Kleiner Zoo, es gibt so und so viele Menschen, die täglich ihr Tier allein lassen müssen, weil sie ihrer Arbeit nachgehen. Sollen die jetzt ihren Job aufgeben, weil sie ein Tier haben? [...]
Das erwartet doch keiner, aber wenn man sich im Vorfeld schlau macht, weiß man, dass Katzen nun mal keine Einzelgänger sind und es vorziehen, mit einem passenden kätzischen Partner zusammenzuleben.
Man muss seinen Job oder den Urlaub nicht aufgeben, wenn man weiß, dass seine Katzen zu Hause nicht alleine sind, weil sie einen entsprechenden Partner haben, der all die Dinge tun kann, die ein Mensch sowieso nicht kann oder will (am Anus schnüffeln, die Ohren auskauen, sich quer durchs Zimmer über die Schränke jagen etc.).
[...] Oder alle auf ein Tier verzichten, weil sie nun mal arbeiten müssen? [...]
Auf eine Katze, ja, es sei denn, es ist wirklich ein altes Tier, das keinerlei adäquaten Partner mehr findet, für dieses Tier sollte man dann aber auch wirklich da sein und vielleicht seinen Urlaub auf die Zeit verschieben, in der das Tier nicht mehr vorhanden ist oder maximal ein absolut unsozialisiertes Tier (wobei ist die ja idR nur deshalb gibt, weil Menschen meinen, man müsste Katzen alleine halten, ein Teufelskreis), für das gilt in meinen Augen aber dasselbe. Wenn ich mich für so ein Tier entscheide, dann muss ich mein Leben vielleicht eben auch nach diesem Tier ausrichten oder ich schaffe Tiere an, die zu meinem Lebensstil passen.
Dass sich auch der Lebensstil, Lebensmittelpunkt, das Umfeld usw. einmal ändern können und sich dann auch etwas in der Tierhaltung ändert/ändern muss, keine Frage, aber auch dann muss mal sehen, finde ich zumindest, dass man für die Tiere eine möglichst sinnvolle Lösung findet - und nicht nur für sich selbst.
Das hat für mich etwas mit der Verantwortung, die ich übernehme, wenn ich ein Lebewesen bei mir aufnehme, zu tun.
[...] Das kann es doch nicht sein. Dann werden die Tierheime noch voller, so viel ist sicher. [...]
Warum sollten Tierheime voller werden, wenn sich Menschen im Vorfeld darüber informieren, wie man gewisse Tierarten sinnvoll hält?
[...] Dem Tier soll es gut gehen, aber auch der Mensch sollte nach wie vor die Möglichkeit haben, trotz Tier sein Leben zu leben. [...]
Vielleicht liegt genau darin das Problem, dass wir uns nicht verstehen - ich lebe nicht trotz meines Tieres sondern mit meinem Tier mein Leben.
[...] Und das heißt bei mir eben, dass ich zweimal jährlich je acht Tage wegfliege oder -fahre. Die übrigen Urlaubstage bin ich zu Hause. Und wenn dann zweimal täglich Katzensitterinnen zur Betreuung kommen, füttern, spielen usw., dann halte ich das für eine gute Lösung. [...]
Du hältst das für eine gute Lösung, andere nicht (und warum nicht, haben sie dir begründet). Aber war nicht deine Ausgangsfrage, zu erfahren, was andere von deiner Lösung halten? Oder habe ich den Thread völlig falsch verstanden?
[...] Ich erlaube mir sogar, einmal monatlich meine Familie in einer weit entfernten Großstadt zu besuchen, auch da habe ich dann Katzensitterinnen. Auf meine Familie einmal im Monat möchte ich auch nicht verzichten, denn das dürfte ich dann ja auch nicht mehr, damit das Tier nicht allein ist. [...]
Das Problem würde sich lösen, wenn der Kater nicht alleine wäre, wir drehen uns im Kreis...
[...] Und so denke ich, dass es möglich ist, dass alle hier wissen, was gut und richtig für das Tier ist, möglicherweise leben sie auch danach, das kann ich nicht beurteilen. [...]
Vielleicht wissen sie es, weil sie sich schon länger damit beschäftigen und sich auch mal mit den Hintergründen der Katzenpsychologie und/oder Verhaltensbiologie auseinandergesetzt haben. Und du hast gefragt. Wenn du nichts dazu lernen möchtest oder der Meinung bist, es sowieso besser als andere zu wissen, dann frag vielleicht nicht in einem Forum nach, in dem viele tatsächlich versuchen, mit ihren und nicht trotz ihrer Katzen zu leben.
[...] Aber tatsächlich müssen doch alle Menschen das Recht haben, ihr Leben so zu leben, wie sie es für sich und das Tier gut heißen. [...]
Ja, wie gesagt...
[...] Dass das bei dem einen besser und bei dem anderen nicht so optimal verläuft, das ist m.E. völlig normal und außerdem Ansichtssache.
Ansichten können sich aber ändern, wenn man sich mit den Fakten auseinandersetzt.