Ich bin jetzt mal ganz ehrlich.
Als ich vor 8 Jahren von dem Problem der verwilderten und Streunerkatzen in den ersten Katzenforen berichtete, da war ich ein Rufer in der Wüste, also ein Exot.
Kaum einer konnte sich das Elend vorstellen. Und keiner hatte es selber vor der Haustüre.
Als ich noch in der "Großstadt" wohnte, war mir das Problem auch nicht bewußt.
Auch hier im Forum haben einige das Leid der Streuner erst bewußt registriert, weil ich sehr hartnäckig immer wieder darauf hinweise.
Wie also sollte dann ein Politiker, der eh fernab jeglicher Realität reagiert, davon wissen? Ich kann ihnen also keinen Vorwurf machen. Genauso wenig wie ich einem normalen Menschen einen Vorwurf mache, wenn er erst einmal ungläubig fragt oder meine Schilderungen in Frage stellt. Ich war ja selber bis 2001 in dieser Richtung relativ ahnungslos.
Ich weiß aus vielen Mailkontakten, dass die Streunerhofseite und die damit verbundene Arbeit intensiv verfolgt wird. Das finde ich schön und wichtig. Aber nur ganz wenige Menschen, nämlich solche, die selber auf diesem Gebiet tätig sind, können tatsächlich die Arbeit, die nervliche Anspannung, das Leiden nachvollziehen.
Alle anderen versuchen, sich rein zu versetzen, und das ist auch gut so. Wichtig ist, und das wollte ich mit meiner Homepage und auch den Forenaktivitäten erreichen, dass mehr Menschen die Augen öffnen und das Elend sehen können. Um dann wenigstens einen TSV zu informieren.
Vielen war nur das Elend im Ausland bekannt, aber dadurch, dass sich jetzt immer mehr Katzenschützer mit dem Problem der verwilderten Katzen in die Öffentlichkeit wagen, wird endlich auch das Elend, das auch hierzulande bereits länger herrscht, wahrgenommen.