Hallo Gine,
danke für deine Worte! Fühl dich mal ganz doll gedrückt! Mir geht das ähnlich mit den Kategorien, ich finde auch kaum mehr was. ;-)
Wenn die anderen Medikamente deiner Maus auch eine Absenkung der Herzfrequenz bewirken, wurde vielleicht deshalb auf die Beta-Blocker verzichtet!? Das ist dann ja nicht mehr dringend notwendig.
Und danke für die "Vorwarnung", ich werde sofort alarmiert sein, wenn solche Symptome auftauchen!
Gehst du auch alle drei Monate zum Überwachungs-Ultraschall?
Der Doc hat mir alles auf eine CD gebrannt, allerdings ist da wenig Text, nur viele Aufnahmen vom Ultraschall etc. Die kurze Diagnose kopiere ich mal hier rein:
"HYPERTROPHE
CARDIOMYOPATHIE, MIT DYNAMISCHER SUBAORTENSTENOSE UND SEKUNDAERER MITRALKLAPPENINSUFFIZIENZ MIT EINER HERZFREQUENZ VON 220 SCHLAEGEN.
THERAPIE: ATENOLOL 25 MG TABLETTEN TAEGLICH 1/4 TABLETTE NACH CA 2 WOCHEN AUF 2 X TAEGLICH 1/4 ERHOEHEN. SOLLTE EINE KASTRATION DURCHGEFUEHRT WERDEN, SOLLTE POST OPERATIV ZUSAETZLICH DIMAZON 1MG/ KG 1 X TAEGLICH FUER 4 TAGE VERABREICHT WERDEN. EINE KONTROLLE IN 3 MONATEN IST ANGERATEN."
Ruhiger ist er momentan aber noch nicht, ganz und gar nicht. Er rennt noch immer den halben Tag und fast die ganze Nacht schreiend umher und markiert am laufenden Band. Gegen ihn kommt mir der kleine Matzl schon letargisch vor!
Matzls Ergebnisse aus der Klinik sind auch ENDLICH da. Sie klingen hoffnungsvoller, aber mysteriöser.
Diagnose:
Geringgradige Mitralinsuffizienz
Geringgradige Trikuspidalinsuffizienz
Geringgradige diastolische Dysfunktion un dgeringgradige AV-Klappeninsuffizienzen
Geringgradige Kardiomegalie (Herzvergrößerung)
Blutuntersuchungen und Taurinspiegel und NT-proBNP ergaben keine Abweichung von der Norm
Blutdruck systolisch 120mmHg
Also alles sehr geringgradig (tolles Wort), aber ohne Erklärung! Schon die Spezialistin in Berlin hat damals von einer unbekannten Genese gesprochen, hier scheint die Ursache auch nicht in einer "typischen" Krankheit gefunden worden zu sein. Alles sehr merkwürdig. Matzl bekommt keine Medikamente, ist aber auch so weitaus ruhiger als der Knödl.
Nachdem es mittlerweile in meinem Katzenrudel keine Harmonie mehr gibt, die Kleinen nur noch verprügelt werden, alle unruhig sind, Knödl nie zur Ruhe kommt und jeden zu besteigen versucht und fast schon zwanghaft markieren muss, habe ich nun, nach ewigen Diskussionen mit Kardiologe und Haustierarzt, einen Kastrationstermin festgesetzt.

Am nächsten Dienstag bringe ich meine Babys zum Tierarzt und hoffe, dass ich sie beide auch dann bald wieder abholen kann. Ich bringe sie um kurz vor 11:00 Uhr und dann werden sie kastriert. Haustierarzt und Kardiologe standen auch in telefonischem Kontakt, der Kardiologe segnet das ab und meint, der Stress, der momentan ohne Kastration ist, ist auf Dauer belastender. Der Tierarzt wird die Narkose so kurz und leicht wie möglich halten. Gasnarkose natürlich. Er müsse nur einleiten und gar nicht vertiefen, meinte er. Dabei werden die Babys natürlich durchs EKG überwacht.
Ich habe ja wochenlang jetzt in diesem Chaos gewohnt. Das Markieren ist nicht schön, gerade im Bett, wenn ich daneben schlafe, nicht, aber für mich war das zweitrangig. Mich nimmt der Stress in der Gruppe mit, alle leiden momentan, das ganze Gefüge gerät hier ins Wanken. Und auch Knödl ist unglücklich mit der Situation, er wirkt nur gestresst und unter Strom. Ich habe mit Knödl und Matzl ewig nicht mehr kuscheln können, sie haben nicht die Ruhe dafür.

Vorbereitet ist ja alles gut, alle Ärzte informiert, alles durchdacht und so schonend wie möglich geplant. Trotzdem fühle ich mich, als brächte ich meine Babys zum Schlachter. Ich träume, seitdem ich den Termin weiß, jede Nacht davon, dass ich die Kleinen verliere. Ich bin so voller Sorge, aber auch so voller Hoffnung. Wenn alles klappen sollte, dann wird hier wieder Ruhe einkehren, das Leben, den Umständen entsprechend, normalisieren, ich wünsche es mir so sehr!! Aber ich habe solche Angst.
Also, der nächste Dienstag ist der Tag X! Denkt an uns und drückt die Daumen, bitte!!!
Liebe Grüße
Sandra