@Mellandra: Ich habe doch eine negative Katze. Kein Tierarzt sieht meine Katze als bedroht. Nur ich bin immer so vorsichtig wie nur möglich und gehe prophylaktisch immer vom Schlimmsten aus, um für alle Eventualitäten rechtzeitig innerlich gewappnet zu sein. Ich war zu den PCRs in unterschiedlichen Praxen, weil ich mich geschämt habe, Tierärzte merken zu lassen, dass ich die Katze so viel teste. Schon nach dem ersten Elisa hat die Praxis mir gesagt, die Katze ist gesund und als ich um einen PCR bat fragten sie, wieso. Und ich wohne in einer größeren Stadt. Es ist also nicht so, dass ich mich über die gängige tiermedizinische Meinung hinwegsetze. Das Risiko ist ganz gering. Ich habe nur eine Angsterkrankung - Selbstdiagnose - und mache alles ganz genau. Dass ich dafür aber quasi bestraft werde ist nicht ganz fair. Ich hatte aus Interesse bei Tierarztpraxen in mehreren Gegenden in Deutschland angerufen und unter einem Vorwand gefragt, wie es um die Möglichkeit von Tests und die Prävalenz von FeLV dort so steht. Ergebnis meiner kleinen Recherche war, von den getesteten Freigängerkatzen sind überall ca. 5% akut virämisch. Und die Praxen meinten aber, die Tests sind schlecht nachgefragt. D.h. die meisten Katzen werden nie getestet. Viele Besitzer haben von Tests noch nie was gehört und beim Tierarzt wurde es mir früher auch noch nie von selbst angeboten. D.h. von den wenigen getesteten Freigängerkatzen sind es ca. 5% akut ansteckend. Da es eine vorübergehende und eine persistierende Form gibt, sind davon manche nur 4-6 Wochen akut ansteckend und werden genau da getestet. Da kannst du dir vorstellen, wie viele Katzen es gibt, die wie meine schon einmal Kontakt mit FeLV hatten, eine Infektion hinter sich haben und eine Resistenz gebildet haben. Ich habe doch Wohnungskatzen, ganz behütete. Andere Leute lassen ihre Katzen in den Freigang. Das Risiko ist also überall. Es geht nicht speziell von meiner negativen Katze aus, weil sie eventuell um die Ecke vielleicht. Natürlich, weil das meine Katze ist, und ich immer so pedantisch bin, mache ich mir mega den Kopf. Aber die Katze ist nicht mal erkrankt, als ihre virämische Schwester mit ihr den Napf geteilt hat. Und außerdem würde ich die Kitten gegen FeLV impfen lassen. Und man kann bei FeLV ja auch gegensteuern mit Interferon. Bei meiner anderen war es nur leider schon zu spät. Bei regelmäßigen Tests und daraufhin Interferon, solange die Katze noch in der Anfangsphase und symptomfrei ist sind die Heilungschancen ganz gut. Ich bin also nicht besonders fahrlässig, sondern besonders genau.
@Emil: Die Kitten sind ja getestet, auf meine Kosten. So kommen auch die 500 Euro Gesamtkosten zustande.