Mein geliebter Momo!
Heute Morgen schien noch alles gut zu sein, ich war bei schönstem Sonnenschein mit meinen Söhnen und Schwiegertöchtern in Holland am Meer. Und dann kam der Anruf, der alles veränderte und der viel Trauer und leider zudem noch große Verwirrung mit sich brachte.
Meine Katzensitterin hatte angerufen und traurig berichtet, dass Peewee ganz plötzlich gestorben sei. Die Trauer war groß, Tränen flossen, die Rückreise wurde sofort angetreten. Aber dann, als ich allein zuhause ankam, saß Peewee auf der Treppe und hat mich mit lautem Miau erwartet. Nicht er war es, der gestorben war, sondern du mein kleiner Momo, mein geliebter, zauberhafter Kater.
Natürlich war ich im ersten Moment genauso verwirrt wie froh, dass Peewee lebendig vor mir saß, aber ich wusste dann auch direkt, dass du es sein würdest, der gestorben ist, während ich nicht zuhause war. Du hast dich ganz allein auf die Reise gemacht, die Katzensitterin hatte dich gestern noch gestreichelt, heute lagst du dann in meinem Arbeitszimmer im ersten Stock tot auf dem Boden. Du lagst in der Sonne, dort wo du dich immer gerne hingelegt hast, um die warmen Sonnenstrahlen zu genießen.
Ganz allein warst du sicherlich nicht, denn Peewee war bestimmt bei dir. Er ist immer da, wenn es einem von uns nicht gut geht. Und bei dir war er besonders gerne und hat immer ganz nah bei dir gelegen und mit dir gekuschelt. Er war auch bei dir, als ich dich dann in eine warme Decke gelegt, auf den Schoß genommen und dich gestreichelt habe, um mich von dir zu verabschieden. Wir beide haben mit dir noch lange dort gesessen, wir vermissen dich beide schon jetzt so, so sehr.
Es ist einfach unvorstellbar, dass du nicht mehr da bist, dass du nicht mehr mit mir schmust, mit Peewee kuschelst, dein Köpfchen an Finnley reibst, auf meinem Kissen tretelst oder auf deine geliebten Leckerlis wartest. Kleiner Momo, du warst immer lieb und freundlich, hast nie gefaucht, nie gekratzt, jeder hatte dich direkt gern, weil du so ein netter Kater warst. Du warst auch bei den vielen Tierarzt-Besuchen, die leider wegen deines Asthmas in den letzten drei Jahren nötig waren, immer lieb und geduldig, ob du untersucht wurdest, man dir Blut abgenommen hat, du Spritzen bekamst, du hast alles brav mitgemacht.
Mein kleiner Schatz, du liegst jetzt unter einer warmen Decke, hast deine Lieblingsspielzeuge bei dir und eine Kerze leuchtet heute die ganze Nacht für dich. Du bist jetzt im Wintergarten, ein Platz, an dem du immer gerne gelegen hast. Und ich muss mich jetzt mit dem furchtbaren Gedanken beschäftigen, ob ich dich beerdigen werde, wie all unsere anderen Katzen und Hunde, die schon vorher ihre letzte Reise angetreten haben, oder ob ich mir schnell einen Tierbestatter suche, damit ich dich in einer schönen Urne mitnehmen kann, wenn ich vielleicht eines Tages umziehen werde.
Aber wo immer ich sein werde, du bist dann bei mir, weil ich dich in meinem Herzen trage. Einen so lieben, zauberhaften Kater wie dich, kann und will ich nie vergessen. Komm gut an, mein kleiner Schatz, ich weiß, dass du schon von deinem geliebten Herrchen erwartet wirst. Bis wir uns eines fernen Tages wiedersehen, weiß ich also, dass du in den besten Händen bist. Aber hier bei uns auf der Erde, hier bei Peewee, Finnley und mir, fehlst du unendlich.

