Nein, die Kitten sind nicht gefährdet. Meine Katze ist ganz oft getestet. Wenn sie bis jetzt nichts bekommen hat, bekommt sie auch nichts mehr, es sei denn ich hätte gleich zwei statistisch sehr seltene Fälle von Regressorkatzen. Trotzdem möchte ich aus einem Übermaß an Vorsicht keinen Stress für sie. Was die Kitten angeht, die würde ich eher "retten", da sie aus einer "schlechten" Haltung kommen und sonst eher auch in "schlechte" Haltung gehen. Deswegen fühle ich mich irgendwie verpflichtet, sie zu nehmen. Meine Hauptverpflichtung sehe ich aber meiner Katze gegenüber und ich wollte fragen, ob es Erfahrungen gibt, denn ich weiß nicht ganz, wie sie reagieren wird. Ich grübele und grübele, ob sie spielen werden oder sich hassen werden und wie die Kitten sich hier einfügen werden. Und ob ein Kitten oder zwei. Oder gar keins.
@Julia: Wenn du eine Quelle hast, dann ist das ja hoffentlich eine medizinische Studie oder ein medizinischer Artikel und nicht eine Behauptung in einem Forum.
" 30-50% der infizierten Katzen produzieren daraufhin Antikörper und schaffen es das Virus erfolgreich zu bekämpfen, noch bevor es sich im Körper ausbreitet („Virämie“). Tiere denen dies gelingt nennt man „Regressorkatzen“. Bei ihnen kann kein Virus, aber viele Antikörper dagegen nachgewiesen werden.
Schaffen Katzen nicht sich gegen das Virus zu wehren, kommt es zur Virämie, bei der sich Viren mit Immunzellen im Blut ausbreiten. Ab diesem Zeitpunkt scheiden Katzen Viruspartikel mit dem Speichel aus und erscheinen im Schnelltest, bei dem das Virus selbst nachgewiesen wird, positiv.
Nach ca. 3 Wochen erreichen die Viren auch das Knochenmark. Auch jetzt noch kann die Infektion erfolgreich bekämpft werden, sodass die Virämie nur vorübergehend („transient“) ist. Eine komplette Erregerelimination ist zu diesem Zeitpunkt aber vermutlich nicht mehr möglich, sodass Viren zurück bleiben die u.U. zu einem späteren Zeitpunkt noch zu Krankheitsanzeichen führen können. Man nennt dies „latente Infektion“. Bei betroffenen Katzen ist kein Virus mehr, aber viele Antikörper nachweisbar.
Sind 16 Wochen nach der Infektion immer noch Viren beim Test nachweisbar spricht man von einer sogenannten „persistierenden“ Infektion, die in der Regel lebenslang bestehen bleibt und nun nicht mehr bekämpft werden kann. Von da an sind alle „Antigentests“ (Nachweis von Viren selbst) immer positiv.
In seltenen Fällen kann auch eine sogenannte „atypische Form“ auftreten in der nur bestimmte Organe infiziert sind. Solche Katzen können, aber müssen im Test nicht positiv sein."
Gleich mehrere Hinweise darauf, wieso eine negative Katze dennoch infiziert sein kann. Und wenn das Virus inaktiv ist, kann es dennoch wieder ausbrechen.
Leukämie bei der Katze - FeLV | AniCura Deutschland
Hier auch nochmal:
"Ein Trost ist, dass die meisten ausgewachsenen Katzen mit dem Virus fertig werden. Ihr Immunsystem kann das Virus aus dem Körper eliminieren und eine Immunität gegen eine erneute Infektion entwickeln. Anderen Katzen gelingt es, das
FeLV in Schach zu halten. Sie werden zwar nicht krank, können das Virus auf der anderen Seite auch nicht loswerden, es "versteckt sich” in den Zellen verschiedener Gewebe und kann bei handelsüblichen Tests nicht nachgewiesen werden. Infizierte Katzen, bei denen das Virus nicht nachweisbar ist, sind – solange ihr Immunsystem intakt ist – in der Regel auch keine Gefahr für andere Katzen. Das ändert sich schlagartig bei der geringsten Schwächung des Immunsystems (z.B. durch Stress, Trächtigkeit oder eine Krankheit)."
Leukose & FeLV bei Katzen
Also ich würde da sehr wohl von einer Gefährdung sprechen, nachdem die Katze lange Zeit mit einer
FeLV-positiven eng zusammengelegt hat.
Edit: Beleg korrigiert