Guten morgen liebe russian, mennemaus, hatschepuffel, whiskysmensch und all ihr ihr anderen lieben!
ich bedanke mir herzliche für eure einfühlsamen antworten und euren gedanken die ihr diesem ganzem thema so liebevoll schenkt.
kennt ihr das, wenn man sich im kopf vor traurigkeit so fühlt, als hätte man fieber? so ging es mir die zwei tage nach ihrem tod. es kam mir so vor, als wäre ich irgendwie gescheitert. jetzt übersteigt das glückliche, tolle gefühl ihr so viel liebe noch einmal geschenkt zu haben. also war die "mission" ja eigentlich doch SEHR erfolgreich
wisst ihr was ich denke?
ich denke, dass die süße, es seit dem mittwoch, wo es ihr anfänglich schlechter ging- genau wusste, wieviel zeit ihr noch bleibt. sie hat seit diesem tag eine starke
verhaltensänderung erlebt. ja sicher- kranke tiere reagieren meistens anders- aber bei ihr änderte es sich so SCHNELL auffallend ins gute.
als ich sie aufnahm war sie etwas launisch, lockte mich zwar zum streicheln an- aber fauchte mich ohne grund dabei grimmig an sodass ich erschrak, auch haute sie ein zwei mal nach mir, versuchte ich etwas inniger mit ihr zu schmusen, wie zum beispiel auf meinem geborgenen arm- ging dies rein gar nicht- sie wollte einfach nur meckernd weg.
ich verstand diese art ganz gut und drängte sie nicht weiter- nahm sie statt dessen einfach liebevoll an und lernte andere süße dinge an ihr zu schätzen. ich hatte verständnis, denn wer weiß was sie alles durchmachen musste, die ganze ungewohnte situation, die hektik, das verlorene zuhause, der kränkelnde zustand und dann noch die blindheit.
ich staune, wie ein tier so manches relativ leicht hinnehmen tut. an meinen kater und unseren lieben hund musste sie sich ja notgedrungen auch "schnell" gewöhnen.
die letztens fünf tage dann der absolute wandel.
sie mautze sehr anhänglich nach mir, kuschelte ohne ende und war dabei sehr lieb, als ich im bus mit ihr auf dem weg zu einer untersuchung war- wollte sie umbedingt aus ihrer box krabbeln um ihren oberkörper zärtlich an meinen arm und meine schulter schnurrend zu legen, ich durfte sie unter meine bettdecke sachte legen- dort fing sie an zu schnurren, drückte sich vertraut an mich und schlief seelig ein- das eine mal sogar für ganze 2 stunden am stück. mein partner staunte nicht schlecht, hatte er doch immer spassend zu mir gesagt "hihi du hast ja angst vor deiner eigenen katze":shock:
ich denke, sie wollte einfach noch mal all die geschenkte liebe bewusst aufsaugen und sich somit auch ein wenig bedanken. bevor es ihr an dem sonntag ja so schlecht ging, wollte sie nochmal eine ganze stunde unter meiner warmen bettdecke schlafen. darüber freute ich mich sehr und streichelte sachte ihren nacken. in dem moment wusste ich noch nicht, wie es danach sein würde- sie aber wusste es- da binich mir ganz sicher.
nun hatte ich das große glück, dass bekannte ein riesiges, halb wildes grundstück an einem wald/feld besitzen. dort begrub ich sie in liebe. das war ein relativ gutes gefühl, denn die stelle war einfach herrlich. irgendjemand fremdes muss dort auch schon einmal sein tierchen begraben haben, denn daneben war ein holzkreuzChen samt steinhaufen aufgebaut worden.
selbst auf dem weg dorthin begegneten mir 4 grasende rehe, als ich fertig war schaute ich auf- es fing an dunkel zu werden und da die stelle auf einem kleinen hügel liegt- strahlten mich die lichter der stadt in warmen gelborangenen tönen an. hinter mir befand sich die grüne, neblige weite der felder. es war einfach beeindruckend!
EIN BUCH kann ich euch empfehlen:
"AUCH TIERE ÜBERLEBEN DEN TOD" VOM SILBERSCHNUR VERLAG.dort wird sehr herzlich und glaubwürdig das thema tod behandelt. dieser verlag bietet sowieso sehr viele gute bücher an. nicht stark religiös oder ähnliches- einfach nur natürlich einfach.
@russian- ich finde schön, dass du auch so denkst/fühlst und dich nicht von der vielleicht kurzen zeit abschrecken lässt. gerade diese tiere sind so dankbar*
@mennemaus- dein spruch von herman hesse könnte wortwörtlich ja glatt von mir stammen

schmunzel ich kannte diesen noch nicht und werde ihn als geschriebenen ausdruck meines denkens aufbewahren. lächel- ist dir aufgefallen, wie ähnlich du und ich oft denken? -freu*
@hatschepuffel- ja dieses gedicht ist wirklich sehr schön* weißt du was ich glaube? ich glaube, dass in diesen sätzen sehr viel wahrheit mitschwingt. ich bin fest von überzeugt, dass es nach dem tod weitergeht und unsere lieben verstorbenen ab und zu mal bei uns zärtlich vorbei schauen. ich wurde in diesem wissen wie ganz selbstverständlich großgezogen, denn meine mutter befasst sich mit der esoterik, schreibt momentan sogar ein buch darüber* wenn eines meiner geliebten tiere einschlief, dauerte es meistens nicht lange bis ich spontan plötzlich einen kleine gruß von ihnen bekam.
bei meinem einen katerchen war es damals so, dass ich des nachts im halbschlaf liebevoll merket, wie etwas kleines zärtlich in mein bett getappst kam. von fussende hinein über meine bettdecke. ich dachte erfreut beglückt "OH PICKETT KOMMT JA WIEDER SCHMUSEN".-) und schlief glücklich ein. am nächsten morgen fiel mir dieses erlebniss ein und ich war positiv überrascht, denn pickett war zu dieser zeit ja schon zwei wochen tot. nachbars kinder fanden ihn damals eingeschlafen an vermutlich rattengift.
ich denke das erlebniss im halbschalf war ein sanfter abschied von ihm und dass man gerade im halbschlaf eher solche dinge mitbekommt, denn in diesem zustand ist ja die eigene seele klarer und im Vordergrund- denn der körper an sich befindet sich ja eigentlich im schlaf* nein angst hatt eich keine- es war einfach nur schön ihn nochmal- wie ganz natürlich spüren zu dürfen*
@whiskysmensch- schmunzel ja meine mutter meinte auch letztens- nun tobbt sie vergnügt sehend über eine wiese* all die zwänge ihrer blindheit sind vorbei* schmunzel hey deine beiden sehen ja auch putzig und sehr vertrauensvoll aus.
in liebe- mohrlin