Also Alex ... *kicher*
Marcus Lollius (†
2 n. Chr.) war ein
römischer Politiker zur Zeit des
Augustus.
Der junge Lollius wurde – wenn er mit dem in einer Episode bei
Appian erwähnten „Markus“ zu identifizieren ist
[1] – im Jahr 43 v. Chr. von den
Triumvirn proskribiert und kämpfte in der
Schlacht bei Philippi auf Seiten der Caesarmörder. Gemäß Appian ist er danach zeitweilig in
Sklaverei geraten und schloss sich nach seiner Begnadigung Octavian (dem späteren Augustus) an.
25 v. Chr. übernahm Lollius als Statthalter
(legatus Augusti pro praetore) die verantwortungsvolle Aufgabe, das bisher selbstständige
Galatien als
römische Provinz einzurichten. 21 v. Chr. wurde er als erster seiner Familie
(homo novus) Konsul, zuerst ohne Kollegen, weil Augustus das ihm zugedachte Amt nicht übernahm. In seinem Amtsjahr restaurierte Lollius zusammen mit dem schließlich ebenfalls zum Konsul gewählten
Quintus Aemilius Lepidus die Tiberbrücke
Pons Fabricius.
[2] In den folgenden Jahren kämpfte er auf dem Balkan gegen die
thrakischen Besser, vielleicht als Statthalter von
Makedonien. Wohl 17 v. Chr. übernahm Lollius das Amt des Statthalters der
Gallia comata (des von
Caesar eroberten Teils
Galliens). Als drei germanische Stämme über den Rhein stießen, rückte Lollius gegen sie aus, erlitt aber eine Niederlage, die fortan mit seinem Namen verbunden blieb
(clades Lolliana).
In den folgenden Jahren scheint Lollius sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen zu haben, ging jedoch 1 v. Chr. als Begleiter des
Gaius Caesar, eines Adoptivsohns des Augustus, in den Osten des Reiches. Dort kam es zum Konflikt zwischen den beiden, angeblich aufgrund habgierigen Verhaltens des Lollius, der kurz darauf starb, vermutlich durch
Suizid.
Lollius war ein typischer Vertreter der unter Augustus neu aufgestiegenen Führungsschicht, die in den von
Ronald Syme als
Roman revolution bezeichneten Umwälzungen zu politischem Einfluss und persönlichem Reichtum gelangte. Er war Mitglied der Priesterschaft der
Quindecimviri und nahm in dieser Funktion an den
Säkularfeiern 17 v. Chr. teil.
[3] Horaz widmete ihm die Ode 4, 9.
Velleius Paterculus, der wie Lollius an der Orientreise des Gaius Caesar teilnahm, zeichnete dagegen ein sehr negatives Bild von ihm.
Sein gleichnamiger Sohn war Vater der
Lollia Paulina, die zeitweilig mit dem Kaiser
Caligula verheiratet war.
(Quelle Wikipedia)
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