Ich habe gelesen das manche 11 Katzen und mehr halten, wie läßt sich das denn Finanzieren? Und habt ihr einen Bauernhof oder so?
Ganz einfach: meine eigenen Katzen und die Streuner auf dem Hof finanziere ich durch meine Arbeit. Dafür gönne ich mir selber nichts.
Und ja, wir haben einen alten Hof. Aber von den 11 Katzen sind 9 reine Hauskatzen und seit zwei Jahren haben sie ein Gehege.
Und nein, ich bin kein Animal Horder. Den Katzen geht es allen klasse, sind natürlich alle kastriert und werden auch tierärztlich versorgt. Bekommen Mittelklassefutter und etwa 20% der Ernährung besteht aus Rohfleisch oder Eintagsküken. Sie sind alle ganz lieb, haben ein Fell, wo manch andere Katze nur von träumen kann, haben (bis auf eine, die ist pummelig) alle eine klasse Figur und die meisten werden das normale Durchschnittsalter nicht erreichen, weil sie chronisch krank sind.
Übrigens hatte ich, als ich noch kein Geld verdiente, weil ich zwei kleine Kinder zu versorgen hatte und mir eigentlich für mich garnichts übrig blieb, zwei Katzen, denen es auch an nichts fehlte. Diese beiden Katzen sind über 18 bzw. sogar 19 Jahre alt geworden. Und sie haben sich sehr geliebt, obwohl ein Altersunterschied von 2 Jahren da war.
Die Notfellchen werden durch z.B. Futterpakete, Impf- und Kastrationspaten finanziert. Oder eben auch von mir, denn es gibt immer noch Punkte, wo man sparen kann.
Was etwas untergegangen ist, ist die regelmäßige Fahrt des einen Kitten zur Freundin. Nicht die Fahrt selber sondern das an sich herumgeschleppe der armen Mietz.
Eine Kollegin kam letztes Jahr zu mir und fragte mich, weil sie gehört hatte, ich würde mich so für Problemfallkatzen einsetzen, ob ich nicht ihre 6 Jahre alte Katze nehmen würde. Auf mein Fragen, was denn das Problem sei, bekam ich zur Antwort: Die Katze ist ein ekelhaft freches Biest. Sie springt uns unvermittelt an, beisst uns in die Beine. Wir haben teilweise richtig Angst vor ihr.
Ich habe mir den Lebenslauf der Katze angehört: Ihre Tochter bekam die Katze mit ca. 10 Wochen. Die Tochter wohnte zu dem Zeitpunkt nicht mehr bei der Mutter. Jedesmal wenn Töchterlein Mamilein besucht hatte, schleppte sie das Kitten mit. Es sollte doch nicht alleine in der Wohnung bleiben :twisted:. Als das Kitten 6 Monate alt wurde fingen die Probleme mit der Aggressivität an und haben sich ab dem Zeitpunkt verschlimmert.
Wie wütend ich war brauch ich euch wohl nicht sagen. Eine Katze braucht ihre gewohnte Umgebung!!!!!!! Diese Autofahrten, die fremde Umgebung ist purer Stress für sie!!!!!!!!!!!!!!! Ich versteh einfach nicht, wie man sich so verhalten kann. Ich kann an die Userin nur apellieren ihrer Katze das nicht mehr anzutun *bittebittebitte*. Du möchtest deiner Katze doch nur Gutes zumuten, gell?!
Das musste ich nur mal loswerden. Bin sonst nur eine stille Leserin.
Liebe Grüße
Simone mit ihren 56 Pfoten
Hallo Simone, kann ich aus meinen Erfahrungen so nicht bestätigen. Habe noch keine Katze erlebt, die, wenn sie jung an die Fahrerei und den Wechsel des Reviers gewöhnt wurde, so reagiert hätte. Die Schilderung spricht doch eher dafür, dass die Katze so aggressiv wurde, weil sie alleine ist und auch zu früh von der Mutterkatze getrennt wurde.