Liebe(r) Cooniefee,
bitte missverstehe meine Versuche der Aufklärung nicht. Es geht mir keinesfalls darum, deine Hübsche schlecht zu machen oder gar abzuwerten. Ich habe das Gefühl, dass du das gerade so empfindest, das ist nicht meine Intention.
Ich kämpfe schon seit Jahren in Sachen Tierschutz darum, dass man seine Tiere eben beim
Tierschutz oder einem seriösen Vereinszüchter, so man denn ein Rassetier haben möchte, holt. Das funktioniert aber nur, wenn klar ist, was eben ein solches Rassetier ist. Wenn also jedes Tier, das so aussieht wie Rasse XY der Rasse XY zugerechnet werden könnte, dann wäre es ja in der Tat so, dass man auch bei jedem Vermehrer ein Tier der Rasse XY erhalten könnte (und zwar zum Schnäppchenpreis). Dem ist aber nicht so. Und je schneller das Menschen, die sich eine Katze anschaffen möchten, verstehen, desto weniger rennen sie zum Vermehrer und unterstützen Tierelend.
Dafür versuche ich aufzuklären, seit Jahren, immer wieder - um vielleicht irgendwann in den Köpfen der Menschen etwas zu verändern.
Vielleicht verstehst du meine Intentionen, wenn du etwas länger hier bist und auch mehr von mir gelesen hast.
Ich hatte mich bemüht, das Ganze nett zu verpacken, mag sein, dass mir das nicht so gut gelungen ist, ich hoffe, du verstehst mich nun etwas besser :wink:.
Dass du deine Süße gerettet hast, finde ich ganz toll!
Da muss ich dir mal rein biologisch widersprechen. Ein Tier der Rasse X definiert sich über seinen Phänotyp als Angehöriger dieser Rasse, dadurch kann ich ein Sattelschwein vom Pietrainschwein und einen deutschen Schäferhund vom belgischen Schäferhund unterscheiden, und eben sowas wie eine Coonie von einer Siamkatze. [...]
Das ist nicht korrekt - eine Rassekatze unterscheidet sich von einer anderen Katzen aufgrund ihres Stammbaumes, das ist nun mal so definiert. Ohne selbigen ist eine Katze, selbst, wenn sie phänotypisch so aussehen sollte "wie", der Rasse XY nicht zugehörig.
[...] Worauf du hinaus willst, sind anerkannte Zuchtlinien, also Tiere mit Stammbaum. [...]
Korrekt, denn nur solche sind
Träger der Rassebezeichnungen.
[...] Das mag bedeutsam sein für den jeweiligen Züchter, weil sich der hohe Preis für seinen Nachwuchs davon ableitet (eine Rolex ist teurer als eine Seiko). [...]
Nein, der Preis für den Nachwuchs leitet sich hauptsächlich an der Vorsorge ab, die aber nur dann so gut wie möglich sein kann, wenn entsprechende Vorkenntnisse der Linien vorhanden sind.
[...] Es ist völlig irrelevant für den normalen Katzenhalter, der nicht züchten will. [...]
Das stimmt so nicht. Es ist nicht relevant, wenn ich ein Tier aus den
Tierschutz hole, da hast du recht, aber wenn ich mich für ein Tier einer bestimmten Rasse interessiere und ein selbiges adoptieren will, ist das Wissen immens wichtig.
[...] Der eine kauft sich eben die Rolex-Katze und nagelt den Stammbaum an die Wand, der andere ist total glücklich mit der Seiko-Katze. [...]
:lol: Ich kenne kaum jemanden, der sich die Stammbäume seiner Tiere "an die Wand" nagelt, aber sie sind - sollte es sich um ein Rassetier handeln - eben einfach wichtig beim Kauf des Tieres.
[...] Viel wichtiger wäre es, aus den anerkannten Zuchtlinien Erbkrankheiten zu eliminieren. [...]
Jain, sicher ist es IMMER wichtig, Krankheiten zu erforschen und nach Möglichkeit durch Selektion zu eliminieren, aber wir verdanken es doch erst der Rassekatzenzucht, dass viele der Krankheiten entdeckt und erforscht wurden und etwas gegen sie unternommen wurde.
[...] Was nutzt mir der Stammbaum eines Schäferhundes, der ab Lebensjahr 3 Hüftdysplasie bekommt, wegen Überzüchtung zur Darmkolikvermeidung Spezialfutter braucht, in 10 Jahren 15.000 Euro Tierarztkosten verursacht und dann stirbt? Kein Schafhirte würde jemals so einen Hund kaufen.
Mag sein, mit Schäferhunden kenne ich mich nicht aus, daher kann ich dazu nichts sagen. Waas aber genau hat das damit zu tun, dass man einem wunderschönen (H?)LH-Mix unbedingt einer Rasse zuordnen möchte?