Ich finde deine Frage interessant,da ich mich vielen Themen auf wissenschaftliche Weise nähere.
Zum Thema Einzelgänger vs. Kolonie
Natürlich sind die meisten Wild- und Raubkatzenarten erwiesenermaßen Einzelgänger (die einzige Ausnahme sind meines Wissens nach Löwen). Allerdings denke ich mir, dass unsere Stubentiger nun seit mehreren 1000 Jahren, ihre Evolution an der Seite des Menschen vollziehen. Von daher ist es für mich schlüssig, dass Hauskatzen, welche nicht um Futter und Fortpflanzungspartner konkurrieren müssen,in sozialer Hinsicht, nicht mehr mit ihren wilden Artverwandten zu vergleichen sind. Sie suchen ja auch aktiv die Nähe des Menschen (Schmusen, Spielen), warum sollten sie dann grundsätzlich Einzelgänger sein? Ich habe keine Studie parat, aber in diesem Fall, vertraue ich meinen eigenen Beobachtungen. Meine Katze ist ausgeglichener seit Tiger da ist. Natürlich gibt es Einzelgänger, aber sie wurden auch zu solchen gemacht (zu früh vom Wurf weg, etc.) und konnten somit auch kein kätzisches Sozialverhalten erlernen. Meine hat sich aber doch eines besseren belehren lassen
Zum Thema Fütterung:
Eines ist wissenschaftlich erwiesen: Der Verdauungstrakt unserer Miezen ist sehr ursprünglich geblieben, von daher bedeutet artgerechte Fütterung für mich Fleisch.
Eine wirklich aussagekräftige Studie zu diesem Thema, wäre enorm aufwändig. Die müsste neutral sein, also keine Futtermittelhersteller, was dann schon ein Finanzierungsproblem darstellt.
Die Studie müsste eine hohe Zahl, repräsentativ zusammengestellter, Katzen umfassen. (Freigänger/Wohnungkatzen; Rassen; Gesunde, sowie kranke Tiere...). Diese müssten in Versuchsgruppen unterteilt werden: Ausschließlich
Trockenfutter, aber da auch wieder hohe vs. niedrige Qualität;
Nassfutter, dito; und BARF
Alle Tiere müssten in regelmäßigen Abständen, über ihr ganzes Leben hinweg, gesundheitlich untersucht werden.
Wer soll das machen?
Von daher eigenen Sachverstand einsetzen: Wie gesagt, der Verdauungstrakt hat sich nicht groß verändert,es ist also davon auszugehen, dass Getreide (was in den meisten Trofusorten den höchsten Anteil ausmacht), wenn nicht gesundheitsschädlich, zumindest überflüssig ist. Und warum soll ich dafür Geld ausgeben?
Es kann hier auch vorkommen, dass ich mal im Einkaufsmanagement versagt habe und dann gibts mal einen Tag Orijen. Und obwohl es sehr hochwertig ist, müssen sie häufiger aufs Klo. Das sagt für mich schon viel aus.
Das waren mal meine Gedanken zu deiner Fragestellung
LG