Moin, moin,
ich melde mich auch wieder einmal, diesmal allerdings mit einem etwas anders gelagerten Problem.
Mit uns in der Wohnung lebt nun seit fast 2 Jahren ein neuer Kater. Die Eingewöhnung gestaltete sich damals aufgrund seiner Wesensart sehr schwierig und nahm viel Zeit und Geduld in Anspruch. Letztlich haben wir es allerdings hinbekommen, der "Typ" macht uns viel Freude uns ist mittlerweile ein richtiger Schmusekater.
Nun haben wir uns für die Verstärkung des Teams entschlossen und kurzerhand einen Gefährten mit ins Boot geholt. Dieser etwa gleichaltrige Kater (4 Jahre alt) kannte bisher nur Tierunterkünfte und ist daher durchaus ein geselliger und sozialer Typ, zumindest was Artgenossen betrifft. Gegenüber Menschen -also auch uns- ist er sehr zurückhaltend und scheu. So wunderte es auch nicht, dass er sich in das extra für ihm hergerichtete Zimmer bisher verkroch und noch immer jeglichen Kontakt mit uns meidet. Das erste und die wenigen nachfolgend organisierten Zusammentreffen der beiden Fellnasen gestalteten sich auch nicht besonders prickelnd, was ja im Grunde zu erwarten war. Die Freude die der eine beim Anblick des Artgenossen empfand erstickte gleichermaßen schnell in der kurzen und heftigen Attacke des Altbewohners. Und wieder war/ ist Verstecken angesagt. Das "richtige" Aufeinandertreffen haben wir bisher unterbunden bzw. frühzeitig eingegriffen. Vermutlich ist das ein Fehler, allerdings sollte man berücksichtigen, dass das neue Kerlchen selbst die einzigste Unterstützung, die wir ihm selbstverständlich geben würden, ablehnt, ...er führt sozusagen ein 2-Fronten-Krieg.
So, nun meine Frage:
Sollten wir vor dem wiederholten Zusammentreffen mit dem Altbewohner ggf. erst einmal eine Basis schaffen / Vertrauen aufbauen, ihn intensiv an uns Menschen gewöhnen oder ist die harte Tour der bessere Weg? (Vermutlich kommt er dann gar nicht mehr aus seinem Versteck, oder?)
Wir haben einfach auch Bedenken, dass die Konfrontation zur Klärung der Rangordnung zu weitreichenden Blessuren führen könnte, der Neuling ärztlich behandlt werden müsste, was abermals einen erheblichen Stress bedeuten würde.
Vielleicht hat jemand eine Strategie für uns.
Danke im voraus.
VG
Ed