Hallo @all,
das Thema "Massenkastrationen" von "streunenden Katzen" ist ja nichts Neues, u. mit Sicherheit auch
nicht das "Allheilmittel".
Aber, mit Sicherheit mit ein wichtiger Anfang, um die Population der Streuner "unter Kontrolle" zu halten.
Wie ich schon geschrieben habe ... in Berlin gibt seit dem Jahr 2000, das ist immerhin schon fast 10 Jahre her, solche Massenkastrationen von wilden Streunern und so weit mir bekannt ist, konnte man bisher noch keinerlei Auswirkungen beobachten. Also wir halten fest ... bei allen solchen Aktionen in den letzten Jahrzehnten waren insgesamt betrachtet keinerlei wie auch immer geartete positive Auswirkungen erzielt worden. Es gibt bundesweit so viel wilde Streuner wie noch niemals zuvor. Demzufolge kann es doch kein Anfang sein, sondern es ist ein komplett falscher Denkansatz.
Viel wichtiger wäre eine Diskussion darüber, was die Gründe sind weshalb es denn eine so große Population
z.Zt. gibt.!!
Und da muß man nicht viel darüber nachdenken:
Wieder mal von "Menschen gemacht".!!!!
Wie ich schon sagte, wir Menschen sollten uns erst einmal darüber im Klaren sein, als was wir wilde Streuner betrachten möchten. Sind es verwilderte Haustiere, Wildtiere oder vielleicht wildlebende Haustiere? Verwilderte Haustiere gehören eigentlich allesamt eingefangen und an Menschen vermittelt, während bei Wildtieren die Sache ja nun ganz anders aussieht. Da wäre es eher angebracht den Einfluss den Menschen so weit es geht zurückzudrängen. Was stellen wilde Streuner denn eigentlich dar, ich meine, welchen Stellenwert haben sie zur Zeit?
Meiner Meinung wäre es viel angebrachter sich um die Gesundheit der Tiere zu kümmern, aber den Lebensraum dementsprechend einzuschränken. Und sorry, aber es geht meiner Meinung einfach nicht an, das Streuner einerseits von Menschen einen geschützte Unterschlupf bekommen und sogar noch zusätzlich gefüttert werden ... ich meine, ist ja nun logisch das unter diesen Bedingungen die Population wilder Streuner immer weiter anwächst. Ich denke, wir wollen doch bloss die Abläufe der Natur nicht wahrhaben. Wir wollen jedes noch so kleine Lebewesen erhalten und es beschützen, aber wir wundern uns, wenn sich eben diese Wesen kräftig vermehren und sich die Situation keinesfalls zum Guten wendet.
Apropo Domestikation.
Zur gleichen Zeit wie die Katze, ein paar Jahrhunderte hin u. her, ist auch der Hund domestiziert
worden. Aber ich habe noch von keiner Population streunender Hunde in Deutschland gehört.
Woran liegt das ??!!
Ähm... das kann man so nicht sagen. Erstens ist die Domestikation des Wolfes und damit die Erschaffung des Haushundes sehr, sehr viel älter als die der Hauskatze. Die Änfänge der ersten Domestikationsversuche des Wolfes reichen bis zu 135.000 Jahren zurück. Inzwischen gibt es unglaublich viele verschiedene Hunderassen, die allesamt mit dem Wolf als natürlichen Stammvater aller Hunderassen, nicht mehr viel zu tun haben. Die allermeisten Hunderassen haben es auf Grund der Zuchtauswahl der Menschen, einfach verlernt sich in der Natur selbst zu ernähren und ein selbstständiges Leben zu führen.
Katzen dagegen wurden in Agypten vor gerade mal 3.500 und in Mesopotamien vor etwa 9.000 Jahren erstmals domestiziert. Und man darf auch nicht vergessen, das die Domestikation der Katzen über viele Jahrtausende bis in die Neuzeit hauptsächlich in der Duldung und gelegentlichen Unterstützung bestand, halt eigentlich ganz ähnlich wie bei unseren heutigen wilden Streunern. Katzen durften in und an den Kornkammern Agyptens die Nagetiere wegfangen und erhielten im Gegenzug einen sicheren Schlafplatz und gelegentliche Zuwendung und Unterstützung. Mit der heutigen Art der Katzenhaltung ist dies ganz sicher nicht zu vergleichen. Jedenfalls dürfte das der Hauptgrund dafür sein, weshalb Katzen sich ihre wilde Natur weitestgehend bewahrt haben.
Genügend Mäuse und ein sicherer Unterschlupf vorrausgesetzt bedarf es meines Wissens lediglich zwei Generationen und von Domestikation ist so gut wie nichts mehr zu spüren. Ganz im Gegensatz zu Hunden, die oft nicht mehr in Lage sind ein selbständiges Leben zu führen. Wobei man auch das nicht ganz ausschliessen kann. So weit ich weiss, gibt es in Spanien gar nicht mal wenige völlig wild lebende Strassenhunde. Darunter sind einige wenige Populationen die sogar kurz vor der Anerkennung einer neuen Wildtierart stehen, weil sei schon seit mehr als 50 Jahren ausschliesslich allein und ohne den Menschen zurecht kommen.