Hallo alle zusammen, ich habe dieses Forum gerade entdeckt und bin noch völlig unter Schock, obwohl der tod meiner süßen absehbar war.
kurz was zu leyla:
ich hatte sie zufällig auf einer Onlineplattform für Haustiere entdeckt, das war 2007. Überall waren die teuren Rassekatzen zu finden, doch dann stach mit ihr Bild sofort ins Auge. Eine dreifarbige, mit sehr ausgeprägtem Charakter, die schnell abgegeben werden musste. Da ich mein Leben lang immer Katzen um mich herum hatte und zu diesem Zeitpunkt keine mehr, habe ich nicht lange gezögert und sie noch am selben Tag zu mir geholt. Es war liebe auf den ersten Blick
Sie war 2 Jahre alt und ein richtiges Biest, auch extrem ängstlich....das kleinste Geräusch hat sie sofort in Panik versetzt. Sie durfte als Freigängerin bei mir leben, obwohl sie bis dato noch nie draußen war. Sie hatte schon ein gebrochenes Bein, bevor ich sie zu mir holte....wurde aber gut versorgt und es gab auch nie mehr komplikationen deshalb.
gegen 2012, sie war etwa 7/8 Jahre alt, musste ich das erste mal mit ihr zum Tierarzt.....irgendein verrückter muß einen Stein oder Spaten nach ihr geworfen haben und sie hatte eine klaffende Wunde in der mitte ihres Rückens, wo man die Wirbelknochen schon sehen konnte. Das ganze hat sie gut überstanden, sie bekam einen Trichter um den Hals und ist das erstemal in ihrem Leben dann zu mir ins Bett gekommen....das war ein Moment den ich nie vergessen werde.
2016 wurde ich morgends wach, da ich sie schreien hörte, sie konnte ihr rechtes Hinterbein nicht mehr bewegen (das wo auch der Bruch mal war) und die Tierärztin stellte einen Kreuzbandriss fest.....es mußte extra ein Experte kommen, der die OP mit meiner Tierärztin dann machte. 6 Monate lange durfte sie sich kaum bewegen. Ich nahm sie zu mir ins Bett, richtete eine Ecke für sie ein und stellte sogar das Katzenklo auf den Tisch neben meinem Bett....damit sie es so einfach wie möglich hatte. Sie war vorher nie auf dem Katzenklo, hat ihr Geschäft immer draußen gemacht. Die Umstellung und ruhig stellung war eine echte herausforderung.....aber auch das haben wir geschafft und nach nur 5 Monaten konnte sie wieder beschwerdefrei laufen (Das Kreuzband hielt problemlos bis an ihren letzten Tag). Seit 2018 hatte sie Diabetis und bekam täglich 2 Insulin Spritzen von mir....auch damit ist sie wirklich gut umgegangen....die letzten 3 Jahre machte ihr dann noch eine Arthrose zu schaffen und sie hat in diesen Jahren auch mehr geschlafen als noch aktiv zu sein.
Seit fast 2 Jahren hatte sie dann noch ständig Schnupfen, teils auch starken Husten....trotz verschiedener Antibiotika Therapien kam es nach ein paar Tagen immer wieder zurück. Erst die Zugabe von Vitamin C llinderte das Problem, sie hatte keinen husten mehr und nur gelegentlich mal eine feuchte Nase.
Ihren umständen entsprechend ging es ihr auch recht gut....sie verkroch sich zwar länger unter dem Bett (was in den letzten 3 Monaten ihr Lieblingsplatz wurde) aber machte ansich immer noch den Eindruck mehr gute, als schlechte Tage pro Woche zu haben.
Am Freitag früh ging ich noch etwas einkaufen, die süße hat mich noch normal begrüßt, ihre Insulinspritze mit Thunfisch Frühtück erwartet und keinen schlechten Eindruck vermittelt.
Erst gegen Abend, da lag sie sich zu mir.....da fiel mir auf das sie sehr kurzatmig geworden ist, zum teil auch etwas mit offenem Mund. Irgendwie hatte ich in dem Moment schon gespärt was passieren wird

Sie hat noch am Samstag nachmittag was geknabbert, aber seit Freitag Abend nichtsmehr getrunken. Ich hatte ihr zwischendurch die Lippen befeuchtet und immer ein wenig Wasser in ihren Mund gespritzt, bis sie auch das nicht mehr schluckte.
Sie konnte kam mehr laufen, war ständig erschöpft und mit jeder Bewegung hechelte sie nur umso stärker....ich hielt sie Seit Freitag abend so ruhig wie ich nur konnte, war ständig bei ihr.
Heute früh gegen 11 Uhr wollte sie nochmal aufstehen, was aber nicht mehr ging.....ich nahm sie dann in meinen Arm (was sie normalerweise nie sehr mochte) und merkte natürlich sofort das sie sich kein Stück mehr dagegen wehrte.....ich hielt sie für 1 Minute und legte sie dann im Bett sanft ab, nahmen ihren Kopf in meine Hand und habe ihr gesagt das sie jetzt aufhören darf zu kämpfen....es kamen dann 2 sehr schwere Atemzüge in längerem Abstand und sie verkrampfte etwas mit ihren Pfoten.....ihre Augen ,weit offen, haben mich hilflos angestarrt und ich konnte nicht anderes tun als zu weinen. Jetzt ist sie fort und ich fühle mich wie viele hier, sehr gebrochen....17 Jahre lang war sie an meiner Seite, duldete nur mich, war ein sehr starker Charakter und für mich wie mein 2. Kind. Sie fehlt mir so unendlich
