1. Wenn/Falls die pflegenden Senioren ins Heim müssen und ihre Tiere nicht mitnehmen dürfen:
a.) wer ist dann für die Tiere verantwortlich?
b.) wie schlimm wirkt sich die Trennung auf das Tier/den Senioren aus?
2. Wenn der Senior zu Hause lebt, aber mehr Pflege benötigt:
a.) was tun wenn pflegende Verwandte sich weigern die Pflege des Tieres zu übernehmen?
b.) was tun wenn der Pflegedienst sich weigert (...)?
3. Wie das (ehrenamtliche) Personal organisieren, falls eine gesteigerte Pflege des Tieres nötig wird, die der Senior nicht leisten kann?
4. Wie die evtl. anfallenden Kosten decken, falls ein Tier krank wird und der Senior/die Seniorin sich die Behandlung nicht leisten kann?
5. Wie überhaupt anfallende Pflegekosten des Tieres decken? Oder sollen Tiere nur an Leute gegeben werden, die sich den Unterhalt auf jeden Fall leisten können? !
1.a.) Meine Idee ist, das im Rahmen von Pflegestellen zu organisieren, d.h. im Sterbe- oder akuten Pflegefall, der eine weitere Haltung ausschliessen würde, müsste man eine neue Stelle für das tier finden.
1.b.) Sowas ist natürlich immer eine schlimme Sache für beide "Fraktionen", aber ich würde es nicht als Hinderungsgrund sehen. Solche Fälle kommen ja auch in anderen Altergruppen vor, wenn auch naturgemäss nicht so häufig, wie bei alten Menschen.
2.a.) Hier ist meines Erachtens eben die ehrenamtliche "Patenschaft" für Tier- und u.U. auch den Halter das wichtigste an der Sache überhaupt. D.h. es müsste ein Verteiler von Helfern aufgebaut werden, die sich regelmässig und bedarfsorientiert dem einzelnen Fall annehmen. Ich gehe aber auch nicht davon aus, dass es überwiegend kranke oder gesundheitlich stark angeschlagene Menschen sein müssen. Es gibt ja immer mehr Senioren, die noch gut beieinander sind, aber trotzdem zunehmend vereinsamen.
2.b.) Wenn eine starke Pflegebedürftigkeit besteht, müsste man das sicher im Einzelfall betrachten. Dann kann es ehr schweirig sein. Aber das sind wie gesagt eher Fälle, die ich als Ausnahmen betrachten würde.
3.) Ich habe die Feststellung gemacht, dass es garnicht so schwer ist, Helfer zu finden. Die Leute brauchen nur einen Anstoss, und viele Leute denken sicher auch, dass sie gerne was sinnvolles machen würden, aber nicht wissen Wie und Wo, bzw. sich nicht alleine zum ersten Schritt aufrappeln können. Aus meinem Umfeld wüsste ich einige Leute, die ich sicherlich schnell davon begeistern könnte, etwas ihrer Freizeit zu investieren.
4. + 5.) Was die Kosten betrifft, ist es ja so, dass die Heime mit nicht vermittelten bzw. kaum vermittelbaren Tieren eh Kosten haben. Bei einer Pflegestelle müsste dann eben danach entschieden werden, welche Einkünfte der Senior hat. Wer es sich leisten kann, zahlt es selbst, bei Sozialrentnern müssten die
Tierarzt-Kosten dann eben durch die Heime getragen werden. Unter dem Strich wäre das für die Heime sogar billiger.
Was "Notgelder" etc. betrifft, mache ich mir auch keine großen Sorgen. Es gibt auch noch eine Menge Senioren, die finanziell gut dastehen und solche Dinge gerne unterstützen. Für den Berliner Zoo beispielsweise sind Spenden aus dieser Klientel und auch das "Testamentsmarketing" von großer finanzieller Bedeutung. Auch das Berliner Tierheim bekommt einiges an Finanzen aus Spenden und Erbschaften. Oftmals machen das alte Menschen auch schlicht aus Frust, wenn sich die Kinder "nur" sehen lassen, wenn sie etwas brauchen oder die Alten schlicht abschieben...
Natürlich ist sowas relativ leicht ausgedacht und unweit schwerer realisiert. Aber dazu gehört eben in erster Linie - neben aller Rationalität - auch immer Idealismus und eine gute Portion "Utopie".
Ich sehe das auch nicht als Massenbewegung, sondern mir würde es jetzt erstmal darum gehen, die Akzeptanz bei den Tierheimen, Senioren und infrage kommenden Ehrenämtlern abzuklopfen. Selbst wenn dabei nur 5 solcher Fälle herauskommen würden, dass ein alter Mensch ein altes Tier nimmt, wäre das in meinen Augen ein Erfolg. Und wenn sowas Schule machen würde, wäre es natürlich fantastisch.
Selbst, wenn es keine ausreichende Resonanz finden solte, was schade wäre, aber möglich ist, sollte man es aucf jeden Fall ernsthaft versuchen. Mehr als Zeit und etwas Geld kann es letztlich nicht kosten.