Verändert die Farbe auch das Wesen?

Diskutiere Verändert die Farbe auch das Wesen? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; In Anlehnung an den anderen Thread, eröffne ich mal einen neuen, um das mit der Farbe anzusprechen. Bislang hielt ich einen genetischen...
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #1
S

saurier

Beiträge
29.740
Reaktionspunkte
4.397
In Anlehnung an den anderen Thread, eröffne ich mal einen neuen, um das mit der Farbe anzusprechen.

Bislang hielt ich einen genetischen Zusammenhang zwischen Farbe und Charakter für abwegig - wie sollte das zusammenpassen? - aber nachdem ich mich einmal etwas näher mit Verhaltensbiologie beschäftigt habe, scheint es so, dass die Farbgebung tatsächlich Einfluss auf 'den Charakter', also das Wesen der Katze haben dürfte.

Ich zitiere hierzu mal aus dem Buch "Verhaltensbiologie der Hauskatze" von 'Udo Gansloßer' (Filander Verlag, 2010, S. 164/165):
"[...] Wie bereits [...] ausgeführt, sind Katzen insbesondere Kurzhaarkatzen mit roter, cremefarbener oder Schildpatt Färbung wesentlich streitbarer, lassen sich auch vom Menschen weniger gut festhalten und zeigen mehr Ausbruchsversuche, wenn man sie einfangen will. Insbesondere bei männlichen Katzen ist die Verknüpfung des orangefarbenen Allels, Geneabschnitts, mit einer höheren Aggressivität auch populationsgenetisch nachweisbar in bezug auf die Ausbreitung dieser Genvariante in verschiedenen Katzenbeständen. Wir haben auch im Kapitel über Gruppenleben bereits ausgeführt, dass hier der Selektionsdruck in ländlichen und städtischen Gebieten umgekehrt wirken kann. Der Hintergrund dieser Zusammenhänge ist teilweise durch einen gemeinsamen biochemischen Stoffwechsel zwischen der Produktion von dunkeln Pigmenten und den sogenannten Katecholaminen etwas dem Adrenalin oder Dopamin, zu sehen. [...]"

Jetzt kommt etwas über den bekannten Zusammenhang zwischen Farben und Erkrankungen (Taubheit, Blindheit etc.) und dann heißt es:
"[...] Turner (2004) fand interessanterweise in Halter Befragungen keinen Zusammenhang zwischen der Einschätzung von individuellen Merkmalen ihrer Katzen und den Fallfarben. Möglicherweise liegt das jedoch daran, dass viele der obengenannten Unterschiede eher nachts und heimlich beim Freigang zum Tragen kommen, und weniger im Umgang mit dem Menschen. In jedem Fall bleibt es ein spannendes Kapitel. [...]"

Soweit also die neuesten Erkenntnisse (das Buch ist im Dez. 2010 erschienen, also noch relativ druckfrisch) aus der Verhaltensbiologie.

Was sagt ihr dazu? :wink:
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen?

Anzeige

  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #2
also ich finde, mein törtchen ist nicht unbedingt zickiger, aber sehr viel selbstbewusster als zb das tigerchen oder meine zauberschwarze katze.

meine torbie-maus hingegen zickt gerne rum.

vllt ist der sichtbare anteil an farbe ja auch ausschlaggebend? viel sieht man bei bacon nicht. bei stulle umso mehr.
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #3
also ich finde, mein törtchen ist nicht unbedingt zickiger, aber sehr viel selbstbewusster als zb das tigerchen oder meine zauberschwarze katze.

meine torbie-maus hingegen zickt gerne rum.

vllt ist der sichtbare anteil an farbe ja auch ausschlaggebend? viel sieht man bei bacon nicht. bei stulle umso mehr.

Nun, ich denke, das kann man nur dann wirklich vergleichen, wenn man Tiere hat, die unter gleichen Bedingungen aufgewachsen und somit relativ gleich geprägt sind. Es macht z.B. keinen Sinn, ein behütet aufgewachsenes und voll sozialisiertes Kätzchen mit einem misshandelten Streunerchen zu vergleichen...
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #4
Nun, ich denke, das kann man nur dann wirklich vergleichen, wenn man Tiere hat, die unter gleichen Bedingungen aufgewachsen und somit relativ gleich geprägt sind. Es macht z.B. keinen Sinn, eine behütet aufgewachsenes und voll sozialisiertes Kätzchen mit einem misshandelten Streunerchen zu vergleichen...
Das denke ich auch.
Für Tiere, die man für einen solchen Vergleich zu
Rate zieht, müssen dieselben Rahmenbedingungen
gegeben sein.
Prinzipiell müsste es also eine größer angelegte Studie
geben, in der eben diese Tiere nach Farbe im großen
Stil miteinander verglichen werden. Unter denselben
Ausgangsbedingungen für alle Individuen.

Ich hab mir das Buch jetzt bestellt (danke für den Tipp,
Heike!), da mich das Thema auch sehr interessiert.
Ich hab aus den entsprechenden veterinärmedizinischen
Fachzeitschriften auch noch Artikel, die sich mit
Verhaltensbiologie von Katzen befassen, da schau ich
nochmal nach, ob es da noch interessante Erkenntnisse
gab.
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #5
ok, und da haben wir den fall.

wohl behütetes stüllchen mit bester kinderstube gegen nicht wirklich gut behandelte und mit 6 wochen von mama getrennte bacon.

der vergleich:

mira und stulle hatten beide eine sehr gute kinderstube. stulle ist dagegen sehr viel selbstbewusster und forscher als mira und ist sehr viel "dominanter". passt das als vergleich?
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #6
Also wenn ich das richtig verstehe, sollen in diesem Beispiel ja vor allem auch Rote Katzen/Kater eher Dominant und aggressiver sein, aber nach meinen Erfahrungen sind gerade die Roten eher zurückhaltend, am Bsp. von meinem ist es wirklich so, dass er im Umgang mit Artgenossen immer lieber klein Bei gibt, als sich mit zu viel Stress zu konfrontieren. Er ist im Verhältnis zu Paulchen viel Größer, Intelligenter (sorry Paulchen! =) ) und auch schneller als er, aber anstatt ihm mal ordentlich zu zeigen, wer der Chef ist, geht er einfach und läuft regelrecht vor ihm weg, so in der Art "Nerv mich nicht, ich hab keinen Bock auf Streit" wie er sich draußen verhält, konnte ich leider noch nicht richtig beurteilen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier anders ist. Und ich bin auch der Meinung, dass Rote Fellknäuel etwas menschenbezogener sind, dass sehe ich nicht nur an meinem, sondern auch an den Tieren von Bekannten und Freunden. Schwarze oder auch Schwarz-Weiße Katzen/Kater hingegen kommen mir fast immer ein wenig Zickig und Agressiver vor und scheinen liebeer Ihr eigenes Ding zu machen. Graue hingegen sind sehr anhänglich und verschmust, Mit Schildpatt konnte ich bisher leider noch nicht viele Erfahrungen machen. Aber das sind halt Subjektive Eindrücke und wer weiß was da Genetisch wirklich hintersteckt. Das Gesagte ist halt eine These, die sich wahrscheinlich durch vieles bestätigen lässt, aber auch durch viele Gegenbeispiele widerlegen.

Anhand welcher "Untersuchungen" ist denn der Autor zu den Erkenntnissen gelangt?
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #7
und wenn das verhalten des klein beigebenden nun nicht ängstlich o.ä. ist sondern souverän?
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #8
Du meinst von ein bisschen "Überheblich" sein? so in der Art, ich weiß, ich bin stärker und brauch es nicht beweisen? Naja, könnte sein, aber man lässt sich doch aus Stolz nicht lauter Kratzer ins Gesicht zaubern, sofern man Katzen etwas wie "Stolz" nachsagen kann! *lach*
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #9
ok, da hast du recht.

ich kenn das zb von hunden. wenn ein rüde zb sehr souverän ist und ein anderer ihm den dreck vor der nase lostritt, hat der souveräne es einfach nicht nötig, sich darüber aufzuregen. vllt gibbet sowas ja bei katzen auch.
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #10
Wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Roten daher 'streibarer', weil sie auch viel schneller in Stress geraten. Sicher gibt es auch Katzen, die Stress anders 'abarbeiten' als mit Aggression, nämlich mit 'klein beigeben', um den Stress zu minimieren - ob das Souveränität ist, weiß ich nicht.

Abgesehen davon geht es sicherlich erst mal um unkastrierte Katzen, da die Beobachtungen wohl an Streunerpopulationen durchgeführt wurden, nehme ich jedenfalls an, ich muss noch mal nachlesen :wink:.
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #11
Oh ok, wenn es um Stress = Agressivität gibt, dann stimmt es! zumindest bei mir. Mein Großer verfällt super schnell in Stresse, fängt an zu hecheln und zu Mautzen und kennt dann auch keine Freunde mehr, aber nur, wenn er glaubt, es geht um sein Leben! Z.B. beim Tierarztbesuch. Vllt. ist mit den rote Allelen aber auch nur die Sensibilität gemeint, denn auch rothaarigen Menschen sagt man Zickigkeit und Dünnhäutigkeit nach, weil Sie angeblich mit Stresssituationen nich umgehen können. Warum dass aber so ist, weiß ich auch nicht, so gut stehe ich dann in der Materie doch nicht drinnen.
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #12
Da ich eine wilde Katzenherde eine Zeit lang beobachten konnte,möcht ich auch ganz kurz meine Beobachtungen kundtun.

Rote Kater habe ich immer sehr devensiv und im sozialen Gefüge "schwach"erlebt...sehr dominant dagegen schwarz-weiß.

Bei 3 Kitten,welche ich mit der Flasche großgezogen habe,stand der rote Kater lange auf der Kippe und ist kein Freigängerkater geworden,da er sehr ängstlich und unsicher ist.Der Schwarze diese Wurfes ist ein sehr unabhängiger,selbstbewußter Freigänger geworden und das Schildpatt-Mädel hat mit nem halben Jahr schon sämtliche Nachbarkatzen durch die Gegend gejagd!Im Fall der Schildpatt habe ich schon öfter gehört,das sie schlecht mit anderen Katzen auskommen.

Die Geschichte der wilden Katzen zu erzählen würde zu lang dauern...ich hätte sie gern kastriert gesehen,aber sie "gehörten" nicht mir und der "Besitzer"bzw.Grundstückseigentümer hat sich auch mit allem guten Zureden nicht einsichtig gezeigt...:-(.

Nach meinem Umzug nahm ich ein gut an mich sozialisiertes Weibchen mit ihren 6Kitten mit.Zwei der Räuber habe ich behalten.Hier ist meine gestromte Raja sehr gutmütig,sanft und sozial-meine schwarze Sammy-wie der Vater sehr unabhängig,freiheitsliebend und eigensinnig.

Da in diesen Beispielen alle Katzen die gleichen Rahmenbedingungen hatten,sieht man z.t.schon große Unterschiede.Alledings spielt bei vielen Charaktereigenschaften zudem die Rasse auch eine große Rolle!

ps:alle 3 Mädels sind kastriert und gerade für meine wilde Mama ist das Leben auch dadurch wesentlich entspannter und glücklicher geworden!
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #13
Hallo zusammen,

da ich von diesem eh nicht viel Ahnung habe, habe ich eure Texte auch nur überflogen.

Als ich heute auf einer Webseite einer Cattery rumstöberte, fand ich aber für euch passende Infos zu diesem Thema.. vielleicht helfen sie ja ein wenig weiter.

Es handelt sich um diese Homepage:

Unter "Infos" und "Von Bachhagen"(Hauptseite) findet man einige Infos und Erfahrungen des Züchters zu diesem Thema, dabei im direkten Vergleich von Blauen und Roten BKH Katzen.
Die Roten sollten wesentlich kuscheliger und ähnliches sein, bei Interesse einfach mal durchklicken.

Fröhliches diskutieren noch,
Susanne
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #14
Also meine Beiden sind ja auch Schwarz-Rot. Schwestern, zusammen aufgewachsen, zusammen abgeholt - zu früh wie ich mittlerweile weiß :sad:
Und total verschieden.

Emma ist eitel. Muss so sein :lol: Wenn man sie ruft stellt sie sich so in 5 - 10 Metern entfernung hin und präsentiert sich. Wenn sie rumläuft lässt sie sich auch nicht nehmen und streicheln. Nur wenn sie liegt oder frisst, oder eben von alleine ankommt^^ Der "sichtbare" Unterschied ist eigentlich nur dass Emmy black tortie smoke ist.
pic19094.jpg


Lucy dagegen will immer gestreichelt und geschmust werden. Egal wann und wo^^ Allerdings sieht sie auch nicht so elegant aus wie Emma wenn sie sich bewegt. Sie ist black tortie.
pic19093.jpg



Lg Coonie
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #15
Moin,

sehr interessant.

Unsere Lady war schwarz/weiß (mehr schwarz) und war eine absolute *klopp*Katze. Sie hat sich mit jeder/m Katze/Kater angelegt, die ihr über den Weg lief, vor der Tür. Im Haus war das etwas anders, sie hatte zwar dei *Hose* an, aber kloppte nicht.
Sie war eine absolut treue Seele, sehr schmusig, aber halt wie eine Katze - ich mach was ich will.
Vorgeschichte von Lady kenne ich nicht, wir bekamen sie mit einem Jahr. Sie war eine Mischung aus HK und einem Halblanghaar und Freigänger.

Tex ist eine MC in black-torbie-white, Ossi auch eine MC in black-tortie-white.
Beide sind mit ca. 12-13 Wochen zu uns gekommen und haben nur eine Woche Altersunterschied. Sie sind beide bis zum Umzug in Katzengruppen aufgewachsen und wurden mit allen Geräuschen konfrontiert, die es so im Haushalt gibt.

Auch wenn da nur ein Buchstabe in der Farbe anders ist, so unterschiedlich sind sie aber.

Tex ist eher die piepsige, ruhige und verschmustere Katze. Ossi hingegen ist immer lautstark unterwegs, jeder Hopser muss bequatscht werden. Ossi mag nur gestreichelt werden, wenn sie das will. Tex könnte man den ganzen Tag durch die Gegend tragen.

Ossi hat hier die Hosen an und erkämpft sich ihren Rang, sie ist absolut streitsüchtig. Sie ist die Jüngere und wiegt auch noch 1kg weniger. Sie ist eher drahtig und dabei aber sehr elegant unterwegs.
Tex hingegen ist die stämmigere der Beiden, wenn die irgendwo runter springt dann rummst es ;-).

Ossi ist auch die schlauere der beiden Miezen. Sie lernt sehr schnell Befehle. Allerdings nutzt sie auch jede Gelegenheit hinter meinem Rücken aus und springt irgendwo drauf, wo sie nicht hin soll.

Ossi wäre die erfolgreichere Jägerin, Tex würde draußen wohl verhungern. Sie ist eher die Träumerin *ach da fliegt ein Vogel, guck ich mal hinterher*. Bei Ossi ist da jeder Muskel angespannt zum los schießen.

Aber beide Miezen sind im Vergleich zu Lady ansolut anders vom Charakter her. Lady hat keine Scheu vor Menschen gehabt, sie hat sich gerne *Vorgestellt* und, sie hat bis ins sehr hohe Alter gespielt.
Die beiden MC sind da das kpl. Gegenteil. Fremde Menschen *ciao wir hauen ab*, geht die Klingel oder das Telefon, sieht man keine Katze mehr. Sie brauchen sehr lange bis sie sich zeigen. Und spielen, das ist ein absoluter Krampf. Mit uns irgendwie sowieso nicht, alleine schon mal. Man hat eher das Gefühl, wir dekorieren mal den Sessel oder das Sofa. Für mich unbegreiflich, da ich es so überhaupt nicht gewohnt war.

Ich denke schon das man an der Farbe den Charakter erkennen kann.
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #16
Meine Bande ist unter den gleichen Bedingungen aufgewachsen: verwildert auf einer Müllkippe / in den danebenliegenden Gärten:

Loup, rot getigert: extrem ängstlich, zurückhaltend und normal nie aggressiv (nur bei großer Angst)

Capucine, Schildpatt: zickig und gibt den anderen gern eins aufs Maul, bevor sie dann abhaut

Edwige, grau getigert: unglaublich lieb und zärtlich mit den anderen Katzen

Tonio, schwarz: lieb, zärtlich und zurückhaltend

Agathe, schwarz: ängstlich, aber mit den anderen Katzen ganz lieb (hat nur sehr schnell Angst)

:wink:
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #17
Interessant!
Meine sind Geschwister und seit der 12. LW bei mir.
Roter Kater: eher selbstbewusst und unerschrocken.
Bunte Katze: ängstlich in fremden Situationen und ein bischen "zappelig".
Der Unterschied kann dann wohl nicht "farbgenetisch" bedingt sein, weil ja beide rot tragen, oder? Das Gansloßer-Zitat erinnert mich allerdings schon ein bischen an meinen Kater.
LG
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #18
"[...] Turner (2004) fand interessanterweise in Halter Befragungen keinen Zusammenhang zwischen der Einschätzung von individuellen Merkmalen ihrer Katzen und den Fallfarben.

Möglicherweise liegt das jedoch daran, dass viele der obengenannten Unterschiede eher nachts und heimlich beim Freigang zum Tragen kommen, und weniger im Umgang mit dem Menschen.
Möglicherweise liegt das auch daran, dass diese Unterschiede so extrem heimlich sind, dass sie gar nicht existieren.

Außerdem widerspricht der Herr Verhaltensbiologe sich auch noch, denn in dem Zitat weiter oben heißt es ja, dass diese Eigenschaften sich beim Einfangen, also durchaus bei der Interaktion mit dem Menschen, zeigen sollen.

In jedem Fall bleibt es ein spannendes Kapitel. [...]"
Soweit also die neuesten Erkenntnisse (das Buch ist im Dez. 2010 erschienen, also noch relativ druckfrisch) aus der Verhaltensbiologie.

Was sagt ihr dazu?
Ich halte das für kompletten Unfug. Konstruiert, widersprüchlich und an den Haaren herbeigezogen.
Ähnliche "Forschungen" hat man ja übrigens bei Menschen auch schon mal versucht. Ein leidiges Kapitel.
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #19
Möglicherweise liegt das auch daran, dass diese Unterschiede so extrem heimlich sind, dass sie gar nicht existieren.

Außerdem widerspricht der Herr Verhaltensbiologe sich auch noch, denn in dem Zitat weiter oben heißt es ja, dass diese Eigenschaften sich beim Einfangen, also durchaus bei der Interaktion mit dem Menschen, zeigen sollen.




Ich halte das für kompletten Unfug. Konstruiert, widersprüchlich und an den Haaren herbeigezogen.
Ähnliche "Forschungen" hat man ja übrigens bei Menschen auch schon mal versucht. Ein leidiges Kapitel.

Du beschuldigst hier einen Verhaltensbiologen, der sicher nicht umsonst Prof. Dr. ist, dass er unwissenschaftlich arbeite... Mit welcher Berechtigung? Welche Qualifikation hast du, dass du dir das herausnimmst?
 
  • Verändert die Farbe auch das Wesen? Beitrag #20
Also, ich habe ja schon viele Katzen in sehr verschiedenen Farben erlebt.

Tiger: egal ob männlich oder weiblich - eher Einzelgänger, fühlen sich in Gruppen mit mehr als 2 Katzen unwohl. Sind aber auch sehr dominant.

schwarze Katzen: sozial aber dominant
schwarze Kater: sozial, ordnen sich unter

schwarz-weiße Katzen: sehr unterschiedlich. Von dominant bis eher schüchtern, sozial
schwarz-weiße Kater: sozial, ordnen sich unter,

rot-weiße Katzen: sehr dominant, aber sozial
rot-weiße Kater: sozial, schlichtend, zurückhaltend

rote Katzen: sozial, wollen aber nicht die erste Geige spielen
rote Kater: aggressive Dominanz, aber trotzdem sozial

dreifarbige Katzen: zickig, dominant, manchmal regelrecht rabiat, wenn sie ihren Willen durchsetzen wollen
dreifarbige Kater: kenne ich keinen

grau-weiße Katzen: sozial, sind als Nr. 2 zufrieden
grau-weiße Kater: sehr dominant aber sozial

getigert mit weiße Katzen: dominant, aber auch eher eigenbrötlerisch
getigert mit weiße Kater: Raufbolde ohne Ende, trotzdem suchen sie den Kontakt zu Artgenossen

Ich habe von jeder Farbe schon mehrere Exemplare erlebt bzw. erlebe sich täglich.
Meine Aussagen beziehen sich auf KASTRIERTE Tiere. Vor der Kastration waren gerade die Kater fast alle aggressiv gegen Artgenossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema:

Verändert die Farbe auch das Wesen?

Oben Unten