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Diskutiere Freigänger im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo! Würde mir gerne eine Katze aus dem Tierheim holen. Am liebsten einen Freigänger. Wie kriege ich die Katze am besten so erzogen, dass sie...
  • Freigänger Beitrag #1
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Saoirse

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Hallo!

Würde mir gerne eine Katze aus dem Tierheim holen. Am liebsten einen Freigänger. Wie kriege ich die Katze am besten so erzogen, dass sie, wenn ich sie rauslasse, auch wieder zurückfindet und nicht sonstwo hinläuft?
 
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  • Freigänger Beitrag #2
Hallo Saoirse,

eine neue Katze bleibt zunächst einmal 3-4 Wochen nur im Haus. Dies ist die Eingewöhnungsphase an ihr neues Umfeld. Sie muss zunächst ihr Wohnungsrevier kennenlernen und die Menschen, die sie umgeben und füttern.

Danach kannst du die Katze erstmals rauslassen. Das Revier einer Katze, die an einen Menschen/eine Familie gebunden ist, ist nicht so groß wie das Revier von wild lebenden Katzen.
In Studien wurde herausgefunden, dass sich an Menschen gebundene Katzen in einem Radius von 2 - 3 Nachbargärten meist nur bewegen. Also wenn du das als Kreis rechnest, ist es ein überschaubarer Rahmen :wink:
Wie gesagt sind es Studienergebnisse. Ausnahmen wird es daher immer geben :wink:

Liebe Grüße
Mone
 
  • Freigänger Beitrag #3
Hallo,

warum soll es ein Freigänger sein?

Jede Katze kommt wieder zurück, wenn sie zu Hause halbwegs gut behandelt wird - und wenn sie kann! Spricht: wenn sie nicht unterwegs
- überfahren wurde
- erschossen wurde
- weggefangen wurde (für Labore, Fellproduktionen, sartanische Sitzungen und anderes mehr)
- zu Tode geprügelt/sonstwie gequält wurde
- von Hunden totgebissen wurde
- vergiftet wurde
- usw

Neben diesen Gefahren können sich Katzen "da draußen" auch noch tödlich Infektionen einfangen, wie z. B. FIV.

Freilauf ist heutzutage viel zu gefährlich und nicht mehr zu verantworten!!! Du solltest es Dir also sehr genau überlegen, ob Du Deiner zukünftigen Katze Freilauf gewährst.
Leider gibt es bei einigen immer noch die Ansicht, Katzen müßten unbedingt raus. Dem ist nicht so! Katzen brauchen vor allem Beschäftigung, und die kann auch drinnen stattfinden. Oder in einem ausbruchsicher eingezäunten Garten.
Wenn Du berufstätig bist, solltest Du ohnehin lieber 2 Katzen nehmen, denn eine allein langweilt sich dann (auch als Freigänger!).

Zum Wohle Deiner zukünftigen Katze denke bitte noch einmal sehr genau über den Freilauf nach!

Gruß, Inge
 
  • Freigänger Beitrag #4
Hmmm, danke erstmal für die Antworten. Ich dachte an einen Freigänger, weil ich in einer sehr ruhigen Siedlung direkt am Feldrand wohne und die Katze, meiner Ansicht nach, dort sicheren Auslauf hätte. Die nächste gefährliche Straße ist fast einen Kilometer entfernt. Freigänger deshalb, weil meine Wohnung nicht so enorm groß ist, dass sie hier nicht vor Langeweile sämliche Möbel in Schutt und Asche legen würde. Das ist halt immer das Problem, wenn man mal einige Stunden weg ist, dass man ständig Angst haben muss, nachhause zu kommen und erstmal renovieren zu dürfen, weil sich die Katze eine "Beschäftigung" gesucht hat.
 
  • Freigänger Beitrag #5
Hallo Saoirse,

dass sie hier nicht vor Langeweile sämliche Möbel in Schutt und Asche legen würde. Das ist halt immer das Problem, wenn man mal einige Stunden weg ist, dass man ständig Angst haben muss, nachhause zu kommen und erstmal renovieren zu dürfen, weil sich die Katze eine "Beschäftigung" gesucht hat.

wenn du solche Gedanken bereits vor der Anschaffung einer Katze hast, dann kommt bei langjährigen Katzenhaltern wie mir die Frage auf, ob eine Katze überhaupt das geeignete Haustier für dich ist und aus welchen Beweggründen du dir eine Katze anschaffen willst.

Mein Kater war jahrelang alleine daheim in einer kleinen 50 qm Wohnung ohne Freigang und hat mir gar nichts zerlegt. Was in eine Wohnung mit Katzen gehört ist ein Kratzbaum und diverses Spielzeug. Du wirst nicht so weiterleben können wie bisher, die Wohnung muss schon etwas der Katze angepasst werden :wink: . Hat die Katze Kratzmöglichkeiten, die sie unbedingt benötigt, dann geht sie auch nicht an deine Möbel. Allerdings wird dir nie einer die Garantie geben können, dass sie nicht evtl. doch die Krallen an deiner Couch schärfen wird.

Meine Katzen sind keine Freigänger, eben aus den von Inge genannten Gründen. Das Leben und Wohl meiner Katzen sind mir wichtiger als meine Möbel, sage ich dir ganz ehrlich, zudem dies auch bis zu einem bestimmten Punkt Sache der Erziehung ist. Meine Katzen gehen auf den Balkon, um ihre Portion Frischluft zu schnuppern und sich in der Sonne zu wärmen :wink:

Außerdem ist zu bedenken, dass Katzen tagsüber doch recht viel schlafen.

Ich rate auch wie Inge dazu, von vorneherein 2 Katzen zu nehmen, denn dann kannst du ohne schlechtes Gewissen 8 Stunden arbeiten gehen oder auch mal eine Nacht fort bleiben. Eine Katze alleine wird sich auf Dauer mit Sicherheit langweilen, auch als Freigänger, es besteht dann auch die Gefahr, dass sie durch Rivalitätskämpfe im Revier (schwer) verletzt nach Hause kommt und dann kommen wirklich Arbeit und Kosten auf dich zu. Hinterher sagst du dir dann: Hätte ich mal :wink:

Liebe Grüße
Mone
 
  • Freigänger Beitrag #6
Hallo,

jetzt wären wir wieder bei dem Thema Freigänger oder Wohnungskatze? Diese Frage läßt sich nicht so einfach beantworten. Ich für meinen Teil habe reine Wohnungskatzen, weil ich Angst habe, da wir an einer viel belebten Straße wohnen, dass mein süßer überfahren wird. Aber bei uns hat er es natürlich auch gut, wir haben die ganze Wohnung nach den Bedürfnissen einer Katze umgebaut :wink: und er fühlt sich richtig wohl! Im endeffekt sollte es jeder selbst für sich ausmachen. Aber ich finde es toll, dass du dir eine Katze aus dem Tierheim holen gehst.

gruss

tigerlily
 
  • Freigänger Beitrag #7
Ich frage mich wirklich, ob Freigang so gefährlich ist. Hier laufen überall Katzen frei rum und wie gesagt, ist die nächste Hauptverkehrsstraße fast einen Kilometer entfernt. Selbst die im Tierheim sagen, dass die Katzen Freilauf haben sollten und ich denke, die haben schon ein wenig Ahnung von dem, was sie sagen. Natürlich werde ich mir keine Katze holen und sie sofort in die Wildnis entlassen, aber irgendwann, wenn sie selber den Drang verspürt, wird sie sicher aus frei laufen dürfen
 
  • Freigänger Beitrag #8
Hallo Saoirse,

wie oben erwähnt, es ist heutzutage zu gefährlich. Die Straße ist ja beileibe nicht die einzige Gefahr! Und es muß auch wahrhaftig keine Hauptverkehrsstraße sein! Eine Katze hier aus dem Forum wurde auf dem Parkplatz (!) überfahren! Gerade gerstern schrieb mir eine Freundin, daß eine von ihren Katzen auf dem eigenen Hof überfahren wurde, weil sie unter dem Auto lag!
Leider hat sich das immer noch nicht zu allen Tierheimen herumgesprochen - vielleicht denken die einen oder anderen auch, daß sie von "kurzlebigen" Katzen profitieren (sprich: Es entsteht schneller wieder Bedarf). Und wenn das Tierheim sagt, Katzen sollten Freilauf haben, dann spricht das nicht wirklich für Ahnung. Oder für nicht Ahnung haben wollen. Tierheime geben auch gern immernoch Kitten schon mit 8 Wochen weg, obwohl das entschieden zu jung ist. 12 Wochen sollten sie mindestens bei Mutter und Geschwistern bleiben. Es gibt sogar ein Tierheim, das meint, die Tiere vegetarisch ernähren zu müssen! Das zeugt nicht nur von keiner Ahnung, sondern von absoluter Ignoranz gegenüber den natürlichen Bedürfnissen. Es wäre wirklich zu wünschen, daß gerade Tierheime gut über artgerechte Haltung Bescheid wissen! Solche gibt es auch! Wie bei allem gibt es Gute und weniger Gute! Ich habe auch schon von Tierheimen gehört, die Katzen nicht in Freilauf geben!
Die durschnittliche Lebenserwartung von Freilaufkatzen liegt bei 2 Jahren, die von Wohnungskatzen bei 15!
Katzen brauchen Beschäftigung! Dies muß aber nicht zwangsläufig draußen stattfinden. Zu meinen, Tür auf schon ist Katze glücklich, ist einfach zu wenig nachgedacht. Man kann Katzen wunderbar auch innerhalb der eigenen 4 Wände glücklich machen - und ihnen damit die Chance geben, gesund zu bleiben und alt zu werden.
Ein Kratz- und Kletterbaum gehört schon mal in jeden Katzenhaushalt. Dann gibt es auch verschiedene Spielsachen, mit denen Katz' sich beschäftigen kann. Das muß noch nicht einmal etwas teures aus der Zoohandlung sein. Sehr beliebt sind z. B. die gelben Plastikhülsen aus den Überraschungseiern. Oder ein geknültes Stück Papier.
Wenn man arbeitet, ist es eigentlich unumgänglich, 2 Katzen zu nehmen (selbst wenn man meint, man müsse ihnen Freilauf gewähren). Denn eine allein langweilt sich mit Sicherheit! Auch wenn sie rausdarf!

Gruß, Inge
 
  • Freigänger Beitrag #9
Hallo Inge,

kann dir nur zustimmen. Aber wenn Saoirse ihre Katzen Freigang gewähren möchte, sollte Sie es tun. Ich persönlich würde meine Katze nie draussen rumlaufen lassen. Ich habe viele schlechte Erfahrungen darüber gehört aus unserem Bekanntenkreis. Ich denke eine Wohnungskatze kann genauso wenn nicht sogar mehr glücklicher sein als eine Freilaufende Katze. Es kommt auf die Beschäftigung an, und darauf ob die Wohnung oder Haus Artgerecht umgestaltet wurde.

gruss

tigerlily
 
  • Freigänger Beitrag #10
Hallo!

Ich habe drei Katzen, und es sind alle reine Wohnungskatzen.
Früher hab ich immer gedacht, das es sehr egoistisch von mir war, meine Tiere nicht raus zu lassen. Weil ich es nicht ertragen könnte wenn eine von meinen dreien nicht nach Hause käme. Doch ich habe mit der zeit gelernt und erfahren, das es nicht wirklich immer das Beste für das Tier ist. Klar sollte es jeder selbst wissen und klar ist es schön wenn meine Fellnase Mäuse jagen und fangen kann, aber die Gefahren sind einfach zu groß.
Vor etwa 3 Wochen wurde die Katze von meinen Eltern überfahren. Direkt vorm Haus. In einer 30 Zone! Dafür muß keine Schnellstraße in der Nähe sein.

Ich würde es mir wirklich sehr gut überlegen, ob ich mein Tier diesen Gefahren aussetzen will.

Ich bin froh das meine nur drinnen sind, ich immer weiß wo sie sind und ich mir um ihr wohl sicher sein kann.

Gruß maike
 
  • Freigänger Beitrag #11
Hallo
Auch ich habe reine Wohnungskatzen, 4 Stück an der Zahl und denen ist keineswegs langweilig oder sie wollen partout raus. Meiner Meinung nach ist es eine irrige Annahme das Freilaufkatzen draußen mehr Abwechslung haben. Es kommt doch immer darauf an wie man seine Katzen beschäftigt. Ich seh hier bei uns auch die eine oder andere Katze draußen rumstrolchen. Die sind nicht immer nur in Bewegung und machen Action, nein im Gegenteil sie versuchen mit in die Häuser zu schlüpfen und sich vor die warmen Heizungen zu legen. Auch eine aus Menschensicht scheinbar sichere Gegend birgt doch viele Gefahren. Tempo 30 beim Auto reicht um einer Katze tötliche Verletzungen zuzufügen, da wären dann noch evtl nicht ganz so katzenfreundliche Nachbarn, Marder, Hunde, Tierfänger ect.pp Freilaufende Katzen können sich an totbringenden Krankheiten infizieren, durch Kämpfe üble Verletzungen mitbringen....so glücklich klingt das für mich nicht. Eine 1 Kilometer entfernte Hauptstrasse ist eine Todesfalle. Katzen haben viel größere Reviere.
Also zusammengefasst ist es in der Wohnung sehr viel sicherer. Aber jeder nach seinem Gusto. Mir tut es nur immer wieder im Herzen weh wenn ich dann lese das wieder eine Katze über die Regenbogenbrücke gegangen ist weil das Auto oder die Krankheit stärker war :-(
Gruss
Dot
 
  • Freigänger Beitrag #12
Hallo,

ich kann nur Dot und Maike zustimmen. Was nützt es einer Katze wenn sie nach draussen darf und wird trotzdem nicht beschäftigt. Manch Wohnungskatzen geht es besser als Freigänger. Ich perönlich kann nur sagen das meiner eine reine Wohnungskatze ist. Aber wenn du einen Garten hast, kannst du ihn ja dort laufen lassen, wenn natürlich dementsprechend dein Garten umzäunt ist, am besten hohe Holzlatten die oben nach innen gehen und sehr hoch sind, so kann die Katze nicht raus aus dem Garten. Das wäre doch ein fairer Kompromiss :wink: !

gruss

tigerlily
 
  • Freigänger Beitrag #13
Ich kann zum Thema Freigänger ein aktuelles Beispiel bringen.

Eine Freundin rief mich gestern an und sagte mir, dass ihr Kater schwer verletzt heim kam. Sehr offensichtlich war er in einen Revierkampf verwickelt. Das Katerle hat eine schwere Augenverletzung. Diese Verletzung war so kompliziert, dass 2 Tierärzte zunächst ablehnten, ihn zu operieren, da sie damit gar keine Erfahrung hatten. Ein dritter Tierarzt hat dann die OP übernommen. Die OP dauerte Stunden und der Kater hatte Glück im Unglück: das Auge konnte zunächst gerettet werden. Ob er allerdings darauf Sehkraft haben wird und wenn wieviel, bleibt abzuwarten. Es ist zu früh, um etwas darüber sagen zu können.
Das Tier leidet, die Familie ist todunglücklich und einen Haufen Geld kostet es obendrein.

Es ist nicht die erste Verletzung des Katers. Letztes Jahr kam Katerle erst mit einer durchbohrten Tatze nach Hause. Musste auch operiert werden.

Ob Freigänger oder nicht sollte im Sinne des Tieres wohl überlegt sein.

Liebe Grüße
Mone
 
  • Freigänger Beitrag #14
Ich bin noch ganz neu im Forum und total überrascht, dass es überhaupt eine so vehemente Diskussion gegen "Freigänger"-Haltung gibt. Ich selbst lasse meine Katze raus und rein, wann immer sie will und ich überlege gerade, eine Katzenklappe einzubauen. Inge und Tigerlily, ihr wißt vielleicht aus meinem 1. Beitrag, dass ich auf dem Land wohne, in einem winzigen Dorf, wo es kaum Bebauung gibt, aber doch eine Schnellstraße durch den Ort führt, und auf der kann man 80 fahren. Im Hinterkopf habe ich immer die Befürchtung, dass meine Katze eines Tages doch überfahren wird, aber es sprechen mehrere Punkte für diese Haltung, wie ich persönlich meine:
1. hab ich den Kater aus dem Tierheim, da hat er es beim mir schon wesentlich besser, ob er nun frei läuft oder in der Wohnung lebt
2. arbeite ich ganztags, bin alleinstehend und mindestens 10 Stunden am Tag weg
3. hätte ich gerne als Gesellschaft für die Katze noch eine weitere, aber wenn ich in Urlaub oder sonstwie mal weg bin, versorgt meine Vermieterin die Katze und die rollt schon mit den Augen, wenn ich ihr meine Pläne mit der "Vermehrung" offenbare
4. hat meine Katze draußen auf dem Hof (Pferdepension) immer Gesellschaft von anderen Katzen (die verstehen sich recht gut, obwohl einige sich auch regelmäßig mal mehr oder weniger anfauchen), hat Kontakt mit Hunden und Pferden und es ist immer interessant für die dort draußen.
Die Katze ist ein total ausgeglichenes Tier. Total gut erzogen (Dank dem unbekannten Vorbesitzer), kratzt an keinem Möbelstück. Ich brauche keinen Kratzbaum und die Katzentoilette benutzt er im Sommer kaum (da lasse ich ein Fenster auf und er kann raus und rein wie er möchte).

Ich kann aber auch Tierhalter verstehen, die ihre Katzen in der Wohnung halten wollen. Ich meine, es gibt reichlich Argumente dafür und dagegen, das sollte jeder selbst entscheiden.

Als ich vor drei Jahren die Katze bei mir aufnahm, hatte ich auch keine Ahnung, wann man sie raus lassen kann. Ich habe einfach 10 Tage - bestimmt nicht länger - micht ganz intensiv um ihn gekümmert, d.h. ganz freundlich seine Annäherungsversuche beantwortet, aber ihn in Ruhe gelassen, wenn ihm danach war und dann ihn geschnappt und nach draußen gebracht. Das arme Tier war ziemlich geschockt. Das sollte man wirklich nicht machen. Heute würde ich empfehlen, nach der Eingewöhnungsphase - man merkt ja, ob die Katze das neue zu Hause angenommen hat - einfach die Tür nach draußen öffnen und auf lassen und die Katze machen lassen.

Viel Glück mit der Katze aus dem Tierheim !
 
  • Freigänger Beitrag #15
Inge und Tigerlily, ihr wißt vielleicht aus meinem 1. Beitrag, dass ich auf dem Land wohne, in einem winzigen Dorf, wo es kaum Bebauung gibt, aber doch eine Schnellstraße durch den Ort führt, und auf der kann man 80 fahren.

Wie schnell da dann wirklich gefahren wird, steht auf einem anderen Blatt. Ist aber auch völlig egal, denn schon in einer 30-Zone ist es zu gefährlich für Katzen.
Und wie oben erwähnt ist die Straße nicht die einzige Gefahr, die es für Katzen gibt.

es sprechen mehrere Punkte für diese Haltung, wie ich persönlich meine:
1. hab ich den Kater aus dem Tierheim, da hat er es beim mir schon wesentlich besser, ob er nun frei läuft oder in der Wohnung lebt

Wo spricht dies für Freilauf? Er würde nur bei Dir in der Wohnung mindestens genauso gut leben.

2. arbeite ich ganztags, bin alleinstehend und mindestens 10 Stunden am Tag weg

Dann solltest Du auf jeden Fall, auch bei einem Freigänger, eine zweite Katze dazu nehmen. Auch das ist kein Argument für dieses unnötige Risiko.

3. hätte ich gerne als Gesellschaft für die Katze noch eine weitere, aber wenn ich in Urlaub oder sonstwie mal weg bin, versorgt meine Vermieterin die Katze und die rollt schon mit den Augen, wenn ich ihr meine Pläne mit der "Vermehrung" offenbare

Wo ist der Unterschied, ob sie ein oder zwei Katzen versorgt? Wenn sie Tiere mag, sollte ihr klar sein, dass es nicht gut ist, nur eine Katze allein zu halten, wenn man voll berufstätig ist, egal ob Freigänger oder nicht.

Die Katze ist ein total ausgeglichenes Tier. Total gut erzogen (Dank dem unbekannten Vorbesitzer), kratzt an keinem Möbelstück. Ich brauche keinen Kratzbaum und die Katzentoilette benutzt er im Sommer kaum (da lasse ich ein Fenster auf und er kann raus und rein wie er möchte).

Das könnte er auch bei Wohnungshaltung sein. Sicher ist es schön, wenn er draußen, vor allem bei einem Pferdestall, viel Beschäftigung hat. Diese kann aber auch innerhalb des Hauses haben.

Ich kann aber auch Tierhalter verstehen, die ihre Katzen in der Wohnung halten wollen. Ich meine, es gibt reichlich Argumente dafür und dagegen, das sollte jeder selbst entscheiden.

Nein, es gibt keine wirklichen Argumente für Freilauf! Eine Katze muß Beschäftigung haben, soviel ist klar. Aber diese kann auch innerhalb einer Wohnung oder Haus stattfinden. Man muß nicht ihr Leben riskieren, um sie zu beschäftigen! Auch ihre natürlichen Instinkte kann sie innerhalb des Hauses ausleben. Es muß keine echte Maus sein, die sie jagt ...
Sicherlich könnte man sagen: Das muß jeder selbst wissen. Problem ist dabei nur: Diese Entscheidung kann die Katze das Leben kosten!
Die optimalste Haltung ist die des eingeschränkten Freilaufs, also der Einzäunung des Grundstücks, so dass die Katze zwar raus, aber nicht weg kann. Dann hat sie frische Luft, kann Schmetterlinge jagen, vielleicht sogar mal Mäuse, ist aber keinen unnötigen Risiken ausgesetzt. Sicherlich kann sich das nicht jeder leisten. Ein vernetzter Balkon tut’s aber durchaus auch.
Wer sich ein Tier anschafft, muß sich darüber im Klaren sein, dass er auch die Verantwortung dafür übernimmt. Die Tür aufzumachen und das Tier sich selbst zu überlassen reicht da nicht aus! Ein Tier kann nicht wissen, welche Gefahren da draußen lauern, weil die überwiegenden Gefahren von Menschen gemacht sind: Autos, Jäger, Tierfänger, Tierquäler, auf Katzen abgerichtete Hunde ... Die natürlichen Gefahren (Revierkämpfe, Infektionen etc) bilden da nur noch das i-Tüpfelchen.

Viel Glück mit der Katze aus dem Tierheim !

Dem kann ich mich nur anschliessen mit der Bitte: Gib dem Tier eine Chance, alt zu werden!

Gruß, Inge
 
  • Freigänger Beitrag #16
Ihr habt anscheinend alle sehr schlechte Erfahrungen mit dem Freilauf von Katzen gemacht. Ich habe seit frühester Kindheit Katzen. Die erste Katze hatte ihr Leben lang Freilauf und wurde 17 Jahre alt. Die jetzige Katze (lebt bei meinen Eltern) hat auch Freilauf und hat das Durchschnittsalter von freilaufenden Katzen mit ihren 6 Jahren auch schon überschritten. Ich denke, dass es in der Natur einer Katze liegt, ein Revier verteidigen zu können und auch mal eine Maus zu fangen, wenn ihr danach ist. Ich halte das für weit tiergerechter, als sie in einer Wohnung gefangen zu halten. Lasst ihr, wenn ihr Kinder habt, die auch nicht raus, weil es zu gefährlich ist? Menschen, die in einer Wohnung "gehalten" werden, werden sicher auch älter, weil sie dort nicht angefahren, entführt oder sonstwie körperlich attackiert werden können.
FAZIT: Meine Katze bekommt ihren Auslauf, weil es meiner Ansicht nach nicht artgerecht ist, wenn man Katzen in einer Wohnung einsperrt.
 
  • Freigänger Beitrag #17
Hallo Inge und alle andern
Mein Kater gab mir grund für Freilauf, das Erste Jahr in der Stadt war er unsauber (er rebellierte) bis er als ich Umzog Freigang bekam. Wieoft höre ich hier meine Katze wird unsauber... Das Freigänger unsauber sind ist wirklich selten bis unwahrscheinlich, und alle andern Wohnungskatzen rebellieren, aber eben, es könnte ja was anderes sein...

Der Natürliche Lebensraum von Katzen ist draussen! Dem kann niemand wiedersprechen, denn die Urkatzen wohnten ja nicht in Wohnungen und haben sich dort vermehrt...

Es ist auch klar dass hier im Forum die Freigängermeinungen in der Minderheit sind, denn wenn ich sowas lese von wegen ich sei unverantwortlich meine Katzen rauszulassen, dann löscht es mir ab. Katzen haben einen unabhängigen Charakter, sie sind bei uns nur zu Besuch. Wohnungskatzen können sich aber nicht entscheiden, sie werden eingesperrt. Dies mal als Gegenmeinung, ich hatte im Ersten Jahr, als meine Katzen keinen Freigang hatten immer ein schlechtes Gewissen, obwohl immer jemand da war, sie selten alleine waren etc. Ich weiss dass meine Katzen seit sie Freigang haben glücklicher sind, dies haben sie mir gezeigt und an dieser Erfahrung lässt sich nichts ändern.

Die Frage von Lebensqualität und Lebensquantität ist das, ich möchte auch als Mensch nicht eingesperrt werden, dafür dürfte ich möglichst lange leben....Ich lebe lieber nur 60 als 80 Jahre, diese dafür gut und Artgerecht mit Freigang...

Nachdenkliche Grüsse Iwana
 
  • Freigänger Beitrag #18
Hallo Iwana,

Zitat:

"Der Natürliche Lebensraum von Katzen ist draussen! Dem kann niemand wiedersprechen, denn die Urkatzen wohnten ja nicht in Wohnungen und haben sich dort vermehrt... "

Das kann man ja nicht vergleichen. Zum Beispiel hält ja man auch Nagetiere in Käfigen, jawohl sie in freier Natur auch nicht in Käfigen leben. Haustiere, wie das Wort schon sagt, leben den größten Teil ihres Lebens im Haus (Wohnung).

Hier habe ich einen aktuellen Bericht aus dem Magazin "Katze extra" mal rausgeschrieben:

"Müssen Katzen unbedingt nach draußen?"

Katzen lieben es, nach Herzenslust draußen herumzustreifen. Doch dort gibt es Gefahren, mit denen die Stubentiger nicht immer umgehen können. Die katzenhalter, die in der Großstadt oder nahe einer verkehrsreichen Straße leben, sollten ihre Katze nur in der Wohnung halten. Auch reine Wohnungskatzen können ein glückliches und auf jeden Fall längeres Leben führen als die Tiere, die nach draußen dürfen. Eine Statistik aus den USA zeigt, dass die Lebenserwartung von Katzen,die nur drinnen leben, doppelt so hoch ist wie bei Freilaufkatzen. Während Freigänger druchschnittlich nur acht Jahre alt werden, erreichen Wohnungskatzen ein Durchschnittsalter von 15 Jahren. Wer eine katze in der Wohnung hält, sollte daran denken, dass die Umgebung auch "katzengerecht" ist. Besonders wichtig sind die hygiegenische Katzentoilette und ein Kratzbaum zum Krallenschärfen. Beides gibt es in verschiedenen Ausführungen im Fachhandel. Ihren natürlichen Jagdtriebn sollten die Samtpfoten auf jeden Fall ausleben dürfen. Dazu benötigen sie Kletter- und Versteckmöglichkeiten, einen bequemen Schlafplatz und einen sonnigen Ruheort, wie z.B. ein Kissen auf dem Fenstersims.Ganz wichtig für den Stubenhocker ist das tägliche Fitness- Training und genügend Zuwendung von "Herrchen" oder "Frauchen". Bei den täglichen Spiel und Schmusestunden zeigen Katzen sehr schnell, was sie mögen und womit sie gerne spielen. Das kann ein Korken, ein Bällchen, knisterndes Papier oder eine alte Socke sein. Zudem bietet der Fachhandel eine große Auswahl an Spielzeug für die Samtpfoten an.

Für die Katzenfreunde, die wenig zu Hause sind, empfiehlt es sich, von vorneherein zwei Katzen anzuschaffen. Diese können sich tagsüber miteinander beschäftigen und wenn abends "ihr" Mensch nach Hause kommt, beginnt die gemeinsame Spiel- und Schmusestunde.



gruss

tigerlily
 
  • Freigänger Beitrag #19
Der Natürliche Lebensraum von Katzen ist draussen! Dem kann niemand wiedersprechen, denn die Urkatzen wohnten ja nicht in Wohnungen und haben sich dort vermehrt...

Die Urkatzen waren noch Wildkatzen!!! Unsere Hauskatzen sind domestiziert. Sie haben inzwischen andere Bedürfnisse. Und sooo unabhängig, wie es viele Katzenhalter behaupten, sind sie auch nicht mehr. Die meisten, auch die Freigänger (!!) würden allein gelassen in freier Natur gar nicht überleben können!
Oder willst Du allen Ernstes behaupten, Du beherrbergst eine Falbkatze?!? Wohl kaum, oder?
Haustiere leben im Haus, Nutztiere an Haus und Hof und Wildtiere, das sind die, deren natürlicher Lebensraum draussen ist!

Die Frage von Lebensqualität und Lebensquantität ist das, ich möchte auch als Mensch nicht eingesperrt werden, dafür dürfte ich möglichst lange leben....Ich lebe lieber nur 60 als 80 Jahre, diese dafür gut und Artgerecht mit Freigang...

Katzen sind aber glücklicherweise keine Menschen! Sie denken anders, sie sehen ihre Welt mit anderen Augen! Für sie ist ihre Welt das, worin sie leben. Sie kennen kein Streben nach dem Unerreichbaren!
Der Nachteil ist aber auch, daß man sie über die Gefahren da draußen nicht aufklären kann. Und rauß lernen können sie auch nicht, da sie die solche Erfahrungen nicht überleben da draußen!
Du weißt, worauf Du aufpassen mußt, wenn Du raus gehst, Deine Katze nicht!
Der Unterschied in der durchschnittlichen Lebenserwartung bei Katzen (zumindest hier in Deutschland) ist 2 Jahre bei Freilauf zu 15 bei Wohnungshaltung (die ja noch nicht mal rein in der Wohnung stattfinden muß; es gibt auch gesichterte Balkons, Freigehege oder Gärten). Das ist ein wesentlich größerer Unterschied, als zwischen 60 und 80 Menschenjahren. Es entspricht eher dem Unterschied zwischen 20 und 80 ...

Nachdenkliche Grüsse Iwana

Ja, das solltest Du wirklich tun: Nachdenken!

Gruß, Inge
 
  • Freigänger Beitrag #20
Lasst ihr, wenn ihr Kinder habt, die auch nicht raus, weil es zu gefährlich ist?

Naja, das kann man nun wirklich nicht vergleichen. Ich lasse kleine Kinder bestimmt nicht auf der Autobahn spielen.

Es wird immer so betont das es nicht artgerecht wäre. Haustiere sind nun mal keine Wildtiere. Genauso könnte ich dann sagen: der Hund stammt vom Wolf ab und der ist ein wildes Tier. Ergo lass ich meinen Hund von der Leine, schick ihn in den Wald, soll er sich artgerecht ernähren und das Wild reißen.
Aber jeder so wie er mag. dazu bin ich wohl zu egoistisch, denn ich möchte meine Katzen nicht von der Straße kratzen müssen.
Gruß Dot
 
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