Also ich finde, den Preis sehr übertrieben. Natürlich kostet die Versorgung, der Tiere Geld, die in Schuss zu bringen (Kastrieren, Impfen, Entwurmen usw.), der Unterhalt o.ä.. Aber gerade wo man Katzen an jeder Ecke "kostenlos" hinterhergeschmissen bekommt, muss man sich nicht wundern, wenn die Katzen im Tierheim bleiben und nicht "adoptiert" werden.
Wir waren in unserem hiesigen Tierheim - da kostet eine Katze 70 Euro, Rassekatzen kosten 140 Euro -. Die Übernahme einer Katze gestaltet sich dort schwieriger. Erst einmal zum Aussuchen hin, dann am besten nochmal den Vertrag machen, dann kommt jemand vom Tierheim schauen und dann darf man die Katze zu sich nehmen. Natürlich will ich Gutes tun und möchte ein Tier aus dem Tierheim holen. Aber gerade wenn man berufstätig ist, gestaltet sich das alles ein bißchen schwieriger. Zu sagen ist, dass dieses Tierheim mit 95 Katzen hoffnunglos - nach eigenen Angaben - überfüllt ist.
Einige Tage später habe ich durch Zufall eine Arbeitskollegin gesprochen, die einen Kater aus dem obrigen Heim geholt hat. Sie hat einen Impfpass mitbekommen, wonach sie durchgeimpft und entwurmt war. Weil die Katze anfing zu schniefen, ist sie dann durch Zufall zum selben Tierarzt, der diese Impfungen angeblich durchgeführt hat. Dieser hat den Pass einbehalten, weil er meint, die Katze hätte er noch nie gesehen und der Pass sei nicht zu der Katze passig. :-x
Naja wir waren dann bei einem anderen Tierheim. Wir haben uns eine Katze angeschaut und ausgesucht. Wir waren früher schon Katzenhalter und wissen, worauf wir uns einlassen. Dort kosten alle Katzen 70 Euro und werden ohne Kontrolle abgegeben. Zitat dort "bei 183 Katzen darf man nicht mehr wählerisch mit den Besitzerin sein".
Wenn man sich als Tierheim immer unattraktiver gestaltet, darf man sich letztlich nicht wundern, wenn die Leute lieber eine "neue" katze von einem Züchter oder privat kaufen anstatt eine genauso teure gebrauchte Katze. Wo man nicht weiss, wo sie herkommt oder welche Macken sie hat.