@Frigida: Ich schreibe medizinische Befunde für eine Firma. Die sind in einer Diktatliste, in die jeder der dort arbeitet, Einblick hat. So kann man immer sehen, wer gerade in welchem Befund arbeitet, wie lang der Befund ist und vor allem auch, wie lange sich die Betreffende damit aufhält. HomeOffice wird gerne sehr genau beobachtet. Da ich zwischendurch nicht den Staubsauger nehme und auch nicht die Waschmaschine befülle, bin ich noch niemandem negativ aufgefallen

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Pause gibt es bei mir an Arbeitstagen mit acht Stunden 30 Min., wenn ich 6 Std. arbeite, dann gibt es natürlich keine.
Vermutlich ist niemand bereit, hier seinen CV zu hinterlegen, ich bin es auch nicht. Aber vielleicht wäre es gut, sich mal zu fragen, ob es nicht Gründe hat, wenn jemand keine zweite Katze möchte oder nehmen kann. Nicht immer ist es Egoismus oder Besserwisserei, bei mir liegt es einfach daran, dass ich zwar wüsste, wer meinen jetzigen Kater übernimmt, wenn mir etwas passiert, bei zwei Tieren wüsste ich es nicht.
Ich hoffe, mich nun genug rechtfertigt zu haben. Komisch, dass hier noch niemand von Revierkämpfen berichtet hat. Vor Teddy hatte ich - wie bereits erwähnt - bereits zwei Brüder, die sich nach der Kinderzeit nur aus dem Weg gingen. Die haben sich null füreinander interessiert. Es ist nicht immer die große Liebe. Im Bekanntenkreis ist seit ca. sechs Monaten eine neue erwachsene Katze dazugekommen - auch dort funktioniert es nicht.
Finde schon, dass das Halten einer gesunden, normal sozialisierten Katze, nur weil man mal in Urlaub fahren will oder im Bekanntenkreis nur Menschen hat, die sich auch nicht damit auskennen (eben nur eine Katze nehmen), egoistisch ist.
Wenn man weiß, dass man wenig Zeit hat oder eben nur ein Tier halten kann, sollte es vielleicht dann einfach keine Katze sein (es sei denn, das Tier ist ein Erwachsener Freigänger und kann sich draußen die entsprechenden sozialen Kontakte suchen).
Und bitte nicht falsch verstehen. Ich fahre auch in den Urlaub und habe auch keine super ideale Versorgung zu diesem Zeitpunkt, zumal, wenn die Katzen älter, gebrechlicher werden und Medikamente brauchen, keine Frage, aber sie haben sich wenigstens untereinander und können die dann doch recht langen Tage gemeinsam verbringen. Ist meine Überzeugung. Es ist auch meine Überzeugung, dass nicht eine Katze zurückbleiben sollte, wenn sie nicht wirklich schon sehr, sehr alt sein sollte und sich absolut kein passendes Tier mehr findet, zu dem man die Katze abgeben kann oder dass man selbst aufnehmen kann.
Es ist und bleibt deine eigene Entscheidung, wir werden sie nicht ändern können, aber vielleicht liest du dir die ganzen Argumente mal durch, das, was man hier auch im Forum an Aufklärung finden kann, da ist einiges dabei, was einem vielleicht die Augen öffnet und auch wenn es jetzt vielleicht für dieses Tier zu spät ist, vielleicht kann man für zukünftige Katzen etwas mehr Vorsorge treffen, so dass sie nicht ihr Leben ohne Not als Einzeltier fristen müssen. Ja, man muss sich damit länger beschäftigen und eine Zusammenführung kann tatsächlich langwierig sein (und ja kann man natürlich auch scheitern oder unglücklich laufen), aber wenn man im Vorfeld entsprechende Vorbereitungen trifft, sollte das eigentlich durchaus einen Mehrwert für beide Tiere haben.
Zurück zum Ausgangspunkt: es gibt keine ideale Lösung, entweder man bleibt zu Hause oder man muss in Kauf nehmen, dass die Tiere eben mal nicht optimal versorgt werden. Wobei immer die Frage bleibt, ob man sie selbst wirklich so optimal versorgt, deshalb finde ich es durchaus einen Kompromiss, wenn sie während einer kürzeren Zeit einmal nicht super gut umsorgt sind.
Und das sage ich als jemand, dem während dieser Zeit ein (vermeintlich gesundes) Tier verstorben ist. Man kann entweder mit solchen Dingen leben (bzw. muss es) oder man lebt mit den Kompromissen.
Was ein Kompromiss ist und was nicht, ist natürlich davon abhängig, welchen Anspruch man hat.
Ein Tier in Einzelhaltung zu halten, nur weil es einfacher ist, es vielleicht während eines Urlaubs zu betreuen oder später abzugeben oder eben lieber keine Vergesellschaftung zu versuchen, ist für mich kein Kompromiss. Aber ich bin nicht der Nabel der Welt. Meine Ansichten vertritt eben nicht jeder - deine hier aber eben auch nicht viele, wie du sicher bemerkt hast

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P.S.: Zu Hochzeiten hatte ich fünf Katzen, und ja, auch da gab es mal Probleme, aber auch die lassen sich lösen.