Ach du meine Güte – sind das Schönheiten!

Sind das
Siam und
OKH? Auf dem Bild ist ja richtige Kernschmusion zu sehen. Hat die Vergesellschaftung mit dem Neuzugang gut funktioniert?
Ich habe jetzt die anderen tf, die ich testen wollte, ausprobiert, und tatsächlich haben sie sie gut vertragen. In den letzten Tagen habe ich das Real Nature fast komplett weggelassen und nur Nassfutter gefüttert – und siehe da: Unsere dicke Mimi hat sich über das Wochenende kein einziges Mal übergeben. Das war in den letzten Wochen nämlich häufiger der Fall, weil sie dazu neigt, sich zu überfressen.
Das Cats Finefood müsste in den nächsten Tagen ankommen. Ich überlege, den Sack Real Nature abzugeben. Es fehlen vielleicht 500 Gramm von den 7 Kilo, aber die hier im Heim nehmen leider nichts an, was bereits geöffnet ist.
Außerdem habe ich hier noch etwa zehn Dosen Purina Gourmet Thunfisch sowie die Mice Mix Box von Lucky Lou. Da werden sie nicht mehr drangehen – das ist durch. Gerade habe ich bei den kleinen Dosen gesehen, dass sie im November abgelaufen sind. Ich gehe später mal auf den Flohmarkt und schaue, ob ich sie dort loswerde.
Von Edeka gibt es doch auch dieses Dosenpaté, 100 % Rind oder so ähnlich – das hatte ich hier auch mal. Das roch sogar richtig appetitlich
wahrscheinlich liegt es bei dir auch daran dass du von klein an alles gefüttert hast und deine katzen sich an alle geschmäcker gewöhnen konnten von anfang an und mäkeln nicht.
hätte ich auch beibehalten sollen.
Moritz war meine allererste Katze.
Er hatte es wirklich nicht leicht. und ich leider auch keine Ahnung.
Als ich mich damals dazu entschloss, ein Tier bei mir aufzunehmen, war ich berufstätig und wollte deshalb bewusst eine erwachsene Katze, die allein sein kann. Im Tierheim gab es zu diesem Zeitpunkt jedoch nichts Passendes: Viele Tiere brauchten Freigang oder galten als „nicht für Anfänger“.
Also schaute ich trottel bei eBay.

Dort wurde eine etwa drei Jahre alte, zugelaufene Katze von privat angeboten. Ich rief an, doch die Frau erklärte mir, diese Katze sei bereits vermittelt. Stattdessen erzählte sie mir, ihr sei einige Monate zuvor ein hochschwangeres Weibchen zugelaufen, das zwei Babys bekommen habe. Ich glaubte ihr diese Geschichte. bei Facebook machte sie einen gepflegten und seriösen Eindruck.
Als ich zu ihrem Haus fuhr, hatte ich jedoch sofort ein schlechtes Gefühl. Von außen sah es schon schlimm aus: halb heruntergerissene Gardinen, und unten im Fenster saß eine kleine, junge, weiße Perserkatze. Als sie die Haustür öffnete, kam mir ein extrem unangenehmer Geruch entgegen. Das Wohnzimmer war völlig heruntergekommen, mitten im Raum standen alte, dreckige Europaletten. Unten sah ich noch eine weitere Perserkatze und dachte, das wäre „meine“. Sie verneinte und erklärte, dass sie die unkastrierten Kater getrennt halte. am telefon hatte sie es so dargestellt, als ob sie sonst keine weiteren katzen hätte.
Wir gingen eine Etage höher. Dort öffnete sie die Tür zu einem Zimmer – eher einem Verschlag: ein etwa 4 x 4 Meter großer Raum mit einem völlig vergammelten Kratzbaum, einem ungepflegten Katzenklo sowie einem Futter- und Wassernapf. In diesem Raum waren mindestens zwei weitere Kater zusammen mit Moritz eingesperrt. es war alles so dreckig....
Sie fing Moritz ein, und er war völlig panisch. Er ging die Wände hoch vor Angst. Ich sagte, dass ich das Ganze lieber abbrechen wolle, doch sie ließ sich nicht darauf ein. Ich gab ihr das Geld – eigentlich wollte sie 200 Euro glaube ich(„Das sind reinrassige Perserkatzen!“), aber ich handelte herunter, da er u.a. ungeimpft war – und fuhr mit ihm nach Hause. Bis heute bereue ich, nicht auch noch seinen Bruder dort herausgeholt zu haben.
Zu Hause war Moritz zunächst vollkommen apathisch. Er wollte nicht aus seiner Box kommen. Ich richtete ihm ein kleines, ruhiges Reich ein, in dem er ungestört war, und dort versteckte er sich tagsüber immer.
Am nächsten Tag dann der Schock: Das Katzenklo war voller Blut, ebenso die Badewanne. Also musste ich ihn wieder einfangen – was extrem schwierig war, da er völlig eskalierte – und fuhr sofort zum Tierarzt.
Moritz hatte einen schweren, blutigen Harnwegsinfekt, den er offenbar schon länger gehabt haben musste. Außerdem war er massiv verfloht, hatte Wunden, vermutlich von den anderen Katern, und wog gerade einmal zwei Kilogramm. Der Tierarzt fragte mich ausführlich, woher ich ihn habe, und klärte mich über solche unseriösen „Verkäufer“ auf.
Ich war damals einfach unglaublich naiv. Ich hatte mich nur gewundert, warum sie mir diese merkwürdige Geschichte erzählt hatte, ihr sei eine Katze zugelaufen, obwohl sie doch genau wusste, dass die Babys angeblich „reinrassig“ waren. Der Tierarzt erklärte mir, dass besonders unseriöse Züchter große Angst vor dem Veterinäramt haben. Außerdem meinte er, Moritz müsse mindestens anderthalb Jahre alt sein – nicht wenige Monate, wie behauptet –, sei aber für sein Alter extrem klein.
Moritz musste diese Nacht in der Praxis bleiben. Abends rief ich die Frau an und konfrontierte sie mit allem, doch sie beschimpfte mich am Telefon.
Moritz kannte absolut nichts: keine Alltagsgeräusche, keine Nähe, keine Berührungen. Es dauerte etwa fünf Wochen, bis er das erste Mal auf Armlänge zu mir kam und sich streicheln ließ. Bis dahin hatte er sich tagsüber immer versteckt und kam nur nachts heraus, wenn ich schlief. Sobald ich ihm zu nahe kam, knurrte er laut. Ich dachte wirklich, er würde niemals zutraulich werden. bis heute hat er angst vor fremden.
Ich stellte ihm abends immer riesige Mengen Futter hin: Nassfutter, Trockenfutter, auch mal Ei oder etwas Quark. Morgens war alles restlos leer. Ich glaube, er hatte vorher einfach nie genug bekommen und fraß deshalb alles in sich hinein. Mit der Zeit legte sich das. Als wir nach zwei Monaten endlich zur Kastration gingen, war er allerdings schon ein kleines bisschen zu dick. Der Tierarzt meinte lachend, ich solle kein „All-you-can-eat-Buffet“ mehr veranstalten.
Ich probierte unzählige Sorten Nassfutter und fütterte ausschließlich hochwertige Sachets. Irgendwann stellte er sich aber fast komplett auf Trockenfutter um und rührte Nassfutter kaum noch an. Ich fütterte damals Sanabelle Urinary Sensitive, da wir wegen seiner Harnwege vorsichtig sein wollten. Probleme hatte er damit zum Glück nie wieder.
ich dachte, dass passt schon. Er hat ja auch bis 2020 keine probleme gehabt.
Meine damaligen bekannten haben ihren katzen alle TF gegeben und dachten, diese fütterung wäre am besten.