Okay, ich seh schon, hier wird ein Anfänger-Crashkurs benötigt
Also zuerst mal: Der Grund, weshalb (leider) immer noch viele Tierärzte Trockenfutter empfehlen ist, dass ihnen von den Futtermittelherstellern eingeredet wird, das sei gut für die Zähne. Das ist aber ein Mythos.
Erstens sind die Brocken vom Trockenfutter so klein, dass sie meistens im ganzen verschluckt und gar nicht "gekaut" werden. Wie also sollen sie Zähne reinigen? Dann, selbst wenn die Miez drauf rumbeißt, fallen die Brocken so schnell auseinander, dass überhaupt keine Reibung, ergo auch kein Reinigungseffekt entstehen kann. Und zum Dritten ist in Trockenfutter so viel Zucker und Getreide drin, dass es den Zähnen eher schadet, als sie zu reinigen. Das ist, als würdest du Butterkekse essen, um dir die Zähne zu putzen.
Dann zum Trockenfutter im Allgemeinen: Abgesehen davon, dass es, wie oben erwähnt, zum Großteil unverwertbare und/oder schädliche Stoffe enthält, entwässert es auch noch, denn es ist ja trocken. Das ist für die Katze, die in der Natur nur wenig trinkt, und den Großteil der Flüssigkeit über die Nahrung aufnimmt, echt übel. Du kannst mal einen Versuch machen: fülle etwa die Menge, die du täglich an Trockenfutter fütterst, in einen Messbecher. Gib etwa 50-100 ml Wasser hinzu und warte, bis das Trockenfutter es komplett aufgesaugt hat. Fülle in diesen Schritten so lange Wasser nach, bis das Trockenfutter es nicht mehr aufsaugt. So viel müsste deine Katze täglich trinken, um allein den Flüssigkeitsverlust durch das Trockenfutter wettzumachen, noch ohne ihren eigentlichen Flüssigkeitsbedarf beachtet zu haben, der ja auch noch gedeckt werden müsste.
Ich würde daher dazu raten, das Trockenfutter schnellstmöglich abzusetzen.
Zur Lagerung der Dose: Sowohl bei Fressnapf als auch bei Sandras Tieroase gibt es Deckel für Futterdosen. Wenn du die nach dem Öffnen drauf machst und die Dose in den Kühlschrank stellst, kannst du das locker 48 Stunden lang verfüttern.