Da die Diskussion immer wieder aufkommt und es dann nur allzu oft zu Uneinsichtigkeiten der Gefahren kommt, habe ich sie hier mal ausformuliert, um immer hierher verweisen zu können:
Viele glauben immer noch, die Straße sei die einzige Gefahr für Freilauf-Katzen. In ländlichen Gegenden sei es sicher genug. Das ist ein fataler Irrtum! Die Gefahren, die draußen auf Katzen lauern sind weit vielfältiger,
und sie nehmen zu.
Selbst die Straßen werden allzu oft unterschätzt. Katzen kommen aber auch auf Nebenstraßen, Sackgassen und verkehrsberuhigten Zonen zu Tode. Selbst auf Parkplätzen gab es schon tödliche Unfälle. Dazu kommt, dass in ländlichen Gegenden zwar weniger Autos unterwegs sind, diese aber schneller fahren. Ebenfalls vor allem hier eine Gefahr für Katzen sind Trecker, Mähdrescher und andere Landmaschinen.
Auch und gerade in ländlichen Gegenden sind Jäger und Förster unterwegs, und bei weitem nicht alle halten sich an die 300 m Distanz von Wohnhäusern. Und selbst wenn sie dies tun, brauchen sie nur zu warten, denn Katzen haben einen größeren Radius als 300 m ... Und sowohl Jäger als auch Förster haben mehr Interesse an der Zerstörung als am Erhalt von Leben, auch wenn sie das Gegenteil behaupten.
Nachbarn, die Tiere nicht mögen, schrecken nicht davor zurück, Gift zu streuen oder selbst „Hand anzulegen“, um die Tiere loszuwerden, sei es durch Schusswaffen oder anderes. Und selbst wenn das Gro der Nachbarn tierfreundlich eingestellt ist; es reicht ein Tierhasser, um großen Schaden zu verursachen. Auch Einzelpersonen können eine Gefahr sein!
Immer mehr verbreitet sind vor allem Katzenfänger, die Katzen mit Hilfe von Lockstoffen wegfangen, so dass hier auch scheue Katzen nicht sicher sind. Es kommen fast täglich neue Katzenfänger-Warnungen herein, in ganz Deutschland! Die Meldungen sind hier zu finden:
Juhu-Katzen oder unter:
Katzensuchdienst oder unter:
Im Sinne der Tiere. Die möglichen Gründe für den Tierfang sind hier nachzulesen:
Verschwundene Haustiere oder hier anzusehen:
Altkleidersammlungen.
Auch Übergriffe von Tierquälern nehmen immer mehr zu. Eine stetig steigende Zahl von Menschen hat psychische Probleme und lässt diese an unschuldigen Tieren aus, entweder in der eigenen Nachbarschaft oder auch weiter weg, wo man sie nicht kennt.
Zudem gibt es immer wieder Hundebesitzer, die ihre Hunde auf die Katzen hetzen oder gar zu deren „Ausbildung“ missbrauchen (Kampfhunde).
Für Satanisten sind Katzen allemal ein willkommenes Opfer.
Immer mehr Menschen weisen ein schlechtes Sozialverhalten auf, nicht nur gegenüber den Mitmenschen, sondern vor allem auch gegenüber Tieren. Das Leben und die Gesundheit anderer wird nicht mehr geachtet.
Daher ist es
nirgends in Deutschland heutzutage mehr sicher, Katzen totalen Freilauf zu gönnen!
Die Gefahren sind einfach zu groß und zu vielfältig! Wer einer Katze, die dies noch nicht kennt, Freilauf angewöhnt, handelt
unverantwortlich! Er spielt Russisch Roulette mit dem Leben der Katze!
Folgende Zeilen einer Tierschützerin
sagen es deutlich:
"Katzen verschwinden ständig. Die Ära der Freilaufkatzen ist vorbei", weiß Renate Siekkötter vom Tierschutz-Verein Herford. In den 19 Jahren als aktive Tierschützerin hat sie schon so manches Mal erlebt, was Menschen Katzen alles antun können. "Ich bekomme auch oft Anrufe von Leuten, die fragen, was sie gegen Nachbars Katzen unternehmen können", sagt Siekkötter. Gerade bei Vogelfreunden seien Katzen unbeliebt. Sie fischen mitunter nicht nur nach Goldfischen, sondern holen auch teure Kois aus den Teichen in der Nachbarschaft. Die kleinen Tiger setzen sich auf Gartenstühle, schlafen auf Motorhauben, wühlen in Blumenbeeten und halten sich nicht an irgendeine Grundstücksgrenze.
"Katzenhasser gibt es überall", stellt Siekkötter immer wieder fest.
Folgende Seiten
zeigen es deutlich:
Tierhilfe Lippe Interessant ist sowohl die Seite „Katzenschicksale“ – zu finden über „Katzen“, als auch die Seite „Jagd und Jäger“.
Neben diesen durch Menschen verursachten Gefahren gibt es auch noch natürliche Gefahren. Da sind zum einen Verletzungen durch Revierkämpfe mit anderen Katzen. Gerade Katzenbisse sind besonders infektiös, da die Zähne schärfer sind und tiefere Wunden als z. B. Hundebisse verursachen, die sich aber schnell schließen und somit dem Keimen eine ideale Brutstätte bieten.
Zum anderen sind gerade die Infektionskrankheiten, für die es keine Impfung und keine Therapie gibt, unter Freigängern besonders verbreitet, allem voran
FIV.
Nicht in allen Gebieten, aber in einigen Teilen Deutschlands ist die Gefahr durch Raubtiere ebenfalls nicht zu unterschätzen.
Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Freilaufkatze beträgt 2 Jahre, im Gegensatz zu einer in der Wohnung oder eingeschränktem Freilauf gehaltenen Katze. Hier sind es 10-15 Jahre, also das
fünffache!!!
Hier wird gern als Argument genommen, die eigene Katze sei aber schon 8 Jahre alt. Nun, das bedeutet nichts weiter als dass mehrere andere Katzen deutlich jünger als mit 2 Jahren ihr Leben sinnlos lassen mussten, denn dieser Wert ist ein
Durchschnittswert!
Neben den Gefahren, die deutlich gegen uneingeschränkten Freilauf sprechen gibt es kein echtes Argument für Freilauf. Die nur allzu oft recht fadenscheinigen Argumente lassen sich leicht entkräften. Hier die häufigsten Beispiele:
Gern behauptet von Freilauf-Befürwortern wird, dass Unfälle ja überall passieren würden und man Kinder auch nicht einsperren würde. Kinder kann man über die Gefahren aufklären. Und solange sie zu klein sind, diese zu realisieren, ist der Erziehungsberechtigte in der Aussichtspflicht und somit auch vor dem Gesetz mitschuldig an Unfällen!! Katzen kann man leider nicht über die Gefahren aufklären, und sie sind leider auch per Gesetz nicht vor verantwortungsloser Haltung geschützt.
Ein weiteres Argument für Freilauf ist nur allzu gern die Behauptung, Wohnungskatzen seien unglücklich. Ob eine Katze glücklich ist oder nicht, hängt einzig und allein vom Besitzer ab, nicht von der Art, wie sie gehalten wird. Ein Katze braucht vor allem die Möglichkeit zur Beschäftigung. Dies geht selbstverständlich auch in einer Wohnung! Zu meinen, man mache halt die Tür auf und schon ist die Katze glücklich, ist entschieden zu einfach gedacht. Wer sich ein Tier anschafft, sollte auch bereit sein, mehr als die Türklinke zu betätigen, um für das Wohlbefinden des Tieres zu sorgen!
Und dann gibt es tatsächlich solche Katzenbesitzer, die behaupten, eine Katze würde lieber kurz und glücklich leben, als eingesperrt. Nun, zum einen steckt hier wieder die völlige Fehleinschätzung der Wohnungshaltung drin, zum anderen ist es mehr als anmaßend, einen Lebewesen zu unterstellen, es hätte kein Interesse am Leben.
Folgenden Satz fand ich auf der dahinter aufgeführten Seite:
Solange für uns Tierhalter das Individuum Katze im Vordergrund steht, nicht Egoismus und nicht die angeborene Lebensweise der Art, widerspricht die Haltung einer Katze ausserhalb der eigenen 4 Wände bzw. ausserhalb des gesicherten Bereichs jedweder Vernunft !!! Der vollständige Text ist hier zu finden:
Fellbüschel im Wind, so endet die Freiheit, mein Kind !
Die Überschrift sagt wirklich alles!
Gruß, Inge