Ich kenne keinen Berufszüchter in der Katzenzucht. Damit kann man kein Geld verdienen
Als guter Vereinszüchter nicht, da hast du Recht, die Schwarzzüchter verdienen aber z. T. ordentlich Schotter, leider...
Deshalb ist es ja auch immer noch so attraktiv, dass sich viele Leute nicht mit der Materie auseinander setzen (wollen) und sagen "Papiere brauche ich nicht" und zum Vermehrer rennen, weil sie dort eine vermeintliche Rassekatze "viel billiger" als beim seriösen Vereinszüchter bekommen und warum so viele gute Züchter aufgehört haben.
Wer seine Katzen eben nicht Hinz und Kunz, zu jung, als Einzeltier und unkastriert abgibt, bleibt oft darauf sitzen und muss die Zucht einstellen, denn bei zu vielen Kastraten zu Hause, ist die Bude auch irgendwann voll...
Es ist sehr, sehr schwierig, noch geeignete Adoptanten zu finden, die gute Zuchtarbeit zu schätzen wissen, warten können, bis das Tier alt genug ist oder die einen älteren Kastraten nehmen, der nicht 'verschenkt' wird.
Anfragen "wie das kostet was? Sei doch froh, dass du es los bist" sind keine Seltenheit.
Manchmal wird man sogar bedroht, wenn man sagt, dass man an die Person nicht verkauft, es macht oft keinen Spaß mehr, seriös und verantwortungsvoll zu züchten.
Ich verstehe jeden, der damit aufhört, leider eröffnet aber jeder gute Züchter, der aufhört, anderen (meist schlechteren), die Lücke zu schließen.
Deshalb muss man inzwischen noch VIEL genauer hinschauen, wo man kauft und wen man unterstützt, wenn man eine Rassekatze will und muss im Grunde selbst richtig fit sein, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
Wenn das jemand will und macht, super, ansonsten bin ich inzwischen auch bei: "Geht zum
Tierschutz", denn wenn ich sowieso keine Lust habe, mich mit der Materie auseinander zu setzen und zu lernen, bekomme ich auch vom "Züchter" im schlimmsten Fall eine Wundertüte, da kann ich besser den
Tierschutz unterstützen.