Hallo zusammen, gestern habe ich erfahren, dass mein Kater Pinsel, 8 Jahre alt, Mischling unbekannter Herkunft (Mutter Bauernkatze, Vater Streuner) PKD - also polyzystische Nieren hat, was wohl auch schon massive Auswirkungen hat, denn es geht ihm seit Tagen richtig schlecht. Wir waren Montag das erste Mal beim Tierarzt, weil er nichts mehr fressen mag, sich das Fell auf dem Rücken ausrupft und sehr dünn geworden ist. Verdacht auf starke Verstopfung (deutlich zu fühlen), Paraffin und Lactulose, Dienstag früh hat er das erste Mal wieder mit Appetit gefressen, Mittwoch schon wieder nicht. Wieder Tierarzt, der sagte, Medizin wieder absetzen, Donnerstag ging es wieder etwas besser, Freitag Nacht hat er sich dann wieder massiv Fell ausgerissen, also wieder zum Tierarzt, dann Röntgen, Ultraschall, Blutlabor. Ergebnis: extrem vergrößerte Nieren angefüllt mit dicken Zysten auf beiden Seiten. Das hat wohl die Verstopfung ausgelöst. Laborwerte waren noch nicht sehr dramatisch, aber TÄ meinte, das würde auch erst im Blut sichtbar, wenn die Niere über 60% geschädigt sei. Sie hat ihm jetzt erst mal Schmerzmittel gegeben, da er aktuell wirklich sichtlich leidet. Ist aber natürlich eher kontraproduktiv für die Niere. Verstopfung hat er auch schon wieder. Fressen mag er nicht wirklich, leckt mal am Gelee, das Nierenfutter lehnt er komplett ab. Wird schon panisch, wenn ich mit den Spritzen für Paraffin oder Schmerzmittel komme, um sie ihm ins Maul zu geben. Er ist exzessiver Freigänger, der geht zuhause noch nicht mal aufs Katzenklo, Tierärztin hätte gern Urin, dazu muss ich ihn einsperren, der dreht hier völlig ab. Er kuschelt zwar sehr gerne mit mir auf dem Sofa und nachts im Bett, aber er will auch raus können. Was für Aussichten hat der kleine Kerl noch auf ein für ihn lebenswertes Leben? Mit Schmerzen, Verstopfung, ständigen Medikamentengaben? Heute morgen hat er sich übergeben, die Augen tränen, das ist doch alles ein Zeichen dafür, dass es ihm einfach mies geht. Ich kann mir zwar absolut nicht vorstellen, ohne ihn zu sein, da er mein absoluter Seelenkater ist, aber ich will auch auf keinen Fall, dass er leidet, das bin ich ihm schuldig, dass er dann erlöst wird... Hat jemand Erfahrungen damit, dass nach einem so massiven Ausbruch das noch mal besser wird? Bin einfach sehr unglücklich und ratlos...