Hallo Tina, zur Individualität vorab:
wie Du bereits von uns weißt, haben wir unsere Erfahrungen mit Orientalen, den Thaikatzen, gesammelt.
Bereits 1995 wurden mir seitens eines damaligen Vermieters ein 4-monatiges Geschwisterpärchen, Bruder „Simba“ und Schwester „Maxi“ zum Geburtstag geschenkt.
In den ersten Wochen war in unserem Haushalt nichts mehr sicher vor diesen Energiebündeln – nichts – es war durchaus stressig, alle Sicherheitsvorkehrungen zugunsten eines unfallfreien Lebens der Gnadenlosen einzuhalten – war da nicht etwas weißlich Beiges am Vorhang, knapp unter der Wohnzimmerdecke? – pass auf, hinter der Tür war doch ein heller Schatten – schweißtreibend…
Beide Erstkatzen, EKH Bobby, eine 10-jährige Dame und EKH Max, ein 16-jähriger Gardenking notierten es mit einer gewissen zurückgezogenen Verdrießlichkeit, wurden aber von den bis zum Umfallen selbstbewussten Rotznasen als Mitgeschöpfe kaum wahrgenommen – uns Menschen galt deren Show. Wir hatten schwer damit zu tun, den beiden Altkatzen stets mitzuteilen, dass sie immer noch erste Wahl für uns waren – ob es gelang – ich habe im Nachhinein meine Zweifel.
Als sowohl Bobby als auch Max gegangen waren, waren aus den Siamesen ebenfalls erwachsene Respektspersonen geworden - Simba war zum kuschelwarmen, stets greifbaren Partner für alles, aber auch alles, was man gerne von Katzen hat, geworden, eine Seele von einem zärtlichen Kater, vorsichtig in der Handhabe von absolut allem, was umfallen könnte – vorbildlich – klug taxierend, wann, egal bei wem in der Familie, Bedarf an Schmuseeinheiten bestand – wie durch Zauberverstand – er war da – immer.
Maxi war inzwischen zur wahrhaften Primadonna geworden – wählerisch und betont langsam beim Futter – dominant und täglich "mittel-durchschnittlicher" Laune, außer bei gekochtem Huhn in Ihrer Nähe – manchmal bedürftig intensiver Zärtlichkeit für rund 1 Minute – gerne abweisend und schroff, aber immer für ein Schwätzchen zu haben – ein lautes Schwätzchen…
So ist sie noch heute, da sie Tante Maxi heißt und alles, aber auch alles rein passiv unter Kontrolle hat – mit ergrauten Augen, außer wenn das gekochte Huhn in Ihrer Nähe ist – ungnädig wenn einer der Jungen zu nahe an ihr vorbeigehen möchte – Formosaspargel-Tarzan aber eben ganz Cheffe…
Simba ist leider an FIV gestorben – wir werden ihn niemals vergessen – er war der König der Liebe…
Ich werde continuen…