Die Bengalkatze ist eine Kreuzung aus der Hauskatze und der wilden Bengalkatze ALC (Prionailurus bengalensis). Die Bengalkatze sieht äußerlich aus wie eine Hauskatze im Leopardenfell.
Entstehung:
Jean Mill (Genetikerin) kreuzte 1963 eine wilde Bengalkatze mit einem Hauskater. Aus dieser Verpaarung ist Kin Kin (erste Generation= F1) ein weiblicher Hybride entstanden. Kin Kin wurde rückverpaart mit ihren Vater und sie gebar zwei Katzen. Das Mädchen war ein stets schlecht gelauntes Kätzchen und der kleine Kater hatte gepunktetes Fell. Jean Mill wollte mit diesen kleinen Kater weiter züchten jedoch verstarb der kleine bei einen Unfall leider. Später stellte sich heraus das die Kater der F1- F3 Generationen steril d.h nicht zeugungsfähig sind. Das schlecht gelaunte Kätzchen frass ihre Kitten nach 2Tagen auf. Nachdem dann ihr damaliger Mann verstarb beendete sie vorübergehend ihr Zuchtprogramm.
Jean Mill startete ihr Zuchtprogramm 1980 wieder. Sie hat von Dr. Willard Centerwall, welcher Studien zur Katzenleukose durchführte, 4 Bengal-Katzen-Mischlinge bekommen. Von ihren neuen Mann, der ein kleines Zoo leitete, bekam sie 5 weitere Tiere. Mrs. Mill bekam ein männlichen Hybriden aus einem Zoo in Indien und nannte ihn Millwood Tory of Dehli. Er bereicherte ihr Zuchtprogramm. 1983 kam der weltweite erste, fruchtbare Bengalkater, mit nur 25 % ALC Blut.
Generationen:
Bengalkatze ALC (Prionailurus bengalensis) X Hauskatze= F1 (50% Wildanteil ALC)
F1 X Hauskatze= F2 (25% Wildanteil ALC)
F2 X Hauskatze= F3 (12,5% Wildanteil ALC)
F3 X Hauskatze= F4 (6,25% Wildanteil ALC)
F4 X Hauskatze= F5 (3,125% Wildanteil ALC)
F5 X Hauskatze= SBT (ca. 1,6% Wildanteil ALC)
Die Kater von der F1-F3 Generation sind immer unfruchtbar, F4 und F5 gibt es wenige fruchtbare männliche Tiere.
Nach der F5 Generation werden die Tiere mit SBT abgekürzt, da der Wildanteil unter 2% liegt und deshalb nicht mehr als Wildtier angesehen werden. Um in Deutschland ein Tier der F1-F3 Generation halten zu dürfen muss man bestimmte Auflagen erfüllen.
Aussehen:
Die Bengal Katze ist eine mittel bis große Katze. Sie hat einen
athletischem und sehr muskulösem Körperbau. Das Aussehen
ähnelt einen zu klein geratenen Leoparden. Auf den ersten
Blick, erkennt man den ausdrucksvollen und wilden Blick*
ihrer Vorfahren. Die Hinterbeine sind etwas höher als die
Vorderbeine und die Schulter. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper
etwas kleiner. Die Bengalkatze hat hohe Wangenknochen, eine breite
Nase und kleine Ohren. Die Augen sind groß und oval.
Die Augenfarbe variiert: Bei Katzen mit Points (gepunktet, getupft)
sind die Augen blau, blau-grün, aquamarin, grün und gold.
Bei Katzen ohne Points: grün, braun und gold.
Fell:
Man unterscheidet zwei Fellzeichnungen marble und spotted.
Spotted: viele Punkte die zufällig gesetzt sind oder Rosetten
Marble: mamoriertes Fell.
Die beiden Zeichnungen gibt es in 4 verschiedenen Farben: Snow, Silver, Braun und Charcoal.
Wesen:
Die Bengalkatze ist ein sehr intelligentes Tier, dass dazu sehr lebhaft, aktiv und neugierig ist. Bengalkatzen sind sehr anhänglich, fast schon wie ein Hund d.h sie folgt ihrer Bezugsperson auf Schritt und Tritt. Diese Katzen lieben das Wasser und sie Klettern sehr geschickt, dank ihrer langen Hinterbeine können sie auch aus dem Stand enorme Höhen erspringen. Die Bengalkatze spricht mit ihren Mitmenschen und antwortet ihn auch gerne, wird ihr keine Aufmerksamkeit geschenkt, so kann sie auch schon mal eifersüchtig und böse werden. Jedoch vergibt sie schnell, spätestens
wenn der Futternapf wieder gefüllt wird oder sie eine extra lange Streicheleinheit bekommt. Die Rasse ist für Menschen geeignet die gerne ein Lebhaftes, verschmustes und anhängliches Tier haben möchten, für Menschen die lieber ein ruhiges Tier möchten ist diese Rasse nicht geeignet.