Sorry, das ich den Thread erst so spät gelesen habe.

Also prinzipiell muss man sagen, das man jedes Gelände für jede Katze sicher einzäunen kann. Aber letztendlich kommt es halt darauf an, zu wieviel Kompromissen man selbst bereit ist einzugehen. Soll heissen, sollen bestehende Bäume und Hecken stehenbleiben und wenn ja, wie hoch sind diese. Wie soll/darf der Zaun beschaffen sein, sprich ... möglichst unsichtbar oder kann er auch ruhig richtig massiv gebaut sein und so weiter.
Unserer Erfahrung nach ist die Höhe überhaupt nicht entscheident. Damit eine Katze einen Zaun nicht einfach komplett überspringt reicht schon ein 1 Meter hoher Maschendraht. Nun muss man lediglich noch dafür sorgen, das die Katzen den Zaun nicht überklettern. Dies erreicht man entweder mit einen Weidezaun oder bei grösseren Zäunen von bsw. 1,8 Höhe kann man einen waagerechten Überkletterschutz von mindestens 0,5 Meter Breite anbringen. Wir haben eine Kombination von beiden und haben trotz unseres Ausbrecherkönigs Salem damit sehr gute Erfahrungen. Wobei man auch sagen muss, das es in erster Line auf die jeweilige Katze ankommt. Salem hat schon unzählige Ausbruchsversuche hinter sich, Floyd hat es bisher noch nicht einmal probiert, so unterschiedlich können Katzen sein.
Auf unserer Katzen-Homepage habe ich diesbezüglich mal einige Erfahrungen zusammengetragen:
Unser Katzengarten:
http://www.frank-peine.de/Katze/salemundfloyd/zaun.htm
Sicherungsmassnahmen in unseren Garten:
http://www.frank-peine.de/Katze/salemundfloyd/sicherungsmassnahmen.htm
Unsere Erfahrungen:
http://www.frank-peine.de/Katze/salemundfloyd/erfahrungen.htm
Also ich finde das irgendwie ganz schön schlimm... wenn Katzen nach draußen dürfen, dann doch wohl richtig und nicht eingepfercht! ,denn gerade wenn Katzen nach draußen kommen, brauchen sie auch ein großen Revier... und nicht son pummelig kleinen Garten. Irgendwo nette Idee, aber man tut den Katzen auf Dauer keinen Gefallen. Irgendwann langt ihn der Garten nicht mehr....
Das sind Katzen und keine Kaninchen!!!!!
Mit Verlaub, aber diese Aussage empfinde ich als völlig falsch, um nicht von Unsinn zu sprechen. Freigang ist eben nicht gleich Freigang. Damit eine Freigängerkatze sich auch richtig wohl fühlen kann, gehören viele Faktoren und nicht einfach nur viel Platz zum laufen. Erstens wäre zu klären wie dicht die Katzenpopulation im jeweiligen Wohngebiet bereits ist. Normalerweise sind die meisten Reviere alle bereits vergeben und keine Katze duldet ohne Widerspruch weitere Konkurrenten. Für einige Katzen kann das enormen psychischen Stress bedeuten. Dann die Frage welche Möglichkeiten gibt es im Revier. Gibt es Bäume wo Katzen gefahrlos! klettern können, gibt es die Möglichkeit gefahrlos zu jagen ohne an Rattengift jämmerlich zu Grunde zu gehen oder in Keller, Garagen oder dergleichen zu verhungern oder zu verdursten. Von Gefahren wie Strassenverkehr, Jäger, Landwirtschaft und und und will ich gar nicht erst sprechen. Also auch wenn Katzen durch keinen Zaun gehindert werden, so ist ihr Vehralten doch den vielfältigsten Geboten unterworfen. Auch "normale" Freigängerkatzen können nicht einfach tun was ihnen gerade in den Sinn kommt, nur wissen wir Menschen davon leider meist überhaupt nichts.
Um es noch mal zu betonen, ich habe nichts gegen ungesicherten Freigang wenn die Bedingungen stimmen und die Katzen sich gut darauf eingestellt haben. Aber daraus kann man wohl kaum den Umkehrschluss ziehen das diese Haltungsform die alleinig Wahre sei. Richtig ist natürlich das man sich in einen gesicherten Garten etwas einfallen lassen muss um die Miezen bei Laune zu halten. Aber das muss man in einer normalen Mietwohnung ja auch. Unsere beiden Kater haben zwei Kletterbäume, mehrere kleine "Höhlen" und Unterstellmöglichkeiten, grosse Bereiche zum Jagen und Buddeln, einen Bade- bzw. Jagdteich und mehrere Kletter- und Aussichtstürme um die Gegend zu erkunden.
Nee nee hannoverin, so einfach ist das mit dem Zaun nicht. Du kannst nicht einfach nen x-beliebigen Zaun nehmen. Es gibt für Niedersachsen eine Broschüre in jedem Rathaus *Nachbarschaftsrecht*. Da steht so einiges drin. Und von unserem alten Haus wissen wir, das geht nicht mal so.
Na ja, bis zu einer Höhe von 1,80 m ist das bis auf wenige Ausnahmen (bsw. in Bayern bei Eckgrundstücken an Strassenkreuzungen) schon möglich. Man darf halt nur nicht den Fehler machen und den alten Grundstückszaun durch den neuen Katzenschutzzaun zu ersetzen. Solange man aber den Katzenzaun lediglich als Gehege innerhalb des Grundstückes errichtet kann man ihn auch direkt hinter den normalen Grundstückszaun bauen. Diesbezüglich gelten lediglich die Bauordnungen der Länder und die besagen meines Wissens das man bis zu einer Höhe von 1,80m ohne jegliche Genehmigung bauen kann. Theoretisch haben da auch die Nachbarn rein gar nichts reinzureden.