"Meiner Meinung sind die Unterschiede oft gewaltig. Und sorry aber ... wir Hauskatzenhalter haben doch auch viele Katzen die ihr Leben nur in der Wohnung zubringen müssen. Und auch das eigentlich nur, weil wir die Miezen einfach niedlich und putzig finden. Das ist doch absolut kein Unterschied zu den Grosskatzen in Zoos. "
Ja, beides ist verwerflich, und du hast da schon korrekt die Parallelen entdeckt. Tiere sind kein Spielzeug, keine Untertanen, keine Unterhaltungsgegenstände und keine Lückenfüller der Einsamkeit für Menschen. Wer sowas denkt (die wenigsten wohl) und aber auch, wer so handelt (die meisten leider), darf sich mMn niemals Tierfreund oder Tierliebhaber nennen. Denn jeder, der in Zoos geht, Tiere eigenständig in Käfigen hält, usw. verwehrt ihnen ihren natürlichen Lebensraum und somit ein Grundbedürfnis. Gleichzeitig muss man sich auch fragen, ob die Zucht eines Tieres gerechtfertigt ist - wieso ist das bei anderen Lebewesen in Ordnung, bei Menschen aber ein absolut abstruser Gedanke? Woher nimmt sich der Mensch das Recht, sowas an einem Tier machen zu dürfen? Was ist die Begründung FÜR das Tier, sowas machen zu dürfen?
Wenn man Großkatzen und ihre Bestände schützen möchte, muss man es unternehmen, sie in ihrem natürlichen Lebensraum vor Menschen (Jagd, Abholzung, Bebauung, usw.) zu schützen und nicht sie in einen kleinen Raum zu sperren und sie als Schauobjekte (und somit einer Abwertung) darzubieten. Das ist höchst respektlos einem Lebewesen gegenüber. Niemand hat das verdient. Der Vorwand der Bestandsschützung hat im Wesentlichen den Grund, dass Zoo-Betreiber mit ihren Attraktionen Geld verdienen möchten. Denn sonst wäre die genannte Lösung die bessere für das TIER. Aber damit lässt sich nun mal kein Geld machen.