Es ist einfach eine logische Überlegung. Bei Edelkatzen wird doch das Hauptaugenmerkmal auf die Optik gelegt, weil es der Käufer so will....gezüchtet wird was momentan gefällt und gut verkauft wird........Zuchtergebnisse sind sehr häufig eine Modeerscheinung. Bei den Briten ist mittlerweile der Typ fast gar nicht mehr zu verbessern.....das ist das Häufigste Zuchtargument.Ein Beispiel: Vor Jahren gab es da mal einen niederländischen Kater, von der Optik her fast perfekt......aber sehr viel anderes(Genetik )im Argen. Dieses Tier,im Übrigen hochprämiert, stand für Deckungen zur freien Verfügung und dementsprechend musste der Katermann kräftig produzieren....was auch geschah über viele Jahre hinweg. Es stellte sich im Nachhinein heraus,dass dieser Kater genetisch so einige negative Dinge resseziv weitervererbte....die dann auch bei entsprechenden Verpaarung zum Vorschein kamen. Dieser Kater und auch viele seiner Nachkommen sind auch heute noch in den Linien(die man im Stammbaum nicht mehr sieht) zu finden. Dann kommen noch Inzuchtverpaarungen hinzu,die auch von vielen Vereinen toleriert werden. Um bestimmte optische Merkmale zu stärken....das dies auf Dauer zu Schäden führen kann ist doch logisch. Wenn das genetische Material aufgrund von Inzucht in der Vielfalt reduziert wird führt dies zu einen instabileren Immunsystem.....und ganz einfach....da wo der Mensch in der Natur beeinflussend seine Hände im Spiel hat kommt auf Dauer nichts Gutes bei raus.
Seit ein paar Jahren ist ja die Farbe fawn und cinnamon der absolute Verkauf und zuchtrenner bei den Briten......auch da ist sehr viel im argen....der Ursprung liegt wieder bei ganz wenigen Katern,die wieder in fast allen Stammbäumen (weiter hinten )zu finden sind. Aber bei den Hunden ist es auch nicht anders.Der Dalmatiner wurde zu Renner......alles wurde verpaart was Punkte hatte....Ergebnis..etliche taube Tiere kamen heraus. Der Golden Retriever vor Jahren ebenfalls der Renner.....Ergebnis...viel Tiere waren/Wurden aggressiv und hatten Krankheiten.
Bei der Zucht,egal ob hund oder Katz geht es leider sehr vielen Leuten,die sich Züchter nennen(und keine Ahnung von der Materie haben) ums liebe Geld....schaut doch mal wieviel Neuzüchter es gibt!
Die Kastraten werden verscherbelt,weil sie nix mehr an kohle einbringen, oder weil sie sich angeblich nicht mehr mit der Gruppe verstehen...blablabla....und dann nennen sich die meisten"Züchter" noch tierlieb....das ich nicht lache. Und es gibt wirklich verdammt wenige Züchter, die mit Verstand und Herz züchten und über das was sich tuen auch Bescheid wissen.
Liebe Grüße
Gaby
Ein Beispiel ist noch Fip,tritt sehr sehr viel häufiger bei Rassekatzen auf.....Wissenschaftler vermuten eine genetische Disposition.......Coronaviren werden von einem intakten Immunsystem in schach gehalten.Ein durch Inzucht geschwächtes oder nicht voll ausgebildetes Immunsystem schafft das nicht.
Darum sollte man ja auch nicht mit Tieren züchten, die schon mal Kinder an FIP verloren haben......aber wer hält sich dran, denn es stirbt ja nicht immer der ganze Wurf?????
Dann die anderen Krankheiten wie HCM,PKD und nun auch die Patellaluxation.
Gaby