Aber ich denke wenn Katzen draußen mal eine Maus jagen ist das nicht so wild, es gibt schließlich auch Wildkatzen die Jagen. Es ist eben die Natur und Mäuse sind auch nicht vorm Aussterben bedroht. Eher sollten Leute keine Tiere mehr anfahren oder überfahren, dann kann man über soetwas diskutieren.
Nicht, dass sie das absichtlich tun...
Wenn ein Tier wildert und somit Wildtiere in Gefahr bringt, ja dann bin ich der Meinung das WIldtiere geschützt werden sollten. Sie haben genauso eine Berechtigung wie unsere Haustiere.
Ich stimme dir zwar größtenteils zu, aber hier muss man sich fragen, ob man deswegen gleich anderleute geliebtes Haustier töten und Herzen brechen muss. Ist es das wert? Macht das die Wildtiere nicht irgendwie wertvoller als ein Haustier, das konkret jemandem persönlich sehr viel bedeutet, im Gegensatz zu einem wilden Vogel, der der einzige ist, der an sich hängt? Ich glaube nicht, dass ein Opfer eines wildernden Haustiers so einen großen Einfluss hat, wie der Tod eines geliebten Haustiers. Und dann kann man immer noch Lebendfallen stellen und das Tier beim Tierarzt oder Tierheim abgeben. Dieses "sofort drauflos ballern" verstehe ich beim besten Willen nicht, außer man gesteht, dass es zum Sport gehört.
Und wenn Haustiere es schaffen, eine ganze Spezies auszurotten, ist das sehr traurig, aber das Aussterben eines Wildtiers allein auf das Bejagen durch weichgezüchtete Haustiere zu schieben, halte ich für etwas zu einfach.
Erstens finde ich es ziemlich normal, dass ein Carnivor tötet, und zweitens - Wanderratten und Wühlmäuse sind auch Wildtiere. Nur weil Hirsche auf der Lichtung schöner anzusehen sind, als Ratten auf der Terrasse, sind sie nicht schützenswerter. Und ist es nicht absolut egal, ob ein Hund ein Reh reißt, oder ein Jäger es erschießt? Zumal Hunde und Katzen in ihrem Leben nicht bringen, was ein Jäger am Ende eines Tages ausnimmt. Was ich schon gesehen habe, was Jäger in einer Nacht oder einem Vormittag töten, das ist keine Bestandsregulierung meht, das ist ein Massaker.
Das wäre eine Möglichkeit. es gibt nunmal immer das Risiko wenn man Freigänger hat (alle Gefahren kann man nicht ausschließen) Wenn Katzen "nur" Mäuse fangen würden, wäre es mit sicherheit auch nicht so schlimm, leider fallen auch immer wieder geschützte Tiere zum Opfer, selbst in Naturschutzgebieten.
Trotzdem - geschützte Tiere gehören der Natur, und die Natur war schon immer brutal. Es ist schade um jede Spezies, die ausstirbt, aber wegen sowas trauert keiner Monate lang. Welcher Schmerz ist also größer, der der Katzenbesitzer oder der der Bird Watcher? Katzen gehören Menschen, sind deren Eigentum und werden dort innig geliebt und bitter vermisst, wenn ihnen was zustößt. Und es geht auch anders, man muss nicht gleich anderleute geliebte Katze töten.
Zumal es auch Krankheiten und wilde Jäger gibt. Soll man auch gleich Fuchs und Greifvogel dafür bestrafen, naturgemäß zu töten, was sich fangen lässt?
Außerdem ist nichts auf der Welt dazu ausgelegt, für immer zu bestehen. Ich denke irgendwo, wenn eine Spezies eine andere ausrottet, wenn es nicht gerade der Mensch direkt ist, der es übertreibt (wie bei der Elefantenjagd oder Überfischung), dann könnte das doch auch einfach bedeuten, dass die Zeit dieser Spezies eben gekommen ist, einer anderen zu weichen.
Nur meine Meinung.