• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Unser Kätchen ist totkrank.

Diskutiere Unser Kätchen ist totkrank. im Erkrankungen im Kopfbereich Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Lieber Bernd, durch einen Zufall habe ich Deinen Eintrag über Euren Liebling gefunden. Ich habe nur noch geweint beim Lesen, weil ich im Moment...
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #61
Lieber Bernd,

durch einen Zufall habe ich Deinen Eintrag über Euren Liebling gefunden. Ich
habe nur noch geweint beim Lesen, weil ich im Moment etwas Ähnliches für
meine liebe kleine Puxley befürchte. Sie kann nichts essen, schreit entsetz-
lich, wenn sie es versucht, 3 Tierärzte sind ratlos (nach Röntgen, Rachen-
und Magenspiegelung, Blutuntersuchungen usw.). Ich habe solche Angst,
mein "Baby" zu verlieren. Sie ist heute Nacht in der Klinik zur Beobachtung.

Ich fühle mit Euch, weil ich es so gut weiß, wie es ist, ein geliebtes Wesen
gehen lassen zu müssen. Die Leere, die Stille, die leeren Plätze. Das Pelzchen,
das man so gerne drücken und streicheln möchte. Vor 2 1/2 Jahren habe ich
meinen über alles geliebten schneeweißen Kater Eisbär verloren. Er wurde fast 15
Jahre alt und hat genau wie seine Schwester Puxley jede Nacht in meinem Bett
verbracht. Eisbär hatte einen Tumor hinter dem Auge - es fing alles mit Nicht-
mehr-Fressen an. Er fehlt mir so sehr, immer noch. Seine Schwester Puxley
ist nun 17 1/2 Jahre alt und mein Ein und Alles. Ich habe solche Angst und werde
morgen mit dem Tierarzt sprechen, ob er unter ihre Zunge geschaut hat.

Ich weiß, dass es für Euch keinen Trost gibt, wie auch? Euer Liebling ist niemals
und durch nichts zu ersetzen. Er war und IST Teil Eures Lebens. Ich wünschte so
sehr, ich könnte Euch trösten, aber das kann niemand. Ich bin mit Euch traurig und
kann Euch nur viel Kraft wünschen. Was mir in meiner Trauer ein kleines bisschen
geholfen hat, war, dass ich ein Fotobuch über Eisbär erstellt habe. Ich hatte im Laufe
der Jahre Hunderte von Fotos von ihm gemacht. Die Zeit, die ich für die Auswahl
brauchte, war eine Zeit, in der ich mich ganz intensiv noch einmal mit ihm beschäftigt
habe, jede einzelne Sekunde gehörte ihm. Das Buch ist sehr schön geworden und am
Anfang sind immer wieder Seiten nass geworden von meinen Tränen. Aber ich habe
meinem geliebten Katerle damit ein bisschen Unendlichkeit gegeben.

Ich umarme Euch ganz fest. Alles Liebe!

GABI
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #62
Liebe Gabi

das mit Deiner kleinen Puxley tut mir sehr sehr leid. Es muß doch eine Ursache für die schrecklichen Schmerzen geben. Vielleicht haben sie ja was herausgefunden heute Nacht, ich denke Du kannst optimistisch sein, ist sie doch gerade in sehr guten Händen.
Und ich bin mir sicher, daß Dein Eisbär jetzt mit unserem Kätchen spielt und es beiden richtig gut geht.
Ich glaube jedenfalls daran, es ist eine schöne Vorstellung die ein kleines bißchen Trost spendet.

Wir haben gerade eine Urne ausgesucht, eine sehr schöne dunkelbraun satinierte aus Keramik mit kleinen goldenen Tatzen darauf. Anfang nächster Woche wird sie uns dann überstellt. Ich weiß noch nicht, was wir dann mit ihr tun.

Also ich drücke Dich und alle anderen hier und ich hoffe ganz doll, daß Deine Puxley bald wieder fröhlich herumspringt und Dein Bett in Beschlag nimmt.

Vielen Dank für die schönen Beiträge hier, Ihr seid sehr nett.

Bernd
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #63
Wenn ich doch nur wüsste, was ich ohne sie machen soll. Ich rede immer mit ihr, obwohl sie nicht da ist. Ich sehe sie überall, owohl dort niemend ist. Ich höre sogar ihre Stimme... Aber wirkliche Bilder von ihr auf dem PC kann ich mir noch nicht ansehen. Ich hoffe, daß das irgendwann mal wieder sein wird, daß ich mit leichtem Herzen an sie zurückdenken kann. Sie fehlt uns so unendlich.

Viele Grüße, Bernd
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #64
Hallo Bernd,
ich habe schon viele Tiere gehen lassen müssen und sie haben alle einen Platz in meinem Herzen. Die Tiere, die wir danach bekamen, aben nie deren Stelle eingenommen. Es sind andere Tiere, mit einem eigenen Charakter. Obwohl wir wieder Katzen haben, höre ich heute noch manchmal unser Mäxchen laut miauend die Treppe hoch kommen.

Nach einiger Zeit kann man mit Freude an die gegangenen Tiere zurückdenken und dann kann man sich auch die Bilder wieder ansehen, ohne Traurigkeit.
Ich hoffe, du bist auch irgendwann soweit.

Liebe Grüße
Eva
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #65
Lieber Bernd,

nun brauch ich auch Trost. Wir haben gestern unsere geliebte Puxley verloren. Es war ein aussichtsloser Kampf, den sie nicht gewinnen konnte. Gewissheit bekamen wir aber erst gestern, nachdem meine Kleine schon so unsäglich gelitten hatte.

Seit Weihnachten hatte sie geschlecht gefressen, ab Silvester praktisch gar nicht mehr. 5 Röntgenbilder, Ultraschall des Bauchraumes, umfangreiche Blutuntersuchungen, Rachen- und Magenspiegelung, Biopsie, Infusionen, Langzeit-Antibiotikum mehrfach, Cortison, Zwangsfütterung ..... alles umsonst

Schon die Zwangsfütterung (4 x täglich) war jedes Mal der Horror für sie und für mich. Aber nachdem Puxley so stark abgenommen hatte (sie hatte in ihren besten Zeiten 6,5 kg und wog jetzt nur noch 3,7 kg), wollte ich alles tun, um sie am Leben zu erhalten, bis die Medikamente wirkten. Allerdings war mein Eindruck immer - und ich sage ausdrücklich IMMER - dass das Problem im Kopf- bzw. Mund-/Rachenbereich liegt. (Puxleys Bruder Eisbär, ein wunderschöner schneeweißer Kater, hatten wir vor knapp 3 Jahren wegen eines Gehirntumors verloren). Alle 4 zugezogenen Tierärzte versicherten mir, dass es nahezu ausgeschlos-
sen sei, dass zwei (Wurf-)Geschwister die selbe Krankheit bekommen können.

Ich litt unsäglich darunter, ihr nicht wirklich helfen zu können und dass sie sich den ganzen Tag und die ganze Nacht im Schrank verkroch. Dabei hatte sie immer bei mir im Bett geschlafen.

Vorgestern, am Sonntag, war ein herrlicher frühlingshafter Tag und Puxley war stundenlang draußen und lag in der Sonne. Ich war sicher, dass ihr das gut tat. Ungewöhnlich war, dass sie sich auf Eisbärs Grab in unserem Garten legte - das hatte sie NOCH NIE zuvor getan! War das schon ein Vorzeichen? Wusste sie, dass sie bald bei ihrem Bruder sein würde?

Am Abend, als ich sie wieder fütterte, bemerkte ich eine erbsengroße Geschwulst am rechten Augen-Oberlid. Ich hielt es zunächst für eine äußere Verletzung, beschloss aber, gleich am nächsten Morgen in der Tierklinik anzurufen. Die Nacht war für mich - wie viele schon vorher - fast schlaflos.

Als der erste Tierarzt das Auge anschaute, hielt er die Geschwulst zunächst für einen Abszess. Immer wieder beharrte ich darauf, dass ich sicher sei, dass Puxleys größtes Problem im Kopf sitze und bat ihn, nochmals in den Mund-Rachenbereich zu sehen. Als er ihr den Fang öffnete, erschraken wir alle zutiefst: Am Gaumen war ein etwa 20Cent-großes Areal, das gerötet und geschwollen aussah.

Das war bei der letzten Untersuchung noch nicht gewesen!! Wo kam das her? Als dem Tierarzt noch sagte, dass Puxley seit einiger Zeit aus dem rechten Nasenloch leichtes Sekret fließt, riet er zu einer speziellen Röntgenaufnahme. Bei der Narkosespritze schrie Puxley wie am Spieß. Ich war total fertig. Der Tierarzt versicherte mir, es sei nicht Schmerz, der sie schreien ließ, sondern weil sie zur korrekten Platzierung der Spritze gestreckt werden musste. Ich weinte und betete zusammen mit meinem Mann im Wartezimmer.

Als uns der Tierarzt das Röntgenbild zeigte und erklärte, brach ich endgültig zusammen: Mein geliebtes kleines Mädele hatte einen Tumor, der durch den Gaumen gebrochen war (der Knochen war bereits zerstört und bröselte bei der Berührung) und sich in der gesamten rechten Nasenhälfte ausgebreitet oder dort seinen Ursprung hatte. Die Geschwulst am Auge stand vermutlich auch damit in Zusammenhang. Ich war nicht mehr in der Lage, klar zu denken, so schockiert war ich. Auf meinem Wunsch hin besprach der Tierarzt das Röntgenbild noch mit seinem Kollegen, der leider die gleiche Diagnose stellte. Beide rieten mir eindringlich dazu, Puxley nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen, ihre Schmerzen seien vermutlich barbarisch. Sie hatten großes Verständnis für mich und gaben mir noch 10 Minuten, um mich von ihr zu verabschieden, dann würde die Aufwachphase beginnen.

Ich saß vor meinem geliebten kleinen Schatz, streichelte und küsste sie, bat sie um Verzeihung. Wenn ich nur früher gewusst hätte, wie sehr sie leidet!! Ich hätte sie doch an diesem Morgen nicht mehr gefüttert. Aber ich habe es nicht gewusst! Schweren Herzens stimmte ich zu, noch während der Narkose einen Venenkatheder zu legen, um sie dann ohne weitere Schmerzen zu erlösen. Ich hoffe so sehr, dass sie noch gespürt und verstanden habe, wie sehr ich sie liebe.

Am Nachmittag haben wir sie dann in unserem Garten neben ihrem Bruder Eisbär beerdigt.Der Boden war zum Glück nicht gefroren. Ich habe ihr einen Brief mit hineingelegt, in dem ich ihr für ihre Liebe, ihre Zärtlichkeit und ihr Vertrauen gedankt habe.

Sie fehlt mir so unendlich, ich selbst habe körperliche Schmerzen, wenn ich daran denke, wie sie gelitten hat. Es gibt keinen Trost, außer, dass ihr Leiden nun ein Ende hat. Ich spüre sie noch in meiner Nähe, habe ein unendliches Bedürfnis, sie zu streicheln und zu küssen, es tut nur noch weh, weh, weh..... Nachts konnte ich nicht schlafen. Immer wieder dachte ich, dass sie nun gleich in mein Bett springen werde, um sich an mich zu kuscheln, wie sie es 17 3/4 Jahre lang getan hatte.

Nun ist es das dritte Mal, dass ich solch einen Alptraum durchstehen muss. Ich bin total am Ende, kann nicht mehr. Für meine Trauer und meinen Schmerz gibt es keine Worte. Es es ist, als wäre ein Teil von mir gewaltsam herausgerissen worden.

Bitte entschuldigt, dass ich soviel schreibe, aber bei Euch allen weiß ich meinen Schmerz verstanden. Danke für Eure Zeit.

GABI
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #66
Liebe Gabi,
du Arme. Ich sitze hier mit ganz verheulten Augen, weil es so furchtbar ist. Aber deine Puxley hat jetzt keine Schmerzen mehr und ist wieder bei ihrem Bruder.
Vor einem knappen Jahr musste ich meine 14jährige Katze gehen lassen, ich war wochenlang wie betäubt. Man hat so viel zusammen erlebt und die Lücke ist furchtbar. Ich weiß das. Dir alles Gute! Fühl dich gedrückt.
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #67
Liebe Gabi.

Gerade bin ich nach Hause gekommem und habe Deinen traurigen Beitrag gelesen. Mir fehlen die Worte. Es tut mir ja so unendlich leid für Dich. Und ich hatte Euch so die Daumen gedrückt und ich war so zuversichtlich, daß alles gut wird.
Wenn ich nur wüsste, wie ich Deinen Schmerz ein wenig lindern könnte. Aber wahrscheinlich ist das gar nicht möglich, für so einen schlimmen Verlust gibt es keinen Trost.

Wir durchleben ja selbst gerade diese schlimme Zeit der Trauer und können es noch gar nicht fassen, daß unser geliebtes Kätchen nicht mehr da ist. Sie hatte fast genau die selbe Leidensgeschichte wie Deine liebe Puxley zu ertragen gehabt. Wir sehen sie noch überall hier und ich spreche jeden Tag mit ihr, so als wäre sie noch hier. Das hilft mir ein ganz kleines bisschen. Aber irgend etwas in uns ist für immer zerbrochen.

Wenn die Zeit der Tränen und der Resignation vorüber ist, hoffe ich, daß auch für uns wieder ein bisschen die Sonne scheinen kann. Auch wenn es lange dauern wird, bis dieses tiefe Tal durchschritten ist. Ich denke sehr oft an den letzten Teil der Regenbogengeschichte, daran, wie sie irgendwann wieder auf mich zugelaufen kommt und ich sie wieder in die Arme schließen kann.
Liebe Gabi sei Dir sicher, daß hier sehr viele Menschen mit Dir leiden und Deinen Schmerz sehr gut nachvollziehen können. Sei auf jeden Fall stolz auf Dich, daß Du sie immer so gut behandelt hast und ihr den nötigen Respekt erwiesen hast, letztendlich ihr schlimmes Leid zu lindern. Du hast wahrhaft menschlich gehandelt.

Ich umarme Dich gaaanz doll und wünsche Dir viel Kraft. Ich weiß, daß man sie in den nächsten Wochen und Monaten brauchen wird.

Bernd
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #68
Liebe Gabi,
das ist jetzt der zweite so traurige Beitrag, den ich heute lese.

Gerade habe ich in der Regenbogenbrücke gelesen, dass Joy
(die Katze von Whiskysmensch) heute gestorben ist und jetzt,
das deine geliebte Puxley auch nicht mehr lebt.

Es tut mir so leid für dich, dass du Recht hattest mit deinen
Befürchtungen, dass sie ein schlimmes Problem im Kopfbereich hat.

Dass ihr Puxley nach dem Röntgen habt einschlafen lassen, war
das einzige, was ihr noch für sie tun konntet.

Ich wünsche dir viel Kraft, um damit klar zu kommen und deiner
Puxley, dass sie gut über die Regenbogenbrücke kommt und dass sie
von ihrem Bruder erwartet wird und wieder ohne Schmerzen spielen kann.
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #69
Gabi :cry: es tut mir so leid ...

Fühl Dich mal ganz lieb gedrückt.

Alles Liebe für Euch beide, Gabi und Bernd ... Eure beiden Lieben haben jetzt keine Schmerzen mehr.
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #70
Liebe Gabi,

auch ich sitze hier nun mit ganz verheulten Augen. Das tut mir so unendlich leid für dich. Fühl dich umarmt.


Liebe Puxley,

komm gut im Regengogenland an, dein Bruder Eisbär wartet dort freudig auf dich. Lasst es euch dort gut gehen ihr lieben Miezen.




Liebe Grüße

Julia, Tomi & Lilly
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #71
Hallo,

es tut mir für euch beide sehr leid:cry:

Aber euren Katzen geht es jetzt wieder gut:)

Tut euch nur selber einen Gefallen, so schwer es auch ist und so gross die Schmerzen über den Verlust auch sind, denkt auch an euch!

Ich schreibe dies aus einem bestimmten Grund:

Meine beste Freundin verlor vor etwa einem halben Jahr ihre geliebte Katze,danach sich selbst! Sie ging nicht mehr zur Arbeit und verlor sie somit,trennte sich von ihrem Mann, ass und trank nichts mehr bis sie ins Krankenhaus eingewiesen wurde!

Es geht ihr langsam, sehr langsam wieder besser, in einer Weise kann ich sie verstehn...anderseitz aber wieder nicht!

Noch heute will sie nicht arbeiten gehn, weil sie sich nicht einfach hinsetzten und was anderes machen kann als an ihre Katze zu denken! Sie hat eine Art Schrein aufgebaut usw. Sie ist nicht mehr sie selbst, alles was ich versucht habe um ihr zu helfen, schlug fehl...sie will sich gar nicht helfen lassen!

Es tut mir weh sie so zu sehen!

Einmal hab ich sie sogar angeschrien und ihr gesagt das die Lebenden vor den Toten kommen und das was sie tut nichts bringt! Sie hat mich rausgeschmissen!!

Ich will damit nur sagen..BITTE vergesst euch selber nicht!!! Ich kann es echt gut nachvollziehen,,hab das ja leider schon selber erlebt und es war die Hölle...aber wie gesagt das Leben geht weiter!


Liebe und mitfühlende Grüsse

Tanja
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #72
Eure Worte haben mich so berührt, eure tiefen und wahren Gefühle. Ich wünsche euch so viel Kraft in dieser Zeit. Meine Gedanken und Tränen sind bei all denen die so leiden!

Ich habe ein Gedicht gefunden, das wie ich finde doch sehr gut die Situation beschreibt!


Der letzte Gang!(Verfasser unbekannt)

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Und quälende Pein hält mich noch wach

Was Du dann tun musst - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.

An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten in Jahren voller Glück.
Furcht vor dem Muss?
Es gibt kein Zurück.

Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.

Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.

Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist -
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.

Wir waren beide so innig vereint.
Es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #73
Liebe Gabi!

Ich bin erschüttert, was Euch passiert ist. Ich habe Joy gestern im Arm gehalten, als sie die Spritze bekommen hat. Innerhalb weniger Stunden so abgebaut, ich war zu Tode erschrocken. In die Tierklinik - Röntgenaufnahme - höchstvermutlich haben sich innerhalb einer Woche lauter Metastasen in der Lunge gebildet.

Ich weiß auch noch nicht, wo mir der Kopf steht. Mir ist schlecht und jedesmal, wenn ich an sie denke oder ein Bild von ihr sehe, versetzt es mir einen Stich.

Wir müssen da durch, dabei kann uns keiner helfen. Der einzige Trost ist, daß unsere geliebten Fellnasen nicht mehr leiden müssen. Die Hilflosigkeit, die ich empfand, wenn sie nicht gegessen hat, oder wenn ich ihr die Medikamente eingeben musste war unfassbar.

Ich bin mir Dir und schicke Dir alle guten Gedanken!

Lieber Bernd!

Das oben habe ich auch in Gedanken an Dich/Euch geschrieben. Den Weg durch die Trauer muß jeder für sich selber finden. Es hilft, sich darüber auszutauschen, aber die Lücke, die bleibt, kann keiner füllen. Vielleicht gelingt es nach und nach, zunehmend an die schönen Momente mit Kätchen zu denken. Irgendwann huscht dann vielleicht dabei ein Lächeln über Dein Gesicht. Und diese Momente werden zunehmen. Irgendwann denkst Du dann vornehmlich an diese schönen Dinge und es geht Dir wieder besser.

Auch Dir alles erdenklich Gute!!
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #74
An alle, die mit mir fühlen, an alle, die mir geschrieben haben, an Kater50!

Nun sind es sechs Wochen, dass unser Liebling Puxley nicht mehr bei uns ist. Der Schmerz ist immer noch so groß, wird nicht weniger. Immer wieder versuche ich mir zu sagen, dass es ihr jetzt gut geht, dass sie jetzt nicht mehr leiden muss. Aber die Sehnsucht nach ihr und die Trauer um sie ist so unendlich groß, dass ich abends oft nicht einschlafen kann und die halbe Nacht weine. Sie fehlt mir so sehr.

Ich danke Euch allen von ganzem Herzen, dass ich bei Euch trauern und weinen darf, es versteht ja sonst kaum jemand. Wem soll ich es denn sonst sagen? Nicht einmal mein Mann, der Puxley auch geliebt hat, kann mich in meiner Trauer verstehen. Ich bin so unendlich traurig.

Danke für Euer Verständnis.

GABI
 
  • Unser Kätchen ist totkrank. Beitrag #75
Liebe Gabi!

Jeder geht mit Trauer anders um. Wenn man sehr stark emotional mit seiner Katze verbunden war - wie die meisten hier eben - dauert es seine Zeit. Unsere Miezen waren die ganze Zeit um uns herum, wir haben jedes Geräusch gekannt. Es ist völlig klar, daß sie uns unendlich fehlen. Nimm´ Dir die Zeit, die Du brauchst, aber vergiß´ nicht, zu leben.

Außenstehende können oft schwer nachvollziehen, wie stark man an einem pelzigen Mitbewohner hängen kann und reagieren daher mit Unverständnis. Umso wichtiger, daß man mit Leuten zu tun hat - real oder virtuell - die diese Gedanken und Gefühle nachvollziehen können.

Mich reißt es auch ab und an, kann ich Dir sagen. Obwohl Erna und Willi unsere Bude ganz schön aufmischen. Bei uns sind es auch ca. 6 Wochen, daß Joy in meinen Armen eingeschlafen ist. Ein paar Tage nach ihrem Tod habe ich das erste Mal sowas wie Erleichterung gefühlt. Sie muß nicht mehr leiden, das Essen angucken, nichts wollen und dennoch Hunger haben. Mit Medikamenten geärgert werden und Schmerzen (?) haben.

Ich weiß, daß es notwendig war, diesen letzten Schritt zu gehen, auch wenn es verdammt bitter war. Mir hat es fast das Herz gebrochen, sie leiden zu sehen. Unseren pelzigen Mitbewohnern können wir diesen Liebesdienst erweisen und ihr Leid beenden. Es ist, wie es ist. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute, daß Du Dich mehr und mehr an die schönen Momente mit Deiner Puxley erinnerst und immer wieder deswegen ein Lächeln über Dein Gesicht huscht.

Vielleicht hilft Dir auch ein Erbe für Puxley´s Platz? Puxley hat da sicher schon was von der anderen Seite aus vorbereitet. Ich weiß, das sowas funktioniert. Sie wird immer in Deinem Herzen sein, aber es ist auch wichtig, nach vorne zu schauen und Schönes wieder zuzulassen. Ich weiß, daß es fürchterlich schwer ist. Fühl´ Dich ganz herzlich gedrückt!!
 
Thema:

Unser Kätchen ist totkrank.

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