Die wohnen immer noch bei meinem Ex und sind nun fröhliche Rentner-Freigänger-Katzen
Dann sage ich nur, Glück gehabt. Natürlich gibt es auch einen positiven Ausgang von Freigang. Aber das Risiko sollte man nicht an Einzelfällen festmachen, sondern am Verhältnis. Und ich denke, dass weit mehr Katzen frühzeitig ihr Leben verlieren, weil sie ungesicherten Freigang haben, als dass sie alt werden.
Meine Großeltern hatten auch nur Freigänger. Ich glaube es waren insgesamt 5 Katzen. Davon ist eine 20 Jahre alt geworden. 2 haben nicht das 10 Lj. erreicht, Erkrankung durch Vergiftung, die anderen 3 wurden überfahren.
Aufgrund dieser Erfahrung (ich war damals noch jung) werde ich meine Katzen nie ungesichert raus lassen. Ich habe sie schon an die Leine genommen und bin mit ihnen auf ein hauseigenes Wiesenstück gegangen. sie hatten Angst, da sie es nicht gewohnt waren. Die ganzen Gerüche und neuen Eindrücke hatten sie vollkommen überfordert.
Ich sehe eine Wohnungskatze nicht als eingesperrt, da ich mein Verständnis für die angebliche Freiheit nicht mit den Katzen gleichsetze. Bei einem Haushalt, indem sich mind. 1 Stunde am Tag ausgiebig mit den Katzen beschäftigt wird, spielen, schmusen, dösen, reden usw., wird auch keine Einsamkeit aufkommen. Katzen geben sich sehr wohl mit einem kleinen Revier sehr zufrieden, wenn es auch was bietet. Also muss eine dementsprechende Einrichtung her. Kletterbäume, Wandbretter, Höhlen, Spielzeug, gesicherter Balkon, Terrasse oder Garten. Den Spielgefährten gibt es ja schon. Dann braucht man auch kein schlechtes Gewissen zu haben...
Ich möchte niemanden zu irgendwas überreden, nur klar machen, dass sich unser Verständnis für Freiheit nicht mit dem der Katze deckt. Insbesondere nicht, wenn diese Freiheit durch all die Widrigkeiten eingeschränkt wird, die sich im ungesicherten Freigang ergeben.
:wink: