebenen Mitteilung. "Schwarz auf weiß" bzw. in diesem Fall weiß auf rot in diesem Forum nachlesbar.
wissen
Somit ist die Definition von "Wissen" erfüllt, da ich aufgrund meiner Definition von "erfahren" und der Mitteilung von außen Kenntnis darüber habe, dass meine Definition nicht erfüllt ist.
Eine Vermutung wäre:
"vermuten: aufgrund bestimmter Anzeichen der Meinung sein, glauben, dass sich etwas in bestimmter Weise verhält".
Es ist hier aber nicht nur meine Meinung, sondern eine ganz klare, objektiv überprüfbare Definition auf der ich meine Kenntnis aufbaue, die zudem auch von Personen, die ich als fähig das zu beurteilen, bestätigt wurde. Außerdem habe ich hier nicht nur "Anzeichen" sondern eine ganz klare Aussage, die mich zu meiner Beurteilung der Erfahrenheit bringt.
Ein Vorurteil hingegen wäre:
"ohne Prüfung der objektiven Tatsachen voreilig gefasste oder übernommene, meist von feindseligen Gefühlen gegen jemanden oder etwas geprägte Meinung "
-> Die Tatsachen (in diesem Fall meine Definition und die Aussage der TE) sind beides objektiv überprüfbar, die Meinung ist nicht voreilig sondern anhand mehrerer Aussagen wohlüberlegt und nicht von feindseligen Gefühlen begleitet. Im Gegenteil meine Aussagen beruhen rein auf für jede Person, die meine Definition von "erfahren" kennt, sehr gut überprüfbar.
In diesem Fall kann ich aufgrund der objektiven Kriterien also durchaus eine Grenze zwischen Wissen, Vermutung und Vorurteil ziehen, zumindest insofern ich der TE nicht unterstelle gelogen zu haben und ihre Äußerungen als wahr annehme. Einfach weil ihre eigenen Aussagen wortwörtlich (und nicht subjektiv interpretiert) meiner Definition widersprechen.