'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft

Diskutiere 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Annikki, wir weisen immer wieder darauf hin, einen SERIÖSEN Vereinszüchter zu unterstützen, wenn es denn ein Rassekätzchen (oder 2 odr 3) werden...
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.061
Annikki, wir weisen immer wieder darauf hin, einen SERIÖSEN Vereinszüchter zu unterstützen, wenn es denn ein Rassekätzchen (oder 2 odr 3) werden soll. Ein Stammbaum ist da nichts weiter als die Grundvoraussetzung. Ohne Stammbaum kann eine Katze nicht seriös gezüchtet worden sein, mit Stammbaum aber durchaus unseriös. Deshalb: Augen auf beim Katzenkauf (ich hasse das Wort "Kauf" bei Lebewesen, aber was anderes das sich reimt, fällt mir nicht ein).

...........



Nicht falsch, aber dennoch kann man an einem Menschen die Ethnie genetisch bestimmen. Frag mal nen Antropologen. Spezies Mensch aber Ethnie/Rasse (das Wort mag ich bei Menschen nicht). Das ist ein Unterschied. (Nationalität ist noch mal was anderes, weil Ethnien ja innerhalb der Nationalitäten gemisch sind). Und wenn nun ein Flüchtlingskind ohne Pass und ohne Möglichkeit, eine Herkunft zu benennen, gefunden wird, dann wird auch geschätzt und durch Experten versucht zu bestimmen, wo dieses Kind herkommen könnte. Bei Menschen ist das sogar genetisch bestimmbar.

Kurz dazu: Natürlich kann man anhand eines Skelletts zB optisch festlegen, ob die Katze eher einer stabilen Rasse angehörte oder einer Schlanken, eher groß oder klein war und eher lang oder kurz im Rücken. Man kann aber weder das Haarkleid, noch die Fell- oder Augenfarbe festlegen. Man kann nicht sagen: diese Katze mit den stabilen Knochen war ein BKH. Diese mit dem leichten Körperbau war ein Siamese. Und diese hier, die war eine Don Sphynx.

Genauso kann man sagen: Dieser Schädel gehört eher zu einem Menschen kaukasischen Ursprungs, jener zu einem negroiden Ursprung und wiederum dieser zu einem Menschen mongolischen Urpsrungs. Ob der Schädel mongolischen Ursprungs nun zu einem Deutschen gehört, dessen Familie seit 300 Jahren hier lebt, ist damit aber nicht bewiesen. Dazu braucht es den Stammbaum bzw den Pass. Verstehst du, was ich damit meine?
 
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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.062
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.063
ja stulle, ich weiss, dass ihr das macht. :oops:

ich wollt nur mal anmerken, dass es für oberflächliche leser, nicht ganz so rüberkommt, wie es gemeint ist.
man wird da ja oft betriebsblind, meint es gut und ja auch richtig...
aber es kommt was anderes an

ja, dagegen kann man wenig tun. meine idee war halt, mehr darauf "herumzureiten", dass zwar stammbaum wichtig ist, aber nen ticken wichtiger das seriöse.
ich kanns wohl schlecht erklären, da bin ich bekannt für hihi.

lieber TE, coole katze, lt definition ohne stammbaum keine rassekatze, aber aussehen ist gut zu erkennen ;-)

was aber ganz wichtig ist, was viele nicht wissen, sind die untersuchungen, bla bla bla
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.064
Ich verstehe, was du sagen möchtest und kann das auch nachvollziehen. Das Problem ist, dass niemand ungefragt Infos bekommen möchte :cool: Wenn also jemand fragt welcher Rasse seine Katze angehört, will er nichts zu Vorsorgeuntersuchungen lesen sondern nur, welcher Rasse seine Katze angehört. Ein Forum ist keine Frage-Antwort-Maschine, daran denkt aber auch nicht jeder. Klar, die Katze ist dann eine EHK in Kurz- oder Halblanghaar und Farbe xy und keine Rassekatze, aber das reicht den meisten schon um sauer zu werden. Ist halt irgendwie auch blöd nicht das zu lesen, was man erwartet ^^
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.065
Warum dürfen seriöse Züchter eigentlich eine Rasse *verändern* ?
z.B. Perser
Die werden immer weiter und weiter ohne Nase gezüchtet. Das Tier leidet, ist nicht gesund und quält sich.
Das Tier hat einen Stammbaum, wurde von A-Z durchgecheckt und ist trotzdem krank.

Das hat mit verantwortungsvoller Zucht (in meinen Augen) nix zu tun. Trotzdem wird da nix gesagt.

Sorry, aber da ist manch eine Bauernhofkatze gesünder.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.066
MANCH eine. Genau. Die breite Masse ist es aber eben nicht bzw stirbt an Krankheiten, bevor man überhaupt von solchen Themen sprechen kann als baby.

Ich persönlich würde niemals einen Perser kaufen. Wenn eine Katze sich nicht mehr selbst pflegen kann, die Schnute dermaßen deformiert ist, dass fressen schwer fällt, dann ist das in meinen Augen nicht im Sinne des Tieres.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.067
Aber warum darf er sich dann als seriöser Züchter ausgeben und ist nicht ein Vermehrer ?

Ich finde, man sollte die Rassen, so wie sie sind und/oder einmal waren züchten. Alles andere dürfte nicht mehr sein und darf auch nicht unter Zucht laufen /als Rassekatze bezeichnet werden.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.068
Das Problem ist, dass niemand ungefragt Infos bekommen möchte

Wieso das denn? Dann wäre es in der Tat nur eine "Frage-Antwort-Maschine".
Etwa: Frage: Welche Sorte Katze? Hat folgende Merkmale. Antwort: EHK. Fertig.

Wenn also jemand fragt welcher Rasse seine Katze angehört, will er nichts zu Vorsorgeuntersuchungen lesen sondern nur, welcher Rasse seine Katze angehört.

Doch! Wenn damit verbunden häufig typische Krankheiten (weiße Katze -> erhöhte Wahrscheinlichkeit von Ertaubung) verbunden oder zu erwarten sind,
Die „Rasse“ an sich ist in diesem Fall dabei unwichtig

Ein Forum ist keine Frage-Antwort-Maschine, daran denkt aber auch nicht jeder. Klar, die Katze ist dann eine EHK in Kurz- oder Halblanghaar und Farbe xy und keine Rassekatze, aber das reicht den meisten schon um sauer zu werden. Ist halt irgendwie auch blöd nicht das zu lesen, was man erwartet

Klar, man wollte einen Lamborghini, eine hippe Nobelkarosse zum Teitafahren, hat aber einen Dacia bekommen. Kranke Denke!

Ich würde niemals eine Rassekatze "KAUFEN", ich adoptiere ein Wesen, unabhängig von seiner 'Rassen'zugehörigkeit, mit bestimmten Charaktereigenschaften; ich würde den Verkäufer einer "Rassenkatze" nach seinem Stammbaum fragen, und der müßte lückenlos bis zum 10th Jahrhundert vorliegen, mindestens, bevor ich hm die Seriosität (was auch immer das in diesem Zusammenhang sein mag) abnehme.
 
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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.069
Gefunden :)

Das nennt man Konsequenz - was für A gilt, gilt auch für B. Aufklärung macht nicht vor denen Halt und sollte es auch nicht, die sich - aus welchen Gründen auch immer - nicht dafür interessieren. Und JEDER, der selber aufgeklärt ist oder worden ist, kann das Wissen entsprechend weitergeben (Multiplikatoren) - und je MEHR Menschen zu denen gehören, die aufgeklärt sind, desto mehr erreicht man auch außerhalb des Forums (wohin das Ganze ja hauptsächlich führen soll!). Jeder, der bei der Nachbarin das mal erklärt, der beim Arbeitskollegen das mal fallen lässt, der ... ist einer mehr, der hilft, der etwas in den Köpfen bewegt. Und NUR, wenn sich in den KÖPFEN der Menschen etwas ändert, kann sich auch langfristig etwas für die Tiere ändern.

Und noch mal: Wenn ich bei A etwas "durchlasse", was ich bei B "verteufele", dann handle ich inkonsequent und unlogisch und das hilft niemandem. .


Diese Aussage lässt mich etwas stutzig werden.
Wenn ich beim Vermehrer es nicht durch lassen kann, eine Perser ohne Nase zu "züchten" und zu verkaufen, warum darf denn dieses ein Züchter ?
Beide Tiere sind nicht gesund und eine Qualzucht.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.070
Wieso das denn? Dann wäre es in der Tat nur eine "Frage-Antwort-Maschine".
Etwa: Frage: Welche Sorte Katze? Hat folgende Merkmale. Antwort: EHK. Fertig.



Doch! Wenn damit verbunden häufig typische Krankheiten (weiße Katze -> erhöhte Wahrscheinlichkeit von Ertaubung) verbunden oder zu erwarten sind,
Die „Rasse“ an sich ist in diesem Fall dabei unwichtig



Klar, man wollte einen Lamborghini, eine hippe Nobelkarosse zum Teitafahren, hat aber einen Dacia bekommen. Kranke Denke!

Ich würde niemals eine Rassekatze "KAUFEN", ich adoptiere ein Wesen, unabhängig von seiner 'Rassen'zugehörigkeit, mit bestimmten Charaktereigenschaften; ich würde den Verkäufer einer "Rassenkatze" nach seinem Stammbaum fragen, und der müßte lückenlos bis zum 10th Jahrhundert vorliegen, mindestens, bevor ich hm die Seriosität (was auch immer das in diesem Zusammenhang sein mag) abnehme.

Ich habe die Zitate nun nochmal korrekt dargestellt. Da wir ja in letzter Zeit doch "etwas" Diskussionen deshalb hatten, würde ich dich bitten das zu beachten.

Nun aber zu Inhalt: Wie oft wird denn geschrieben, dass man nur eine Antwort auf seine Frage haben will und sonst nichts? Ich geb dir nen Tipp: oft. Sehr oft sogar. Es will niemand wissen, was Ambach ist. Nur auf Nachfrage.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.071
@ Finny
Natürlich endet der evolutionäre Stammbaum spätestens bei der Subspecies, denn alle Individuen einer Species sind vorbehaltlos untereinander kreuzbar, folglich eben auch alle Rassen dieser Species untereinander (mit gewissen Einschränkungen, Vater Schäferhund x Mutter Zwergspitz gibt räumliche Probleme). Ebenso ist es Fakt, dass bei Kreuzungen innerhalb einer Rasse die rassetypischen äußeren Merkmale bei allen Nachkommen vorhanden sind. Wenn bei Coonie x Coonie (und ohne Fremdgang) was Kurzhaariges rauskommt, ist eben bezüglich der Coonie-Merkmale ein Elternteil heterozygot. Das ist ganz fatal, und macht euch bitte nichts vor: Bei teuer zu verkaufenden Rassekitten mit Stammbaum ist da ebenso wie auch bei Rassehundezucht die Regentonne in Armreichweite.

Übrigens ist es biologisch völlig korrekt, den Rassebegriff auch für Menschen anzuwenden (nur in Deutschland ist er etwas "verbrannt"). Ich kann auch ohne seinen Pass jeden nicht allzu großen Menschen mit fehlenden Überaugenwülsten und Lidfalte als Ostasiat erkennen, und nach Paarung von Neg** x Neg** kommt bestimmt kein keltisches Baby raus.

Und würde irgend jemand behaupten, der maximalpigmentierte Krauskopf aus dem Kongo sei gar kein Neg**, weil er keinen Stammbaum hat?
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.072
Stulle

Formatierung Zitate: Müssen klar als solche erkennbar sein! Beispiele:
Zitat von xyz: „Dieses ist eine gängige, anerkannte Form in Foren“ Ende Zitat;

Oder „Dieses ist ein Zitat“[Quelle]
Und am Ende dann[Quelle]


Wenn also jemand fragt welcher Rasse seine Katze angehört, will er nichts zu Vorsorgeuntersuchungen lesen sondern nur, welcher Rasse seine Katze angehört.
Wenn also jemand fragt welcher Rasse seine Katze angehört, will er nichts zu Vorsorgeuntersuchungen lesen sondern nur, welcher Rasse seine Katze angehört.
Doch! Wenn damit verbunden häufig typische Krankheiten (weiße Katze -> erhöhte Wahrscheinlichkeit von Ertaubung) verbunden oder zu erwarten sind,
Die „Rasse“ an sich ist in diesem Fall dabei unwichtig
Ich habe die Zitate nun nochmal korrekt dargestellt.
Ansonsten eine Frage der Ästhetik. Mag diese Klötze nicht. Und wenn schon Klötze, alle relevanten Zitate, auch verschachtelt.


Zitat von Stulle: „Wie oft wird denn geschrieben, dass man nur eine Antwort auf seine Frage haben will und sonst nichts?“ Zitat Ende.

Diese Bitte ist doch mehr als verständlich. Zur Sache (konkrete Fragen oder Probleme) passende Antworten sind eigentlich selbstverständlich. Aber wenn das mit persönlichen Attacken und Anfeindungen ausufert und das eigentliche Thema nicht mehr erkennbar ist, wohl in der letzten Zeit hier auch (habe es aber nur am Rande mitbekommen, meine Prioritäten liegen nun doch anders), sollte man einen Schlußstrich ziehen. Obwohl ich kontroversen Diskussionen sehr wohl was abgewinnen kann, aber biete mir etwas Stil.

Nebenbei auch kein Alleinstellungsmerkmal dieses Forums. Zu einem mir sehr wichtigen Thema in einem anderen Forum sind verschiedene Threads geöffnet worden, wobei einer mit einer 3stelligen Anzahl von „Antworten“ dadurch auffällig war, dass auf die gestellte Frage nicht ein einziges Mal (!) konkret eingegangen wurde. Nachdem ich das vermerkt hatte, war ich der letzte Schreiberling.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.073
Es war eben nicht ersichtlich, weil unter anderem ein Satz kursiv und mit Anführungszeichen markiert war, der nicht von mir stammte. Wirkte dadurch sehr wirr.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.074
[...]
Es kommt aber sehr oft hier so rüber, als ob alle gleich zu bewerten sind. [...]

(Anmerkung, da das Zitat recht kurz ist: es ging um das Thema, dass alle, die Katzen ohne Stammbaum vermehren, über einen Kamm geschert werden.

Vielleicht liegt das daran, dass, im Gegensatz zu der Diskussion hier gerade, die Gespräche nicht weitergehen, weil sie oft in völlig andere Bereiche abtriften und man dazu gar nicht mehr kommt.

Ihr hattet ja schon drüber gesprochen, aber ich möchte gerne auch etwas dazu sagen.
Das stimmt wirklich nicht. Hier wird nicht jeder, der schon einmal Katzen vermehrt hat gleich bewertet. Was von vielen gleich bewertet wird ist der Punkt, dass Vermehren nichts Gutes ist.
Ich weiß das so genau, weil auch ich selbst einen Upps-Wurf hatte, und ich wäre sehr traurig, wenn ich deshalb gleich als schlechter Mensch gesehen werden würde, dem seine Tiere egal sind. Das passiert hier aber nicht. Ich bin mir mit vielen anderen Usern hier im Forum einig darüber, dass so etwas nicht passieren sollte und dass es doch passiert ist, auf Versäumnissen meinerseits beruht. Ich hatte nie das Gefühl, dass dies nicht so akzeptiert wird und die anderen User mir nicht zugestehen, dass jeder Mensch Fehler machen kann und deshalb nicht gleich ein schlechter Mensch ist.

Natürlich gibt es Diskussionen, wenn jemand der Meinung ist, dass vermehren ohne Stammbaum schon ok ist, wenn man sich nur gut um die Katzen kümmert, weil dann eben zwei unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen, aber auch das bedeutet noch nicht, dass man das Gegenüber gleich als Person be(ver)urteilt.

[...]
Das find ich gefährlich. Ich für meinen teil weise also gern auf sowas hin und weniger auf den stammbaum. Denn sonst werden vereinszüchter unterstützt, die einfach für den poppes sind.
[...]

Das finde ich einen wichtigen Punkt, Annikki und super, wenn du das machst.
Ich für meinen Teil kann das eine vom anderen nicht trennen. Für mich geht seriös züchten nur mit Stammbaum (deshalb kann ich ihn nicht weglassen), aber du hast recht, wenn du schreibst, dass die Tatsache, dass er nicht alles ist, oft untergeht.
Ich glaube wir, die hier schon lange schreiben, haben uns so daran gewöhnt, was WIR unter seriöser Zucht verstehen (nämlich das ganze Drumherum-Paket bei einem Züchter, dass für mich als Käufer vertretbar und eben seriös sein muss; im Gegensatz zu einfach nur Zucht, die alle jene umfasst, die in einem Zuchtverein organisiert sind), dass wir allzu oft übersehen, dass ein Neuling hier die diese Unterscheidung so nicht mitgehen kann, weil er meint, wenn wir von seriöser Zucht sprechen, sei damit die Vereinszucht im Allgemeinen gemeint.

[...]
ich wollt nur mal anmerken, dass es für oberflächliche leser, nicht ganz so rüberkommt, wie es gemeint ist.
man wird da ja oft betriebsblind, meint es gut und ja auch richtig...
aber es kommt was anderes an [...]

Siehe oben. Da ist wahrscheinlich was dran und ich finde es super, wenn du, die du noch nicht so betriebsblind bist :mrgreen:, deinen Teil da mit einfließen lässt.

Warum dürfen seriöse Züchter eigentlich eine Rasse *verändern* ? [...]

Weil Zucht so funktioniert. Jeder Züchter hat ein Zuchtziel und versucht gewisse optische Merkmale (in seinen Augen) zu verbessern. Da kann man sicher drüber streiten, ob dass sein muss, ist aber wohl einfach Geschmackssache, was gefällt und was nicht. Schließlich hat die ganze Rassekatzenzucht so begonnen, dass man bestimmte optische Merkmale für schön hielt und versucht hat diese zu selektieren.

[...] z.B. Perser
Die werden immer weiter und weiter ohne Nase gezüchtet. Das Tier leidet, ist nicht gesund und quält sich.
Das Tier hat einen Stammbaum, wurde von A-Z durchgecheckt und ist trotzdem krank. [...]

Das finde ich auch nicht gut und ich bin froh, dass Zuchtvereine immer mehr darauf kommen, dass man bei aller Ambition der Züchter immer auch darauf schauen muss, dass die Tiere nicht krank gezüchtet werden (das ist zumindest mein Eindruck, dass hier ein deutliches Umdenken stattfindet).

[...]Das hat mit verantwortungsvoller Zucht (in meinen Augen) nix zu tun. Trotzdem wird da nix gesagt. [...]

In meinen Augen auch nicht, aber wie kommst du darauf, dass da nichts gesagt wird? Hast du mal in z.B. die Shottish Fold Threads rein gelesen? Wer hier sieht diese Zucht denn nicht als kritisch an? Wer hier behauptet, dass das wegzüchten der Nase bei Persern gut oder unterstützenswert sei? Ich habe das jedenfalls nirgends gelesen.
Jeder Mensch, der sich eine Katze aussucht bestimmt mit seiner Entscheidung wo er die Katze holt, wen er unterstützt und ich kann hier im Forum nicht sehen, wo diese Menschen sind, die "nix sagen" und solche Zuchten unterstützen.

[...] Wenn bei Coonie x Coonie (und ohne Fremdgang) was Kurzhaariges rauskommt, ist eben bezüglich der Coonie-Merkmale ein Elternteil heterozygot. [...]

Ähm, nein, wenn bei Coonie x Coonie was Kurzhaariges rauskommt, dann müssen die Gesetze der Genetik wohl neu geschrieben werden. Denn wenn ein Elternteil heterozygot bei dem Langhaargen ist, dann ist es kein Coonie und ist kurzhaarig.

[...]Das ist ganz fatal, und macht euch bitte nichts vor: Bei teuer zu verkaufenden Rassekitten mit Stammbaum ist da ebenso wie auch bei Rassehundezucht die Regentonne in Armreichweite. [...]

Ich weiß nicht was für Züchter du kennst, die die ich kenne würden dir bei einer solchen Unterstellung wohl ins Gesicht springen.

[...] Übrigens ist es biologisch völlig korrekt, den Rassebegriff auch für Menschen anzuwenden (nur in Deutschland ist er etwas "verbrannt"). Ich kann auch ohne seinen Pass jeden nicht allzu großen Menschen mit fehlenden Überaugenwülsten und Lidfalte als Ostasiat erkennen, und nach Paarung von Neg** x Neg** kommt bestimmt kein keltisches Baby raus.

Und würde irgend jemand behaupten, der maximalpigmentierte Krauskopf aus dem Kongo sei gar kein Neg**, weil er keinen Stammbaum hat?

Sorry, darauf gehe ich nicht ein.


Was ich ganz spannend finde ist, dass hier immer wieder erklärt wird, dass man die Rassen ja unterscheiden kann, der Stammbaum also für eine korrekte Zuordnung gar nicht wichtig ist.
Nur, Cooniefee, sieht dein Herzblatt eben noch nicht einmal wie ein Coonie aus. Vielleicht ist es doch nicht so ganz einfach die verschiedenen Rassen zu unterscheiden? Ich beschäftige mich viel mit Rassekatzen und Katzenrassen und ich traue mir das nicht zu. Also lasse ich es auch.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.075
Zitat Finny: Weil Zucht so funktioniert. Jeder Züchter hat ein Zuchtziel und versucht gewisse optische Merkmale (in seinen Augen) zu verbessern. Da kann man sicher drüber streiten, ob dass sein muss, ist aber wohl einfach Geschmackssache, was gefällt und was nicht. Schließlich hat die ganze Rassekatzenzucht so begonnen, dass man bestimmte optische Merkmale für schön hielt und versucht hat diese zu selektieren.

Dann komme ich noch mal auf den Hund, speziell den Modehund Mops: Dazu gab es neulich eine TV-Reportage. Verbandsengagierte Züchter veränderten das Zuchtideal so, dass die Möpse selbst einen kurzen Spaziergang nicht durchhalten, weil sie wegen fehlkonstruiertem Schädel ersticken. Portraitiert war eine Frau, die erst 1200 Euro für den jungen Mops und dann noch 1500 Euro obendrauf für eine Korrekturoperation zahlte. Sowas heißt Qualzucht! Qualzucht als Zuchtideal seriöser Züchter und Verbände?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.076
OT
Es war eben nicht ersichtlich, weil unter anderem ein Satz kursiv und mit Anführungszeichen markiert war, der nicht von mir stammte. Wirkte dadurch sehr wirr.

Bedankt; kann vorkommen; seh mir mein mit einem Nicht-WYSIWYG-Editor geschriebenes BlaBla mit eingebettetem BB-Code nicht an, sondern schick es so ab; muss ich mal demnächst drauf achten.
[/OT]
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.077
Dann komme ich noch mal auf den Hund, speziell den Modehund Mops: Dazu gab es neulich eine TV-Reportage. Verbandsengagierte Züchter veränderten das Zuchtideal so, dass die Möpse selbst einen kurzen Spaziergang nicht durchhalten, weil sie wegen fehlkonstruiertem Schädel ersticken. Portraitiert war eine Frau, die erst 1200 Euro für den jungen Mops und dann noch 1500 Euro obendrauf für eine Korrekturoperation zahlte. Sowas heißt Qualzucht! Qualzucht als Zuchtideal seriöser Züchter und Verbände?

Lies doch einfach weiter, was ich danach geschrieben habe.
Wo habe ich geschrieben, dass ich es ok finde, dass Tiere so gezüchtet werden, dass sie darunter leiden müssen? Im Gegenteil, ich habe Schneeleopard vollkommen zugestimmt, dass das ein No Go ist und auch darauf hingewiesen, dass das hier keiner unterstützt.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.078
[
Das finde ich auch nicht gut und ich bin froh, dass Zuchtvereine immer mehr darauf kommen, dass man bei aller Ambition der Züchter immer auch darauf schauen muss, dass die Tiere nicht krank gezüchtet werden (das ist zumindest mein Eindruck, dass hier ein deutliches Umdenken stattfindet).



In meinen Augen auch nicht, aber wie kommst du darauf, dass da nichts gesagt wird? Hast du mal in z.B. die Shottish Fold Threads rein gelesen? Wer hier sieht diese Zucht denn nicht als kritisch an? Wer hier behauptet, dass das wegzüchten der Nase bei Persern gut oder unterstützenswert sei? Ich habe das jedenfalls nirgends gelesen.
Jeder Mensch, der sich eine Katze aussucht bestimmt mit seiner Entscheidung wo er die Katze holt, wen er unterstützt und ich kann hier im Forum nicht sehen, wo diese Menschen sind, die "nix sagen" und solche Zuchten unterstützen.
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Warum werden denn solche Züchter überhaupt noch aufgenommen, wenn sie Katzen züchten, die krank sind /Qualzucht ?
Da müßte man schon umdenken und diese ausschliessen.
EIn Vermehrer würd ja auch nicht aufgenommen werden. Und für mich ist da schon fast kein Unterschied mehr, zwischen diesen Züchtern und Vermehrern.

Nein, ich bin nicht n Rassekatzenforen unterwegs. ;-)
Ich habe aber auch hier noch nicht mitbekommen, das ein Züchter hier angegangen wurde. Mag daran liegen, das hier jetzt nicht soviele sind.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.079
Stulle

Formatierung Zitate: Müssen klar als solche erkennbar sein! Beispiele:
Zitat von xyz: „Dieses ist eine gängige, anerkannte Form in Foren“ Ende Zitat;

Oder „Dieses ist ein Zitat“[Quelle]
Und am Ende dann[Quelle] [...]
Auch, wenn man so in wissenschaftlichen Arbeiten zitieren kann, ist dies in Foren sehr unglücklich, denn eine solch unglückliche Zitierung lässt den Zusammenhang einfach nicht klar ersichtlich werden und reißt die Zitate aus dem Kontext. Bei der korrekten Art zu zitieren kann man ohne Probleme nachvollziehen, woher das Zitat stammt, kann den gesamten Post und dessen Zusammenhang im Thread (ohne Suchen) problemlos nachlesen.

Deshalb sollte man doch die sehr gute Zitierfunktion des Forums nutzen.

Warum werden denn solche Züchter überhaupt noch aufgenommen, wenn sie Katzen züchten, die krank sind /Qualzucht ? [...]
Was eine Qualzucht ist und was nicht, regelt das Gesetz (und leider auch die Nachfrage durch die Kunden) - solange das das zulässt kann man da nicht viel tun, genau so wenig wie gegen Vermehrer.

Ich habe immer geschrieben, dass ich die Peak-face kritisch sehe (auch wenn es Ausnahmen gibt, aber die fallen leider eigentlich nicht ins Gewicht):

[...] Jede Perserkatze hat eine Nase und auch die Peakface-Katzen haben, wenn sie anständig gezüchtet werden, man also auf intakte Tränen-Nasenkanäle achtet, keine Probleme mit dem Atmen, wenn ich es auch hier durchaus hinterfrage, was das soll. [...]

Ich fordere schon seit Jahren einen "Züchter-" und "Haustierhaltungsführerschein" - leider wird das Utopie bleiben, um so wichtiger ist, dass WIR alle schauen, WEN man in seinem Tun unterstützt...

Und dazu zählen für mich z.B. keine Fold-, Manx-, Dackelkatzen- oder Peakface-Züchter.

[...] Vorweg: ich bin auch gegen Qualzucht, also gegen das bewusste Anzüchten von/Hinzüchten auf Merkmale(n), die den Katzen Schwierigkeiten machen. So sind peak-faces für mich ein absolutes No-Go! [...]

Nun, auch wenn ich der extremen Perserzucht allgemein kritisch gegenüberstehe, kenne ich Züchter, die es geschafft haben, Peak-face Perser zu züchten, bei denen der Tränen-Nasen-Kanal und die Atemwege völlig intakt waren, deren Augen also nicht tränten und die gut Luft bekamen. Schade, dass darauf heutzutage kein Wert mehr gelegt wird :cry:.[...]


Und @Annikki: Wie oft soll man es denn noch schreiben :cry::cry::cry:?

Und wieder sage ich - schaut euch nach 'seriösen' Vereinszüchtern um... Wer mir kein Gesundheitszeugnis für das Kitten anbietet, den würde ich nicht als seriös bezeichnen und bei dem würde ich zumindest auch keine Kitten kaufen.

Viele Käufer haben leider immer noch nicht begriffen, dass SIE eigentlich diejenigen sind, die den Markt bestimmen. Wenn sich die Leute mal informieren würden und darauf bestünden, dass z.B. bestimmte Gesundheitstest standardmäßig durchgeführt werden müssten und nicht mehr bei Leuten mit dubiosen 'Zuchtprkatiken' kaufen würden, gäbe es solche Vermehrer auch zunehmend weniger.
Wie Gesine schon schrieb, ziehen sich aber genau deshalb viele wirklich verantwortungsvolle Züchter aus dem Geschäft zurück, weil sie auf ihren gut sozialsierten und gesundheitlich hervorragend versorgten und gezüchteten Tieren sitzen bleiben bzw. sie selber behalten müssen, da sie keine geeigneten Adoptiveltern finden. Da es ihnen nicht egal ist, an wen sie die Tiere herausgeben (eben nicht 'aus-den-Augen-aus-dem-Sinn'), stellen sie, pflichtbewusst wie sie sind, lieber die Zucht ein, als den Markt weiter zu überschwemmen, was allerdings dazu führt, dass es immer mehr der Schmuddelzüchter gibt, denen vieles egal ist.

Es ist doch an UNS LIEBHABERN, diesen Kreis zu unterbrechen, aber wenn sich die Leute immer erst NACHDEM sie irgendwie reingefallen sind, erkundigen oder gar, wenn sie recht gesunde Kitten erhalten haben (denn schließlich hat nicht jeder Vermehrer kranke Tiere), das Ganze auch noch schönreden und sagen, Papiere für ihre 'Rassekatze' brauchten sie nicht, das sei ihnen nicht wichtig, wird sich daran nichts ändern.

Und noch einmal: Bitte sucht euch SERIÖSE Vereinszüchter (denn natürlich gibt es auch hier unseriöse, die unter dem Deckmäntelchen der Vereinszugehörigkeit ihre Spielchen treiben, zumal Verein nicht Verein ist!), erkundigte euch VOR der Anschaffung eines Tieres genau und FRAGT bei erfahrenen Menschen (z.B. in VERSCHIEDENEN Foren, glaubt nicht der ersten besten Internetseite, recherchiert) NACH, lieber einmal mehr!!!

Und schau mal hier:

Ein paar Gedanken zum Thema "RASSEkatzen" und deren Zucht
(hauptsächlich bezogen auf Orientalen)

Man mag meine meine -zugegeben- sehr krasse und "elitäre" Meinung zum Thema 'RASSEkatzenzucht' kritisieren, aber ich sehe das so: Um sich tatsächlich ernsthaft mit der gezielten Zucht eines anderen Lebewesens (und damit meine ich nicht die wahllose Vermehrung, weil "Kater und Katzen zusammen ja soooo schön aussehen") zu befassen, braucht man eine hohe menschliche (soziale und intellektuelle) Intelligenz, Verantwortungsgefühl und Geld.

Wer diese drei Komponenten nicht aufweisen kann, wird zu irgendeinem Zeitpunkt seiner "Zucht" an Grenzen stoßen, durch die das Tier Schaden nehmen wird.

Wer eine RASSEkatze (hier speziell Siam und OKH) haben will, sollte akzeptieren, dass zum Erhalt einer Rasse mehr nötig ist, als einen Kater/eine Katze, der/die so aussieht als könnte er/die mal einen siamesischen Vorfahren gehabt haben, aufeinander zusetzen und - wie schrieb es hier jemand mal so treffend? - "Look-a-like"s zu produzieren.

Und wer eine kauft, hat eine gewisse "Verantwortung" der Rasse gegenüber (dazu unten mehr).

Fundamentale und fundierte Kenntnisse in Genetik, Katzenaufzucht und -ernährung (und damit meine ich nicht Billigfutter-Kitten-Nahrung), medizinische Kenntnisse oder zumindest einen Tierarzt, der ständig (und damit meine ich auch nachts und in dessen Urlaub) ansprechbar ist, sowie das Geld, um auch einmal einen 10er Wurf komplett behandeln zu lassen, ohne sich damit in einen finanziellen Ruin zu stürzen, sind nur einige der grundlegenden Voraussetzungen für einen seriösen und ernsthaften Züchter. Wer das nicht annähernd gewährleisten oder bewerkstelligen kann, ist in der Rassekatzenzucht schlicht und ergreifend FEHL AM PLATZ!

Es geht hier nicht darum, auf einen Trabbi einen Mercedesstern zu pappen oder in ein in China produziertes Shirt ein gefälschtes Marken-Zeichen zu nähen: Es geht darum, das Original zu erhalten.

Ich kann einfach immer nur lachen, wenn darüber diskutiert wird, wie viel Papiere "kosten". Das Papier, auf dem der Stammbaum meiner Katzen steht, ist nicht viel Wert, für mich ist es ebenso unerheblich, was auf dem Stammbaum steht. Aber mir war es wichtig, dass die Katzen einen Stammbaum haben und zwar nicht, damit sie einen haben und ich gar damit angeben kann, sondern nur aufgrund der Tatsache, dass ich dann zu 99% sicher sein kann, dass sie seriös und damit gesund für Mutter UND Kitten gezogen worden sind - mit Sinn und Verstand. Wobei mal auch da genau hinsehen sollte, denn leider gibt es natürlich auch unter den Vereinszüchtern nicht nur seriöse.

Nur (und zwar ausschließlich!!) gute und seriöse Züchter tragen zum Erhalt einer Rasse bei, mag sein, dass auch andere schöne und gesunde Tiere vermehren (das will ich ja gar nicht ausschließen, auch ohne Papiere), aber diejenigen, die der Rasse wegen züchten, die Rasse, ihr Wesen, ihre Farben (z.B. Cinnamon) etc. voranbringen, DIE sollte man unterstützen und nicht solche, die eben nur mal so mit stammbaumlosen Katzen vermehren, weil "sie halt so schön aussehen" und weil man die Katzen danach gut an Liebhaber verkaufen kann (und selbst, wenn es nur der "Selbstkostenpreis" ist.
Trotzdem möchte ich gerne mal von einem Schwarzzüchter vorgerechnet bekommen, wie sie ihre Kitten für z.B. 250 Euro (oder weniger) vollgeimpft, gechipt evtl. frühkastriert und bestens ernährt nach 12 Wochen abegeben können - das müssen wahre Wohltäter der Nation sein, sie legen bei jeden Kitten mind. 100-150 Euro drauf und da darf das Kitten nicht einen Tag krank gewesen sein, erstaunlich!).

Das war das, was ich mit "Verantwortung" gemeint habe. Ich persönlich "brauche" wie gesagt auch keinen Stammbaum, meine Katzen sind alle kastriert, ich züchte nicht, obwohl ich viele lukrative Angebote hatte (gerade wegen der außergewöhnlichen Farben).

Ich liebe sie auch so und kämen sie aus der Mülltonne, aber ich habe mich genau in DIESE Rasse verguckt und wenn ich eine SOLCHE RASSEkatze haben will (und nur darum geht es - um RASSEtiere, die bestimmte Merkmale der Rasse aufweisen sollen), kann es nur den einen anständigen Weg geben:

Ich unterstütze einen Züchter, der in einem Verein ist und sich dessen STRENGEN Zuchtregeln unterwirft (z.B. Kitten nicht, egal, was passiert (!), vor der 12. Lebenswoche abzugeben, Kitten nicht ungeimpft abzugeben, nur genehmigte Verpaarungen innerhalb der Rasse einzugehen undundund), der sich kontrollieren lässt (u.a. vom Gesundheitsamt), dessen Kitten in einem großen Familienverband aufwachsen und voll sozialisiert sind, der seine Kitten rund um die Uhr, auch wenn die Mutterkatze krank ist oder nicht genug Milch hat, versorgt (meine Züchterin hat bei einigen Würfen zufüttern müssen, alle zwei Stunden, Tag und Nacht, tagelang!!)

UND

- und jetzt kommt das Entscheidende, denn theoretisch könnte das ein "stammbaumloser" Vermehrer auch, wenn er es anständig macht -

DER DIE RASSE MIT SEINER ZÜCHTERISCHEN TÄTIGKEIT VORAN BRINGT:

Der nämlich in der Lage ist, seine RASSEtiere anderen Züchtern für deren Zuchtprogramme zur Verfügung zu stellen. Kein stammbaumloser Vermehrer kann das, da seine Tiere aus gutem Grund zur Zucht nicht zugelassen sind. Das heißt, gäbe es nur noch Leute, die bei Vermehrern kauften, gäbe es bald, so in 20-30 Jahren, keine Tiere der Rasse Siam/Orientalen mehr.

Alle Tiere würden anders aussehen, weil sie ja jeder, wie er gerade Lust hat, mit anderen Tieren verpaart hat. Nicht böse sein, aber z.B. eine Verpaarung Thaimix und Balinese oder Maine Coon, wie bei einigen Schwarzzüchtern Gang und Gäbe würde dazu führen, dass aus den Kitten der nächsten und übernächsten Generation wahrscheinlich Katzen werden, die irgendwann alle wie Hauskatzen aussehen, das Maskengen fiele vielleicht irgendwann mal weg, die Halblanghaarigkeit würde vielleicht noch etwas länger mitgeschleppt werden, aber im Grund haben wir in 5-10 Generationen nichts mehr, was noch der Siamkatze/Thaikatze, meinetwegen auch Maine Coon oder Perser entspräche, nur noch ein wildes Kuddelmuddel und buntgescheckte Einheitskatzen mit mal mehr oder weniger langen Ohren, Fell, Schnauzen und Schwänzen. Es mag Menschen geben, die das nicht schlimm finden, ich schon, denn ich liebe die Vielfalt der Rassen - nicht nur bei Katzen!

Daher ist es so wichtig, wenn man sich tatsächlich eine RASSEkatze, WEIL man sie vom Aussehen und Charakter so toll findet, anschaffen will, auch dafür Sorge zu tragen, dass diese Möglichkeit auch anderen Menschen zu teil werden kann (und nicht "nach mir die Sintflut" ) und das geht nur, wenn man anständige Zuchtprogramme bei seriösen Zuchten unterstützt - und ja, so etwas und die Katzen kostet/kosten ein bisschen mehr, als sie "Fritz" um die Ecke anbieten kann, aber warum das so ist, kann jeder, der das will, an verschiedensten Stellen im Internet nachlesen und auch auf Nachfrage bei jedem seriösen Züchter erfragen.

Ich hoffe, es ist klar geworden, dass "einen Stammbaum haben" nichts Schlechtes oder gar Arrogantes ist, sondern, dass darin ein Schatz für den Erhalt einer Rasse liegt und dass jeder, der diese (oder eine) Rasse liebt, mit daran arbeiten sollte, dass diese Rasse erhalten bleibt und sich auch noch Generationen nach uns daran erfreuen können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der, dass sich seriöse Züchter auch mit dem Wesen ihrer Katzen auskennen und sich darum sorgen, wie es nach ihrem Aufenthalt im Züchterhaushalt weitergeht. Aspiranten werden -in der Regel (leider gibt es überall Ausnahmen)- auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie ein Kitten erhalten und das durchaus auch mit zeitlichem und finanziellem Aufwand (Besuche etc.). Man sorgt in der Regel auch dafür, dass kein Kitten in "Einzelhaft" gerät.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Orientalen äußerst soziale Tiere sind und nicht als Einzeltiere gehalten werden sollten, man wird diese Hinweise in sämtlicher Fachliteratur - die man sich als Liebhaber, der sich ein Tier diese Rasse anschafft hoffentlich VOR Anschaffung des Tieres gelesen hat - finden.

Auch das überprüft ein guter und gewissenhafter Züchter normalerweise vorher, ob nämlich der neue Besitzer wirklich über das Wissen verfügt, die Katzen angemessen zu versorgen und aufzuziehen, leider habe ich von sehr vielen Vermehrern gehört, die Kitten (neben der absolut indiskutablen Sachen, sie mitten in der wichtigen Sozialisationsphase (vor der 12. Woche) (klar, nämlich dann, wenn sie anfangen futtermäßig echt Geld zu kosten) abzugeben), die Kitten wahllos Menschen anvertrauen, die kaum Sachverstand und Ahnung und noch weniger eine zweite Katze haben. Auch sorgen verantwortungsvolle Züchter dafür, dass Katzen aus ihrer Zucht, sollten sie tatsächlich im ursprünglichen Haushalt nicht mehr bleiben können, anderweitig unterkommen und eher selten im Tierheim landen. "Rasse"tiere, die man dort findet, sind meist die oben erwähnten "Look-a-like"s, ohne Stammbaum vermehrt und aus-den-Augen-aus-dem-Sinn (aus Sicht des Schwarzzüchters).

Ich könnte ewig so weiter schreiben, aber wer sich bis hierher durchgekämpft hat, der hat sowieso von Natur aus ein gewisses Interesse und dürfte nur zu einem geringen Prozentsatz zu denen gehören, um die es mir hier geht.

Und natürlich ist nicht jeder Vereinszüchter ein wirklich guter und seriöser Züchter (Gründe werden ganz oben genannt, denn nur die Vereinszugehörigkeit macht den Braten auch nicht fett) und nicht jeder, der Katzen ohne Stammbaum vermehrt, ist ein "Geldmacher ohne Verstand".

Man muss im Einzelfall abwägen, wobei für mich, nachdem ich mich VOR der Anschaffung meiner Rassekatzen lange mit dem Thema beschäftig habe, nur ein seriöser Vereinszüchter und die entsprechende auch finanzielle Unterstützung der Rassezucht in Frage kam.

Wer bewusst andere Wege gehen will, muss eben auch mit massiver Kritik derer rechnen, die den seriösen Vereinsweg für richtiger halten!

Danke fürs Zuhören!
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.080
und hier:

Ich stelle einen Beitrag des Users ein, da dieser User momentan wenig Zeit hat, hier im Forum zu posten. Der Text ist es aber wert, gelesen und verinnerlicht zu werden:


Rassekatzen mit Papieren – Never Ending Story oder eine Geschichte voller Missverständnisse?

Seit fast 15 Jahren züchte ich nun Rassekatzen, genau genommen Siamesen und Orientalisch Kurzhaar und immer wieder stoße ich auf hitzige Diskussionen um das Thema „Was ist eine Rassekatze?“, „Warum braucht eine Rassekatze Papiere?“, „Sind Katzen ohne Papiere weniger wert?“ usw. usf.
Ich gebe zu, auch ich habe Tage, wo mir diese endlose Diskussion mit immer wieder denselben (seltsamen) Argumenten auf den Keks geht. Aber ich habe auch immer wieder das Gefühl, dass die Diskussion eskaliert, weil sie nicht nur sehr emotional geführt wird, sondern weil es einfach auch eine Reihe Missverständnisse gibt.

Deswegen habe ich mich entschlossen, diesen Text zu verfassen – möglichst sachlich und erklärend, immer in der Hoffnung, dass es dazu beiträgt, dass Missverständnisse aufgeklärt und kurzsichtige Einstellungen vielleicht noch einmal überdacht werden können.

Fangen wir ganz vorne an – mit Begriffserklärungen und der neutralen Bewertung derselben:

- „Katze“ – gehört zur Gattung der Feliden, ist in jeder Ausführung absolut liebenswert und auf der ganzen Welt ein beliebtes Haustier. Es ist der Oberbegriff.

- „Rassekatze“ (ggfs. halt durch den Namen der Rasse gekennzeichnet) – ist eine Katze, die ihre reinrassige Abstammung durch entsprechende Papiere, sprich „Stammbaum“ nachweisen kann. Dies ist ein juristischer Fakt, dass nur diesen Katzen diese Bezeichnung zusteht. Ich nenne es gerne das Nutella-Prinzip: Nur wo Nutella draufsteht, ist auch Nutella drin. Alles andere sind Nuss-Nougat-Cremes, die aber trotzdem nicht weniger lecker (im übertragenen Sinne dann liebenswert) sind.

- „Rasse-Mix“ (also z.B. Siam-Mix, OKH-Mix,…) – ist eine Katze, die nachgewiesenermaßen mindestens einen reinrassigen (also mit Stammbaum) Elternteil hat. Bestenfalls hat sogar diese Katze einen Abstammungsnachweis, oder zumindest eine Kopie des Stammbaums des reinrassigen Elternteils. Auch bei Züchtern können schon mal Mixe entstehen, wenn man zwei Rassen züchtet, die EIGENTLICH nicht miteinander verpaart werden dürften, die Katzen sich aber über alle Sicherheitsvorkehrungen hinweg gesetzt haben.

- „Point-Mix“ – ist eine Katze, die eine gewisse Fellfärbung aufzeigt (Kältealbinismus, Pointzeichnung mit blauen Augen), aber keinerlei Nachweise über eine reinrassige Beteiligung bei den Elterntieren mitbringt. Bestes Beispiel sind hier wohl die Tiere, die über den Tierschutz aus südlichen Ländern kommen.
Soviel zu den wichtigsten (juristischen) Begrifflichkeiten bezüglich des Themas, natürlich im Schwerpunkt auf Siamkatzen bezogen. Es gibt noch mehr Begriffe, aber das würde zu weit führen.

Dann zu den Begriffen bezogen auf die möglichen „Einkaufsquellen“ für Katzen:

- „Tierschutz“ – immer eine gute Quelle, wenn man eine Katze adoptieren möchte, denn Katzen aus dem Tierschutz sind immer würdig, dass man ihnen ein gutes Zuhause gibt.

- „Hobbyzüchter/Rassekatzenzüchter“ – auch eine gute Quelle, wenn man eine bestimmte Vorstellung hat, welche Optik und welchen Charakter eine zukünftige Mitbewohnerin (also Katze) haben soll. Ein Hobbyzüchter/Rassekatzenzüchter ist ein Mensch, der nachgewiesen reinrassige Katzen unter den Auflagen eines Vereines mit bestimmten Zuchtzielen verpaart. Er ist informiert, was die notwendigen Gesundheitsvorsorgen, die Linienrecherche im Stammbaum, die Aufzucht, gute Sozialisierung, Verhalten, Haltung und Ernährung angeht. Er hält sich an die Auflagen des Vereins, was erlaubten Inzucht-/Inzestgrad der jeweiligen Verpaarungen angeht, an die vorgeschriebenen Pausen für die Mutterkatzen, das vorgeschriebene Abgabealter der Katzenkinder, die Zuchttauglichkeit der Elterntiere usw. usf. Auch fühlt er sich für seine Katzen weit über den Übergabezeitpunkt hinaus verantwortlich und hilft, wann immer Hilfe gebraucht wird, mit Rat aus seinem Wissensfundus, weiter.
Auch wenn diese Katzen für den Käufer einen auf den ersten Blick hohen Preis haben, verdient sich der gute, seriöse Hobbyzüchter mit seinen Katzen „mit Papieren“ ganz sicher keine goldene Nase, das kann ich aus eigener schmerzlicher Erfahrung sagen. Wird es ordentlich gemacht, muss Züchter ein gutes Einkommen haben, um das Hobby finanzieren zu können.

- „Schwarzzüchter/Vermehrer“ – das sind all jene, die Katzenkinder in die Welt setzen lassen, ohne sich den Auflagen eines Vereines zu unterwerfen, die ggfs. keine Stammbäume für ihre Katzen (egal ob Eltern oder später die Kinder) haben, die sich nicht großartig mit notwendigen Gesundheitsvorsorgen, Wurfabständen, Abgabealter der Katzenkinder, Genetik, Linienrecherchen (mangels Stammbaum) usw. beschäftigen. Würden sie alle diese Regeln einhalten, könnten sie ja auch in einen Verein gehen, denn Mitgliedschaft und Stammbäume kosten nicht die Welt. Oft geben sie ihre Katzenkinder viel zu früh (8 bis 10 Wochen) mit sehr traurigen, herzgängigen Geschichten (die Mutterkatze hat die Kinder verstoßen, z.B. ) an die neuen Besitzer ab. Und auch das „Einmal einen Wurf“ fällt in diese Kategorie.

Warum aber jetzt so viel mehr Geld ausgeben, um bei einem Hobbyzüchter zu kaufen und nicht bei einem Vermehrer?

Über die Adoption aus dem Tierschutz braucht man sich wohl nicht unterhalten – das ist unstrittig immer eine gute Wahl.

Also, warum den Vermehrer nicht unterstützen? Sind diese Tiere weniger liebenswert, überhaupt weniger wert, nur weil sie keinen Stammbaum haben?
Ein ganz klares NEIN, sind sie nicht!
Aber…

Wenn man sagt, dass man eine bestimmte Katzenrasse liebt, weil sie so ist, wie sie ist (Charakter), sollte man dann nicht daran interessiert sein, dass sie so bleibt?
Wenn man sagt, dass man eine bestimmte Katzenrasse liebt, weil sie so aussieht, wie sie aussieht (Optik), sollte man dann nicht daran interessiert sein, dass dies erhalten bleibt?
Sollte man nicht, wenn man eine Katzenrasse wirklich einfach klasse findet, weil Charakter und Optik genau das sind, was man haben möchte, all jene unterstützen, die sich unter großem Einsatz von Wissen, Zeit und Geld darum bemühen, all das zu erhalten?
Oder sollte man jene unterstützen, denen das im Grunde egal ist, weil sie halt gerne mal Kätzchen hätten, egal, ob Optik und Charakter unter Mischverpaarungen leiden?
Ja, ich höre es schon – aber die Eltern sind doch reinrassig, da kann doch nichts passieren. Doch, kann es, denn in den seltensten Fällen sind die Eltern wirklich reinrassig und wenn sie es doch sind, wurden sie wohl nicht als Zuchttier verkauft, sondern als Liebhabertier. Und warum?
Mag sein, dass durchaus zuchttaugliche Exemplare darunter sind, aber Liebhabertiere sind oft auch mit kleinen, allerdings zuchtausschließenden Fehlern behaftet, die einem Leben als Liebhabertier überhaupt keinen Abbruch tun, aber um böses Erwachen zu vermeiden, nichts in einer Zucht verloren haben. Oder es sind Tiere, die zwar ohne Fehler sind, aber – auch wenn es gemein klingt, Zucht ist, richtig gemacht, kein Ponyhof – für die Zucht dem Standard nicht gut genug entsprechen. Mein liebstes Beispiel in Punkto Optik ist da die Augenfarbe.

Wer von den Verfechtern von „meine Katze braucht keine Papiere“ kann mir denn bei seinen Mixen mit einer wirklich (!) dunkel blauen Augenfarbe zeigen, dass die Optik bei Vermehrern/Schwarzzüchtern nicht leidet?
Es gibt sogenannte Standards für jede Katzenrasse, dem ein Zuchttier entsprechen muss, damit die Optik in einem gewissen Maß erhalten bleibt. Dies wird auf den oft und viel kritisierten Ausstellungen (die der Hobbyzüchter auch bezahlen muss) überprüft. Das interessiert einen Vermehrer allerdings nicht.
Auch der Charakter leidet, je mehr man die Rasse verwässert. Merkt man oft erst im direkten Vergleich. (Und nein, das ist keine Wertung bzgl. der Liebenswürdigkeit einer Katze!)

Vermehrer kümmern sich oft nicht mehr um ihre Tiere, wenn sie erst mal ausgezogen sind. Gibt es Probleme, sind sie nicht zu erreichen. Kann man das Tier nicht behalten, nimmt er es nicht zurück – Quintessenz: So manches Vermehrerkätzchen landet im Tierschutz.

Aber warum, verflixt noch mal, soll man dann da nicht kaufen? Ist doch viel günstiger und die Tiere genau so liebenswert?

Ganz einfach – ist mir die Rasse wertvoll, möchte ich den Erhalt unterstützen, muss ich beim seriösen Züchter kaufen.
Ist mir die Rasse egal, kann ich auch zum Tierschutz gehen, das ist sogar noch günstiger als beim Vermehrer (in den meisten Fällen).
Und nur, wenn sich die Menge der Vermehrer durch mangelnden Absatz reduziert, haben Tierschutz und seriöse Zucht auf Dauer eine Chance.

Für jedes adoptierte Vermehrerkitten rückt mindestens eins nach.

Jeder gute, womöglich langjährige Hobbyzüchter, der das Handtuch schmeißt, ist ein Verlust an Wissen und Know How für die Rasse, die man ja so liebt.
Langfristig betrachtet bedeutet das aber – es wird sie irgendwann nicht mehr geben, die reinrassigen Siamesen, weil keiner bereit ist, so viel Geld für etwas zu investieren, wo er dann immer und immer wieder lesen muss, dass er zu teuer ist und Papiere ja nicht so wichtig sind.
Wenn man sich mit der Züchterszene mal ein bisschen beschäftigt, wird man feststellen, dass sie sich verändert hat. Viele langjährige Züchter mussten aufhören, weil die Geiz ist geil Mentalität in den letzten 10 Jahren so immens um sich gegriffen hat, dass sie es einfach nicht mehr stemmen konnten.
Ja, es kommen auch bei den Züchtern neue nach, ich nenne sie gerne A-B-C-Züchter, weil sie spätestens nach dem dritten oder vierten Wurf aufgeben, weil sie sich das alles ganz anders vorgestellt hatten. So baut man aber keine Linien auf, über die man seinen Käufern dann aus langjähriger Erfahrung Informationen mitgeben kann.
Wirklich langjährige Züchter gibt es kaum noch. Die wenigstens schaffen die 10 Jahre. Als ich begann, waren da viele, die schon seit 10 oder 20 Jahren gezüchtet haben und ganz ehrlich – die haben ganz sicher nicht alle aus Altersgründen aufgehört!!!

Also kurz zusammengefasst – wer die Rasse liebt, unterstützt diejenigen, die hart dafür arbeiten, die Rasse so zu erhalten, wie sie sein sollte. Mit Know How, Herz UND STAMMBAUM!
(Alternativ, wenn das Geld für ein Katzenkind nicht reicht, ein älteres Tier adoptieren oder eben im erwähnten Tierschutz umschauen.)


Wer wider besseren Wissens bei Vermehrern kauft, tut – mit viel Glück – vielleicht kurzfristig seinem Portemonnaie einen Gefallen, der geliebten Rasse aber ganz sicher nicht, denn nur der Stammbaum ist ein Garant dafür, dass ein Tier zu Recht den Namen seiner Rasse trägt und dass die Rasse so auch für die Zukunft erhalten bleibt.
Ich würde mir ein wenig mehr Weitblick im Sinne der Rasse wünschen, die Rasse, deren Optik und deren Charakter so wunderbar und einmalig sind, dass ich sie für absolut erhaltenswert halte, vor allem auch, weil sie eine der ältesten Katzenrassen überhaupt ist.

Danke für das tapfere Lesen bis zum Ende! :a010:

Ich finde schon, dass das hier oft genug erwähnt wird, dass man das schon mitbekommen kann, wenn man WILL...

@Schneeleopard: Wo also liest du also kritikloses Abnicken JEDES x-beliebigen Züchters, nur, weil er im Verein ist?

[...] Ich habe aber auch hier noch nicht mitbekommen, das ein Züchter hier angegangen wurde. Mag daran liegen, das hier jetzt nicht soviele sind.
Na, dann solltest du mal etwas genauer lesen :mrgreen:, da gab es durchaus schon heiße Diskussionen und auch klare Worte. ;-)
 
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